Wie könnte man die Geschichte des Stop-Motion-Films besser zeigen, als in einem Stop-Motion-Film. Chloe Fleury tat dies und verrät uns «Everything is made of papers». Sie nutzt diese Technik, um deren eigene Geschichte zu zeigen: I love stop motion.
Das Thema Stop-Motion wurde schon anhand einiger Beispiele hier im Blog behandelt. Mein absoluter Favorit ist bis heute der gleichsam liebevoll und aufwändig gemachte Stopmotion-Film Der Wolf und das Schwein.
Heute Nacht bzw. heute Morgen hatte ich einen sehr netten Tweetaustausch mit dem mexikanischen Plattenlabel LovRecs. Nachdem ich hier neulich schon im Blog auf diese großartige Band aus dem Norden Mexikos hinwies (im Artikel Nortec Panoptica Orchestra – Complejo de Amor), twitterte ich heute Nacht, dass Nortec Panoptica das komplette Album „Panoptica Tijuana Remixes“ (aufgen. 2002 in London) zum freien Download anbiete.
Prompt bedankte sich @erickcc dafür und retweetete mich. Doch damit nicht genug, es schloss sich auch noch ein Tipp an, den ich mit der ausdrücklichen Erlaubnis von @erickcc gerne an Euch weiter gebe:
@textundblog Aquí un mixtape de Panoptica, ojalá te guste!
Ich finde, wer soviel frei anbietet, soll auch was verdienen dürfen. Also bei Gefallen bitte auch das kommende Album käuflich erwerben. Ich werde mir das Mixtape «Ámonos pal Dancing Vol. 2» jedenfalls zulegen. Bei Interesse @Nortec_NPO folgen. Bis dahin obige Alben genießen oder in dem reichhaltigen Fundus in Roberta Mendozas (das ist der Gründer von Nortec Panoptica) Soundcloud stöbern.
Update 17.11.2010: Wie mich lovrecs heute morgen auf Twitter informierte, steht das hier angekündigte 2. Mixtape nun auch zum kostenlosen Download bereit: Amonos Pal’ Dancing Vol. 2.
Der Stammleserschaft von Text & Blog ist der Berliner Setzer und Drucker Martin Z. Schröder ein Begriff. Vor fast genau drei Jahren hatte ich ihn und sein wunderbares Reden ist Silber – Druckerey Blog schon mal hier vorgestellt: Martin Z. Schröder: Schreiben ist blei.
Mehr zur Frage «Kann es typographische Ironie geben?» und zum Buch, für dessen Typographie Martin Z. Schröder verantwortlich zeichnet und dessen Druck komplett vom Bleisatz kommt, im Druckerey Blog.
Der ZEIT ONLINE-Reporter Carsten Lißmann hat die Castor-Proteste begleitet. Sein lesenswertes Fazit ist auf ZEIT ONLINE nachzulesen:
Drei Nächte harrten die Demonstranten im Wendland aus – ohne Aussicht, den Castor-Transport zu verhindern. Warum das alles? Weil es um mehr geht.
[…]
Wenn jener Protest nach den Laufzeitverlängerungen durch die schwarz-gelbe Bundesregierung noch einen weiteren Beweggrund brauchte – er wurde an diesem Wochenende in elf Containern geliefert.
Obiges Foto wurde von einem der Fotografen des InAMillionYears-Teams aufgenommen, das in großartigen Fotoreportagen und Filmen bisher schon 3 Tage Protest dokumentierte. Obiges Foto ist ein Vorschaubild auf Tag 4, der im nächsten Film ab morgen im Netz zu bewundern sein wird. Meine ganze Hochachtung gilt neben den Tausenden Menschen, die gegen den Wahnsinn der Atompolitik demonstriert haben, auch der Presse und den Fotografen, die das alles für uns dokumentieren.
Ich fragte ja schon beim ersten Anstehen am 13.8. («FC St. Pauli: Bilder einer Anstehung»): Wie bekloppt kann man sein? – Heute früh lud der Magische FC nach der zweiten Schlangen-Zelebrierung am 4.10. zum dritten Mal die Mitglieder zum Beine-in-den-Bauch-Stehen am Millerntor ein.
