Frau Jekyllas Lufthansa-Podcast

Kein Mensch hört zu, wenn an Bord eines Flugzeugs die Stewardess die Sicherheitshinweise gibt. Frau Jekylla, treue Leserin und fleißige Kommentatorin auf Text & Blog, hat bereits vor einiger Zeit einen netten Podcast zu diesem Thema veröffentlicht, der beweist, dass es auch Fälle gibt, wo man eben doch zuhören sollte, was das Flugbegleitungspersonal so erzählt. Zum ultrakurzen Premium-Podcast von Frau Jekylla bitte hier entlang:
«Lufthansa kann auch anders».
Bitte hört genau hin, wir werden das stichprobenartig abfragen. 😉

[via rob-log Empfehlungen]

Allgemeines

praegnanz-Essay HTML-Schriften – reloaded

praegnanz-Essay: HTML-Schriften fürs WebFontfachmann Gerrit van Aaken (praegnanz) hat heute seinen Essay «HTML-Schriften unter der Lupe» (erstmals 2004 erschienen) in überarbeiteter Fassung neu veröffentlicht. Mit der Einleitung hat Gerrit schon alles gesagt, weshalb dieser Artikel für alle, die vor der Entscheidung stehen, welche Schriften in Web-Projekten eingesetzt werden sollen, so wichtig und wertvoll ist:

HTML-Gestalter haben es nicht leicht: Das Angebot an verwendbaren Schriften ist klein, und man weiß eigentlich nie, was am Ende beim User ankommt. Dieser Essay wird diese Probleme zwar nicht lösen; Er zeigt aber, worauf man bei der Auswahl einer Schrift für das nächste Web-Projekt achten kann.

[via praegnanz]

Artikel, Webdesign

2x Open Access: Lawrence Lessig + Don Quijote

Quijote im Kampf gegen die Windmühlen
Foto: Photocase

Lawrence Lessig hat nicht nur die Creative Commons-Bewegung ins Leben gerufen, sondern der Jura-Prof der Uni Stanford kämpft weltweit gegen die restriktiven Urheberrechtsvorstellungen der global agierenden Medienkonzerne. Im Deutschlandfunk gab es gestern in der Sendung «Computer und Kommunikation» ein kurzes Interview mit dem Rechtsexperten über dessen Kampf um Freiheit im digitalen Raum. Der auch online zu hörende Beitrag (siehe unten) ist mit «Don Quijote im Internet» betitelt. Lessigs Windmühlen sind die Giganten der Unterhaltungsindustrie (Disney-Studios ect.), seine Lanze erhebt er verbunden mit dieser Botschaft:

Es geht nicht nur um das Recht, dass Menschen Zugang zu Informationen erhalten, ohne die Inhaber der Autorenrechten um Erlaubnis fragen zu müssen. Es geht vielmehr darum, dass das Entstehen von neuer Kreativität nicht unterbunden wird und die Möglichkeit bestehen bleibt, dass so viele Menschen wie möglich diese neue Kreativität, die die neuen Techniken bieten, weiterentwickeln und nutzen können.

Das kurze Interview (3:39) ist hier zu hören:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2007/07/21/dlf_200707211646.mp3

[via netzpolitik]

Mehr zu Lawrence Lessig auch hier auf Text & Blog.

Da in dem Radio-Beitrag Don Quijote nur in der Überschrift vorkommt, möchte ich auf eine mit Quijote zusammenhängende, ideale Form des freien Wissenszugangs hinweisen, die somit gleich doppelt zu diesem Thema passt:

Don Quijote im Film Die Stabi-Hamburg hat vor kurzem einen von Tilman Altenberg und Klaus Meyer-Minnemann herausgegebenen Sammelband zum Quijote in ihrem Verlag Hamburg University Press publiziert und neben der gedruckten Fassung auch auf ihrem Server im Open Access (also frei) zugänglich gemacht:
«Europäische Dimensionen des „Don Quijote“ in Literatur, Kunst, Film und Musik». In dem Buch, in dem auch ein Beitrag meines Doktorvaters, Hans-Jörg Neuschäfer, enthalten ist, geht es um die Verarbeitungen des Don Quijote-Motivs in verschiedenen Genres und Medien:

Wie kein zweiter Roman zieht der „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes seit nunmehr vier Jahrhunderten Generationen von Lesern immer wieder neu in seinen Bann. Abgefasst im Spanien des frühen 17. Jahrhunderts, das zu jener Zeit die Geschicke Europas wesentlich mitbestimmte, wurde der Roman bald zum Inbegriff der spanischen Literatur und Kultur. Von Madrid aus hat er auf den Rest Europas ausgestrahlt und Denker, Dichter, Künstler, Komponisten und später auch Filmemacher zur Auseinandersetzung mit ihm angeregt.

Die acht Beiträge des Bandes erkunden zentrale Aspekte des cervantinischen Romans und gehen seiner Rezeption und Verarbeitung in Literatur, Kunst, Film und Musik im europäischen Kontext nach.

Don Quijote im Zeichentrick Die Version des Buches mit den Quijote-Filmauschnitten von Tilmann Altenberg (Version mit hoher Bildauflösung – Größe: ca. 170 Mb) ist aus mehreren Gründen hochinteressant: Tilmann ist ein ausgezeichneter Quijote-Kenner und er zeigt in dieser Arbeit anhand von zahlreichen Filmbeispielen, wie der Don Quijote-Stoff kreative Menschen immer wieder zu schöpferischen Umsetzungen inspiriert hat. Wie in einer Art wissenschaftlichem Comic (im wahrsten Sinne des Wortes, weil auch Quijote-Zeichentrickserien behandelt werden) präsentiert das Buch in der digitalen Variante Text- und Videomaterial als Einheit. Die im Text behandelten Filmausschnitte können sofort, ohne Medienbruch, betrachtet werden. Das ist unbedingt sehens- und lesenwert und ist, wie von Lawrence Lessig und wie von immer mehr klugen Menschen gefordert: frei zugänglich.

