Spanische Biblioblogosphäre

Revista Española de Documentación Científica Ich finde ja das Wort Blogosphäre so toll, erst recht in spanischer Sprache, dort heißt sie blogósfera. Kombiniert man diesen Begriff noch mit der Welt der spanischen Bibliotheken, spricht man von der biblioblogósfera española.
Ich bin begeistert.
Und eben diese biblioblogósfera española stellt eine aktuelle Studie der Betreiber des Sedic-Blogs (selbst eines der besten bibliothekarischen spanischen Blogs) vor: und zwar in der Zeitschrift «Revista Española de Documentación Científica». Die 25-seitige Betrachtung der iberischen Bibliotheksblogs kann auf dem E-LIS-Server heruntergeladen werden. «Blogs de Biblioteconomía y Documentación en España» stellt spanische Bibliotheksblogs betrieben sowohl von Einzelpersonen als auch von Bibliotheken, von Berufsverbänden und aus den Bereichen Bibliothekswissenschaft und Dokumentation vor.
Hab gleich mal nachgeschaut, einige meiner Favoriten sind in dieser kommentierten Zusammenstellung dabei: Catorze.blog, El documentalista enredado und Véase además. Weitere sind sicher noch zu entdecken.
[via Sedic-Blog]

Internet, Literatur, Spanisch

DLF zur Honorarsituation literarischer Übersetzungen

«Kultur heute» im Deutschlandfunk:

Die literarischen Übersetzer lehnen ein neues Honorierungsangebot der Verlage ab.

So heißt es lapidar auf der Programmvorschauseite des Deutschlandfunks und so ist es. Die Übersetzerin Christa Schuenke stand heute nachmittag Burkhard Müller-Ullrich in einem fünf-minütigen Interview Rede und Antwort und erklärte, warum es sich bei dem sogenannten „Münchner Modell“, dem Angebot einiger Publikumsverlage die literarischen Übersetzer besser am Umsatzerlös der übersetzten Werke zu beteiligen, um eine Farce handelt.

Das Interview kann hier gehört werden:
http://literaturuebersetzer.de//download/uebersetzer/dlf_interview_schuenke.mp3
Wie bereits erwähnt, sind die schriftlichen Reaktionen der Übersetzer auf den SZ-Artikel von Thomas Steinfeld auf der Homepage des Verbandes der deutschsprachigen Literaturübersetzer (VdÜ) nachzulesen. Dort auch mit einblendbaren Kurz-Bios der Übersetzerinnen und Übersetzer, falls ihr euch dafür interessiert, wer welche Autoren übersetzt.

Literatur, Radio, Übersetzen

Bücher nach Farben suchen

Bücher nach Farben
Ein Angebot für den modisch interessierten Leser? Bücher nach Farben auswählen: Ein kurioser Service der University of Huddersfield Library. Wie funktioniert’s? – Auf der provisorisch eingerichteten Seite webcat.hud.ac.uk/perl/colour.pl den Farbcode im Hexadezimalformat eingeben, und Buchcover in der gewünschten Farbe bestaunen. Klick auf’s Cover führt in den Katalog, um das entsprechende „Farb“-Buch zu bestellen.
Die hier zu sehenden Farben samt Hex-Code:

Natürlich ist das nur ein spielerischer Versuch, welche Abfragen man mit dem Bibliothekskatalog, dem Opac, anstellen kann. Es soll ja Leute geben, die ihre Bücher nach Größen und/oder nach Farben ordnen. Ansonsten gilt: Don’t jugde a book by its color. Selbst ausprobieren? Bitte hier Farbe aussuchen und dann hier entlang.
[via Bibliotan]

Internet, Literatur

CASA ELECTRO NOVO Live bei Ken FM

C.M. Smith - Casa Electro Novo Casa Electro Novo wird morgen (Sonntag, 04.02.07) bei KenFM sein. Berliner und Potsdamer können hingehen, der Rest kann’s am Radio oder im Netz hören. Zur Handball-WM-Finale-ungünstigen Zeit um 17 Uhr. Für hartgesottene Handball-Fans, die trotzdem gespannt auf C.M. Smiths Radioauftritt sind: Es wird auf der Homepage von «Der Nächste Bitte!» einen Zusammenschnitt der Sendung geben.
C.M. Smith ist nicht nur ein guter Freund von mir, er macht auch gute Musik. Hier nochmal die Daten zum Mitschreiben:

POTSDAM: CASA ELECTRO NOVO Live bei Ken FM „Der Nächste Bitte!“,
Fritz-Studios, Potsdam, on air: 17.00 Uhr.

