Meine 50 Cent…
Ich habe in die Zukunft geschaut. Meine Glaskugel zeigt 50 Cent…

Alter ist relativ, weiß armarius zu berichten. Jedenfalls lese ich das aus seinem Hoffnungstweet, der für mich der Tweet der Woche ist:
Hoffentlich werde ich niemals so alt wie ein Vorsitzender der Jungen Union.
— armarius (@_armarius_) December 15, 2015
Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.
Viel besser als die üblichen Jahresrückblicke:
Text dazu im Blog von Wikimedia: Live a year in 4 minutes: Introducing #Edit2015, Wikipedia’s year-in-review video.
Diese gut gemachte Doku schildert nicht nur den Fall eines Buches, dessen Urheberrecht am 1. Januar 2016 abläuft, sondern ist gleichzeitig eine Untersuchung, wie viel „Aktualität“ in der Hetzschrift Hitlers liegt. Denn – genau so wie die Volksverhetzer von Pegida – hat auch der Nationalsozialismus einfache „Wahrheiten“ und Gemeinschaft stiftende Feindbilder geboten. Die Veröffentlichung der wissenschaftlich kommentierten Ausgabe, «Hitler, Mein Kampf – eine kritische Edition», an der das Institut für Zeitgeschichte München – Berlin drei Jahre lang (!) gearbeitet hat, darf auf keinen Fall verboten werden. Das Buch muss als das publik gemacht und von der Öffentlichkeit untersucht werden, was es war: ein dummdreister Aufruf zum Mord an einer ganzen Bevölkerungsgruppe.
Die Dokumentation von Manfred Oldenburg kann in der Mediathek von Arte nachgeschaut werden: «„Mein Kampf“. Das gefährliche Buch».
Adolf Hitlers Propagandaschrift „Mein Kampf“ – ein Buch, das Abscheu und Ängste weckt. 70 Jahre nach Hitlers Suizid laufen die Urheberrechte ab, das Buch könnte ab dem 1. Januar 2016 wieder erscheinen. Die Dokumentation erzählt die Geschichte von „Mein Kampf“ und zeigt, welche Auswirkungen sein rassistischer und ultranationalistischer Inhalt für uns heute hat.
Ich liebe solche Videos. Und sie verdeutlichen ganz gut, dass neue Kultur immer auf der alten aufbaut. Hier zu sehen, anhand von Objekten aus dem Metropolitan Museum of Art in New York, die zu einem schicken Video zusammengemorphed wurden.
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Kreatives Schaffen baut immer auf schon Dagewesenem aufWeiterlesen »
Wenn ihr mal ’ne halbe Stunde Zeit habt, schaut euch das an. Und zwar bis zum Ende. Naji aus Holms in Syrien erzählt die Geschichte seiner Flucht nach Deutschland. Wenn er am Ende (sinngemäß) sagt: «Ich mag Hamburg, es ist eine schöne Stadt, hier gibt es Frieden», musste ich schlucken.
Naji aus Homs in Syrien: „Wir Araber lächeln alles weg“. Naji sieht man auf den ersten Blick nicht an, dass er eine der schwersten Reisen hinter sich hat, die ein Mensch auf sich nehmen kann. Mit 21 Jahren musste er Familie und Heimat verlassen, um vor dem Krieg zu fliehen. Zu Fuß, über das Wasser, zurückgewiesen und sogar gefoltert, nimmt er die Autoren mit seinen Erzählungen mit auf die Flucht und schafft es trotzdem, mit einem warmen Lächeln zu sagen: „Wir müssen lernen zu verzeihen. Wir müssen uns lieb haben.“
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Geschichten der Flucht – Naji aus Holms in SyrienWeiterlesen »
Einzigartige Filmaufnahmen in Farbe und HD – SPIRIT OF HAMBURG 1948 from Konstantin von zur Mühlen on Vimeo.
Im Frühjahr hatte ich im Artikel «Hamburg Ende Juni 1945» schon mal auf einen ähnlichen Film hingewiesen. Und auch dieser zeigt ein Nachkriegs-Hamburg zwischen Zerstörung und Wiederaufbau. Im Beschreibungstext zum nachvertonten und neu abgetasteten Film in HD schreibt Konstantin von zur Mühlen:
Beeindruckende Filmaufnahmen über die Zeit in Hamburg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Aufnahmen dokumentieren das Leben in den Ruinen der zerstörten und von den Briten besetzten Stadt.
Bis zu 50.000 Hamburger sind bei den alliierten Bombenangriffen gestorben, bis zu 125.000 wurden verletzt.
300.000 Wohnungen sind zerstört – fast 50 %. Über 3.000 gesunkene Schiffe liegen nach dem Krieg im Hamburger Hafen.
Die Töne wurden nachträglich angelegt und werden kommende Woche noch bearbeitet / verfeinert.
Der Tweet der Woche ist mal wieder ein Hashtag der Woche. Was @KatharinaKoenig angestoßen und gemeinsam mit anderen unter dem Hashtag #machwasduimmerwolltest fortgeführt hat, ist so kreativ und gleichsam traurig, wie das Werben von Verfassungsschutzpräsident Maaßen für einen Job in Straffreiheit unglaublich ist:
O-Ton #Maaßen zur Straffreiheit als Vorteil für neue Mitarbeiter beim #Verfassungsschutz: https://t.co/HJE5IVteSV #machwasduimmerwolltest
— katharinakoenig@mastodon.social ? (@KatharinaKoenig) December 11, 2015
Erst den O-Ton Maaßen anhören – denn man kann es ja kaum glauben, dass er das wirklich gesagt hat – und dann bei der Lektüre der #machwasduimmerwolltest-Tweets staunen, was alles im Verfassungsschutz so an straffreien Verbrechen möglich ist.
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