Herr Sparschaeler, Herr Curi0us und ich folgten dieser Einladung gerne, nebst einigen weiteren Hundert Menschen, um am Millerntor für Karten für die kommenden 3 Heimspiele (Wolfsburg, Kaiserslautern und Mainz) des FC St. Pauli anzustehen. Von sechs (!!!) bis zehn Uhr in der Früh haben wir in der diesmal doch deutlich spürbaren Kälte (bei etwa 2°!) ausgeharrt und – so nennt es der Verein – von unserem Vorkaufsrecht für Mitglieder Gebrauch gemacht. 500 Karten gingen weg. Morgen Früh gibt’s noch ein paar Restkarten am Kartencenter des FC St. Pauli.
Als wir um zehn unsere Karten sowas von verdient in Händen hielten, bin ich froh und glücklich auf die Arbeit in die Stabi gefahren, habe u.a. zwei Blogartikel geschrieben (im ciberaBlog und im StabiBlog) und habe mich gefreut, dass ich damit bis Jahresende alle noch ausstehenden Heimspiele des Magischen FC live sehen werde. Und dass selbst der DOM im frühen Morgenlicht noch ein idyllisches Bild auf dem Kiez abgibt (durch Klick auf obiges Vorschaubild Nr. 3 in voller Größe zu sehen), hab ich so ganz nebenbei auch noch erfahren dürfen. Auch beim dritten Mal hat sich das Anstehen in der Magischen Schlange am Millerntor gelohnt. Wie bekloppt kann man sein? Es muss Liebe sein.
Den Sender 3sat kann man wirklich nur loben. Für ein durchweg gutes TV-Programm im Allgemeinen und für die aktuelle Doku-Reihe im Speziellen. Nachdem ich letzte Woche den Lesern der Stabi schon den Dokumentarfilm «How to Make a Book with Steidl» – einen wirklich grandiosen Film über den leidenschaftlichen Drucker und Verleger Gerhard Steidl – empfohlen hatte, zeigt der deutschsprachige Kulturkanal heute Abend den auf der Diagonale 2009 als besten österreichischen Dokumentarfilm prämierten «In die Welt» von Constantin Wulff:
Der Titel dieses Artikels ist nicht nur der mäßigen Leistung des FC St. Pauli und dem miesen sportlichen Ergebnis der 3:0-Niederlage gegen schwache Schalker geschuldet, sondern der hässlichsten Stadt Deutschlands, die ich bis dato gesehen habe.
Sicher gibt es auch nette Ecken und man wird einer Stadt (und der Umgebung) nicht gerecht, wenn man gerade mal einen Tag dort verbringt. Daher wird dieser Artikel, trotz des erlebten Grauens, auch von Positivem berichten.
Um meinem Ruf als Auswärtsfahrer gerecht zu werden, habe ich nach Freiburg, Köln und Hannover am Freitag die vierte braun-weiße Auswärtsfahrt angetreten, mit Chefticket der Bahn (25 Euronen pro Strecke) ins malerische trostlose Gelsenkirchen. Zur Turnhallenarena des Kellerkindes FC Schalke. Magaths Buben sind bis dato die Enttäuschung der Saison. Fast schon ein Kunststück bei dem Etat so weit unten zu stehen. Schalke hat auch am Freitag schlecht gespielt. Unfassbar, was da ein hochkarätigen Einzeltalenten über den Platz läuft und bei individueller Anstrengung dann vom Rest der Mannschaft alleine gelassen wird. Einen Raúl das Spiel nach vorne treiben zu sehen, wie er dann allein auf weiter Flur bleibt, tut fast schon weh. Trotzdem haben die auch nach der 1:0-Führung weiter unsicher agierenden Schalker gegen uns 3:0 gewonnen. Das war bitter. Fazit: Schalke hat dieses Spiel nicht gewonnen, St. Pauli hat es verloren. Viele unkonzentrierte Ballverluste, kein Ausnutzen der offensichtlichen Schalker Schwächen. Um es klar zu sagen: wir haben verdient verloren und – insofern gilt der Titel auch fürs Sportliche – es war grauenvoll. Spielbericht bei Spox (by the way: Das Sportportal Spox ist tausendmal besser und aktueller als der Kicker). Der beste Mann auf dem Platz war der Schiri: Dr. Jochen Drees (im „Nebenberuf“ auch Arzt für Allgemeinmedizin), schon in Freiburg hervorragend gepfiffen, hatte stets das Spiel im Griff und traf – hier möchte ich Spox widersprechen – die richtigen Entscheidungen, ohne auf Schauspieler und Jammer-Tröten reinzufallen.
…
Die Menschen, die an diesem Wochenende im Wendland gegen die Atompolitik und gegen die Castor-Transporte protestieren, verdienen großen Respekt. Die Fotografen, die diese beeindruckende Form des Bürgerprotestes so professionell dokumentieren, auch.