Mein Geschenk vom Magischen FC St. Pauli
Mein Geschenk am Millerntor war das 2:0 gegen Frankfurt. In bester Gesellschaft in der Nord erlebt. Danke Bezugsgruppe, und danke Magischer FC St. Pauli. War ein gutes Jahr mit allen Höhen und Tiefen.
Mein Geschenk am Millerntor war das 2:0 gegen Frankfurt. In bester Gesellschaft in der Nord erlebt. Danke Bezugsgruppe, und danke Magischer FC St. Pauli. War ein gutes Jahr mit allen Höhen und Tiefen.
Sagte ich schon, dass ich Arcade Fire großartig finde? Ja, zwar noch nicht hier im Blog, aber auf Posterous. Es gibt wieder was Neues von der kanadischen Indie-Rock-Band, und wie immer mit außergewöhnlichem Video – Sprawl II (Mountains Beyond Mountains):
Arcade Fire presents Sprawl II (Mountains Beyond Mountains) from Merge Records on Vimeo.
Besonders abgefahren, der Stroboskop-Effekt etwa ab 3:40 mit Überlagerung zweier Bildebenen. Ins Ohr geht das Lied auch ganz schnell.
Wer’s interaktiv mag, kann auf der Seite sprawl2.com unter Einschaltung seiner Web-Cam mit den Händen oder per Click die Bewegungen der Figuren koordinieren.
[via Cuchara Sónica]
Ganz klar: der Tweet der Woche kommt dieses Mal vom Twitterprofi @schlenzalot. Selten hat eine microgebloggte Nachricht den Konflikt zwischen stationärem und Online-Buchhandel mit all seinen Vor- und Nachteilen besser auf den Punkt gebracht:
Der Trend im Buchhandel geht ja dahin, das Beste aus beiden Welten zu verbinden. Vorbildlich umgesetzt ist das zum Beispiel in Hamburg bei stories! Die Buchhandlung. Kennt ihr auch gute Buchläden, die On- und Offlinewelt optimal verbinden? Nennung gerne in den Kommentaren.
Anmerkung in eigener Sache:
Da sich meine Kollegen von Twitkrit offenbar in einer Schreibkrise befinden und seit Monaten (teilweise schon seit über einem Jahr) keine Twitkrit mehr veröffentlichen, macht es zur Zeit auch wenig Sinn, dass ich das 2008 ins Leben gerufene Gemeinschaftsprojekt der Twitteraturkritik als einziger Autor an meinem angestammten Freitag fortführe. Wir haben die einzelnen Wochentage unter den Twitkritautoren aufgeteilt. Bis sich die geschätzten Kollegen von ihrer Schreibblockade (Unlust, Zeit- oder Inspirationsmangel, was immer ihre sicher berechtigten Gründe sein mögen) erholen, erscheint meine freitägliche Twitkrit eben hier als «Tweet der Woche». Der heutige ist der vierte, allesamt sind sie hier zu finden.
Ich danke meinem unbekannten Blogwichtel, einem jener 25 Autorinnen und Autoren, für diesen wunderbaren Artikel. Immer schön zu sehen, dass sich jemand ins Blog einliest und was Passendes schreibt. Ja, und das passt. Habe es mit großer Freude gelesen. Doch lest und seht selbst:
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Eins: Das Bilderfundstück:
[Anmerkung Markus: Hier hat mein lieber Blogwichtel ein Bild eingebaut, an dem Urheberrechte bestehen und das ich deshalb hier nicht zeigen darf. Aber bitte klickt auf den Link und schaut es auch an, es ist großartig:
Reborns: dolls so lifelike you could mistake them for real infants (The Guardian).
Bei der Fotografin Rebecca Martinez gibt es das Bild in groß zu sehen.]
Eignet sich jahreszeitgemäß auch für garantiert jungfräuliche Geburten!
