Heute kam die Bestätigung per E-Mail aus dem Kartencenter, dass ich zu den 300 Menschen gehöre, die in den Genuss der neu zu vergebenden Dauerkarten des FC St. Pauli kommen. Stehplatz Gegengerade, wie im Vorjahr beantragt. Letztes Jahr kam ich ja ganz knapp nicht zum Zug (es fehlte ein halber Punkt). Dieses Mal hat’s geklappt. Ab Anfang Juli kann ich die Karte kaufen. Wie gesagt: bin einfach nur glücklich.
Mit nostalgischem Blick hab ich gerade eben nochmal meinen Artikel von vor ziemlich genau fünf Jahren gelesen, als im Juni 2008 darüber schrieb, dass ich für die Saison 2008/2009: «St. Pauli Dauerkarte für die Süd» bekam. Auch wenn sie Dauerkarte hieß, war es eben nur eine Saisonkarte. Knapp zwei Jahre später, Anfang 2010 gab’s das «Dauerkarten-Debakel» – mit erfolglosem Anstehen der Bezugsgruppe und Grillen im Bollerwagen bei Saukälte. Unvergessen. Aber zum Glück jetzt auch zum Abhaken. Ab 2013/14 werde ich nun eine echte Dauerkarte haben.
Update 17.6.2013: Heute erst erfahren, wie knapp ich bei der Vergabe noch berücksichtigt wurde:
Glück gehabt bei Vergabe der 300 #FCSP-Dauerkarten: "Alle, die bis 30.1.10 Mitglied wurden". Ich wurde es am 28.1.10: http://t.co/QSmTYUteWL
Ärzte und Anwälte, die helfen, werden festgenommen, drohen ihre Lizenz zu verlieren. Hotels, die Menschen auf der Flucht vor den widerrechtlichen Angriffen der Staatsmacht Schutz bieten, werden mit Gas gestürmt. Furchtbare Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei in Istanbul und weiteren Teilen des Landes machen nicht nur betroffen, sondern auch wütend. Stellvertretend für die hier ausgedrückten Gefühle der Anteilsnahme, steht der «Tweet der Woche» von @EinAugenschmaus:
Das heute-Journal von gestern Abend wird mit englischen Untertiteln im Netz verbreitet, es zeigt wie brutal momentan gegen die Protestierenden in der Türkei vorgegangen wird:
Wie so viele bin ich auch ich dem neuen Daft Punk-Album verfallen und höre es zur Zeit fast täglich. Selbst Get lucky, das ja zusätzlich viel im Radio gespielt wird, höre ich erstaunlicherweise immer noch gern. Das, was der Franzose PV Nova aus dem Song gemacht hat, ist hervorragend. Er hat den Song in unterschiedlichen Musik-Stilen seit den 20er Jahren des vergangenen 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit (und etwas darüber hinaus, um die Hundert Jahre voll zu machen) durchgemixt. Übrigens auf französisch sehr charmant in seinem Blog vorgestellt:
Voici mon nouveau projet délirant : retracer l’histoire de la musique enregistrée à travers une reprise de Daft Punk. Oui parce que bon, à mon âge les reprises c’est un petit peu dépassé, je préfère m’occuper du passé (oooh). Voici d’abord la vidéo, et ne manquez pas de lire cet article jusqu’au bout, car j’ai besoin de vous !
weiter bei PV Nova: Bonsoir les pastèques oder auf deutsch bei tape.tv: «Wie hätte Daft Punks “Get Lucky” in den letzten Jahrzehnten der Musikgeschichte geklungen?R
Nur wahre Helden bezeichnen sich selbst nicht als Helden. Für mich ist er einer. Ziehe meinen Hut vor der Whistleblowing-Leistung von Edward Snowden. Dazu auch ein guter Text von Dirk von Gehlen auf jetzt.de:
@RenateBergmann, die freundliche, ältere Dame, die gerne mal feucht durchwischt, ist eine Bereicherung für jede Timeline, die generationenübergreifend ausgerichtet ist. Immer wieder erfrischend, ihre Sicht auf die Dinge zu erfahren oder in den Genuss ihrer Ratschläge zu kommen. Dass man zum Beispiel nicht alles glauben darf, was einem diese jungen Werbeleute versprechen, weiß die Dame aus eigener Erfahrung und lässt uns an ihrem Wissen partizipieren:
Geschichten von leidenschaftlichen Sammlern haben immer etwas Rührendes. Dieses Porträt eines älteren Mannes, der Fahrräder sammelt, ist so eine rührige Story. Gut gefilmt dazu. Anschauen lohnt.
Zur im Mai bereits ausführlich vorgestellten Ausstellung «80 Jahre Bücherverbrennung in Hamburg» gibt es ab morgen in der Stabi jeden Freitag im Juni um 19 Uhr einen interessanten Vortragsabend. Es wird jeweils ein Schicksal von AutorInnen, deren Bücher von den Nazis verbrannt wurden, näher vorgestellt. Eine gute Gelegenheit, über die von Wilfied Weinke kuratierten, informativen Ausstellungstafeln hinaus, zu erfahren, wie es eigentlich den Menschen und ihrem künstlerischen Schaffen nach dem barbarischen Akt durch die Nazis ergangen ist.
Hier das Programm – Eintritt frei:
Freitag, 7. Juni 2013, 19 Uhr Wilfried Weinke, Hamburg: „Aus dem Dunkel zurück ins Licht“.
Die Kinderbuchautorin, Übersetzerin und Literaturagentin Grete Berges.
Freitag, 14. Juni 2013, 19 Uhr Prof. Dr. Eckhardt Köhn, Frankfurt: „An der Fotografie lockt mich das selbstbestimmte Leben“.
Leben und Werk von Rolf Tietgens (1911-1984).
Freitag, 21. Juni 2013, 19 Uhr Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp, Frankfurt: „Wir jungen Juden“.
Leben und Werk des Hamburger Schriftstellers Cheskel Zwi Kloetzel.
Freitag, 28. Juni 2013, 19 Uhr Wilfried Weinke, Hamburg: „Der Emigrant – Patriot oder Verräter?“ (Film von Wolf Littmann). Anmerkungen zum Film, seinem Autor und dem zeitgeschichtlichen Hintergrund.
Die vier Vortragsveranstaltungen gibt’s auch als Übersicht in einem zweiseitigen Flyer im Format PDF.
Wir haben alles natürlich auch im Stabi-Blog präsentiert: Vortragsabende zur Ausstellung Bücherverbrennung (dort gibt die 3 Porträts auch in groß). Wie ihr dahin kommt, verrät die Wegbeschreibung. Der Vortragsraum ist im 1. Stock (am Café Libretto die Treppe hoch, die Veranstaltungen werden auch jeweils vom Haupteingang aus ausgeschildert).