Übersetzung: Soll sie schön sein oder treu?

Ich empfehle allen, die bisher beim Lesen eines in die deutsche Sprache übersetzten Buches nicht bewusst daran gedacht haben, dass sie dabei einen Text lesen, der von einem Übersetzer oder einer Übersetzerin ins Deutsche übertragen wurde, und so für viele erst verständlich gemacht wurde, die Lektüre des Artikels «Soll sie schön sein oder treu?». In der Zeitschrift «Die Berliner Literaturkritik» fasst Karin Müller die gleichnamige Veranstaltung im Literarischen Colloquium Berlin über die Qualität von Übersetzungen mit folgenden Worten zusammen:

Der Übersetzer müsse auch Lektor sein, den Text glätten und Fehler des Autors gegebenenfalls korrigieren. Denn diese fielen sonst auf den Übersetzer zurück. Bei den großen Anforderungen müsse aber der Stil des Autors erhalten bleiben und der Sprachfluss, die Melodie und der Rhythmus stimmen. Der Übersetzer dürfe kein eigenes Werk daraus erschaffen.

Amarante nannte als Voraussetzung für eine hervorragende Übersetzung genügend Zeit, seriöse Verlage, sensible Übersetzer und angemessene Übersetzungskritiker. Die Zeit sei notwendig um feilen, kürzen, anfügen und mit Alternativen arbeiten zu können. Zum Übersetzungsverständnis gehöre eine Reflexionsfähigkeit über das Wesen der Sprache und darüber, was mit der Übersetzung erreicht werden solle. Und überhaupt zeichne einen guten Übersetzer eine Anzahl von Fähigkeiten aus, wie hervorragende Sprachkenntnisse der Ausgangs- und Zielsprache und Sprachverständnis für die Deutung des Sinnes, der oft zwischen den Zeilen herauszufinden sei.

Weiterlesen im Artikel «Soll sie schön sein oder treu?».

Artikel, Literatur, Übersetzen

Selbstanzeige des FC Bayern hilft 1. FCS nicht mehr

Die Amateure des FC Bayern haben sich beim DFB selbst angezeigt. Sie haben in der letzten Regionalliga-Saison mit dem aus Kamerun stammenden Spieler Louis Ngwat-Mahop, wie sich nachträglich herausstellte, einen Spieler mit gefälschtem Pass und damit ohne gültige Aufenthalts- und Spielgenehmigung für Deutschland in ihrer Mannschaft eingesetzt.
Kicker online heute im Artikel «Bayern erstattet Selbstanzeige» dazu:

Erst am gestrigen Mittwoch vom kicker in Kenntnis gesetzt wurde der 1.FC Saarbrücken. Die Saarländer landeten vergangene Saison auf dem ersten Abstiegsrang, mussten in die Oberliga.

FCS-Manager Wolfgang Loos hat die einzig richtige Antwort darauf gegeben:

Diese Sache darf uns nicht tangieren, wir haben uns sportlich nicht qualifiziert und tragen die Konsequenzen. Auch wenn ein gewisses Grummeln im Bauch natürlich bleibt.

Tja, mein FC ist abgestiegen, da lässt sich nun nichts mehr dran zu ändern (wie ich gelitten habe, habt ihr ja am letzten Spieltag der Saison mitbekommen: «Quo vadis, Saarbrücken?»). Aber Loos hat wie gesagt vollkommen recht, dass dieser Abstieg durchaus verdient erfolgt ist – so schmerzlich er für Fans und Mannschaft auch war. Aber der FC Bayern hat sich durch diese späte Meldung der bereits am 29. Juni festgestellten Passfälschung seines Spielers, sicher keine Sympathien verdient.