Hamburg, Kino, Literatur, Radio, Video

Stephan Eicher: Déjeuner en paix


Direktlink Originalvideo von 1989         |     Direktlink Live-Version von 2006

Schöner Zufallsfund eines wunderbaren Titels. Ich mag die alten Sachen des Schweizers Stephan Eicher – und vor allem Déjeuner en paix – sehr. Damals hat die Texte zu Eichers Musik sein Freund, der französische Schriftsteller Philippe Djian geschrieben. Dieser ist wiederum der Autor des so genial verfilmten Buches Betty Blue, 37,2° am Morgen (Videoausschnitt I und II), womit wir wieder beim Frühstück wären.
Hier gibt es übrigens den Song von Eicher auch in untertitelter Fassung für den Französisch-Unterricht zu sehen lesen. 😉

Kino, Musik, Video

SBC: Lustiges Sprechblasen-Lesen

Die bis gestern eingereichten Sprechblasen für den Speech Bubbles Contest (SBC) können nun in Augenschein genommen werden. Es sind wirklich sehr kreative und super lustige Vorschläge eingegangen und ich bedanke mich schon einmal bei allen Teilnehmern.

Hier seht ihr die Speech Bubbles in einer Slideshow (Klick auf die Vorschaugraphik führt zur sevenload-Seite mit den Screenshots):

 
Wem das zu wuschig ist, der findet die Screenshots mit Verlinkung zur jeweiligen Online-Version der Speech Bubbles auf der Seite «Speech Bubbles Contest – Die Abstimmung».

Ich werde heute im Laufe des Tages hier im Blog noch ein Umfrage-Plugin installieren (die bisher getesteten WP-Polls und Democracy funktionieren bei mir leider nicht – aber ich wollte euch die guten Speech Bubbles nicht so lange vorenthalten). Ist die Umfrage installiert, könnt ihr bis kommenden Freitag (27.07.07) darüber abstimmen, welche Sprechblase euch am besten gefällt.

[Update 15:00 Uhr: Das Voting ist nach erfolgreicher Installation einer Umfrage-Erweiterung eröffnet. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium des Inneren ist sichergestellt, dass Teilnehmer, die für ihren eigenen Vorschlag stimmen, vom Wettbewerb ausgeschlossen werden. Die Übermittlung entsprechender Informationen hat mir Dr. Schäuble persönlich versichert. Diese Abstimmung ist onlineüberwacht. Das dient zu unser aller Sicherheit und garantiert ein faires Abstimmungsergebnis.]

Viel Spaß beim lustigen Sprechblasen-Lesen!

Foto, Internet

Letzter Aufruf Speech Bubbles Contest

Dalei Lama - nach verlorener Wette auf Hotelbett In wenigen Stunden (um Mitternacht) endet die Frist zur Abgabe eurer Vorschläge für den Speech Bubbles Contest. Ich weise aus aktuellem Anlass darauf hin, dass Einreichungen von Vorschlägen wie diesem (siehe Foto rechts) aus politisch-religiösen Motiven mit den Aufnahmeregeln des Wettbewerbs nicht vereinbar sind einen besonders perfiden Spaß der Aktion darstellen.

Foto, Internet, Politik

Logbucheintrag: Ludwig Harig zum Achtzigsten

Harig-Widmung im Luftkutscher vom 27.11.1981 Ludwig Harig kommt genau wie ich aus der kleinen Stadt Sulzbach im Saarland. Während Ludwig dort immer noch lebt und auch gestern dort seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, verschlug es mich ja bekanntlich nach Hamburg. Heute habe ich in der Hansestadt in meinen Bücherkisten gekramt und das hier abgebildete Reclam-Bändchen des «Logbuch eines Luftkutschers» ausgegraben.

Im November 1981 habe ich als 15-jähriger Schüler Ludwig Harig zum ersten Mal live auf einer Lesung erlebt. Er hatte in der ehrwürdigen Aula des Altbaus im Sulzbacher Gymnasium meinen Mitschülern und mir aus dem damals gerade neu erschienenen «Logbuch eines Luftkutschers» vorgelesen. Auch wenn das nicht unbedingt die Literatur war, die 15- bis 17-Jährige lesen, so hat er uns doch stark beeindruckt, und natürlich waren wir stolz, dass ein Schriftsteller aus der saarländischen Provinz über die Landesgrenzen hinaus so einen großen Ruhm erreicht hat. …

Literatur, Saarland

Sätze wie diesen: gebloggte Alltagsbeobachtungen

boschblog.de Wegen Sätzen wie diesen liebe ich die Blogartikel von bosch:

Gestern ging ich durch die Straßen St. Paulis und dachte – wie es bereits Heinrich Heine tat -, was ein junger Mensch zu denken pflegt, nämlich gar nichts.

Und natürlich nicht nur wegen solchen Sätzen und Zitaten, sondern auch wegen der in ihnen ausgedrückten Alltagsbeobachtungen. Sollte jemals ein ähnliches Werk wie «Berlin oder so. Kleine Großstadtgeschichten», das ich neulich mit großer Freude gelesen habe, für die Hansestadt geplant sein, dann gehört der bosch da rein, aber so was von.
Hamburg oder so. Kleine Hansestadtgeschichten.

Hamburg, Internet, Literatur
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