Rainald Grebe (Ihr wisst schon, der mit dem Brandenburg-Lied) kommt nach Hamburg ins Polittbüro (5.-7.4.09). Und ich habe es nicht mitbekommen. Grummel. Natürlich sind die Hamburger Konzerte jetzt schon ausverkauft. Ich bin offensichtlich nicht…
Update 1.4.09: Wie ich bei Faustus, der heute noch über seine Vorfreude auf den Auftritt gebloggt hatte, auf Twitter erfahren habe, fallen die kommenden Konzerte von Rainald Grebe leider wegen einer akuten Stimmbandentzündung aus. Quelle: Agentur Grebes. Ich wünsche Rainald Grebe gute Besserung und eine baldige Rückkehr seiner Stimme! Bei anderen ist es ja nicht so schade, wenn die Stimme mal ’ne Auszeit nimmt 😉
Im Rahmen des deutsch-russischen Kulturaustausches waren ja nicht nur Blogger in SibirienIch weiß, mein Abschlussbericht zu Sibirien steht noch aus. Bis er erscheint, weise ich nochmals auf das Interview, das ich Radio-G gegeben habe, hin. Dort habe ich alles Wesentliche zum deutsch-russischen Bloggertreffen in Nowosibirsk bereits gesagt., sondern auch ein Fotograf und eine Poetry-Slamerin.
Die Arbeit der beiden vor Ort stellt ein gestern auf Deutsche Welle TV gesendeter kurzer Filmbericht (5 min.) von Kultur.21 vor, der auch online geschaut werden kann. Schön, nochmal Aufnahmen aus Nowosibirsk zu sehen. Was Nora Gomringer (übrigens im Saarland, in Neunkirchen, geboren und hier in einem weiteren Porträt zu sehen) und ihr russischer Bekannter im Film zu den Möglichkeiten der Verständigung sagen, hat mich an unsere Kommunikation mit den Bloggern erinnert, die unter ähnlichen Vorbedingungen stattgefunden hat. Doch seht selbst: «Zwischen Lenin und Transsib – Das neue Goethe-Institut in Nowosibirsk».
Andreas Herzau habe ich in Nowosibirsk kennen gelernt und mich kurz mit ihm in seiner (im Film gezeigten) Ausstellung und später länger im Hotel nett unterhalten. Mir gefiel seine Idee, dass er dort, wo er in der Fremde Bilder macht, auch etwas von zuhause geben oder zeigen möchte. Deshalb waren in Sibirien auch nicht nur Fotos aus Nowosibrisk zu sehen (für die Nowosibirsker sozusagen der fremde Blick auf das Eigene) sondern auch Fotos aus Deutschland (der fremde Blick auf das Fremde). Der – wie mein Bruder – gelernte Schriftsetzer lebt in Hamburg und macht höchst sehenswerte Fotos, die man sich auch auf seiner Website andreasherzau.de ansehen kann. Doch nicht nur dort, dazu gleich mehr.
Andreas hat gemeinsam mit einem anderen Fotografen auch ein Blog, und dort hat er einen genialen Mitschnitt des Konzertes von LaBrassBanda am 14.03.09 in Novosibirsk vorgestellt. Absolut sehenswert, was die Bayern, die ich Euch hier schon mal vorgestellt hatte, bei diesem Konzert in der Bar «Brodjatschaja Sobaka» (zu deutsch: «Streunender Hund») in Nowosibirsk geboten hatten. Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich nach Sibirien fahren muss, um eine bayrische Band kennen zu lernen. Aber so war es. Und es hat sich gelohnt! Die sind echt klasse und kamen auch bei unseren russischen Freunden sehr gut an. Unbedingt reinschauen:
Und zum Abschluss dieses Artikels die Präsentation der Nowosibirsk-Fotografien von Andreas Herzau: «Stücke_NSK». Sehr beeindruckende Momentaufnahmen aus einer Stadt, die ich innerhalb weniger Tage sehr schätzen gelernt habe:
Das Kurzfilmmagazin Kurzschluss auf arte gehört zu meinen absoluten Lieblingssendungen im deutschen Fernsehen. Leider komme ich nicht immer dazu, die Sendung regelmäßig zu sehen. Heute Nacht habe ich sie zum Glück gesehen und bin auf diesen außergewöhnlich interessanten Kurzfilm gestoßen: The Apology Line:
Welch geniale – und wie so oft bei selbigen auch einfache – Idee: Auf Flyern und in Anzeigen (s. auch MySpace-Site des Projektes) haben Regisseur James Lees und seine Mitarbeiter eine Telefonnummer veröffentlicht, unter der die Menschen anonym anrufen konnten und sich für begangene Fehler entschuldigen konnten. Diese teilweise sehr betroffen machenden Bekenntnisse hat er in poetischen Bildern komponiert und zu einem sehr, sehr sehenswerten Kurzfilm verdichtet. 10 Minuten Einblicke in private Geständnisse eines persönlichen Scheiterns. Sei es in puncto Ehrlichkeit, Freundschaft oder Beziehung. Befremdlich und anrührend zugleich. Unbedingt anschauen!
