Wow, eine wahre Freude ist das: Smashing Magazine, für mich eine der besten Online-Publikationen zum Thema Gestaltung und Webdesign, liefert einen wunderbaren Überblick mit Design-Beispielen aus dem Print-Bereich, die zeigen, was man alles mit Font-Auswahl, -Farben und -Größen machen kann. Sehr, sehr schöne Anwendungsszenarien zur Erfüllung unterschiedlicher Aufgaben (Broschüren|Verlagspublikationen|Poster), verlinkt auf die jeweiligen Quellen. Unbedingt anschauen: «Creative Print Typography Layouts».
Atari 800XL was used for the lead piano/organ sound
Texas Instruments TI-99/4a as lead guitar
8 Inch Floppy Disk as Bass
3.5 inch Harddrive as the gong
HP ScanJet 3C was used for all vocals.
Wer wie bd594 so viel Liebe in ein Projekt steckt, dem verzeiht man auch die schiefen Töne. Zurecht weißt der Maschinen-Geek aus Toronto darauf hin:
Keep in mind the scanner and floppy drive are not musical instruments. These are mechancial devices whose frequencies tend to drift and can cause some notes to be out of tune.
Diese Woche startet in den spanischen Kinos der mexikanische Film «Rudo y Cursi». Die beiden genialen Schauspieler Gael García Bernal und Diego Luna sind darin sieben Jahre nach «Y tú mamá también», wo sie sich fürs mexikanische Kino recht freizügig mit sich selbst und mit der bezaubernden Maribel Verdú (Filmausschnitt) beschäftigten, wieder gemeinsam auf der Leinwand zu sehen. Beim Kinoerfolg damals, der ja auch bei uns im Kino lief, führte Alfonso Cuarón Regie, das Drehbuch schrieb er mit seinem Bruder Carlos. Dieses Mal ist Carlos der Regisseur und hat auch wieder das Buch geschrieben, und sein Bruder hat den Film gemeinsam mit Guillermo del Toro und Alejandro Gonzalez Iñárritu (Amores Perros, Babel) produziert.
Ehe Ihr Euch den Trailer zum Film anschaut, müsst Ihr unbedingt einen Blick in diese großartige Parodie der Norteño-Musik, der Musik aus Mexikos Norden, werfen. Zeigt sie doch die große Wandlungsfähigkeit von Gael, der die Transe bei Almodóvar («La mala Eduacción») genau so gut spielen kann wie den Ché bei Walter Salles («Diarios de Motocicleta»). Hier also Gael García Bernal, vom Fußballer zum Norteño-Sänger im schrägen, grellen Outfit mutiert:
Ich habe selten ein Gericht gekocht, dass so einfach in der Zubereitung und gleichzeitig so lecker geworden ist: Grüner Spargel im Backofen geröstet. Angeregt wurde ich durch ein Rezept auf Fool for Food, einem von Deutschlands besten Kochblogs (das ist keine Übertreibung sondern schlichtweg Realität, meine Damen und Herren): «Gerösteter grüner Spargel mit Olivenöl und Zitrone». Während meine Wandsbeker Nachbarin Claudia sich selbst vom Rezept im weiter unten gezeigten Video inspirieren ließ und es geringfügig abänderte, hab auch ich meine Vorlieben eingebracht und bin so vorgegangen:
Grünen Spargel abwaschen, Enden abschneiden (Riesenvorteil: der grüne Spargel muss nicht geschält werden)
Backofen auf 230° vorheizen
Spargel nebeneinander aufs Blech legen
mit 4-5 EL gutem Olivenöl übergießen, frischen schwarzen Pfeffer und Fleur du Sel drüber geben
wer’s – wie ich – mag, gibt auch noch frischen Knobi drüber
Spargel 10 Minuten in den Ofen geben, dann wird er auch nicht mattschig, sondern wird nur schön geröstet
Dann mit weißem Balsamico übergießen – ich kann nur sagen, das ist eine 1A-Geschmackskombi!
