Hetzjagd der Hamburger SPD auf Flüchtlinge aus Lampedusa

Lampedusa-Flüchtlinge: Hardliner machen mobil from M. Trapp on Vimeo.

Neben diesem guten Beitrag von Panorama (15.10.2013) gibt es zwei lesenswerte Texte zur unsäglichen Hetzjagd der Hamburger SPD in den Straßen der Hansestadt auf die Flüchtlinge aus Lampedusa:

Fortlaufende Tweets zum Thema unter #lampedusaHH:


Bluesky, Hamburg, Politik, TV

Ilja Trojanow bei Pelzig

Die ganze Sendung war gutDie weiteren Gäste waren Ralf Stegner (@Ralf_Stegner), Dorothee Bär (@DoroBaer) und Sina Trinkwalder (@Manomama).

Was Trojanow bei «Pelzig hält sich» zum Besten gab, können sich auch diejenigen anschauen, die die aktuelle Folge verpasst haben.

Zu Trojanow hab ich hier ja schon zwei mal gebloggt:

Politik, TV

Parteitag, die erste. Der Herbst hat ein Haus im Süden der Hansestadt

Ich habe gestern etwas gemacht, was ich noch nie gemacht habe. Ich war auf einem Parteitag.

Für diese persönliche Neuerfahrung habe ich mir – zugegeben, für einen Piraten wenig verwunderlich – einen Parteitag der Piraten ausgesucht. Und zwar den – auch naheliegend – der Piraten Hamburg. Der 17. Landesparteitag der Piraten Hamburg fand im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt. Dorthin bin ich gestern vom wunderschönen Wandsbek aus mit der S-Bahn und der Linie 13 gefahren. Über letztere hat der NDR übrigens einen sehenswerten Film gemacht hat, den man seit heute komplett online sehen kann: «Die Wilde 13». Doch zurück zur Neuerfahrung:

Nachdem ich gestern Vormittag in Wilhelmsburg aus der «Wilden 13» ausgestiegen war, bot sich mir folgendes, doch recht tristes, Bild:

Bürgerhaus Wilhelmsburg

Das Bürgerhaus Wilhelmsburg im leichten Nieselregen. «Der Herbst hat ein Haus» denke ich mir. Und es liegt hier im Süden der Hansestadt, aus allen Richtungen von Wasser umgeben. An der Eingangstür eine orangefarbene Piratenfahne als Zeichen dafür, dass dies der gesuchte Ort sein muss. Ansonsten Tristesse galore. «Was machst Du hier?», war mein Gedanke beim zögerlichen Überschreiten der Brücke.

Hamburg, Literatur, Politik

Tweet der Woche: Rätsel um Schweden-Krimis gelöst

Tweet der Woche Schweden-Krimis werden massenhaft geschrieben, gelesen und verfilmt. Am Sonntag kommt schon wieder ein neuer, der im ZDF auf Serie geht: Sebastian Bergman. Geschrieben von Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt. Wie es sich für echte Schweden-Krimis gehört, sind die immer unheimlich brutal. Das zeigt auch die Beschreibung von «Der Mann, der kein Mörder war»; im Original heißt er viel schöner «Det fördolda»:

In einem Waldstück bei Västerås entdecken Kinder die Leiche eines Jungen –brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen.

Die Frage, wie es überhaupt dazu kommt, dass es so viele Krimis aus Schweden gibt – und dass die alle auch noch ins Deutsche übersetzt werden –, hat in dieser Woche der @hedoniker investigativ beantwortet:

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur

Open-Access-Tage Hamburg 2013

„Wie neue Informations- und Kommunikationstechnologien das wissenschaftliche Publikationswesen verändern“. Keynote Prof. Dr. Justus Haucap (Uni Düsseldorf).

Wie neulich berichtet (Dem freien Zugang zum Wissen gehört die Zukunft), hatten wir in der Vorwoche in der Stabi gemeinsam mit der ZBW die Open-Access-Tage Hamburg ausgerichtet. Heute habe ich die Aufzeichnungen der auch schon während der Tagung live ins Netz gestreamten Videos in die Website eingebunden. Das gibt allen am Thema Open Access Interessierten die Möglichkeit, die Vorträge und die Podiumsdiskussion («10 Jahre nach der Berliner Erklärung: Wie ist die Zukunftsperspektive für Open Access?») nachzuschauen. Zusätzlich sind auch alle Folien auf der Website verlinkt, passenderweise im Programm.

