Zwei Fussballherzen in meiner Brust: Pauli und FCS

Pauli-Choreo auf der Südtribüne am Millerntor
Als ich vor drei Jahren von Saarbrücken nach Hamburg gezogen war, spielte mein FCS noch in Liga zwo und Pauli kickte in der Regionalliga. Natürlich hoffte ich 2005, dass Pauli aufsteigen würde, damit ich meinen FCS hier in der Hansestadt würde spielen sehen. Es kam alles anders. In jedem Jahr, seit ich hier in Hamburg bin, ist Saarbrücken eine Liga weiter nach unten abgestiegen. Momentan sind sie in Liga 4, der Oberliga-Südwest. Während Pauli letztes Jahr in Liga zwei aufgestiegen ist und die Zweitligazugehörigkeit gestern Abend mit dem wunderschönen 4:2-Heimspielsieg gegen Aue gesichert hat, kämpft der ehemalige Bundesligaclub aus meiner saarländischen Heimat um die Qualifikation für die neue dreigleisige vierte Liga.
Doch zuerst zu Pauli: Was für ein Spiel gestern Abend! …

FC St. Pauli, Fußball, Saarland

Amerikas größter Friedhof: Cementerio Cristóbal Colón

Friedhof Cristóbal Colón in Havanna
(Más fotos en Sevenload, también como Slideshow)

Die Eindrücke aus Kuba sind so mannigfaltig, das lässt sich gar nicht alles in einen Artikel packen. Ich werde das folglich aufteilen, und beginne – leicht zeitverzögert, da ich arbeitstechnisch direkt nach Rückkehr aus Kuba stark eingebunden war – mit dem größten Friedhof Amerikas, dem unfassbar großen Cementerio Cristóbal Colón in La Habana. Eine Million Bestattungen gab es bereits auf diesem Friedhof. Er verfügt über 20 km Straßennetz, das ich gefühlt komplett erwandert habe; bei karibischer Hitze, zwischen schneeweißen Engeln und palastartigen Grabstätten. Einige wenige Bilder gibt es hier im Artikel, weitere im Album bei Sevenload, am besten als Slideshow zu betrachten.

Foto, Spanisch

3 Jahre Hamburg – Von Saarbrücken nach Wandsbek

Mein Twet zum Thema 'Drei Jahre Hamburg'
Screenshot meines heutigen Twets (= Meldung auf Twitter) zum 1. Mai.

Genau heute vor drei Jahren bin ich von Saarbrücken nach Hamburg gezogen. Ich war damals in Alt-Saarbrücken in der Dellengartenstraße, wo ich 18 Jahre lang gelebt hatte und meine Wohnung fertig für den Umzug (der Ende Mai 2005 stattfand) verpackt hatte, in meinen Golf gestiegen und in die Bernadottestraße nach Ottensen gefahren. Um dort mein Zwischenquartier zu beziehen, und um am 2. Mai meine neue Arbeitsstelle in der Stabi Hamburg anzutreten und um Ende Mai 2005 meine neue Wohnung in Wandsbek zu beziehen, wo ich immer noch froh und glücklich wohne, hier im schönen Lengerckestieg, am lauschigen Ufer der Wandse. Unvergessen der Abschied, den mir damals die Saarbrücker Freunde bescherten, die auch größtenteils mittlerweile schon alle hier zu Besuch waren.

Die Verbundenheit zur saarländischen Heimat zeigt sich aber beispielsweise auch darin, dass Volker Schütz mir heute morgen berichtete, dass ein von mir eingereichtes Foto vom Hamburger Jungfernstieg in der gestern eröffneten Fotoausstellung im alten Speichersilo am Saarbrücker Osthafen (ich berichtete) zu sehen ist.

Kubaberichterstattung folgt und ist in Vorbereitung. Der erste Teil erscheint womöglich schon heute Abend. Ich arbeite unter anderem noch an einer technischen Lösung für die Fotopräsentation.

Foto, Hamburg

Zwischenmeldung aus Havanna

Schulklassen marschieren uniformiert in La Habana
Zum ersten Mal seit meiner Ankunft in Havanna letzten Sonntag bin ich nun auch im Internet. Im Hotel kann man für 8 Kubanische Pesos (etwas mehr als 5 Euro) die Stunde im Schneckentempo online gehen. In Kuba gibt es keine Breitbandverbindung, das Embargo der USA lässt Kuba leider nicht am Glasfaseranschluss partizipieren. Eine von vielen Begebenheiten hier auf der Insel, die einen nur den Kopf schütteln lassen.

