eWalk – Elektronisch in die Röhre schauen

eWalk - Infoschlauch des BMAS
eWalk ist ein 17 Meter langer Infoschlauch, der ab morgen vom Bundesarbeitsministerium am Tag der Offenen Tür dem Publikum präsentiert wird und von selbigem durchschritten werden kann. Das blau und rot ausgeleuchtete und über einen Gang begehbare Informationszentrum mit mehreren Multimediaeinheiten zum aktuell stark diskutierten Thema „Rente mit 67“ verfügt zum Beispiel am Ende der Röhre über eine Kommentarkonsole, mit der die Besucher ein Foto von sich machen können und in die sie einen Kommentar eintippen können, der nach Moderation auf der Website des Ministeriums samt Foto freigeschaltet werden wird.

Screenshot zum Relaunch von bmas.de Vorgestern hat Staatssekretär Kajo Wasserhövel in Berlin vor Pressevertretern das Konzept des eWalk erläutert und gleichzeitig den für das Wochenende anstehenden Relaunch der Website des BMAS angekündigt, bei dem u.a. das von ihm geführte Blog generationenarbeit.de auf die Startseite wandern wird (verbunden mit seinem Versprechen dort wieder regelmäßiger zu bloggen).

Ich hatte vorgestern bei der Vorstellung von eWalk die Möglichkeit schon mal vor ab durch die Röhre zu wandern und bin sehr angetan von diesem Konzept. Während Messestände mit den üblichen Präsentationsfilmchen nicht unbedingt sehr einladend sind, zieht diese ästhetisch anspruchsvoll gestaltete Röhre mit ihren individuell abspielbaren Filmen sicher leichter die Leute in ihren Bann. Natürlich sind die Kommunikationsmöglichkeiten über das Kommentarmodul noch sehr gering, doch ist das ja vielleicht nur ein Anfang zu einer echten Bürgerkommunikation 2.0. Dass dazu mehr gehört als ein schöner, bunter Schlauch, wissen sicher auch die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BMAS. Aber ein Anfang ist gemacht und neben der Röhre gibt es ja dann auch noch ab morgen den Relaunch der Website bmas.de zu bestaunen. Schaut’s euch mal an.

Wer sich für die Veranstaltungen im Rahmen der Offenen Tage in den Ministerien interessiert, wird hier konkret für das Arbeitsminsiterium fündig, und findet einen allgemeinen Überblick aller Veranstaltungen vom 25. und 26. August auf einladung-zum-staatsbesuch.de

Internet, Politik

Reconquista: Google News in USA auf Spanisch

Google Noticias Als Liebhaber der spanischen Sprache, der zudem lange in Spanien und Mexiko gelebt hat, freue ich mich die ständig steigende Bedeutung des Spanischen in der Welt zu beobachten, vor allem auch auf dem Gebiet der USA. Die Rückeroberung von ehemals mexikanischem Gebiet, das der US-amerikanische Staat den Mexikanern einst für’n Appel und ’n Ei abgekauft hat, ist heute sozusagen eine Reconquista über die Sprache.

Selbstverständlich wird diese Rückeroberung nicht nur im Land selbst immer spürbarer, sondern auch im Netz. Etwa in einer facettenreichen und äußerst aktiven spanischsprachigen Blogosphäre und in immer mehr zentralen Netz-Diensten, die zunehmend auch in den USA auf spanisch angeboten werden. Über das neueste Beispiel dieser Entwicklung hat mich gerade eben ein Freund aus San Francisco informiert: Google-News gibt es nun auch für amerikanische Nachrichten in spanischer Sprache: Google Noticias.
Nicht zu verwechseln mit dem spanischen und mexikanischen Portal von Google News über die dortigen nationalen Nachrichten. Nein, Google News bringt spanischsprachige Meldungen zu US-amerikanischen News oder zu in den USA erscheinenden News über den Rest der Welt. ¡Muy bien!