Weitere Videos:

Einleitung Frau Beger (meine Chefin und Co-Gastgeberin der Tagung):

Hamburg, Literatur

Festivalbericht San Sebastián 2013

San Sebastián 2013 – Fotoalbum auf G+
San Sebastián 2013 – Fotoalbum auf G+

Das 61. Internationale Filmfestival (20.-28.9.2013) war gleichzeitig mein 19. Festival in Folge (bin ununterbrochen seit 1995 dort). Ich habe 49 Filme gesehen – und btw in der Mitte des Festivals schrecklich unter den Wahlergebnissen aus Deutschland gelitten. 10 der gesehenen Filme, die ich für besonders sehenswert halte, sollen hier – wie immer – kurz vorgestellt werden. Resümee vorneweg: Das Festival hat sich wieder einmal gelohnt. Mein Schwerpunkt liegt immer auf den spanischsprachigen Filmen, das entspricht auch dem Großteil der auf dem Festival gezeigten Filmen, von daher sollte der hohe Anteil des Cine aus España und aus Latinoamérica also hier nicht verwundern. Aber selbstverständlich schaue ich auch immer fast den kompletten Internationalen Wettbewerb und einige Filme aus den Nebenreihen (dieses Jahr waren die Reihen z.B.: Neue Regisseure, Perlen anderer Festivals, Animationsfilme, Abenteuer Kino, japanisches Kino, siehe «Sections and Films» auf der Website). Das Programm ist so voll gepackt, man kann gar nicht alles sehen, selbst wenn man es wollte. Ich schaue – wie langjährige LeserInnen dieses Blogs schon wissen – immer 5-6 Filme pro Tag, das ist für die Dauer von 9 Tagen das Maximum an Aufnehmbarem und außerdem recht anstrengend. So viel zu den Zahlen.

Ich fange an mit dem verdienten Gewinner, ausgezeichnet mit der Concha de Oro, der goldenen Muschel, als bester Film (Filmbeschreibungen aus dem Festival jeweils in den Titeln auf spanisch und englisch verlinkt):

1. Pelo maloBad Hair

von Mariana Rondón aus Venezuela.

In diesem wunderbaren Sozialdrama geht es um einen kleinen Jungen (9) und seinen ganz besonderen Blick auf die Realität. Und um die Angst seiner alleinerziehenden Mutter, das Junge könne „kein richtiger Mann“ werden – oder am Ende sogar schwul sein. Denn, wenn er bei der Großmutter ist, singt und tanzt er, zieht einen von der Oma geschneiderten Künstler-Anzug (wie den in untigem Video des Vorbildes zu sehenden) an und gelt sich das Haar. Das „schlechte“, da krause, Haar (pelo malo – so der Filmtitel) missfällt ihm am meisten. Er möchte glattes Haar haben. Dafür schmiert er sich sogar Mayonnaise rein. Und das Lied, dessen Text er nach Einweisung durch die Oma lernt, ist ein Ende der sechziger Jahre in Venezuela sehr polulärer Song von Henry Stephen, dem ersten Rock’n-Roller des Landes (Vorsicht: Ohrwurm-Charakter):

Foto, Kino, Spanisch

Hudekamp – Ein Heimatfilm

Hudekamp - Ein Heimatfilm

Familien, die seit Generationen von Stütze leben, Jugendliche ohne Zukunftsperspektive, Drogen und Kriminalität: Die Hochhäuser im Lübecker Stadtteil Hudekamp gelten als Heimat einer verlorenen Schicht. Hinter den meterhohen Betonfassaden des Blocks verbirgt sich ein fremder Kosmos. Wer hier landet, für den ist woanders kein Platz. Doch die Bewohner der Wohnblocks 1 bis 17 sagen, dass sie nirgendwo anders leben wollen. Warum ist das so? Die Autoren sind für mehrere Wochen selbst in das Viertel gezogen, um das herauszufinden. Sie haben die Menschen mit ihrer Kamera begleitet, Tag und Nacht, zwischen Enttäuschungen, Hoffnungen und Grenzsituationen. Ihr Film erzählt von sieben Leben. (Zitat NDR)

Sehr sehenswert und letzte Woche zurecht mit dem Deutschen Fernsehpreis als beste Dokumentation ausgezeichnet. Der einstündige Film von von Christian von Brockhausen und Pia-Luisa Lenz kann online auf der Website des NDR geschaut werden.

Student Adnan Als ich den 22-jährigen Studenten Adnan sah, der im sechsten Stock eines Blocks von Hudekamp lebt und in Hamburg Geschichte studiert, dachte ich, der kommt mir irgendwie bekannt vor. Bei dem, was er von 28:15 – 28:35 sagt, wird klar, woher ich ihn kenne. 😉

Hamburg, TV

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand – hr2 Hörspiel

Wer mir auf Twitter folgt, weiß es schon: Zur Zeit überträgt hr2 das Hörspiel «Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand» nach dem Roman von Jonas Jonasson. hr2 verspricht zurecht: Großes Kopfkino.

Am Donnerstag kam der erste Teil, heute von 14:05-15:35 Uhr, wird der zweite Teil ausgestrahlt (Livestream hr2). Obiges Making Of gibt einen guten Einblick in die aufwendige Produktion.

Literatur, Radio
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