Tödliche Deals – Deutsche Waffen für die Welt

ZDFzoom: Tödliche Deals  – Deutsche Waffen für die Welt

Die Bundesrepublik Deutschland ist die drittgrößte Rüstungsexportnation der Welt, nach den USA und Russland. Trotz scheinbar strenger Ausfuhrregeln werden jedes Jahr Milliardengeschäfte mit Rüstungsexporten gemacht. Immer wieder tauchen deutsche Waffen in Krisengebieten auf. Seit Monaten wird darüber nachgedacht, Leopard-Panzer nach Saudi-Arabien zu liefern. „ZDFzoom“ begibt sich auf Spurensuche in die deutsche Rüstungsindustrie und will wissen: Wie laufen die geheimen Waffengeschäfte in dieser höchst verschwiegenen Branche? Wie werden Deals eingefädelt und Millionengewinne erzielt? Wie eng ist die Bande zwischen Rüstungsindustrie und Politik?

Die Doku, die heute Abend im ZDF ausgestrahlt wurde, zeigt sehr gut die politische Verflechtung mit der Rüstungsindustrie. Nachschauen lohnt:

Tödliche Deals – Deutsche Waffen für die Welt

Weitere Infos im Dossier zur Doku.

Politik, TV

140 Sekunden: Leidmedien

In der Reihe «140 Sekunden» stellt der Elektrische Reporter Menschen anhand eines Tweets vor. In der heutigen Folge ist das die Journalistin Lilian Masuhr. Ehe sie sich selbstständig gemacht hat, arbeitete sie bei Radio Fritz. Weiter zu ihr und dem interessanten Projekt Leidmedien, das im Beitrag vorgestellt wird:

Kaum auf dem freien Markt, wurde Masuhr direkt angesprochen: @RaulDE wollte sie für ein neues Projekt gewinnen: die @leidmedien. Gemeinsam mit ihrem Team versucht Lilian seitdem die Medien für die Berichterstattung über Behinderungen zu sensibilisieren. Berichterstattung über Berichterstattung — oder die Geschichte hinter dem Tweet: Was hat Behinderung mit jemandem zu tun, der nicht behindert ist? Eine kritische Selbstbetrachtung von @lysairvue http://ow.ly/fTZdX

Lilian Masuhr twittert unter @lysairvue und Leitmedien unter @leidmedien.

Bluesky, Literatur, Politik, Video

Besser ‚La Brass Banda‘ mit ‚Nackert'(-en Füßen) beim ESC in Malmö

Natürlich hätten auch meine sibirischen FreundeDer Ausdruck „sibirische Freunde“ bezieht sich darauf, dass ich die Band und die einzelnen Bandmitglieder vor 4 Jahren in Nowosibirsk kennen gelernt habe. von «La Brass Banda» gegen den ebenfalls barfuß vorgetragenen dänischen Ohrwurm «Only Teardrops» von der bezaubernden Emmelie de Forest gestern Abend keine Chance gehabt. Aber weiter vorne wären wir schon gelandet. Und vor allem: man hätte sich nicht schämen müssen, mit der stumpfen Euphoria-Kopie von Cascada in Malmö anzutreten.

Zur Erinnerung: Das Publikum hatte sich beim deutschen Vorentscheid in der Radioabstimmung mit übergroßer Mehrheit für «La Brass Banda» entschieden (»Fast hätten sie mit dem Traktor nach Malmö fahren müssen», siehe SZ), aber die „Experten“-Jury hat uns den dämlichen Cascada-Titel eingebracht. Auch wenn ich ihn nicht leiden kann: vielleicht sollte nächstes Jahr wieder Stephan Raab den Vorentscheid in die Hand nehmen:

Im Jahr eins nach dem Rückzug von Stefan Raab aus dem ESC-Vorentscheid ist Deutschland wieder ungefähr dort, wo es 2009 aufgehört hat: auf Rang 21. Ab und an ein Almosenpünktchen für die magere Performance von Cascada, das war’s. Welten lagen zwischen dem deutschen Beitrag und dem dänischen Siegersong.

Weiter in der SZ: «Dankbar für Almosenpünktchen».

Update 16:15 Uhr: Lesenswert auch die präzise Analyse des gestrigen ESC-Abends von Jan Feddersen auf taz.de: Die Unschuld vom dänischen Land.

Prima der Ungar ByeAlex mit „Kedvesem“, eine Mitsummgeschichte, die in Kreuzkölln hätte erfunden sein können; ein rockiger Isländer, der mit „Hell’s Angels“-artigen Fingerringen starke Gefühle heraus gröhlt; eine maltesische Formation, die einfach nur ein freundliches, irgenwie loungiges Lied singt. Und ein Italiener, der, man muss es offen sagen, bei den heterosexuellen Frauen hinter den ESC-Kulissen sehr starke Resonanzen weckte; und eine minimalistisch orientierte Niederländerin, die erstmals in zwei ESC-Wochen lächelte. Charmant, gelegentlich rätselhaft, lustig auch – und extrem unterhaltend.

Musik, Radio, TV, Video

Remember 1986 – Medley des Grauens der Achtziger

Nur für ganz Mutige. Oder Neugierige. Ein wunderbarer, abenteuerlicher Trip mit der musikalischen Zeitmaschine zurück in die Achtziger. Beim Betrachten droht ein steter Wechsel zwischen: «Oh mein Gott, wie furchtbar, was haben wir uns damals angetan?!» und »Oh ja, das war toll!». Mittippender Fuß im raschen Wechsel mit sorgenvoll betroffenem Schauder.

Wer bereits in den Achtzigern gelebt hat – und ich vermute mal, das trifft auf einige meiner werten Leserinnen und Leser zu – wird so oder so seinen großen Spaß haben. Wer ganz tapfer ist, hält sogar die 12 Minuten dieses Medleys des Grauens aus. Und für die Jüngeren unter der Leserschaft: Ja, so war das damals. Wir hatten ja sonst nichts. Don’t forget me, when I’m gone. Verdrängung nutzt nix, wer das mal durchgemacht hat, wurde davon geprägt. Ob er will oder nicht. 😉

Musik, Video

Tweet der Woche: Bild im Kopf der Zeit(geschichte)

Tweet der Woche Ein guter Tweet schafft es in maximal 140 Zeichen ein Bild zu beschreiben, das sich vor dem geistigen Auge des Lesers aufbaut. Wo ein Romanautor einen ganzen Abschnitt braucht, reussiert der versierte Twitterer in den engen Grenzen des Microbloggings. Wenn es sich dabei auch noch um ein Bild handelt, das ein bestimmtes zeitgeschichtliches Phänomen beschreibt, ist es eine besonders wertvolle Kurznachricht. So einen Tweet – in diesem Fall sogar in nur 135 Zeichen – hat @marc2o verfasst, deshalb ist es mein Tweet der Woche:

Tweet der Woche von @marc2o

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur
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