Auf arte.tv heißt es treffend in der Beschreibung zum Film:
Betroffen war der Filmemacher von der spürbaren Isolation der Anrufer. In «The Apology Line» hat er diese Einsamkeit visualisiert – in urbanen, vorörtlichen Szenen mit jeweils nur einer Person im Bild. In den Momenten dieser Einsamkeit ist der Mensch mit seinen Gedanken – und seinen Schuldgefühlen – allein.
Sehenswert auch das Interview mit dem Regisseur James Lees, der Details über das Entstehen und den Verlauf des Projektes erzählt und der zusammenfassend erkennt, dass die meisten Entschuldigungen mit dem schlechten Gewissen nach dem Fremdgehen zusammenhängen.
Ebenso spannend und gut auf Kurzschluss vorgestellt: das formal sehr interessante Konzept des Internet-Kurzfilmfestivals Filmminute (bei dem sogar eine Bekannte von mir, Andrea Dittgen aus Saarbrücken, in der Jury war). Auf filminute.com kann man in preisgekrönten Kurzfilmen aus der ganzen Welt auf Entdeckungsreise gehen. Und ähnlich wie die Beschränkung auf 140 Zeichen bei Twitter zu strenger formaler Disziplin zwingt, gelingt es auch den Micro-Kurzfilmregisseuren tatsächlich in kostbaren 60 Sekunden ganze Geschichten zu erzählen, die sich natürlich nach Ablauf der Minute im Kopf des Betrachters weiter entwickeln. Spannend.
Also: Unbedingt reinschauen in Kurzschluss. Lohnt sich. Leider kann das Programm in der arte-Mediathek aus Gründen des Jugendschutzes nur zwischen 23 und 5 Uhr geschaut werden.
Es ist wieder soweit, ein kleines Fotorätsel auf Text & Blog: Nach Bär, Nähmaschine und Eiern wird wieder was gesucht, was – so glaube ich – leicht zu erraten ist. Pro Tag wird – hier in diesem Posting – ein weiteres Puzzleteil aufgedeckt. Ich löse auf, sobald jemand richtig rät.
Update 28.3.09, 11:45 Uhr: Kurz bevor ich um die Mittagszeit das zweite Puzzleteil aufdecken wollte, hat Herr Bosch das Rätsel gelöst. Auflösung in den Kommentaren. Glückwunsch an Herrn Bosch, der als Hamburger hier natürlich einen kleinen Standortvorteil hatte!
Nachdem ich es im Oktober 2008 zum 1. Mal und im Januar diesen Jahres zum 2. Mal geschafft habe, zu Kaffee.Satz.Lesen zu gehen und dabei jedes Mal sehr begeistert war, wird es am kommenden Sonntag zum 3. Mal so weit sein, dass ich dieser außergewöhnlichen Lesungsveranstaltung in der urigen Baderanstalt beiwohnen werde: Kaffee.Satz.Lesen – Sonntag, 29. März 2009, 16:00 Uhr
Baderanstalt, Hammer Steindamm 62 (gleich neben S-Bahn Hasselbrook).
Dieses Mal lesen Stefan Beuse, Matthias Keidtel, Michael Weins und Nils Mohl. Als musikalischer Gast kommt der Berliner Sänger, Musiker und Autor Manfred Maurenbrecher. Alle Infos auf redereihamburg.de. Unzählige und größtenteils wunderschöne Fotos der K.S.L.-Reihe gibt es übrigens auf Flickr zu bestaunen. Vielleicht sehen wir uns ja am Sonntag in der Baderanstalt, oben im fünften Stock? 😉
Update: 29.3.09: Bilder von den Lesenden gibt es auf Flickr.
Für mich eines der besten Blogs, um gute Windows-Tools zu finden, ist Download Squad. Heute dort entdeckt: das sehr gute Screenshot-Tool Greenshot (Name gefällt mir!). Ist Opensource, gibt’s auf deutsch, sogar für den USB-Stick (nur 160k!) und hat dazu zahlreiche weitere Vorteile:
– mehre Instanzen gleichzeitig möglich
– gute Editierungsfunktionen (Kästchen, Pfeile, Rahmen und Texte, um die Screenshots nachträglich zu bearbeiten; während der Bearbeitung können alle Elemente einzeln ausgewählt und angepasst werden).
Wer’s ausprobieren möchte, bitte hier entlang: Greenshot.
Was qualitativ bei dieser Kurzprosa herauskommt, wird mittlerweile von anderen literarischen Twitterern kritisch ins Visier genommen. Das Kritikerportal nennt sich TWITKRIT. Dort will man die beste Kurzlyrik vorstellen, die Spreu vom TWEET trennen und im twitterarischen Quintett kontrovers über Kreativität und Originalität der schreibwütigen Twitterer diskutieren.
Das Interview mit Herrn Bosch ist hier in 4:52 zu hören: [flash]http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/dalet/00f5fe03.mp3[/flash]