Mai 2010

Salzprojekt macht Fleur de Sel erschwinglich

Fleur de Sel - auf Tomaten, ein Traum!

Dass ich Fleur de Sel liebe, hab ich in den letzten beiden Jahren schon des öfteren auf Text & Blog erwähnt. Wo ich es in Wandsbek kaufen kann, hab ich – siehe das erste Posting zum Thema – von meiner Nachbarin Frau Fool for Food erfahren. Wie großartig so ein tolles Salz das Frühstück bereichern kann, oder wie es meinem sehr beliebten Grüner-Spargel-Rezept die salzige Krone aufsetzt, habt Ihr sicher alle schon gelesen. Ein Problem ist die schwierige und nicht gerade preiswerte Besorgung dieses edlen Salzes. Klar, man bekommt es in der Delikatessen-Abteilung bei Karstadt oder bei Alnatura. Aber das köstliche Weiß hat auch einen stolzen Preis. Meist so was um 5 € für 100 g. Lebte ich noch in Saarbrücken, würde ich es wahrscheinlich im Supermarché jenseits der Grenze besorgen (vermute mal, dass man es bei Cora & Co günstig bekommt). Aber hier oben in Hamburg, wie günstig an gutes Fleur de Sel kommen?

Nun, hier kommt die Lösung: Fleur de Sel vom Salzprojekt. Das hat sich Matthias Winkelmann ausgedacht und umgesetzt: das Salz direkt in großen Mengen aus Guèrande beziehen und in haushaltsüblichen Mengen (zu 1 kg) preiswert in die deutschen Küchen verteilen. Und das Beste: das Salz ist von einer hervorragenden Qualität. Man ist geneigt, es einfach so zu naschen, so lecker schmeckt das. Mein Lieblingssnack für zwischendurch sind zum Beispiel Tomaten mit etwas Salz. Dies mit Fleur de Sel zu tun, ist unvergleichlich gut:

Stilleben mit Fleur de Sel und Tomaten

Nüchtern aber funktional: die Verpackung Die Verpackung, mit der das gute Zeug vom Salzprojekt via Hermes Versand ins Haus kommt, ist zwar nicht besonders ansehnlich, aber sehr funktional. Und ganz wichtig: sie ist wieder verschließbar. In der heimischen Küche angekommen, kann man sich ja kleine Portionen in schönere und handlichere Behältnisse umfüllen. Der Preis ist mit 22 € nicht nur angemessen, sondern vergleichsweise preiswert. Selbst mit den 4 € für den Versand ergibt sich immer noch ein klasse Preis von 2,60 €/100 g. Also die Hälfte dessen, was für die oben genannten Alternativen zu zahlen ist. Außerdem ist ein Kilo Fleur de Sel ein sehr originelles Geschenk, das man in formschöne Gefäße der eigenen Wahl umfüllen kann.

Das Salzprojekt twittert auch Wie es sich für ein anständiges Webprojekt gehört, hat das Salzprojekt natürlich auch ein Blog und einen Twitteraccount: Ihr könnt also nicht nur meinem Rat folgen, dieses wunderbare Fleur de sel zu probieren, sondern könnt auch dem @salzprojekt auf Twitter folgen.

Epilog: Ihr wisst, dass ich hier nicht für Werbung zu haben bin. Wenn mir aber etwas gut gefällt, dann schreib ich drüber und mache so natürlich auch Werbung, wenn es sich um ein Produkt handelt, das man erwerben kann. Außerdem möchte ich drauf hinweisen, dass Matthias mir das Salz (sehr löblich: auf vorherige Anfrage!) zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Das hat aber meine Bewertung nicht im geringsten beeinflusst und natürlich werde ich mir, sobald mein Testpaket aufgebraucht ist – und wenn ich so weiter mache, wird das gar nicht so lange dauern 😉 –, selbst wieder Nachschub kaufen, und zwar beim Salzprojekt.

Allgemeines

Lena gewinnt den ESC – ein Gewinn für ganz Europa

Gestern hat nicht nur Lena den Eurovision Song Contest – the Festival formerlly known as Grand-Prix – gewonnen, nein auch ganz Europa hat gewonnen. Nämlich einen Einblick in europäische Wohnstuben und öffentliche Flashmob-Szenarien in einem wunderbaren Zwischenspiel in Oslo (dickes Lob an die Veranstalter), einem Dancemob von Madcon (unbedingt anschauen, sehenswert!):


Direktlink YouTube

[Hinweis auf Dancemob via Fiene]

Wie schnell man nach so einem glanzvollen Sieg auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen wird, durfte Lena beim Empfang durch MP Christian „Schwiegersohn“ Wulff im Nieselregen von Hannover erfahren, aber egal. Die Schweiz ist ein bisschen sauer (auf eigenes Versagen?) und mäkelt in der NZZ rum:

Sie präsentierte weder den besten Song, noch hatte sie die beste Stimme oder ein gutes Englisch

Nein, das ist natürlich nicht die Meinung der ganzen Schweiz, sondern nur die einer verwirrten helvetischen Stimme.

