Text & Blog ist auch ein saarländisches Blog

Saarschleife Warum «Text & Blog» auch ein saarländisches Blog ist, obwohl ich in Hamburg lebe und arbeite? (Und mich – ganz nebenbei gesagt – hier sehr, sehr wohl fühle!)
Das ist schnell erklärt: erstens bin ich Saarländer (so was legt man auch nach einem Umzug nicht ab – ich nenne mich ja auch gerne «Saar-Blogger im Exil») und zweitens und viel wichtiger: dieses Blog wird auch von vielen Saarländerinnen und Saarländern gelesen, worüber ich sehr glücklich bin. Und die lesen nicht nur hier, die kommentieren auch fleißig. Und wie die hier kommentieren: Die Hälfte meiner TOP 10-Kommentatoren sind Saarländer (m/w)!
Die genau vor einem Monat, am 23.5.2007, zum ersten Mal vorgestellte TOP 10 der «Text & Blog»-Kommentatoren (mit den Vormonatsplätzen in Klammern) macht dies deutlich. Die Saarländer sind mit dem schönen alte Saarwappen kenntlich gemacht, das es hier in groß zu sehen gibt:

1. (2) Carsten Saarwappen
2. (1) The Exit
3. (3) Henning
4. (6) rob
5. (4) Torsten
6. (5) Carmen Saarwappen
7. (7) Teddykrieger
8. (–) Quintus Saarwappen
9. (8) Aengelchen Saarwappen
Der 5. Saarländer in der Top 10 bin ich Saarwappen, nach abgegebenen Kommentaren zwar auf Platz eins, doch das zählt hier nicht, da der Hausherr in seinem Blog immer am meisten kommentiert.

Welche Saarländer lesen denn hier noch so mit? Ich freue mich über eure Lesens- und Lebenszeichen in den Kommentaren, die natürlich – wie immer auf «Text & Blog» – allen Leserinnen und Lesern offen stehen! Vielen Dank im Voraus für eure Rückmeldungen.

Saarland

Mexikanische Fussballnationalmannschaft weiterhin erfolgreich


Direktlink YouTube

Mexiko steht dank des 1:0 gegen Fussballzwerg Guadeloupe im Finale des Goldcup (Turnier des nord- und mittelamerikanischen Fußballverbandes CONCACAF). Der sehenswerte Fernschuss (siehe Video) von Pavel Pardo dürfte nicht nur den VfB Stuttgart-Fans gefallen, mit denen der Mexikaner dieses Jahr Deutscher Meister geworden ist. Kurios: Das kleine Fussballland Guadeloupe ist mit seinen 400.000 Einwohnern noch nicht einmal von der FIFA anerkannt, hat aber eine überraschend gute Rolle in dem Turnier gespielt. Schade zwar für das kleine Land – man ist ja sonst gern mal für die Kleinen 😉 – aber natürlich freue ich mich als Fan der mexikanischen Nationalmannschaft (wie hab ich mit denen letztes Jahr bei der WM gefiebert!, siehe hier und da), dass die TRI im Finale sind.

Update I – 24.6.2007, 23:50 Uhr: Das Finale hat Mexiko leider 1:2 gegen die USA verloren, trotz 1:0-Führung. In Ermangelung von live-TV-Bildern habe ich die Partie nebenher durch die Live-TV-Screenshots und Spielbeschreibungen in diesem katalanischen Blog verfolgt: «Futbol Mític». [Update I – Ende]

Update II – 28.6.07, 9:30 Uhr: Mexiko hat heute Nacht das Spiel gegen Brasilien durch die Tore von Castillo und Morales 2:0 gewonnen. ¡Bravo, México! [Update II – Ende]

Und ich freue mich auch schon auf die Copa América, die nächste Woche in Venezuela beginnt, und wo es gleich in der Vorrunde zum Knaller Brasilien-Mexiko kommt (Do, 28.6., 2:45 Uhr). Wird zum Glück komplett (alle 26 Spiele!) von arena übertragen.
Aber erstmal heißt es jetzt für Mexiko am Sonntag die Gringos im Finale des Goldcup besiegen.
Artikel zum Thema:

