Están vivos! – Sie leben noch 2.0

días estranhosIn den letzten Tagen sind so viele Menschen aus dem Filmbereich gestorben, dass man kaum noch hinterherkommt, sie zu betrauern: Mühe, Bergman, Antonioni, gestern auch noch Plenzdorf. Manchmal weiß man ja bei Namen, von denen länger keine Rede mehr war, gar nicht mehr, ob sie überhaupt noch leben. Dem will jetzt Martin Pawley in einem der meist gelesenen galizischen Blogs días estranhos (seltsame Tage) entgegenwirken und sammelt die Namen von Schauspielern, Regisseuren, Produzenten etc., die noch leben:
Están vivos! (v2.0).
Alle mit Geburtsjahren vor 1930, ihre Namen verlinkt mit der IMDB. Dort zu finden sind noch zum Beispiel Shirley Temple, Deborah Kerr, Luise Rainer, Stanley Donen, Luis García Berlanga oder Andrzej Wajda. In den Kommentaren ergänzt jemand Johannes Heesters. Schaut mal rein: Sie leben noch 2.0.

[via Libro de notas]

Internet, Kino, Spanisch

Ikea versus Blogger – ein Zwischenfazit

Nachdem die Auseinandersetzung zwischen dem schwedischen Möbelhaus und dem Blogger Thomas Meyer um dessen Blog IKEA Hacker immer weitere Kreise zieht (heute berichtet zum Beispiel Spiegel Online unter dem Titel «Ikea-Hacker basteln bunter»), möchte ich ein kurzes Zwischenfazit ziehen:

Aufgrund meines Artikels «Unkluge Ikea-Entscheidung: Ikeahacker geschlossen», über den ich sowohl IKEA, als auch den betroffenen Blogger per E-Mail informiert hatte, haben sich erfreulicherweise beide bei mir gemeldet. Zuerst der IKEA-Pressesprecher Andreas Jantke, der mir in einer ausführlichen E-Mail durchaus nachvollziehbar die Gründe der Haltung seines Hauses geschildert hatte, als auch der Blogger, der sich in seinem Kommentar genauso wie die Blogcommunity darüber freut, dass IKEA hier nicht gleich juristische Schritte eingeleitet hat, der aber auch enttäuscht ist, dass man sich nach der Aufforderung, Markenrechte in seinem Blog nicht zu verletzen und die Domain ikeahacker.de, die den Namen IKEA enthält, nicht weiter zu führen, nicht mehr bei ihm gemeldet habe. Auch nicht, nach der Kontaktierung des Pressesprechers durch die Frankfurter Rundschau und der anschließenden Veröffentlichung des dortigen Artikels «Möbelhaus duldet keinen inoffiziellen Markenkult».

Ich kann nur hoffen, dass beide Parteien die nun bestehende Chance nutzen werden, und dass dieser Konflikt, der keiner bleiben muss, in eine Win-Win-Situation münden wird. Thomas Meyer könnte gewinnen, indem er die momentan bestehende Publicity für einen Neuanfang des Blogs unter Berücksichtigung der von mir skizzierten Kompromisspunkte nutzt (Respektierung der Markenrechte, keine Verwendung von Ikea-Produktfotos, Sicherheitshinweis bei gefährlichen Bastelanleitungen) und IKEA könnte gewinnen, indem sie der interessierten Öffentlichkeit (und ihren Mitarbeitern) beweisen, dass sie einer sympathischen und zugleich umsatzfördernden Blogidee im Sinne ihres Firmenmottos («Entdecke die Möglichkeiten») nicht im Wege stehen.

Nun heißt es abwarten: Entdecken beide Seiten tatsächlich Ihre Möglichkeiten? Zu hoffen wär’s.

Internet

Was hat der FC Bayern mit Sumatra zu tun?

Ich schätze Torsten Rox als kundigen Romanisten und Software-Experten sowie als ausgewiesenen Rechercheprofi auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Arbeit sehr. Aber sein Fußball-Sachverstand? … Nun ja, ich weiß nicht. Genau heute vor vier Monaten, am 9. April 2007, hat Torsten Rox jedenfalls eine verhängnisvolle Ankündigung in seinem Blog verlautbart:

Bleibt also nur noch der FC Bayern – der Verein wird ja auch dieses Jahr wieder Meister.

Dem habe ich in den Kommentaren widersprochen und es kam zu einer Wette: Gewinnt Bayern noch die Meisterschaft 2006/2007, schreibt Torsten einen Gastbeitrag hier auf Text & Blog, tja, und verliert Bayern die Meisterschaft… doch lest selbst auf Roxomatic, denn immerhin könnte auch die Leserinnen und Leser von Text & Blog der dortige Software-Tipp interessieren:

Dies ist ein Gastbeitrag aufgrund einer verlorenen Fußballwette. Hätte ja nicht gedacht, dass ich es einmal dem FC Bayern verdanken würde, in einem von mir gerne gelesenen Blog, einen Gastbeitrag schreiben zu dürfen. ;-). Doch nun zur Sache:

Da ich mit Torsten Rox nicht nur ein Interesse für die Belange des Breitensports und der Romania teile, sondern wir beide auch ein Faible haben für ressourcenschonende Software, die den Forschungs- und Arbeitsalltag erleichtert, gibt es hier nun einen Software-Tipp.

Weiter auf Roxomatic: «Sumatra: PDF-Dokumente lesen und drucken».

Fußball, Software

Dustin Hoffmann: Glückwunsch zum 70.


