France 24: International und Interaktiv?

France 24

Juan Varela – weitere Videos von France 24-Bloggästen aus Paris – Robert Basic

Mehrere Blogger aus verschiedenen Ländern waren am Wochenende zu dem neuen französischen Fernseh- und Internetsender France 24 nach Paris eingeladen worden und berichten nun – wie vom Sender geplant – in ihren Blogs und per im France 24-Studio aufgenommenen Videos über den übermorgen startenden Sender, der parallel im Netz und per TV zu empfangen sein wird.
Die beiden hier zu sehenden Blogger Rober Basic (Basic Thinking) aus deutschen und Juan Varela (Periodistas 21) aus spanischen Landen geben erste Einschätzungen, visuell und textuell.
Auf den Sender, der auf französisch, englisch (!) und arabisch berichten wird, bin ich sehr gespannt. Auch auf das Sendekonzept mit internationaler Interaktivität.

Internet, TV, Video

Lateinamerika Filmtage in Hamburg

Am Donnerstag starten in Hamburg die «18. Lateinamerika Filmtage». Vom 7. bis zum 19. Dezember 2006 zeigt das 3001 Kino im Schanzenviertel eine ganz starke Auswahl aktueller lateinamerikanischer Filme.
Man kann den mexikanischen Schauspielstar Gael García Bernal als eine Art „Pater Brown“ in «El Crimen Del Padre Amaro» sehen, oder einen der kuriosesten Dokumentarfilme, die ich bisher überhaupt gesehen habe, über eine guatemaltekische Frauenfußballmannschaft, bestehend aus Prostituierten aus Gualtemala-Stadt, trainiert von einem schwulen Trainer, die durch ihre Teilnahme an nationalen und internationalen Frauenfußballturnieren auf ihre schwierige soziale Sitaution aufmerkam machen: «Estrellas de la Línea».
El Violín Das Festival startet mit dem schönsten lateinamerikanischen Film, den ich dieses Jahr gesehen habe: «El Violín» von Francisco Vargas, mit dem außergewöhnlich guten Ángel Tavira, der für seine Rolle als Don Plutarco in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, und der erst kürzlich in Huelva auf dem 32. Festival Iberoamericano de Huelva als bester Film prämiert wurde, wie El País letzte Woche gerade berichtet hatte: «La película mexicana ‚El violín‘, mejor película en el Festival de Cine de Huelva». Nach all den internationalen Erfolgen ist der Film am Donnerstag, 07.12., um 19.00 Uhr und am Freitag, 08.12., um 21.00 Uhr im Original mit englischen Untertiteln in Hamburg zu sehen.
Kurzum: Das 3001 bietet an 12 Tagen einen guten Überblick über aktuelle lateinamerikanische Filme. ¿Nos vemos en el 3001?

Hamburg, Kino, Spanisch

In Memoriam Mariska Veres: Venus


Direktlink YouTube

Mariska Veres, die Sängerin der Band Shocking Blue, ist gestern im Alter von 59 Jahren im niederländischen Hague an Krebs gestorben.
Sie sang unter anderem mit großem internationalen Erfolg den Song «Venus», der später 1986 von Bananarama gecovert wurde.
Das oben zu sehende Original von Shocking Blue ist jedoch unerreicht geblieben.
Die in Holland als Tochter eines Ungarn und einer Deutschen geborene Mariska Veres performte nicht nur auf englisch (Auftritt im Bremer Musikladen, 1975), sondern auch auch deutsch (kurioser Audio-Mix von 1975 mit Bildern vom Hitparaden-Auftritt zum Lied «Mach mich frei») und ungarisch («Hazamegyek Budapestre» im ungarischen TV).
Fotos und Daten zu Mariska gibt auf dieser privaten Fanseite, die wesentlich erträglicher ist, als die mit einem grausam verunstalteten Venus-Midi zugerichtete Geocities-Fanseite.

