So, wie Interpol das macht, stellt man seine neue Platte im Netz vor: Auf muchmusic.com ist die erst übermorgen erscheinende CD Our Love to admire der Indie-Rock-Band aus New York komplett anzuhören, in einwandfreier Qualität. Und die Leute kaufen sich die CD dann auch und gehen auf die Konzerte. So funktioniert das Geschäft. Herr Exit, die Musik ist vielleicht nicht ganz Ihr Geschmack, doch das Cover der neuen CD dürfte Ihnen gefallen, oder?
[via popkulturjunkie]
[Pädagogik-Modus ein]
Habt ihr euch auch schon mal geärgert, dass euer IPod zu wenig Speicherplatz hat, ihr nicht die neueste PlayStation euer eigen nennt, oder dass das Nutella gerade dann leer ist, wenn ihr am meisten Lust drauf habt? – Dann mal bitte hier rein schauen:
Die 8. Spanischen Filmtage Hamburg finden vom 5. bis 18. Juli 2007 im 3001 Kino im Schanzenviertel statt. Morgen Abend um 21 Uhr geht es los mit einem Film über den katalanischen Musiker und Liedermacher Lluís Llach, der im spanischen Original mit englischen Untertiteln gezeigt wird: «Lluís Llach: Die permanente Revolte» (Infos auf spanisch und katalanisch auf der Homepage des Filmes).
Das 3001 Kino schreibt über den Film:
Ein Film der unter die Haut geht und weit mehr als ein Porträt des berühmten katalanischen Sängers und Komponisten ist. Er erzählt zugleich die Geschichte eines Liedes und die Chronik der Ereignisse, die den Anlass dafür bildeten.
Hier der Trailer zum Eröffnungsfilm von Lluís Danés, bei dem es einem schaudert, selbst wenn man die historischen Hintergründe der Zeit Spaniens im Übergang von der Diktatur zur Demokratie (Transition, span.: Transición) nicht kennt und der zugleich neugierig macht, diesen Film zu sehen:
Das wohl berühmteste Lied von Lluís Llach heißt L‘ estaca (Der Pfahl). Geschichte und Text (katalan./dt.) dazu im Wikipedia-Artikel. (Tipp: Video bei YouTube einmal in Ruhe anschauen, dann nochmal starten und parallel dazu den katalanischen und deutschen Text im Wikipedia-Artikel mitlesen.)
Olaf Berg, mit dem ich letztes Jahr auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián war, und Mathias Fahrig, den ich noch aus Saarbrücker Tagen kenne, haben für die Spanischen Filmtage wieder einmal ein klasse Programm zusammengestellt. Das Publikum in Hamburg darf sich freuen, eine gute Auswahl an spanischen Filmen zu sehen. Ich selbst freue mich schon auf die Eröffnung morgen Abend im sicher rappelvollen 3001 Kino. Wer sich dieses und die folgenden Ereignisse nicht entgehen lassen möchte, sollte unbedingt Karten reservieren und/oder früh da sein (s.: Telefon-Nr. und Wegbeschreibung). ¿Nos vemos?
Ich wackel von oben bis unten, aber das Gehirn funktioniert – das funktioniert prima
Sagt Altkanzler Helmut Schmidt im Langzeit-Portrait, das die ARD heute Abend (22:45 – 0:15 Uhr) ausstrahlen wird.
Quelle des Zitats: Digital TV (dort auch gute Vorstellung des Dokumentarfilmes).
[Update 21.05.08: Sie suchen Informationen zur Sendung Menschen bei Maischberger vom 20. Mai 2008, in der Sandra Maischberger Helmut Schmidt erneut zu Gast hatte? Bitte hier entlang.]
[Update 13.07.07: Video-Ausschnitte aus der Sendung siehe hier.]
Sandra Maischberger und ihr (Kamera- und Ehe-)Mann Jan Kerhart haben den Altkanzler mehr als vier Jahre lang auf Reisen in die USA und nach China, sowie bei Vorträgen und privat in Deutschland begleitet. Ich bin heute Abend nicht zuhause, doch ist der Festplattenreceiver bereits programmiert. Ich freue mich schon auf den Film.