Verbreitung Spanische Sprache Zum Begriff der Reconquista: wie man ihn auf der Iberischen Halbinsel versteht (christliche Rückeroberung der an die Araber verlorenen Gebiete), siehe auch den Wikipedia-Artikel Reconquista. Die Verbreitung der spanischen Sprache wird in dem Artikel Die Spanische Sprache erklärt, dem auch die nebenstehende Karte entstammt. 360 Millionen Menschen sprechen sie als Muttersprache, das sind damit 20 Millionen mehr als es englische Muttersprachler gibt. Den „Siegszug“ der spanischen Sprache macht die hellblaue Färbung, vor allem im Süden und Westen der USA, deutlich.

[via Achim per Mail. Danke für den Hinweis und Grüße nach California ;-)]

Internet, Spanisch

LitePost – die leichte Open Source Mailsoftware

LitePost [Update: Der hier vorgestellte Dienst existiert nicht mehr!] Psst, geheim, nicht weitersagen: Bei dem klasse Mailanbieter LitePost, einem schnörkellosen Service, der das Verschlagworten von E-Mails und sehr intelligente Suchroutinen im eigenen Mailbestand möglich macht, kann man sich nach der zunächst geschlossenen Betaphase jetzt für eine E-Mailadresse registrieren.

Wer die genialen Features von Google Mail schätzt, aber dem unaufhaltsamen Macht- und Funktionszuwachs des Softwareriesen aus Atlanta skeptisch gegenübersteht, der sollte mal LitePost ausprobieren.

Neben dem kostenfreien Mailhosting ist das Interessante an der LitePost-Software, dass sie auch als Open Source Software angeboten wird, das heißt man kann sie auf dem eigenen Server installieren und so einerseits die von Google Mail gewohnten Vorteile genießen (u.a. die geniale Gruppierungsfunktion, die mir oft den Überblick im Mailchaos erhalten hat), und andererseits die Nachrichten mit allen sensiblen Daten aber auf dem eigenen Server vorhalten.

Die Entwickler schreiben über den «Litepost Webmail Server»:

The very software that powers our webmail service can be installed on your own server. Ideal for small businesses and workgroups, the Litepost Webmail Server provides even more flexibility and security, as all of your messages reside on your own servers. This decentralized approach to email offers complete control to those organizations and individuals that need it.

Siehe hierzu auch den Artikel «Litepost Introduces Open Source Webmail Solution» im LitePost Blog.

[via Download Squad]

Software

ttt – Tatbestand Soziologie und anderes

Den an Kultur interessierten Lesern von Text & Blog brauche ich ja nicht zu erzählen, dass Titel Thesen Temperamente eine gute Kultursendung ist. Aber manchmal lohnt es sich ja darauf hinzuweisen, wenn besonders interessante Themen anstehen, wie etwa heute:

ttt befasst sich in dem Beitrag «Tatbestand Soziologie» mit dem vor zwei Wochen auch hier im Blog geschilderten Fall des Wissenschaftlers der Humboldt Uni Berlin, der unter Besorgnis erregenden Umständen unter Terrorismusverdacht festgenommen wurde. Siehe hierzu auch meinen Artikel «Forscher auf Verdacht in Untersuchungshaft».

Und alle Hamburgerinnen und Hamburger, die mit der Idee spielen, am 19. September 2007 auf die Lesung von Nicholas Shakespeare im Hamburger Literaturhaus zu gehen, dürften sich für den Beitrag «Paradies am Ende der Welt» interessieren, der den neuen Roman „Sturm“ des Autors aus Tasmanien behandelt, in dem dieser das Leben in einer paradiesischen Landschaft schildert.

Wem das noch nicht genügt,den lockt ttt mit einem Film über Paul Pott (den klassiksingenden Handy-Verkäufer, über die bezaubernde Jasmina Tabertabai, die zu ihren persischen Wurzeln zurückkehrt und über den litauischen Maler Samuel Bak, der als neunjähriges Kind im Ghetto von Wilna seine erste Kunst-Ausstellung hatte.

Hamburg, Literatur, Politik, TV
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