Musik, Radio

2raumwohnung empfiehlt Feist

Irgendwie nett: in der gotv-Sendung «hosted by» sagt Inga Humpe, sie schaue kein Fernsehen. Aber Videos auf YouTube, die schaue sie schon. Kurz vor Schluss der Sendung empfehlen 2raumwohnung, also Inga Humpe und Tommi Eckart, die kanadische Sängerin Feist mit dem Song «Inside And Out». Schönes Lied, gutes schwarz/weiß Video. Inga, kennst du auch Dailymotion? Dort haben die Videos meist eine etwas bessere Qualität:


Direktlink Dailymotion

Lovely video from feisty Feist, Canadian chanteuse, taken from her album of a few years ago, ‚Let it Die‘. This song is, of course, a cover version of the earlier Bee Gees‘ successful ‚Love You Inside Out‘.
(aus dem Kommentar bei Dailymotion.com)

Infos und Empfangsdaten zur guten MTV-Alternative unserer österreichischen Nachbarn gibt’s in meinem Artikel «gotv – be part of it». Die heute Abend ausgestrahlte Sendung mit 2raumwohnung wird am Dienstag (06.02.07) um 22 Uhr wiederholt. Sehenswert.

Musik, TV, Video

Ungemahntes Brötchen-Foto

Brötchen-Foto Frau creezy
Foto: Frau creezy

In Zeiten, in denen Urheberrechtsverstöße ad absurdum geführt werden (6.000 Euro-Abmahnung für die Abbildung eines Brötchens), ist man dankbar, wenn man ein schönes Brötchen-Foto (und das ist es, Frau creezy, samt allerhübschestem Kaffeeservice!) in seinem Blog einfach so zur Schau stellen darf, ja, von der Fotografin regelrecht dazu aufgefordert wird, ganz ohne dafür abgemahnt zu werden.

Danke Frau creezy für diesen Brötchen-Content. Sie haben mir mit diesem ungemahnten Brötchen-Foto eine ungeahnte Freude gemacht. Selbstverständlich sind die weiteren bei Ihnen zu entdeckenden Brötchen-Variationen allesamt äußerst sehenswert und machen Lust auf’s Reinbeißen.

Foto

Wer steckt hinter der Domain-Adresse?

Domainadressen-Recherche mit dnScoopWoche für Woche schaue ich mir Webseiten an, die etwas mit Spanien oder Portugal zu tun haben, und nehme sie – falls sie von wissenschaftlichem und/oder kulturellem Interesse sind – in den Fachinformationsführer von cibera, der Virtuellen Fachbibliothek, bei der ich arbeite, auf. Manchmal stoße ich dabei auf Seiten, die zwar seriös und sinnvoll wirken, aber auf der gesamten Webpräsenz kein vernünftiges Impressum oder keine Daten über die Autorenschaft anbieten. Dann ist es sinnvoll, herauszubekommen, welche Person/Institution hinter einer bestimmten Domain-Adresse steckt.

Da dies ja auch interessant sein kann für alle, die ein bestimmtes Thema recherchieren und mehr über die Autoren bzw. die Relevanz einer entdeckten Seite erfahren wollen, stelle ich hier einmal ein neues Tool vor, das ich heute auf «La Brújula Verde» gefunden habe: dnScoop. Man erfährt dort unter anderem, wer die Domain angemeldet hat, welchen Pagerank sie hat (die Wikipedia erklärt, was es mit dem Pagerank auf sich hat), welchen Traffic sie erzeugt und wie viele Seiten – laut Yahoo- auf die Domain-Adresse verlinken.