Fußball

Video zur Grimme-Preis-Verleihung

Ein Video von der gestrigen Grimme-Preis-Verleihung in Köln ist bei Juliette Guttmann auf Westropolis zu sehen.
Grimme-Online-Preisträger Stefan Niggemeier hat ja lange überlegt, ob er hingehen soll und hausgemacht.tv erdreistet sich, sich beim Publikum für den Preis zu bedanken, wo sie die Abstimmung doch durch die Instrumentalisierung einer Verlosung (Update 21:55 Uhr, siehe Kommentar von Peer) beeinflusst haben. Wem das mit dem Grimme-Preis und den Peinlichkeiten, die seiner Vergabe vorausgingen, jetzt gerade gar nichts sagt, der möge nochmal vorher hier reinschauen: «Grimme-Online-Award voraus in die Zukunft?» und dann das Video sehen.
[via pottblog]

Internet, Video

Flickr lenkt ein

Offensichtlich zu spät, viele deutsche Benutzer des Fotodienstes Flickr sind zurecht verstört worden: aber offensichtlich lenkt Flickr ein und lässt nun auch wie im fast kompletten Rest der Welt die Nutzerinnen und Nutzer selbst bestimmen, ob eine Suche nach Bildern „sicher“ oder frei sein soll. Hab’s gerade in meinem Flickr-Account unter Ihr Account / Datenschutz & Berechtigungen / Sucheinstellungen ausprobiert:
Flickr läßt deutsche Nutzer die Safe-Search-Filtereinstellung wieder ausschalten

Flickr lässt nun auch die unzensierte Suche durch die Auswahl Sichere Suche aus „Sie sind älter als 18 und können mit allen angezeigten Inhalten umgehen.“ zu.

Update 11:35 Uhr: Weil’s im Screenshot nicht so deutlich zu lesen ist, hier nochmal die drei Alternativen, die Flickr für den Suchfilter anbietet:
1. Sichere Suche ein: Sie möchten Fotos sehen, die für ein breites, öffentliches Publikum geeignet („Sicher“) sind.
2. Sichere Suche mittel: Für Sie ist es okay, ab und zu mal etwas mehr Haut zu sehen, aber nicht mehr.
3. Sichere Suche aus: Sie sind älter als 18 und können mit allen angezeigten Inhalten umgehen.
[via praegnanz]

Foto, Internet

Druckerpatronen zu früh als leer angezeigt

Wenn der Drucker meldet, die Druckerpatrone sei leer: Rausnehmen, wieder einsetzen und weiterdrucken. Mache ich eigentlich immer so, bis sie wirklich leer sind. Hat nun auch der TÜV Rheinland in einer Studie für Epson so ermittelt: Die meisten Druckerpatronen haben dann noch 20% Füllstand! Epson hat die Studie in Auftrag gegeben, weil sie sich bestätigen lassen wollten, dass die Single-Ink-Methode (für jede Farbe eine Patrone) wirtschaftlicher ist als die Multi-Ink-Technologie. Das ist natürlich auch so. Aber ob ihnen das Ergebnis gefällt, dass auch ihre Drucker die Kunden dazu auffordern, ein Fünftel der giftigen Farben dem Müll statt den kommenden Drucken zuzuführen?
[via derStandard.at]

Allgemeines

Burkhart Kroeber zum Übersetzerpreis für Barbara Kleiner

Übersetzte Bücher haben grundsätzlich zwei Autoren
Foto: photocase.com

Hörempfehlung für ein Interview aus dem Hause Deutschlandradio Kultur. Der Sender fasst das heute Vormittag gesendete Gespräch mit Burkhart Kroeber mit folgenden Worten zusammen:

Zwei Jahre lang arbeitete Barbara Kleiner daran, die „Bekenntnisse eines Italieners“ von Ippolito Nievo ins Deutsche zu übersetzen. Für dieses Werk wurde sie jetzt im Europäischen Übersetzer-Kollegium Straelen geehrt. Barbara Kleiner bekam den mit 25.000 Euro dotierten Preis der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen. Burkhart Kroeber, der deutsche Übersetzer Umberto Ecos, erinnerte in diesem Zusammenhang im Deutschlandradio Kultur an die schlechte Bezahlung literarischer Übersetzungen. So habe die Preisträgerin ausgerechnet, dass sie während ihrer Arbeit an den „Bekenntnissen eines Italieners“ etwa 600 Euro im Monat verdiente.