La Habana ist eine höchst beeindruckende, wunderschöne Stadt. Durch viele kubanische Filme und Erzählungen von Freunden wusste ich das ja auch schon, aber SO beeindruckend hätte ich es mir nicht vorgestellt.

Der Kongress „Info 2008“ war sehr interessant und ging heute zu Ende. Es ist spannend zu sehen, wie weit die lateinamerikanischen Bibliotheken, speziell die kubanischen, beim Thema Web 2.0 sind, bzw. wie weit sie ob der widrigen technischen Bedingungen noch davon entfernt sind, dass kollaborative Möglichkeiten von der Bevölkerung wahr genommen werden. Mein Vortrag am Mittwoch hat einigermaßen gut geklappt, auch wenn ich nicht 100%ig zufrieden war. Immerhin hab ich ’ne halbe Stunde auf spanisch vorgetragen und hatte das Gefühl, das interessierte Fachpublikum konnte meinen Ausführungen folgen.

Sonntag-Abend (kubanischer Zeit) geht’s zurück nach Deutschland, nach drei Flügen (über Paris & München) werde ich am Montag-Nachmittag in Hamburg landen. Bis dahin liebe Grüße an meine Leser aus La Habana, der Stadt, in der die Schulklassen in Reih und Glied in Uniform durch die Straßen geführt werden und in der lustige Stelzengruppen ein buntes Straßentheater bilden, wie die Fotos zeigen.
La La Havanna Vieja: Gestelzte Straßenkultur

Foto, Spanisch

Kongress Info 2008 in Havanna

Congreso Internacional de Información - Info 2008 - Havanna, Kuba

Auf Einladung der Friedrich Ebert Stiftung in Bonn nehme ich in der nächsten Woche an dem «Congreso Internacional de Información» – Info 2008 (International Congress of Information, engl. Beschreibung) teil.
Ich werde in Sektion vierPapel de las bibliotecas, los archivos y los servicios de información en la sociedad del conocimiento / Role of Libraries, Archives and Information Services in the Knowledge Society der wirklich umfangreichen Tagung (das Programm erstreckt sich über mehr als 100 Seiten!) über Innovationen im deutschen Bibliothekswesen referieren und dabei das System der deutschen Virtuellen Fachbibliotheken (mit dem übergreifenden Wissensportal vascoda und als konkretes Beispiel die ViFa cibera) vorstellen und über die Möglichkeit sprechen, diese mit Web 2.0-Modulen anzureichern.

Aus dem Erfahrungsbericht einer TeilnehmerinHeike vom Orde, Bayerischer Rundfunk, Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI): Bericht über Teilnahme am Congreso Internacional de Informacion (Info ’2006) in Havanna, Kuba. Download des Berichtes (PDF, 3 S.) der letzten Konferenz «Info 2006» geht die Bedeutung dieses Konfgresses recht gut hervor:

Die internationale Veranstaltung wird u.a. vom Institut für wissenschaftliche und technische Information, einer Abteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Umwelt der Republik Kuba organisiert; im Organisationskomitee sind zahlreiche Vertreter der Bibliotheks- und Informationswissenschaft aus Lateinamerika vertreten. Die Veranstaltung findet im zweijährigen Turnus statt und wird u.a. von der UNESCO gesponsert. Sie ist eine der renommiertesten Veranstaltungen in diesem Bereich in Mittel- und Südamerika.

Ich hoffe, ich werde die an mich gestellten Erwartungen erfüllen können und den kubanischen sowie den weiteren lateinamerikanischen Kolleginnen und Kollegen hilfreiche Einblicke in die Bibliotheksarbeit in Deutschland geben können und gleichzeitig in Erfahrung bringen, an welchen Projekten in Kuba gearbeitet wird. Der Kongress steht unter dem Motto «Sociedad del Conocimiento: Nuevos espacios para su Construcción» («Society of the Knowledge: New spaces for their Construction»).

La Havana vieja. Foto: jordi.martorell
La Havana vieja. Foto: jordi.martorell

Ich bin sowohl gespannt auf den Kongress (und den dort proklamierten neuen Räumen der Wissensgesellschaft) als auch auf die Stadt Havanna (ich war noch nie in Kuba) und auf die Stimmung im Land nach dem Abtreten von Fidel. Ob ich von dort werde berichten können, weiß ich noch nicht, ich vermute eher nicht. Also bitte nicht wundern, wenn zwischen dem 20.04. und dem 28.04.08 Sendepause herrscht auf Text & Blog. Was ich natürlich versprechen und hier schon einmal ankündigen kann, ist die Berichterstattung danach. Sowohl über den Kongress, als auch über Havanna.

Foto, Internet, Kino, Literatur, Spanisch
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