[via netzeitung]

Musik, Video

Numerisches Babel: Bat bi hiru lau…

Eine schöne Idee für «Wetten dass…?» (para mis lectores españoles: «¿Qué Apostamos?»):

Tommy anbieten, dass man die Zahlen von 1-10 in 5.000 Sprachen aufsagen kann. Als kleine Lernvorlage mag diese Seite dienen:
«Numbers in 5020 Languages».

Bei meinen Besuchen im Baskenland versuche ich ja immer mit meinen Mini-Sprachkenntnissen der baskischen Zählung von eins bis zehn zu glänzen:

bat bi hiru lau bost sei zazpi zortzi bederatzi hamar

Aber diese gigantische Liste an Sprachen zeigt, dass wir auf unserem Planeten noch eine viel größere Anzahl an Sprachen aufzubieten haben, als frau oder man sich vorzustellen vermag.
Borat würde – gemäß seinem Leitspruch «Kulturelle Lernung von Zahlen um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen» – in seinem Heimatidiom (also auf kasachisch) so zählen:

bir yeki uš tort bes alti žetti segiz toghiz on

Faszinierend an dieser multinationalen Liste ist für mich vor allem die Bandbreite an Sprachen und Dialekten, die mir so – ehrlich gesagt – nicht bewusst war. Das muss man sich mal überlegen: über 5.000 Sprachen, lenguages, idiomas, langues, lingue… Die Liste unternimmt den Versuch, das babylonische Sprachgewirr in eine numerische Ordnung zu bringen. Respekt!

Und zum Schluss noch was zum Raten: Welche Sprache könnte das sein?

eent zwee dräi véier fënnef sechs siwen aacht néng zéng

Erst raten, dann nachschauen.

[via txtnws]

Allgemeines

La oreja de Van Gogh: Perdida


Direktlink YouTube

«La oreja de Van Gogh» hat von der bereits hier im April vorgestellten Platte das mittlerweile dritte Lied als Video aufgenommen: Perdida (dt.: Verloren).
Ok, ist seichter Pop, gefällt mir trotzdem. Ich mag die Stimme von Amaia Montero sehr gern.
El País macht sich ein bisschen lächerlich, wenn sie das Video auf ihren Seiten mit den Worten vorstellen:

La oreja de Van Gogh estrena en ELPAIS.com ‚Perdida‘, su último clip.

Screenshot ELPAIS.COM vom 1.12.06 Zu schreiben, dass «La oreja de Van Gogh» ihr neues Video auf ELPAIS.COM uraufführen, wenn es bereits einen Tag früher auf YouTube zu sehen ist, gaukelt den Online-Lesern der spanischen Tageszeitung eine Exklusivität vor, die weder gegeben ist, noch von LOVG gewollt sein kann. Fairerweise muss man zugeben, dass das Video bei El País in besserer Qualität zu sehen ist.

Musik, Spanisch, Video

Beitrag vom unbekannten Blogwichtel

Heute soll ich in diesem Blog wichteln. Das hat der Hollemann verfügt. Der Hollemann hat ein Blogwichteldingens erfunden und weil sich das so nett anhörte, dachte ich bei mir: „Da mache ich mit. Da kann ich in einem anderen Blog rumschreiben und keiner weiß, wer ich bin.“ Und dann fügte ich gedanklich ein bösartiges „Hähähä!“ hinzu und grinste fies.

Aber dann stellte sich heraus, dass der Blogwichteldingensorganisator Hollemann alle Wichtel verraten würde. Da geronn mir mein fieses Grinsen im Gesicht und machte einer dümmlich-enttäuschten Ratlosigkeit Platz. Aber auch dieser Gesichtsausdruck hielt nicht lange, sondern wechselte zu purer Panik, als mir der Hollemann die Adresse von dem textundblog-Blog hier gab, denn ich hatte eigentlich mit einem beschaulichen Katzentagebuch gerechnet, das ich beispielweise mit Hundebildern zupflastern könnte.