Die Engländer hingegen, konkret The Guardian, lieben lovely „I ‚lawfe‘ her“ Lena. Der bis über beide Ohren Verlawte gestand es unumwunden und schwärmte heute Nacht (um 21:37 Uhr auf der Insel) im ESC-Liveblog:

Lena, her name is, and you’ll be hard pushed to find anybody more endearing on the face of the planet right now. Look at her, bobbing around and mispronouncing words like a pocket-sized Bjork. She’s adorable. This probably isn’t the place to admit it, but I think I might love Lena a little bit.

Or, to put it in a way she’ll understand, I ‚lawfe‘ her.

Und der kleine Vorjahressieger, der putzige Alexander Rybal (mit dem wunderschönen Titel Fairytale) glaubt, dass sein besungenes Märchen endlich wahr wird. Auch er liebt lovely Lena und – so ein Schlingel – klaut sich frech einen Kuss (wie süß, müsst Ihr guggen!):


Direktlink YouTube

Ganz Deutschland feiert nun – 28 Jahre nach der Saarländerin Nicole (hier sollten bitte nur ganz Hartgesottene klicken) – den 2. Grand-Prix-Sieg in der Geschichte des Wettbewerbes. Ein Teil begeht diesen denkwürdigen Tag danach als Feinrippsonntag. Da bin ich (für jeden Sch… Spaß zu haben) natürlich mit von der Partie. Auch das ganz unbestritten ein Gewinn für Europa. 😉

♫ Loofe u Loofe… ♫

Internet

12 Tweets zum Thema «Twitter ist…»

Meine Antwort auf die Frage, was Twitter ist…

Gestern hatte ich in 140 Zeichen beschrieben, was Twitter für mich ist und gleichzeitig meine Timeline (sprich: die Menschen, die mir folgen) mit der Bitte um Retweet (sprich: Weiterleitung meines Tweets) dazu aufgerufen, selbst zu schreiben, was der Kurzmitteilungsdienst ihnen bedeute. Viele sind dem Aufruf gefolgt. Dafür herzlichen Dank, auch dafür, dass viele die Anfrage durch fleißige Retweets weiter getragen haben. Hier nun – wie gestern versprochen – die mit #twitter_ist verschlagworteten Tweets in der Zusammenstellung. Mit wirklich wunderbaren, teilweise denkwürdigen bis hin zu spaßigen Antworten in chronologischer Abfolge:

[Update 29.05.10: Ihre Beschreibung von Twitter als «Draht vom einsamen Schreibtisch zum Rest der Welt» (s.u.) hat meine @uebersetzer-Kollegin Gabriele Zöttl in einem eigenen Posting noch etwas ausführlicher erläutert: Twitter ist ….
Sehr zutreffend, vor allem für Freiberufler!]

Bluesky

Oslog bereitet bestens auf Eurovision-Song-Contest vor


Direktlink YouTube, aus Oslog, Fjord ist ihr Hobby

Oslog Besser kann man sich gar nicht auf den ESC (ich nenn ihn immer noch Grand-Prix) vorbereiten, als durch das Betrachten der großartigen täglichen Videos im Oslog. Genial, was Stefan Niggemeier und Lukas Heinser da machen. Sehr gut gefällt mir als Saarländer natürlich auch das Bild rechts im Bilderrahmen auf Oslog. Das ganze selbstverständlich auch mit Twitteraccount: @oslogtv.

Bei Niggemeier hab ich ja mal vor drei Jahren die Grand-Prix-Wette gewonnen. Ich hatte damals Serbien als Sieger unter 78 Teilnehmern die ersten drei und die letzten Plätze fast korrekt getippt. Mein Tipp für das deutsche Abschneiden: Lena wird Dritte.

Also, unbedingt reinschauen: Oslog. Und wenn ihr gerne alle Songs der Teilnehmer bereits vor Samstag sehen wollt und eine „professionelle“ Einschätzung der Lieder sehen wollt, empfehle ich Euch Julius‘ Blog mit der schon traditionellen Eurovision-Song-Contest-Serie.

