Casa Electro Novo auf der POPKOMM

Casa Electro Novo
Sollte hier wirklich jemand von meinen Lesern aus Berlin Casa Electro Novo noch nicht kennen? Dann gibt es am kommenden Mittwoch, den 19. September, im Rahmen der POPKOMM 2007 eine prima Gelegenheit, dieses musikalische Defizit abzubauen: Carlos, aka C.M. Smith, wird dann ab 23 Uhr, nach Bloodgroup, in der Kulturbrauerei auftreten, oder wie die POPKOMM in ihrer Ankündigung schreibt …

POPKOMM

… the Elvis Presley of electronica, with his energetic one-man
electro-rock-breakdance show, will turn the audience into dancing maniacs.

Wie das in etwa aussieht, wenn Carlos die Leute mit seiner Performance begeistert, wird andeutungsweise beim Betrachten der Videos auf seiner Homepage deutlich. Welche Musik er spielt, sieht und hört man dort auch, oder hört man probeweise hier.

[Disclaimer as usual: Die Homepage von casaelectronovo.de wurde von mir gestaltet.]

Musik

Almodóvar: Das Gesetz der Begierde

La Ley del Deseo - Das Gesetz der Begierde Ich habe vorgestern schon auf die Almodóvar-Reihe auf arte hingewiesen. Heute Nacht (23:10 Uhr) läuft ein weiterer Streifen des spanischen Regisseurs, «Das Gesetz der Begierde» (1986), auf dem deutsch-französischen Kulturkanal, der viel zu wenig Zuschauer hat, weil viele lieber seichte Kost auf den anderen TV-Stationen konsumieren. Auch ich werde das mit ein paar Blogartikeln nicht ändern können, aber ich kann zumindest die Menschen, die bei mir mitlesen, auf gute Programmangebote hinweisen, was ich ja auch ab und an tue.

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich auf diesen Film noch besonders hinweisen würde, da er auch in meiner Magisterarbeit behandelt wurde. Meine Arbeit, von der es weiter unten einen Auszug zu lesen geben wird und mit der ich mein Studium der Hispanistik, Germanistik und Komparatistik an der Uni Saarbrücken 1993 beendet hatte, drehte sich um das Thema Film im Film bei Almodóvar, also inwieweit das Filmeschaffen in den Filmen selbst behandelt wird. Dazu passte natürlich ganz hervorragend der Film «Das Gesetz der Begierde», denn die Hauptperson des Films, Pablo Quintero (gespielt von Eusebio Poncela) ist ein Regisseur.

Kino, Spanisch, TV

Ein Frühes Stück Text & Blog

oben: ich, unten: 'Früh'-Stück
Der Fotograf Jon Huck hat in seinem »Breakfast Project« Menschen samt ihrem Frühstück portraitiert. Liisa, von Charming Quark, hat meine Idee aufgegriffen, dass man so etwas auch als schöne Blogaktion veranstalten könnte und hat es dann gleich umgesetzt. Da ist es doch das Mindeste, dass auch ich mein „Früh“-Stück dazu beitrage. Niemand, der mich kennt, wird sich wundern, dass neben dem Kaffee aus meiner Lieblingstasse (die ja auch schon in der Bürotassengalerie zu bestaunen war) Nutella auf selbstgebackenem Sechskornbrot zu meiner wichtigsten Mahlzeit des Tages gehört.

Liisa wird alle eingereichten Frühstücksportraits sammeln und veröffentlichen. Erste interessante Arbeiten sind schon hi und da im Netz zu bewundern. Wir haben ja gestern bei Frau Schnutinger gelernt, dass die Privatsphäre eh abhanden gekommen ist, da kann das letzte Stück Privatheit (Wie beginne ich meinen Tag?) auch geopfert werden. 😉 Ich bitte also mögliche Interessenten um Teilnahme an diesem sympathischen Fotoprojekt.

Foto, Hamburg

Von Menschen und Mäusen


Ob das Leben als Maus spannender ist als das Leben eines Menschen – diese Frage ist ein zweischneidiges Schwert. Wir Mäuse fressen selten spannende Bücher, und wenn wir uns ins Kino verirren, verstehen wir die Filme nicht. Auf der anderen Seite langweilen wir uns nicht mit Steuererklärungen und langwierigen Beziehungsdiskussionen. Sondern wir gehen einfach raus, um Futter zu holen. Manchmal gehen wir ganz ordentlich ins Restaurant – aber wir sind dort nicht unbedingt gern gesehene Gäste.