FCSBlog

Fußball, Saarland

Online-Inkompetenz des Main-Rheiner

Main-Rheiner - Auszug Artikel über IKEA Hacker Wieder ein nahezu fassungslos machendes Beispiel der Online-Inkompetenz von manchen Zeitungen. Dieses Mal der Main-Rheiner bzw. die dort zuliefernde Idsteiner Zeitung: Die weisen doch tatsächlich vorgestern (14. August), also zwei Wochen (!) nach Schließung des Blogs IKEA Hacker noch in einem ausführlichen Artikel auf selbiges hin: «Skurrile Entwürfe aus Billi & Co.»

Verfremdete Ikea-Produkte auf Website / Idsteiner mit viel Phantasie

IDSTEIN Sie sind skurril, sie sind witzig, manchmal auch praktisch: Was sich an Neuem aus Ikea-Produkten basteln lässt, zeigt eine neue Internet-Seite des Idsteiners Thomas Meyer.

Ganz zu schweigen, dass im CMS der Link nicht richtig eingegeben wurde, die Leser, die es schaffen, das Komma da händisch aus dem Link heraus zu friemeln, stoßen ja selbst bei Aufruf der korrekten Adresse ikeahacker.de auch nur noch auf den Hinweis, dass das Blog geschlossen wurde. Davon steht in dem Artikel jedoch kein Wort. Wäre es denn nicht ein minimaler journalistischer Anspruch, wenn man denn schon die Schließung und die Debatte über das Blog in den Idfelder Redaktionsstuben komplett verpasst hatte, einfach mal den Link in dem zu veröffentlichenden Artikel (der offensichtlich schon seit Wochen in der Pipeline war) anzuklicken und auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen? Und dabei eben zu bemerken, dass es das Blog gar nicht mehr gibt. Der Redakteur hätte der Zeitung die Peinlichkeit und seinen Lesern den Frust erspart.

Main-Rheiner ist laut Impressum ein gemeinsames Angebot von Tageszeitungen der Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz. Na Herzlichen Glückwunsch, lieber Main-Rheiner und liebe Idfelder Zeitung zu diesem leserfreundlichen und brandaktuellen Online-Artikel!

[Update 11.10.07: Am 1. Oktober hat die Idsteiner Zeitung nachgelegt und die Fakten nachgetragen: «Wie die IZ erst jetzt erfuhr…». Sehr spät und sehr schlecht bescheiden geschrieben. Ikea-Kunden sind also sogenannte Ikea-Hacker. Aha.]

Artikel, Internet

Entdecke die Möglichkeiten: LibraryThing

Mit dem LibraryThing-Wigdet lassen sich die Bücher ins Blog einbinden (hier:Beispiel Faustus) Wie viel Spaß es machen kann, seine Bücher online zu verwalten, geht sehr schön aus Faustus‘ Posting Bücherwahnsinn hervor. Faustus beschreibt darin sehr anschaulich das private Bücherchaos, das jede Buchliebhaberin und jeder Bücherfan kennt, wenn man nicht mehr weiß, wohin mit all den Büchern, wie sortieren, wie den Überblick behalten? Faustus hat mit LibraryThing seine private und zugleich öffentliche Lösung gefunden und lässt die Leserinnen und Leser seines Blogs in sein «Virtuelles Bücherregal» blicken. Die Ordnung behält er jetzt mit Taggen (Schlagwortvergabe) und die Sozialen Software-Funktionen (Informationen mit anderen Teilen und Entdecken im Netz) der sich eines riesigen Erfolges erfreuenden Online-Literaturverwaltung beschreibt er mit den klasse Sätzen:

Wer liest noch so Schoten? Wer mag diese Schwarte eigentlich? Was sind das für Menschen, die Bücher lesen, die ich auch lese? Wer bin ich?

Von LibraryThing war ja hier auf Text & Blog im Verlauf des letzten Jahres schon des öfteren die Rede, etwa beim Hinweis auf Anne Christensens Artikel im Rahmen unserer gemeinsamen Web 2.0-Reihe im Blog der Stabi Hamburg und bei dem Hinweis, dass es LibraryThing nun auch auf spanisch gibt.