Ich werde den Grand-Prix am Samstag nicht verfolgen, da ich auf einer Geburtstagsparty sein werde. Vielleicht schauen wir dort in die Punktevergabe rein, das mag ich ja immer sehr. Here are the results of the Dutch Jury… und so. 😉

Musik, TV, Video

Roland Koch und der Rücktritt am Towel Day

Mein Tweet zum Koch-Rücktritt

Jetzt muss ich ja auch mal ’nen Screenshot von meinem Tweet von heute Morgen machen. Nachdem ich es mit einem Tweet mal in die New York Times (und Hunderte weitere internationale Meldungen geschafft hatte), hat es der heutige Tweet in der Mittagszeit als Screenshot offensichtlich zwei mal ins ZDF-Programm geschafft, einmal davon in die Sendung ZDF-Drehscheibe. Ich selbst habe es nicht gesehen, es wurde aber mehrfach auf Twitter davon berichtet.

100 mal geretweetet, 30 mal gefaved. Hatte ich so auch noch nicht. Danke Roland Koch. Vor allem für den Rücktritt. Am Towel Day.

Update 00:10 Uhr: So, jetzt hab ich mir’s dann auch noch schnell in der ZDF-Mediathek angeschaut. Ab Minute 38 in der ZDF-Drehscheibe, im Kapitel «Reaktionen aus dem Internet» zu sehen. Sonja Schünemann (Foto unten, links) von heute.de erklärt auch meinen Tweet ganz ausführlich für die Zuschauer. Hier zwei Screenshots meines Screenshots im TV:

Da reden die Moderatorinnen über dei Web-Reaktion

Mein Tweet, samt meinem schönen Twitter-Hintergrund

Bluesky, Politik, TV

3x Las Meninas: Audioguide, CSS-3D & Prado in Google Earth

Las Meninas von Diego Velázquez

Ich habe diese Woche schon einmal über eine Meldung gebloggt, die mit dem Bild «Las Meninas» von Velázquez zu tun hatte und zwar im ciberaBlog, weil die Infanta Margarita durch den wirklich sehr gut gemachten Audioguide für Kinder im Madrider Prado führt.

Cortés erklärt den Perspektivaufbau seiner CSS-3D-Lösung Gestern bin ich erneut auf das durch seine vielschichtigen Ebenen und wegen des intelligenten Spiels mit der Perspektive berühmt gewordene Gemälde gestoßen, und das nicht in kunsthistorischem Zusammenhang, sondern in Verbindung mit moderner Webtechnik. Der begnadete Webdesigner und CSS-Zauberer Román Cortés hat den Versuch unternommen einen Pseudo-3D-Effekt in das Bild zu zaubern: CSS 3D Meninas. Nur mit CSS wohl gemerkt, kein Flash oder JavaScript. Sehr beeindruckend sowohl der Effekt, als auch die technische Realisierung, die Cortés auch detailliert beschreibt: 3D Meninas explained. Auf Cortés aufmerksam geworden bin ich durch seinen in dieser Woche erschienenen Artikel: «Pure CSS3 Page Flip Effect».


Die Infanta Margerita im Detail
Wer sich weniger für die CSS-Technik sondern für das faszinierende Gemälde von Velázquez interessiert, dem empfehle ich, es sich ganz nah anzuschauen. Man muss dazu nicht die Reise in den Prado antreten: «Meisterwerke aus dem Prado in Google Earth».

Aber auch die Kunstfreunde – selbst wenn sie sich nicht für CSS interessieren – sollten sich wie gesagt den 3D-Effekt nicht entgehen lassen: Einfach mit der Maus drüber gehen und über den Perspektivwechsel staunen. Cortés‘ Meisterwerk: CSS 3D Meninas.

Spanisch, Webdesign

iPad: haben wollen or not haben wollen?

Ich hätte ja schon gern ein iPad. Aber erste Erfahrungsberichte, wie der durchaus abschreckende von Anatol Stefanowitsch, relativieren diesen Wunsch doch sehr. Der ansonsten sehr Apple-freundlich gesinnte und Apple-erfahrene Nutzer legt den Finger auf die Wunde des Nachteils eines extrem proprietären Systems:

Ich warte seit Jahren auf ein magisches und revolutionäres Gerät, das kleiner und leichter als ein Laptop und größer und leistungsstärker als ein Mobiltelefon ist.

Das iPad hätte durchaus das Zeug dazu, dieses Gerät zu sein. Es hat die richtige Größe, der leuchtende, kontrastreiche, farbenprächtige Bildschirm ist fast zum Weinen schön, das Gerät liegt gut in der Hand und ist nur ein kleines bisschen zu schwer, und seine schlichte Eleganz zeigt einmal mehr, dass Apple die besten Produktdesigner der IT-Welt beschäftigt. Dass das Gerät keinen USB-Anschluss hat, ist ärgerlich, aber da es Bluetooth hat, könnte ich vielleicht sogar damit leben. An die virtuelle Tastatur habe ich mich in wenigen Minuten gewöhnt und wie ja bekannt ist, kann ich auch mit dem Namen des Geräts leben.