Vorher hatte ich für ähnliche Abfragen immer DNStuff eingesetzt, doch das ist seit ein paar Wochen nur noch kostenpflichtig nutzbar. In der Zwischenzeit hatte ich mir mit AjaxDNS (auch nicht schlecht!) geholfen. Deutsche Domains kann man natürlich direkt bei der Denic, der Registrierungsstelle für deutsche Domain-Adressen, abfragen.

Na, neugierig geworden, wer hinter einer bestimmten Domain steckt? Dann könnt ihr ja dnScoop oder AjaxDNS einmal ausprobieren.

Informationskompetenz, Internet

Burkhart Kroeber reagiert auf Artikel von Thomas Steinfeld

Blick in die Buch-Kristallkugel
Foto: photocase.com

Thomas Steinfeld hat gestern in der Süddeutschen einen Artikel veröffentlicht, den ich nur mit Unverständnis und fassungslosem Kopfschütteln zu Ende lesen konnte. Es geht darin um den Streit zwischen Verlegern und Übersetzern (siehe dazu auch «Berliner Erklärung der Literaturübersetzer»).
Steinfeld sieht in diesem Konflikt die Übersetzer in der Schuld, weil sie ein angeblich gutes Angebot der Verlage nicht annehmen. Der Artikel «Ein Haus für Rechthaber – Übersetzer und Sprachpfleger: Wer verfügt über Kultur?» ist online nur Abonnenten zugänglich.
Heute hat Burkhart Kroeber, unter anderem Übersetzer der Werke von Umberto Eco und Italo Calvino, im Perlentaucher die passenden Worte gefunden, um auf den einseitigen Artikel von Steinfeld zu reagieren:

Anders steht es bei kulturpolitischen Themen wie dem sog. „Übersetzerstreit“. Hier kann jeder Nachrichtenredakteur oder Kommentator ungeprüfte Behauptungen in die Welt setzen, abenteuerliche Zusammenhänge konstruieren und das Ganze zu apodiktischen Meinungen kondensieren, ohne auch nur im Ansatz irgend etwas zu recherchieren. So hat es der frischgebackene Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung, Thomas Steinfeld, gerade wieder mal exemplarisch vorgeführt. Ihm zufolge ist die Tatsache, dass die Zahl der ins Deutsche übersetzten Titel im vergangenen Jahr um fast dreißig Prozent zurückgegangen ist, auf den hartnäckigen Wunsch der Übersetzer nach besseren Honoraren zurückzuführen.

Weiter im Perlentaucher: «Zum sogenannten neuen Übersetzerstreit».
Danke Burkhart für diese Replik. Herrn Steinfeld und die Süddeutsche Zeitung möchte ich fragen: Brauchen wir von nun an auch ein SZ-Blog, das dem Beispiel des Bildblogs folgend (dort werden die Fehler der Bildzeitung recherchiert und korrigiert), die journalistischen Fehlgriffe der SZ „aufarbeitet“?

Update 14:40 Uhr: Ich bin begeistert, wie die Literaturübersetzer sich so eine Behandlung keineswegs gefallen lassen und nicht nur mit obigem Artikel, sondern auch mit der Veröffentlichung ihrer Leserbriefe an Thomas Steinfeld reagieren. Als Webmaster unserer VdÜ-Seite habe ich eben die Leserbriefe der Kolleginnen und Kollegen, die der Veröffentlichung zugestimmt haben, auf die Homepage gesetzt. Mit folgendem Text werden sie dort unter Aktuell angekündigt:

Ein Artikel von Thomas Steinfeld, Feuilletonchef der „Süddeutschen Zeitung“, in der SZ vom 2.2.07 (Titel: „Ein Haus für Rechthaber“) hat unter den Literaturübersetzern große Empörung ausgelöst;
Steinfeld behauptet darin, die Literaturübersetzer vergäßen die kulturelle Dimension ihrer Tätigkeit; ihr Wunsch nach einer angemessenen Honorierung, wie sie das Urhebervertragsrecht vorsieht, sei
„pedantisch“ und „phantastisch“. Reaktionen der Literaturübersetzer finden Sie [hier].

Artikel, Literatur, Übersetzen
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