Vielleicht ist der natürlich auch auf deutsch angebotene Dienst ja auch was für euch? Man muss ja auch nicht gleich seine ganzen Bücher eingeben (obwohl die „Titelaufnahme“ Spaß macht und ganz leicht geht…). Doch jetzt erstmal nichts wie hin zu Faustus‘ sympathischem LibraryThing-Artikel: Bücherwahnsinn.

Informationskompetenz, Internet, Literatur

Digital-TV berichtet über Bundesliga-TV

Bundesliga-TV Was denkt man sich eigentlich bei Digital-TV dabei, über einen Sender, der frei im Internet empfangbar ist, und der für Hardcore-Fußball-Fans auch unter der Woche über die Bundesliga informiert, zu berichten, ohne dem interessierten Leser dieser Meldung die Webadresse des Senders anzugeben?

Der kostenlose Internet-TV-Sender „Bundesliga-TV“ berichtet vom Training, zeigt Interviews mit Spielern und die vollständigen Pressekonferenzen der Vereine.

Die von Digital-TV versäumte Linkangabe sei hiermit nachgeliefert: Der Sender Bundesliga-TV ist im Netz zu sehen unter bundesliga-tv.com.

Ich schätze den News-Service von Digital-TV ansonsten sehr, weil er schnell und kompetent über Entwicklungen vor allem im Satelliten-TV berichtet (und mir u.a. auch wertvolle Dienste zum Aktuellhalten meiner Seite über Sat-TV leistet). Aber manchmal muss man sich doch fragen, wo die Praxistauglichkeit mancher Online-Medien endet und die Verar…ung der Leser beginnt?

Fußball, Internet, TV, Video

Energiemonopole: Die Politik ist gefordert

Deutschlandkarte der Regelzonen der deutschen Übertragungsnetzbetreiber
Graphik: Wikipedia

Die deutschen Energieversorger haben sich, wie auf dieser Karte gut zu sehen ist, ihr Terrain durch Aufteilung der Übertragungsnetze gut aufgeteilt. Wie sehr, neben uns Bürgern, die wir das mit uns machen lassen, die Politik Schuld an dieser Entwicklung ist, die eben nichts für die Verbraucher, aber sehr wohl Einiges für die Anbieter von Energie geleistet hat, zeigt auf fassungslos machende Art der Bericht von Steffen Judzikowski und Hans Koberstein im Magazin Frontal21: «Im Würgegriff der Energiekonzerne».

Energiekonzerne erzielen seit Jahren Spitzengewinne. RWE zum Beispiel konnte seinen Börsenkurs von 2003 bis heute verdreifachen. Gleichzeitig steigen die Strom- und Gaspreise in astronomische Höhen.

Rob hat gestern Abend auf Rob Log, (das by the way über solch wertvolle Hinweise hinaus stets lesenswert ist), auf den Beitrag aufmerksam gemacht. Rob fordert vollkommen zu Recht:

Netze und Erzeugung müssen getrennt werden!

Ich habe mir die nächtliche Aufzeichnung der Wiederholung von Frontal21 heute morgen angeschaut und kann nur jeder und jedem empfehlen, sich das Video in der Mediathek des ZDF anzusehen (die gar nicht so verschnarcht sind, wie der Ruf, der dem Sender oft zu unrecht anhaftet. In der ZDF-Mediathek kann man eine Fülle von Programmen sehen, die man vielleicht verpasst hat und auf die einen andere nach Ausstrahlung hinweisen.)

Die Damen und Herren aus der Politik darf man freundlichst darauf hinweisen, dass spätestens zwischen dem 23.8. und dem 18.10.2009 die nächsten Bundestagswahlen stattfinden werden. Ich werde niemandem meine Stimme geben, der mir nicht glaubhaft erklären kann, wieso gegen diese monopolhaften Entwicklungen im Energiesektor nichts im Sinne eines vernünftigen Verbraucherschutzes unternommen wurde.