Zwei: Das Bonmot:
„Bei Unmoral bin ich gern großzügig, Geschmacklosigkeit dagegen halt ich nicht aus!“ – ist nicht von Oscar Wilde. Wenn Herr Kurt Hofer(82) wüsste, was ein tweet ist, könnte er den ja …
Drei: Die Sprachkritik
Kennen Sie das wichtigste Hilfszeitwort der deutschen Sprache? Oder sagen wir der im südlichen Raum gepflogenen Variante? Nein?
Hören Sie ein bisschen hin:
„Das tun wir dann da hineintun und dann tun wir das mischen!“ (Mutter zu Kind beim Backen).
„Tu ein bissi action machen“ (Vater zu Kind beim Filmen).
„Tu dir die Hände waschen!“ (Oma zu Kind vorm Essen).
Manchmal tut´s schon ein bisschen weh. Obwohl ich zugeben muss, dass das verflixte Wörtchen im Konjunktiv gleich ganz anders wirkt:
„Ich tät das tun!“, scheint eine relativ sichere Aussage in gepflegtem Umgangsdeutsch. „I tuarat des ta!“, ist praktisch dasselbe im Dialekt. „I tatat des tuan!“, könnte man als fast so sichere Ansage in nicht ganz so ausgeprägtem Dialekt einordnen, während „I tatatat des ned tuan!“ schon einem zaghaften Abraten gleich kommt.
Und ich könnte da noch stundenlang weitertun …
David Attenborough, nicht zu verwechseln mit seinem älteren Bruder, dem Regisseur und Schauspieler Richard Attenborough, hat für die BBC zahlreiche Dokumentarsendungen zu biologischen Themen produziert, die mehrfach preisgekrönt wurden. Hier spricht er, unterlegt mit – zugegeben nah am Kitsch liegenden – Naturaufnahmen, den Text von What a Wonderful World von Louis Armstrong.
[via Open Culture]
Schaut Euch diese fantastischen Bilder der Mondfinsternis auf The Big Picture an – mit Impressionen aus den unterschiedlichsten Winkeln unseres Planeten – und hört den genialen Podcast von hr2 – Der Tag dazu.
Morgen wird’s ziemlich dunkel. Zum zweiten Mal in diesem Jahr verfinstert sich der Mond völlig, weil die Erde sich zwischen ihn und die Sonne schiebt. Richtig gut ist das allerdings nur in Australien und Teilen Asiens zu sehen, bei uns erst dann, wenn das Ganze schon fast vorbei ist. Was uns nicht daran hindert, ausführlich über den Mond zu reden. Über seine tatsächlichen und vermeintlichen Einflüsse auf Körper und Geist der Menschen, über den Mond als Sehnsuchtsobjekt, der angehimmelt, angebetet, angesungen, angebellt wird. Und zu dem die Menschen schon seit der Antike immer wieder reisen wollen, weil sie vermuten, dass außer dem Mann im Mond da noch mehr Lebewesen rumlaufen, die dringend unseren Besuch erwarten.
Auch wenn die Mondfinsternis schon am Samstag (10.12.) war, lohnt sich der Beitrag immer noch. Er bietet quasi eine kleine Kulturgeschichte des Mondes in Musik und Literatur, wobei nicht nur der Mond des Wandsbekers Matthias Claudius behandelt wird, dessen Abendlied ich neulich schon mal zitierte. Vor allem liefert das hr2-Feature auch sehr interessante Informationen zum Thema Lichtverschmutzung, die mir so nicht bekannt waren. Hier kann man‘ nachhören:
[flash]http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/derTag/derTag_20111209.mp3[/flash]
Bitte nicht über den Titel wundern, der resultiert aus meinem etwas hilflosen Versuch, Siri einen Blogartikel zu diktieren. Nachdem das gleich im ersten Satz so schief ging und mich gleichzeitig derart zum Lachen brachte, wird jetzt doch von Hand getippt:
Ich bin ja nicht so der große Podcaster. Genauer gesagt: der große Podcast-Hörer. Meist sind die mir zu lang und irgendwie bevorzuge ich doch die Rezeption von Text in geschriebener Form.
