Aljoscha Pause: Trainer!

Update 08.06.2013:
Der Film geht nun auch auf Kinotour durch Deutschland. TRAINER! – Director’s Cut:
Filmvorführungen mit Filmgesprächen

Update 06.06.2013:

Leute, schaut euch diesen Film an! Noch ist er in der WDR-Mediathek aufrufbar.

Über den genialen Film «Tom Meets Zizou» war hier im Blog ja schon ausführlich die Rede. Nun hat Regisseur Aljoscha Pause wieder einen Film gemacht. Dieses Mal geht es nicht um die Perspektive eines Spielers, sondern um die der Trainer – von der Ausbildung zum Fußballlehrer bis in die Spitze des deutschen Fußballs. Gleich an drei Beispielen demonstriert, u.a. mit dem EX-Trainer des FC St. Pauli, André Schubert:

http://youtu.be/hTkbCqbXyVw

Die beiden anderen Trainer sind Frank Schmidt (1. FC Heidenheim) und Stephan Schmidt (SC Paderborn 07). Ausführliche Infos zu dem sicher sehr guten Film gibt es im Rahmen einer Werkstattreportage auf 11 Freunde.

Ausstrahlung heute Abend im WDR: 22:45 – 0:15 Uhr.

Aus dem WDR-Interview mit dem Regisseur:

WDR.de: Herr Pause, für keinen der drei Trainer, die sie in den vergangenen zehn Monaten begleitet haben, gibt es am Ende ein Happy-End. Wie sehr haben Sie mit den Protagonisten gelitten?

Aljoscha Pause: Ich habe sicher mit jedem Trainer auf eine ganz eigene Art und Weise mitgefühlt. Aber in Ihrer Frage geht es um die journalistische Distanz. Dazu muss man sagen, dass es in dem Sinne kein journalistischer Film ist, sondern ein Film, der ganz bewusst eine andere Perspektive wählt. Als reiner Dokumentarfilm erzählt er aus Sicht der Trainer, die sonst oft genug im Beurteilungsfokus stehen und ständig be- und verurteilt werden.

FC St. Pauli, Fußball, TV

Wie fair ist die deutsche Berichterstattung über Südeuropa?

SüdeuropaFast 10 Millionen Menschen2012 lag die Reichweite der BILD-Zeitung bei 9,73 Millionen. Quelle: IfD Allensbach – Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) lesen jeden Tag die BILD-Zeitung und bilden sich aus dem dort Gelesenen ihre politische Meinung. Wie sehr sie darin beeinflusst werden, bekommen sie größtenteils gar nicht mit und streiten das natürlich ab, wenn man sie darauf hinweist, wie massiv diese Zeitung die politische Meinung in Deutschland – ganz gezielt – beeinflusst. Aber es ist nicht nur die BILD, viele immer stärker boulevardisierte Medien (wie z.B. auch SpOn) berichten tendenziös statt ihre Leser an Fakten orientiert zu informieren.

Eine Folge von tendenziöser Berichterstattung ist zum Beispiel die in Deutschland weit verbreitete Meinung, Angela Merkel navigiere Deutschland sicher durch die Krise. Obwohl sie bzw. ihre Regierung objektiv betrachtet nichts Nennbares tut, um die Krise zu bewältigen. Geschweige denn ein Konzept hat, die Krise zu bewältigen. Statt dessen werden Klischees bedient, mal deutlicher, mal unterschwelliger, etwa von kriminellen KroatenBILD-Zeitung am 23.05.2013: „Verschuldet, korrupt und von hoher Arbeitslosigkeit geplagt – das ist Kroatien.“ oder faulen Südländern, denen Deutschland helfe und die nur „unser Geld“ verprassten, aber nicht fähig wären zu sparen. Das ist so übel, das tut nur noch weh.

Frau @Apfelmuse hat heute auf Twitter auf ein sehr gutes Gespräch auf Deutschlandfunk hingewiesen, das genau diese Problematik behandelt:

Uninformiertheit allenthalben
Wie fair ist die deutsche Berichterstattung über Südeuropa?

Es ist nicht allein die „Bild“-Zeitung, die bei ihrer Finanzkrisen-Berichterstattung regelmäßig das Klischee vom faulen Griechen oder betrügerischen Zyprer bedient. Es werde per sé fehlerhaft berichtet, klagt Michalis Pantelouris, deutscher Journalist mit griechischen Wurzeln.

Das von Brigitte Baetz mit Michalis Pantelouris geführte Gespräch (7,5 Min.) kann auf der Seite des DLF oder hier nachgehört werden:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/05/25/dlf_20130525_1705_fb615e3f.mp3

Michalis Pantelouris bloggt unter pantelouris.de und twittert unter dem Namen @MichPant.