Das Interview zum Nachhören:
Update I – 16:55 Uhr: Schade, der unter diesem Link im Archiv von DLR angebotene Verweis auf die mp3-Datei funktioniert momentan nicht mehr. Ich werde berichten, wenn es den Beitrag wieder zu hören gibt.
Update II – 18:55 Uhr: Jetzt geht es wieder. Bitte:
http://ondemand-mp3.dradio.de/podcast/2007/06/20/dkultur_200706201109.mp3

Und wieder die gleiche Geschichte: Erfreuliches und Betrübliches aus dem Bereich der deutschsprachigen Literaturübersetzung: Das Erfreuliche: der Preis für Barbara Kleiner. Das Betrübliche: der Lohn, der in Deutschland für die Übertragung von Literatur aus einer fremden Sprache in die unsrige bezahlt wird, damit wir diese Bücher lesen können.

Der Prozess der Literarischen Übersetzung wird von Burkhart Kroeber wieder einmal trefflich beschrieben. In dem Interview (11 Minuten, die sich lohnen angehört zu werden!) umreißt er sehr schön, was es bedeutet, einen Text von einer Sprache in die andere zu transferieren. Der Moderator zitiert auch seinen wichtigen Satz:

Übersetzte Bücher haben grundsätzlich zwei Autoren.

Außerdem gibt es wieder eine gelungene Stellungnahme meines Kollegen zur beschämend niedrigen Bezahlung dieser anspruchsvollen Textarbeit. Wann werden die Verlage handeln und endlich angemessene Löhne bezahlen? Der momentane Status der Bezahlung im Bereich literarische Übersetzung lässt jedenfalls die aktuelle Mindestlohndebatte geradezu lächerlich wirken!

Literatur, Radio, Übersetzen

Enrique Dans: Geteilte Aufmerksamkeit

Was symbolisiert die Zeit besser als ein Uhrwerk?
Foto: xtrapink

Enrique Dans hat auf Libertad Digital einen ganz hervorragenden Artikel über das Phänomen der geteilten Aufmerksamkeit veröffentlicht. Wir alle sehen uns immer stärker einem ständig wachsenden Informationsfluss gegenüber, wollen alles aufnehmen, müssen zwangsweise selektieren und ertappen uns doch dabei, wichtige Themen nur an der Oberfläche begleiten zu können. Kurzum: «Zu viel anzuschauen in zu wenig Zeit».

So lautet auch der Titel meiner Übersetzung des Artikels «Demasiado que ver y muy poco tiempo» zu diesem Thema. Ich habe Enrique gebeten, diesen wichtigen Text, der vor ein paar Tagen auf Libertad Digital erschienen ist, ins Deutsche übersetzen zu dürfen und ihn hier zu präsentieren. Er hat zugestimmt und ich habe mich gleich an die Arbeit gemacht.

Obwohl ich mir natürlich alle Mühe gegeben habe, diesen Artikel korrekt und unter weitestgehender Wahrung des lesenswerten Stils des spanischen Informationsexperten zu übersetzen (schließlich ist das mein Beruf), empfehle ich denen, die Spanisch können, ausdrücklich die Lektüre des spanischen Originals. Allen anderen lege ich die deutsche Übersetzung ans Herz, die gerne auch hier als PDF (2 S., 49 KB) heruntergeladen werden kann.

Ein Zitat zur Einstimmung auf den interessanten Text:

In Blogs und Zeitungen wird jeder Artikel entweder in vergleichbarer Zeit gelesen oder durch schnelles Überfliegen quergelesen, um den Inhalt gerade soweit zu erfassen, dass man mitbekommt „um was es geht“. Auf meiner Website geben Besucher oft Kommentare ab, die deutlich zeigen, dass sie den Text nicht vollständig gelesen haben, dass sie einen schnellen, oberflächlichen Blick auf den Text geworfen haben, ohne den Text in seiner Gänze zu erfassen.

Der komplette Text auf spanisch bei Libertad Digital oder hier im Blog nach dem Klick auf (Mehr…) …

Artikel, Bluesky, Informationskompetenz, Internet, Spanisch
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