Ich habe den Spargel mit rohem Holsteiner Schinken aus der Kate (vom Metzger meines Vertrauens auf dem Wandsbeker Wochenmarkt) und Reis begleitet, auch hier darf natürlich nach Gusto kombiniert werden. Wie gesagt: Arbeit: so gut wie keine. Ergebnis: großartig! Optimales Zeit-Leistungs-Verhältnis bei 100-prozentiger Geschmacksgarantie. 😉
Wer die Prozedur bzw. die Basisvariante des Rezeptes im Video («Lemon Roasted Asparagus») sehen möchte, schaue bitte hier rein, und/oder koche die Fool-for-Food’sche Variante mit Zitrone nach:
Was der Japaner Takeuchi Taijin hier gezaubert hat, ist großartig. 1.300 Fotos hat er aufgenommen, sie in Stop-Motion-Technik einen Film suggerieren lassen, diese Bilder dann geschickt in den Verlauf der Wohnung eingepasst und nochmals abfotografiert. Was für eine Arbeit! Das Resultat zeigt, die Mühe hat sich gelohnt. Seht selbst und staunt über das Ende:
Viele Ignoranten westlich der Alster oder Menschen aus sonstigen Gebieten der Hansestadt, die ihr Viertel nur ungern verlassen, glauben mir ja nie, wie schön es hier in Wandsbek ist. Sie kennen unseren Stadtteil entweder gar nicht, oder haben sich ihr Bild beim Durchfahren durch die Wandsbeker Marktstraße gemacht. So schütteln sie meist ungläubig den Kopf, wenn ich Ihnen erzähle, wie schön es im Stadtteil Wandsbek (nicht zu verwechseln mit dem mit über 400.000 (!) Einwohnern bevölkerungsreichsten gleichnamigen Bezirk von Hamburg) ist.
Deshalb zeige ich hier wieder mal ein paar Aufnahmen, die ich in den letzten Tagen in Wandsbek gemacht habe (auf Klick seht Ihr die Fotos bei Flickr in groß). Stadtteilimpressionen aus dem Osten der Hansestadt, sozusagen. Hier oben zu sehen das Staatsarchiv, das ich letztes Jahr an Ostern schon mal mit ein paar Fotos vorgestellt hatte. Momentan zieren die japanischen Kirschblüten das Straßenbild in der Kattunbleiche. Eine schöne Farbkombi: das Rosa der Blüten im Kontrast zum strahlend blauen Himmel und der gelben Uhr, die neben der Zeit auch den Weg zum Wandsbek Quarree zeigt.
Meine Nachbarn im Lengerckestieg haben an Ostern den Balkan-Grill neu eröffnet (vom Anstrich mit einem zumindest gewöhnungsbedürftigen Blau war letztes Jahr hier auch schon mal die Rede). Neben der Möglichkeit hinter dem Haus im Biergarten zu sitzen, kann man seit zwei Tagen jetzt auch direkt vor dem Haus speisen. Das scheint sich aber beim Zielpublikum noch nicht rumgesprochen zu haben. 😉
Tja, und insgesamt ist es ein Glücksfall, dass so viel Natur in diesem Stadtteil erhalten wurde, sei es der Mühlenteich, an den es mich immer wieder gern zum Lesen und zum Sonnetanken zieht, oder die leise vor sich hinplätschernde Wandse, die hinter meinem Haus vorbeizieht. Apropos vorbeiziehen, wie überall sonst, zieht auch hier in Wandsbek der Mond vorbei. Und geht auf. «Der Mond ist aufgegangen», das kennt jeder, nicht wahr? Doch dass der Autor dieser Zeilen, Matthias Claudius, ein Wandsbeker ist, das ist vielen unbekannt. Deshalb sollen die Stadtteilimpressionen mit seinem berühmten Text abgeschlossen werden, rezitiert von der wunderbaren Schauspielerin Elisabeth Flickenschildt:
Gedichte. Musik. Und etwas mehr. 88 Botschaften aus dem schrecklich schönen Leben hat der Hamburger Autor parat. Und er präsentiert sie in einer Uraufführung gemeinsam mit dem Schauspieler Peter Lohmeyer. Vom Dönermann wird erzählt und der Badeschlappenschönheit, den gesammelten Ratschlägen befreundeter Damen und der Traurigkeit des Kleingedruckten. Höchste Kunst, und erstaunlich, was in diesen poetischen Welterkundungen alles gesagt wird, voller Wucht, Esprit und Eleganz. So steckt hier in Rhythmus und Reim, worauf es wirklich ankommt im Leben, auf die Liebe und den Tod, die großen Schicksalsschläge sowie die verflixten Nichtigkeiten.
Matthias Politycki war gestern in der Sendung HR2-Der Tag («Alle Mann nach Havanna: Die Kuba-Krise», auch online) zu hören, wo er seinen Roman Herr der Hörner vorstellte und von seinen Erfahrungen in Kuba berichtete.
Traumhaft schöne Bilder. Im Laufe eines Jahres vom Fotografen Samuel Cockedey aufgenommen. Begleitet von der Musik von Cliff Martinez aus dem Solaris-Film von 2002:
Aufgenommen vor allem mit einer Canon 350D. Weitere Infos zur eingesetzten Technik auf der Vimeo-Site des Videos.
Samuel Cockedey hat auch weitere faszinierende Fotos aus Japan auf seiner Website (Traditionelles, Gesichter, Straßenszenen), sogar mit der Holga hat er fotografiert.