„Ok“, dachte ich tapfer, „so schwer kann es für mich als www- und usenet-gegerbten Blogger ja trotzdem nicht sein.“ Zunächst beschloss ich, dass es ziemlich schlau wäre, sich dieses textundblog-Dings (ich kürze das jetzt mal mit „tub“ ab) vor dem Reinwichteln mal anzuschauen. Sonst schrübe ich darin etwas, was keine Sau interessierte und das wäre furchtbar peinlich. Also begann ich zu lesen.

Fußball, Saarland

Morgen, Kinder, wird’s was geben

Webstandards Adventskalender 2006 Erstens beginnt morgen die Adventskalenderzeit (und ich muss hoffen, auf den letzten Drücker heute noch einen Schokokalender zu ergattern ;-)). Einen virtuellen, ebenso leckeren, aber noch viel wichtigeren, gibt es ab morgen bei den Webkrauts: der traditionelle Webstandardsadventskalender (schöneslangeswort!), der Tag für Tag Infohappen zum Thema Webstandards servieren wird. In der Ankündigung für die 2006er-Ausgabe heißt es:

Vom 1. bis zum 24. Dezember bieten wir Ihnen jeden Tag neue Themen rund um Content Management Systeme und Webstandards, Usability oder Mikroformate.

Auch gut, und ab morgen auch neu: 24 ways to impress your friends mit Ajax, CSS und weiteren Webstandard-Tipps.

Zweitens werden morgen die Blogwichtelbeiträge veröffentlicht. 33 Blogs haben sich angemeldet, hier kann man sehen wer alles dazugehört (T&B steht natürlich auch auf der Wichtliste), und dort kann man lesen, was als Info für die Abgabe der zu schenkenden Blogbeiträge von Blogwichtelorganisator (aucheinschöneslangeswort!) Herrn Hollemann kundgetan wurde.
Die Spannung steigt, morgen wird in den beteiligten Blogs gewichtelt, was das Zug hält, das heißt auch hier wird ein Beitrag erscheinen, der nicht von mir ist (zum ersten Mal übrigens!) und ich freue mich schon und bin gleichermaßen gespannt.

Internet, Webdesign

Beckett in Hamburg

Beckett in Hamburg

Da gehe ich seit Tagen in der Stabi Hamburg (wo ich vier Tage die Woche arbeite) an der Beckett-Ausstellung vorbei und heute morgen öffnet mir die Ausstellungsorganisatorin Roswitha Quadflieg die Augen in einer Führung für die Stabi-Mitarbeiter. Was haben wir da für eine geniale Ausstellung in der Bibliothek und ich kann jedem und jeder nur empfehlen diese noch bis zum 14. Januar 2007 – so oft es geht – zu besuchen!
Beckett hat 1936 neun Wochen in Hamburg verbracht. Er ist täglich in der Hansestadt unterwegs gewesen und hat minutiös Tagebuch geführt. Sätze aus Becketts Tagebuch:

Bus to Hauptbahnhof… Wandered round by Binnenalster, Lombardsbrücke, Jungfernstieg, Adolf Hitler Platz (once Rathsmarkt)… Alsterdamm, Glockengiesserwall, Steintorwall (where hotel is) & Mönckebergstraße…
The 2 Alsters are lovely… Reeperbahn extraordinary, long boulevard running west… A rise of Montparnasse to nth.

Tried Fremdenverkehrsverein in Hbf. for a family. They had nothing but Pensions & advised me to look in Fremdenblatt…

Sehr schön auch sein Sprachmix aus deutsch und englisch («Money knapper und knapper…»).
Die Ausstellung kann auch virtuell besucht werden (geniale Idee meiner Kollegin Marlene Grau!) und bleibt so auch auf Dauer erhalten. Man kann zum Beispiel einen virtuellen Rundgang durch die Hamburger Kunsthalle machen, so wie sie sich 1936 für Beckett präsentiert hatte: «Fine Building & superb presentation» schrieb er damals in sein Büchlein.

Hamburg, Literatur
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