Direktlink YouTube

Dustin Hoffmann, der in dieser Szene beweist, dass gute Schauspieler nicht nur dann Humor haben, wenn es gilt, eine lustige Rolle zu spielen, wird heute 70 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

In der NZZ kann man heute (zurecht, wie ich finde) über ihn lesen:

Er ist einer der vielseitigsten Schauspieler Hollywoods und arbeitet mit einer Besessenheit an seinen Rollen, die Regisseure zur Verzweiflung bringt.

Weiter im Artikel «Schauspielern tut nicht weh».

Artikel, Kino, Video

Für Mama, statt Blumen

Bei Mama auf'm Schoss Heute vor 16 Jahren, am 8. August 1991, ist meine Mutter gestorben.
Mit 56 Jahren natürlich viel zu früh.

Auf diesem Foto hier hält sie mich ganz stolz ins Bild. Heute ist es umgekehrt, ich bin stolz auf sie, jeden Tag mehr.

Für dich, Mama, statt Blumen.

Foto

Walk2Web: das Netz zu Fuß erkunden

Walk2Web: das Netz zu Fuß erkunden
Es gibt ja unzählige Visualisierungs-Tools im Netz, mit denen sich die Verbindungen zwischen einzelnen Webseiten graphisch darstellen lassen. Als ich eben auf Download Squad einen Artikel über einen weiteren solchen Dienst gelesen habe («Explore web connections with Walk2Web»), wollte ich Walk2Web schon gar nicht mehr ausprobieren. Zum Glück hab ich es doch getan, denn diese Umsetzung ist a) nett gemacht und kann b) immer noch Aufschlüsse über das geben, was man manuell beim Verfolgen seiner Links und Trackbacks ja auch macht, nämlich die Frage beantworten, auf wen verlinken eigentlich so die Seiten, die ich verlinke bzw. die auf mich verweisen?

Mit Walk2Web kann man also per Fußstapfen durchs Netz wandern, die jeweils angeklickten Seiten eröffnen einen neuen Zweig samt Screenshot, vorgelesenem Blog-Titel inklusive Untertitel (natürlich mit grottiger PC-Stimme und auf den englischen Sprachraum gemünzt, was bei deutschen Blogs meist sehr lustig ist, denn da hört sich zum Beispiel ein vorgelesenes Antiteilchen nahezu sächsisch an 😉 ) und mit automatisch über den Bildschirm gescrollten letzten Blogartikeln. Selbstverständlich zeigt das Tool nicht die wirklich bedeutsamen Verlinkungen unter den Blogs, es ist somit inhaltlich nicht immer aussagekräftig, aber es stellt zumindest eine nette Spielerei mit durchaus explorativem Nebeneffekt dar.

Einfach mal ausprobieren, den eigenen URL eingeben und losstapfen: walk2web.com.

Informationskompetenz, Internet

Social Bookmarking und RSS per Video erklärt

Wenn ich versuche Menschen von den Vorteilen des Social Bookmarkings zu überzeugen, bekomme ich oft als Antwort: «Ja, du bist so ein Freak, für dich ist das was, aber ich brauche das nicht». Das waren auch ungefähr die Antworten, die ich Mitte der 90er Jahre in Bezug aufs Internet bekommen habe. Dann ärgerte und ärgere ich mich auch heute zunächst immer. Nicht über diese Antworten, sondern darüber, dass ich es offensichtlich nicht schaffe, mein Umfeld mit leicht verständlichen Argumenten zu überzeugen.

Viele denken offensichtlich, das Abspeichern von Lesezeichen im Netz wäre zu kompliziert und verwalten die Bookmarks lieber im heimischen Browser. Oder sie befürchten, man mache sich von Dritten abhängig, oder es wäre halt nur etwas für IT-Geeks. Nichts davon ist der Fall. Es bringt – bei allen sinnvollen Bedenken, die man durchaus haben kann – im Prinzip nur Vorteile. Die, die es mal probiert haben und wirklich eine zeitlang getestet haben, bestätigen mir das auch gerne.

Doch was mache ich mit den anderen, wie kann ich jene überzeugen, die bis jetzt von Sozialer Software und der Möglichkeit Lesezeichen online zu speichern, mit anderen zu teilen und dabei neue interessante Ressourcen zu entdecken, nichts wissen wollen? Ich versuche es jetzt mal mit einem Video, das ich heute gefunden habe, und das auf Download Squad mit den Worten vorgestellt wird:
A social bookmarking explanation your mom would understand:

Direktlink zum Video: Social Bookmarking in Plain English
[Edit via Robert: Übersetzte Versionen]

Im Video wird als Service, mit dem man seine Lesezeichen online verwalten kann, del.icio.us gezeigt, wer’s – wie ich – lieber deutschsprachig mag, der kann natürlich Mister Wong nehmen. So oder so: Hauptsache mal ausprobieren. Wirklich. Ist einfach und bringt was.

Auch klasse ist das ebenso von Common Craft erstellte Video zu den Vorzügen von RSS. Da geht’s mir nämlich auch oft so, dass es heißt «Ach, RSS-Feeds, das ist nur was für Experten». Nee, isses eben nicht. RSS ist ein alltagstaugliches, überaus praktisches Werkzeug für alle, die sich im Netz bewegen. Für alle, kein Geek-Zeug. Ehrlich. Nicht mehr lange rumklicken, wo sich was geändert hat, sondern einfach informiert werden, wo’s was Neues gibt, und dann hinklicken. Ist effektiv, spart Zeit und macht zuweilen sogar Spaß. 😉

Update 10:30 Uhr: Wie Peter Turi dankenswerterweise in den Kommentaren ergänzt, gibt es auch deutsche Übersetzungen dieser Videos, und zwar «RSS in verständlichem Deutsch» und «WIKIS in verständlichem Deutsch». Sehr fein, denn das baut ja eine mögliche weitere Verständnishürde ab: die Sprachbarriere.

Informationskompetenz, Internet, Video
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