Grafik Südeuropa (Ausschnitt): A.kirkwood.spence, Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Literatur, Politik, Radio

Tweet der Woche: Des Rätsels Lösung

Tweet der Woche Wieso sind wir Deutschen so viel weniger als angenommen? Der Tweet der Woche liefert eine erschütternde Antwort auf die zensusbedingte Nachricht des Tages und bedarf tagesaktuell keinerlei Erläuterung. Nur in der historischen Perspektive seien weiter unten zwei Nachrichten verlinkt, die einer späteren Einordnung der trefflichen Kurznachricht von @Biobratwurst dienen mögen:

Brust raus, Bauch rein, Hirn aus (HAZ)

Zensus 2011 – Aus dem Inneren der Republik (SZ)

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur

ZDFreportage über die U3 und den Hamburger Hafen

zdfreportage-u3

In Hamburg ist sie legendär – die Linie U3 der Hamburger Hochbahn. Zwischen den Stationen Baumwall und St. Pauli gleiten die Züge auf einem ältesten Viadukte Deutschlands an der Elbe entlang, bieten spektakuläre Blicke auf den Hafen – zweifellos eine der schönsten innerstädtischen Bahnstrecken der Welt. Dann taucht die U3 in Hamburgs Nachtleben ein, wer hier aussteigt, der will auf die Reeperbahn.

Quelle: ZDFreportage: Mit der U-Bahn durchs Hamburger Leben.

Außer dem kurzen Part über den jedes Jahr wieder furchtbaren Hafengeburtstag in der Mitte der Doku ist der Film über den Hafen, die Cap San Diego und die U3 sehenswert. 28 Minuten, die sich lohnen in der Mediathek nachzuschauen, eher das ZDF die Doku wieder depublizieren muss.

Übrigens der HVV hat auch ein Twitter-Team. Es beantwortet Fragen und weist auf aktuelle Störungen und Fahrplanänderungen auf @hochbahn hin. Weil die ihren Job gut machen, haben sie auch auf den am Sonntag im ZDF ausgestrahlten Film hingewiesen:

Hamburg, TV, Video

Das erste Leben der Angela M

http://youtu.be/nOnYicBd_CY

Möge sich jede/r selbst sein Bild von unserer Kanzlerin machen. Vor vorschnellen Urteilen sei genauso gewarnt, wie vor leichtgläubigem Akzeptieren von Merkel’schen Erinnerungslücken. Ich finde, niemand darf ihr vorwerfen, dass sie Karriere machen wollte. Wir wissen alle nicht, wie wir uns selbst verhalten hätten. Aber die Legende zu stricken, sie sei systemkritisch gewesen, wenn die Fakten das Gegenteil belegen, ist ein Vorwurf, den sich Merkel gefallen lassen muss.

Politik, TV, Video

Typoeten: Porträts geschaffen aus Typographie

typoeten

typoeten-kafka Am Mittwoch, den 12. Juni eröffnen wir in der Stabi eine ganz besondere Ausstellung, die bis zum 26. Juli im Durchgang zum Lichthof im Altbau zu sehen sein wird. Gezeigt werden Schriftsteller-Porträts, die komplett aus Zeichensätzen geschaffen wurden. Typoeten. Typographische Dichterporträts von Ralf Mauer.
Auf diese großartige Idee ist – wie kann es anders sein – ein gelernter Schriftsetzer gekommen. Der Hamburger Ralf Maurer (Jahrgang 1944) hat auch ein Grafikstudium absolviert und ist seit über 40 Jahren als Art-director und Graphiker für Werbeagenturen und Verlage tätig.

typoeten-deepdene Jedes einzelne Dichterporträt ist mit interessanten Selbstzeugnissen der Schriftsteller zum Satz, zum Druck oder zur Gestaltung ihrer Bücher versehen. Neben der Ausstellung gibt es auch die Möglichkeit, das ganze als Buchkassette zu erwerben. Ich zitiere aus Verlagsinfo von Officina Ludi:

Die 24 Porträts im Format 21,2 x 31,2 cm wurden auf hochwertigen italienischen Aquarellkarton (250 g/m²) gedruckt. Sie befinden sich in einer massiven, innen und außen lackierten und mit Siebdruck bedruckten Holzkassette.

Auf der Website des Verlages Officina Ludi werden alle 24 Dichterbilder und Texte auch zum Download angeboten (PDF; 3,8 MB).

Hamburg, Literatur

Statista – Recherche nach statistischen Erhebungen

Am Freitag habe ich mit Statista im Stabi-Blog eine Recherchequelle vorgestellt, die gerade auch für Blogger, aber auch für alle an statistischen Erhebungen Interessierten, spannend sein dürfte:

Statista ist ein Statistik-Portal, das statistische Daten verschiedener Institute und Quellen bündelt. Die Datenbank bietet Statistiken zu über 60.000 Themen aus mehr als 10.000 verschiedenen Quellen. Statista deckt dabei 20 verschiedene Branchenkategorien von Agrarwirtschaft bis zu Verwaltung und Soziales ab.

Bei den Premium-Inhalten handelt es sich um entscheidungsrelevante Daten, deren Recherche und Aufbereitung aufwändig ist. Quellen dieser Zahlen und Daten sind vor allem Studien sowie Ergebnisse aus der aktuellen Marktforschung.

Auch ohne einen Hochschulzugang kann man Statista verwenden. Statistiken, die man findet, werden mit HTML-Code zum Einbinden in andere Web-Artikel angeboten. Zwei Beispiele:

Beispiel 1:

Prognose zum Umsatz mit E-Books weltweit bis 2016 (nach Regionen)
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Beispiel 2:

Marktanteile führender Browser weltweit bis März 2013
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Die Vorstellung im Stabi-Blog:
«Mächtige Recherchequelle: Statistikportal Statista».

Literatur
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