Links zum Thema (man beachte auch die sehr gute Zusammenstellung «Externe Links» auf der Frontal21-Seite unten rechts):
– Wikipedia-Artikel Energieversorgungsunternehmen
– Verbraucherzentrale: Stromwechsel-Informationen
[via Rob Log]

Politik, TV, Video

Such den Song – Musiksuchmaschinen

Na, welche Augen blicken uns hier an?Von Musiksuchmaschinen oder wie man bei einer internationalen Wepptswainuhll-Musiksuche auf die B-Seite einer deutschen Single aus den Siebzigern stoßen kann.

AltSearchEngines: Top 10 Alternative Music Search Engines Auf Read/WriteWeb, meiner Meinung nach einem der besten Weblogs zu neuen Netzdiensten, dreht sich in dieser Woche alles um das Thema Online-Musik. Heute lese ich dort einen Hinweis auf die Top10 der Musiksuchmaschinen bei AltSearchEngines. Als wissbegieriger und abgrundtief neugieriger Mensch surfe ich dort hin, obwohl ich bei diesem Thema etwas voreingenommen bin, da ich glaube die beste Musiksuchmaschine mit Seeqpod bereits gefunden zu haben. Ich hatte dem geneigten Text&Blog-Publikum ja bereits vor etwa zwei Wochen Seeqpod vorgestellt: «SeeqPod: Musik finden und teilen».

Nichtsdestotrotz wollte ich auch die musikalischen Recherche-Alternativen testen und folgte nicht nur dem Verweis von R/WW-Autor Richard MacManus, sondern auch seinem Tipp, die Suchdatenbanken nach einem Lieblingssong zu durchforsten. Einer meiner Lieblingsträller ist nach wie vor «Vom selben Stern» von «Ich & Ich» (Annette Humpe und Adel Tawil) – («… Ich kann deinen Herzschlag hören …»).

So nahm ich mir dann die zweite Suchmaschine aus der Liste vor, Skreemr, (die erste, blinkx, hatte ich übersprungen, die kenne ich schon ganz gut) wählte also bei Skreemr «ich und ich» als Suchphrase für meine Testrecherche aus und staunte nicht schlecht als ersten Treffer ganz was anderes präsentiert zu bekommen: Die B-Seite einer Single aus den Siebzigern: «Vicky Leandros – Du und Ich und der Himmel», mit der Titelbeschreibung «Album: 7″ B-side to „Theo, wir fahr’n nach Lodz“» ;-).

Da hab ich dann aufgehört, weiter zu testen. Ganz Mutigen sei die Übersicht «The Top 10 Alternative Music Search Engines» aber empfohlen, vielleicht entdeckt ihr ja noch was besseres als Seeqpod und lasst es den nun musikalisch noch unter Schock stehenden Autor dieser Zeilen (und die hier mitlesende Meute) in den Kommentaren wissen (evtl. auch, nach welchem Song ihr gesucht habt?)?

Informationskompetenz, Musik

Ikea-Katalog 2008 online

Ich wollte eigentlich so schnell nix mehr über Ikea schreiben, aber das hier wird sicher alle Fans des schwedischen Möbelhauses interessieren:

Durch die Meldung auf derStandart.at «Startschuss für die neue Ikea-Kampagne „Weil es dein Zuhause ist“» habe ich gerade erfahren, dass ab heute der neue Ikea-Katalog 2008 in Österreich zu haben ist und dieser kann auch online konsultiert werden. Wie bereits beim Hinweis in meinem gestrigen Ikea-Posting auf den im Netz stehenden Katalog von Ikea USA erwähnt, liegt der Katalog im Flashformat vor, kann durchblättert, nach Stichworten durchsucht (sehr praktisch!) und seitenweise ausgedruckt werden. Zwei Vorteile der Austria-Ausgabe gegenüber dem US-Katalog: Preise in Euro und Texte auf deutsch. 😉

Den gleichen Tipp möchte ich auch meinen spanischsprachigen Lesern nicht vorenthalten:
Y para mis lectores españoles: también podéis consultar el nuevo catálogo 2008 de Ikea online. Dice Ikea:

¡Hemos bajado los precios!

Allgemeines, Internet
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