Das Problem ist, dass Apple sich entschieden hat, auf diesem magischen und revolutionären Gerät ein manisches und reaktionäres Betriebssystem zu installieren.

Weiter im Sprachlog, dem Blog von Anatol Stefanowitsch: Das iPad: Ein Erfahrungsbericht.

Was mich weiter am iPad stört, und weshalb ich zumindest noch abwarte, bis ich mir eins bestelle, falls ich mir überhaupt eines holen werde, ist die Tatsache, dass man für das iPad – will man es nicht nur via WLan nutzen – nochmals extra eine Internet-Flat bei seinem Provider abschließen muss, wenn ich das Tarif-Gewirr richtig verstehe. Ich bezahle bei ePlus schon eine Internet-Flat für mein iPhone und sehe nicht ein, fürs iPad nochmal zu zahlen.

Unabhängig davon, ist es sicher spannend zu verfolgen, wie man diesem Gerät Digitalisate betrachten und ihn als e-Book-Reader einsetzen kann. Rudolf Mumenthaler, seines Zeichens Bereichsleiter Marketing & Innovation der ETH-Bibliothek in Zürich, untersucht das seit Wochen im Blog der ETH, in den mit iPad getaggten Artikeln. Er relativiert die Verschlossenheit des Systems, wenn er in seinem Artikel «Eigene E-Books auf dem iPad» schreibt:

Das iPad ist also weniger verschlossen gegenüber fremden (oder eben eigenen) Inhalten, als ich zunächst den Eindruck hatte.

Und er erklärt natürlich auch, wie das mit der Umwandlung eines eigenen Textes ins Format EPUB geht. Hoffnung auf die doch vorhandene Tauglichkeit des iPads im arbeitspraktischen Einsatz macht auch Rudis Bericht
«Arbeiten mit dem #iPad im wissenschaftlichen Umfeld», in dem er ausführt:

Das iPad ist viel mehr als nur ein eReader, so viel war schon vor der Einführung klar. Ich habe mir auch schon im Vorfeld einige Gedanken darüber gemacht, wie das iPad wohl für das wissenschaftliche Arbeiten eingesetzt werden könnte. Mit den ersten Tests ist für mich klar geworden, dass tatsächlich einiges an Potenzial im iPad angelegt ist.

iPadMag Ich bin gespannt, was man so alles erfahren wird, wenn die iPads bei einer breiteren Nutzerschicht ankommen werden (ab nächste Woche sollen ja die ersten in Deutschland ausgeliefert werden). Allen iPad-Interessierten möchte ich das gut gemachte iPadMag meines Twitkrit-Kollegen Dirk Baranek empfehlen, wo es ständig Neuigkeiten rund um das Apfel-Tablett gibt. Selbstverständlich auch mit zugehörigem Twitter-Account: @iPadMag.

Und zum Abschluss noch ein nicht ganz ernst gemeintes Video, was man mit dem iPad und beidseitigem Klebeband auch noch so anstellen kann:

iPad + Velcro from Jesse Rosten on Vimeo.

Wie werdet Ihr es mit dem iPad halten? Wollt Ihr auch eins? Wartet Ihr (wie ich) ab? Oder sagt Ihr: brauch ich nicht oder will ich nicht?

Artikel, E-Book, Internet, Software

Dossier FC St. Pauli & Bekenntnis eines Modefans

Heute ist zum 100. Geburtstag des Vereins ein wunderbares Dossier über den FC St. Pauli in der Frankfurter Rundschau erschienen (Danke an Text&Blog-Leserin Carmen für den Hinweis!). Dort heißt es treffend:

Der FC St. Pauli […] malt nicht nur mit am Bild vom „etwas anderen Fußballverein“ – er füllt es mit Inhalten…

FR: «100 Jahre FC St. Pauli – Auf großer Kaperfahrt».

Und wie Ihr alle wisst, bin ich ja ein unverbesserlicher Modefan:

Heute Abend spiele ich in einer anderen Liga (…und Sportart)! ;-)

Deshalb hab ich mir auch das super schicke neue FC St. Pauli-T-Shirt («Wir spielen in einer anderen Liga») gekauft, das jeder Modefan natürlich sofort haben muss. Heute Abend werde ich es beim Badminton einweihen, samt neuem Schläger (den letzten hab ich im harten Federfight zu Bruch geschlagen) und neuer schwarzer Short.

Und um mich komplett der Lächerlichkeit preis zu geben, zeig ich Euch noch in einem ebenfalls heute aufgenommenen Foto, wie ich im Anzug aussehe: Selbstporträt mit neuem arte-Magazin – Wer jetzt hier noch in Zukunft weiter liest, ist selbst dran schuld. 😉

FC St. Pauli, Foto, Fußball
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