Das ist die gute Nachricht des Tages, was das Thema Fernsehen betrifft. Die schlechte lest bitte selbst.
Dieses Video zeigt aus unglaublicher Nähe den zufällig gefilmten Blitzeinschlag in einen Baum und beweist somit eindrucksvoll, wie verheerend der Irrglaube sein kann, bei Gewitter Schutz ausgerechnet unter einem Baum zu suchen. Zu sehen oben, nachzulesen im Wikipedia-Artikel Gewitter. Dort ist auch beschrieben, wo man sich aufhalten soll, wenn’s blitzt: «Verhaltensregeln beim Aufenthalt im Freien während eines Gewitters».
Vor den Eichen sollst du weichen
Und die Weiden sollst du meiden.
Zu den Fichten flieh mitnichten,
Linden sollst du finden,
Doch die Buchen musst du suchen!
Dieses falsch überlieferte Sprüchelchen sollte keineswegs dazu führen, die Buchen als sicheren Gewitterschutz misszuverstehen. Mit Buchen sind die Büsche (früher: Bucken) gemeint, was ebenso in der Wikipedia nachzulesen ist. Wieder was gelernt.
Wo die Bild-im-Bild-Funktion mal wirklich sinnvoll zum Einsatz kommen kann: Bei den unerträglich dämlichen Quizspielchen, mit denen das DSF das Publikum hinzuhalten versucht, das auf den in Wimbledon aussetzenden Regen wartet, damit es das Drittrunden-Match des Rekonvaleszenten Nikolas Kiefer gegen Novak Djokovic anschauen kann. Kiefer hatte ja gestern bereits auf extrem hohen Niveau gegen den Weltranglistenfünften (und aufstrebenden Tennis-Star) Djokovic gespielt, obwohl er verletzungsbedingt über ein Jahr pausieren musste.
Wenn der Regen in Wimbledon praktisch zum Buzzer des DSF-Quizes wird («Rufen Sie jetzt an, in Wimbledon werden gerade die Planen wieder abgezogen, RUFEN SIE JETZT NOCH SCHNELL AN!» …stundenlang weiterplärrend – unmöglich!) kann man diesen Mist auf Kleinbild schalten und so parallel etwas Vernünftiges schauen, wie zum Beispiel die Berichterstattung auf phoenix, wo gerade Carlos Santana über das multikulturelle Miteinander der Menschheit referiert (Phoenix wiederholt die Ausstrahlung zur Bochumer Konferenz «Herausforderung Zukunft»).
Tim O’Reilly, der sich selbst gerne als Erfinder des Begriffes Web 2.0 bezeichnet, wird im Interview mit der Deutschen Welle gefragt, was eigentlich Web 2.0 sei. Er antwortet:
Beim Web 2.0 geht es darum, Anwendungen zu bauen, die das Netz als Plattform nutzen. Und die erste Regel dabei ist, dass die Anwendungen von ihren Nutzern lernen, also besser werden, je mehr Menschen sie benutzen. Beim Web 2.0 geht es um die Nutzung kollektiver Intelligenz.
In der Folge spricht O’Reilly einen Punkt an, der durchaus zutreffen dürfte. Im Konflikt, sich zwischen Datenschutz und Online-Vergemeinschaftung zu entscheiden, werden viele Nutzer Datenschutzbedenken zugunsten der Vorteile einer funktionierenden Community aufgeben.
Das vollständige Interview: «Es geht um die Nutzung kollektiver Intelligenz».
¡ɟdoʞ ɯǝp ɟnɐ ʇɥǝʇs ʇxǝʇ ɹǝsǝıp
Als Kinder haben wir Zahlen in den Taschenrechner getippt, ihn auf den Kopf gestellt und versucht damit Text zu schreiben. In Zeiten des Internets gibt es nun ein vergleichbares Tool, das die Welt in den nächsten Tagen vielleicht ein wenig auf den Kopf stellen wird. Stellt euch mal vor, was man hiermit alles anstellen kann.