Doch nachdem ich vor zwei Tagen (zum Glück!) mal eine Ausnahme machte und mir ausgerechnet einen sehr langen Podcast von pressrecord.de (ich glaube, der hatte 2h 46 min) mit großem Vergnügen und Interesse angehört habe, bin ich auf DailyCoffeeBreak von Florian Krakau alias @dotdean gestoßen. Das scheint genau das richtige für mich zu sein. Ein täglicher, morgens früh veröffentlichter Podcast, mit einer Länge zwischen 3 und 6 Minuten. Kann man gut bei der ersten Tasse Kaffee oder auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn hören. Sympathische Stimme und wirklich sehr nett gemacht. Es werden Netzentdeckungen vorgestellt oder in kurzen Interviews aktuelle Themen angesprochen. Wie gesagt, sehr kurz und professionell gemacht. Kann man auch im Blog verfolgen, wo die Links zur jeweiligen Sendung zu finden sind und wo die einzelnen Folgen per SoundCloud eingebunden sind.
Florian hat mich nicht nur in meinem ersten angehörten Podcast am gestrigen Sonntag gleich persönlich begrüßt (sehr nett, vielen Dank dafür!), sondern hatte mir am Vorabend in einem Twitter-Dialog, in dem ich meine Unkenntnis gestand, was das Thema Podcast angeht, eine iPhone-App empfohlen, die ich echt klasse finde. Sie heißt Instacast (kostet 1,59 €, iTunes-Link) und lässt einen die Podcasts seiner Wahl abonnieren, und natürlich downloaden zum unterwegs hören. Praktisch auch: Instacast merkt sich die Abspielstellen, d.h. man kann zwischen mehreren Podcasts hin- und herswitchen. Hab mir mal testweise auch die Radiosendungen, die ich eh mehr oder weniger regelmäßig höre (hr2 Der Tag, Fragen an den Autor [manchmal], Frühstück bei Stefanie) und den Elektrischen Reporter abgespeichert. Und ich freue mich natürlich schon auf den DailyCoffeeBreak von morgen Früh. Ich alter Pott Castor.
Heute Abend zeigt EinsFestival mit XXY (2007) ein argentinisches Film-Drama über das Leben der 15-jährigen intersexuellen Alex:
Alex ist 15 Jahre alt und mit zwei Geschlechtern zur Welt gekommen. Bereits im Mutterleib hat ihre Nebenniere begonnen, in erhöhtem Maße Androgene auszustoßen, und mit zunehmendem Alter entwickelt sich ihr Körper immer mehr zu dem eines Jungen.
Lesenswert, die Kritiken von Schülern (!) zum Film der jungen argentinischen Regisseurin Lucía Puenzo aus Buenos Aires, zusammengestellt auf critic.de:
– Caroline: XXY ist ein Film, der ohne Tabus über das Erwachsenwerden und Identität finden, über Sexualität und den fragwürdigen Begriff „Normalität“ redet.
– Judith: Mit ihrem Erstlingswerk XXY ist Lucía Puenzo auf Anhieb eine perfekte Komposition aus grandioser schauspielerischer Leistung, ausdrucksstarken Bildern und gefühlsbetonter Musik gelungen.
– Mario: Der Film bringt die Thematik sehr gut herüber, dadurch dass er durch sehr viele emotionale Szenen die Gefühle des/r Hauptdarsteller(in) unterstreicht.
Ausstrahlung: EinsFestival um 23:20 Uhr.
Wo ich schon beim Thema TV-Tipp bin: Auf RBB gibt es heute Nacht die lange Lubitsch-Nacht (23:45 Uhr: Ninotschka | 01:30 Uhr: Rendezvous nach Ladenschluss | 03:05 Uhr: Die lustige Witwe). Alle Filminfos bei RBB. Informationen zu Regisseur Ernst Lubisch auf Wikipedia.