Direktlink Dailymotion

Wer bei der Lektüre obiger Zeilen so wie ich unweigerlich an den Film Ratatouille denken muss, liegt zwar nicht ganz falsch, doch es kommt noch viel besser, denn sie sind der Anfang einer wunderbaren Geschichte von Thilo Baum, die man in seinem Blog unter dem Titel «Mouse Hunt» zu Ende lesen kann.

Kino, Literatur, Video

Blogs sind gut, wenn sie ehrlich sind


Gute Blogs leben von der Authentizität ihrer Autoren und ihren Inhalten. Daran kann man sie erkennen.

…schreibt Cem in einer der besten Definitionen, die ich bisher über Blogs gelesen habe: «Gute Blogs sind authentisch». Er sieht in dem Spannungsfeld von Authentizität (ich liebe es, dieses Wort schreiben zu können, denn beim Sprechen bleib‘ ich meist irgendwo zwischen den Silben hängen), also in dem Spannungsfeld von Authentizität und Firmen- oder Institutionen sieht Cem den Grund, warum Corporate Blogs, also etwa Unternehmensblogs, oft nicht funktionieren.

Wie kann man das ändern? Die betroffenen Institutionen oder Firmen müssen eben lernen, dass man nur von einem Blog profitieren kann, wenn man ehrlich ist. Man muss – so weit es geht – offen kommunizieren, man muss Kritik vertragen können, und wenn man sie annimmt und aus ihr was macht, dann ist so ein Blog nicht nur ein Glaubwürdigkeitsgewinn für die Veranstalter, sondern bringt die Idee des Unternehmens oder der Institution voran. Ein Lernprozess, den viele noch machen müssen und – ich bin mir sicher – noch machen werden.

Internet, Literatur

Beluga: Stabi Hamburg arbeitet am Katalog 2.0

Beluga - Katalog 2.0-Projekt der Stabi Hamburg Die Stabi Hamburg hat sich Großes vorgenommen und ich bin mir sicher, dass sie es umsetzen werden können: Ein Katalog 2.0 soll entstehen, der die Nutzer in die Sammlung von Informationen zu Literatur und Medien einbezieht. Anne Christensen beschreibt im Stabi-Blog die Ziele, die gemeinsam mit weiteren wissenschaftlichen Bibliotheken im Laufe der nächsten zwei Jahre realisiert werden sollen:

Wer mit Beluga sucht, kann dort bei der Erschließung der verzeichneten Literatur mitwirken – zum Beispiel durch die Vergabe eigener Schlagworte und Kommentare. Empfehlungsdienste werden zudem bei der Ermittlung relevanter Quellen helfen. In eigenen Benutzerkonten gespeicherte Literaturlisten können öffentlich sichtbar gemacht werden. Der herkömmliche Bibliothekskatalog erhält damit eine soziale Funktion und wird außerdem mit einer offenen Schnittstelle zum Export von bibliografischen Daten in andere Umgebungen, zum Beispiel E-Learning-Plattformen, Weblogs oder Social-Bookmarking-Dienste, ausgestattet.

Die Vorbereitungen zu diesem Projekt im Frühjahr und Sommer habe ich ja noch mitbekommen, als ich in der Stabi Hamburg gearbeitet habe. Nun geht es dort bald (im November) mit den über das Multimedia Kontor Hamburg von der Behörde für Wissenschaft und Forschung geförderten Arbeiten los und das freut mich außerordentlich für meine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Das von Stephanie Körner für Beluga entwickelte Logo mit dem stilisierten Weißwal gefällt mir ausgesprochen gut. Anne stellt es im neuen Beluga-Blog vor. Wie könnte so ein Projekt auch ohne Blog auskommen? 😉

Da werden spannende Wege beschritten und von den Ergebnissen werden letztlich alle profitieren: die Bibliotheken, die Nutzerinnen und Nutzer, die Wissenschaft und alle an der gemeinschaftlichen Kultur- und Bildungsarbeit Interessierten.

Hamburg, Informationskompetenz, Literatur
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