Max Frisch: Was ist der Sinn von Literatur?

Max Frisch wäre heute 98 Jahre alt geworden. Hier äußert er sich zum Sinn der Literatur:


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Was die Literatur macht, ist, dass sie dieser Herrschaftssprache immer eine Erfahrungssprache gegenüber setzt.

Siehe hierzu auch: «Die Angst, daß ich anhocke und ansteinere» (DIE ZEIT, 09.05.1986 Nr. 20):

In seinem Haus, das in einem abgelegenen südschweizer Tal liegt, hat Max Frisch einem Duzfreund, dem Übersetzer und Regisseur Philippe Pilloid, ein Marathoninterview von mehr als 20 Stunden gegeben. Frisch später: „Eine mühselige Striptease-Arbeit“. Aus den Videoaufzeichnungen entstand dieses rund zweieinhalbstündige Porträt und Selbstporträt des Schriftstellers, „Gespräche im Alter“. Gesendet wird der Film, der Frisch oft sehr überraschend als einen Autor zum Anfassen nahebringt, zu seinem 75. Geburtstag.

[via Lotree]

Literatur

Tratschtanten & Schnatterlieseln

hackrs Tratschtanten Markus Spath aka @hackr hat sich heute mal angeschaut, welches die kommunikationsfreudigsten unter seinen 211 Twitter-Followings (Menschen, denen er auf Twitter folgt) sind.

Er hat daraus eine TOP 20 der Tratschtanten (nach absoluter Zahl der Updates) und Schnatterlieseln (nach Tweets/Tag) generiert.

Ich aka @textundblog sehe meine guten vorderen Positionen in beiden – mit allerdings fragwürdigen Titeln belegten – Rankings durchaus als Ehre an. 😉

Bluesky

62. Filmfestival in Cannes

Wie eine Fliege einen verändert - ich in Cannes ;-) Wieder mal ein Jahr in dem ich leider schreiben muss: «Kann nicht nach Cannes». Wenn ich sehe, wie die Leute von Radio France sich in Cannes installieren und wenn ich zu Beginn des Spots die Melodie des großartigen Festivaltrailers höre, der vor jedem Film im Palais du Festival gespielt wird, bekomme ich ganz großes Heimweh nach dem wunderbaren Filmfestival an der Croisette, auf dem ich regelmäßig von 1995-2003 war:


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Wie bereits getwittert, wäre ich jetzt auch gerne in Cannes, weil dort mit Almodóvar, Coixet & Amenábar 3 Spanier an den Start gehen: La Costa Azul es española.

Auf dem Zwitscherkanal zur schnellen Verbreitung wichtiger Informationen habe ich ebenfalls kommuniziert, dass es einen Trost für uns Daheimgebliebene gibt: die hervorragende Berichterstattung des deutsch-französischen Kulturkanals arte: via Twitter, Web und TV (jeden Abend von 20-20:15 Uhr im arte Spezial Cannes) können wir das heute beginnende Festival bis nächsten Sonntag, den 24. Mai 2009, verfolgen.

Kino, TV, Video

Antonio Vega (1957-2009): La chica de ayer

Heute ist in Madrid mit nur 51 Jahren Antonio Vega gestorben. Mit seiner Gruppe Nacha Pop hat er 1980 einen der bekanntesten Pop-Songs Spaniens gesungen, «La chica de ayer»:


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El País zum Tode von Antonio Vega: «Fallece el músico Antonio Vega a los 51 años».

Die SZ verarbeitet die Ticker-Meldung wie folgt: «Spanischer Popstar Antonio Vega gestorben».

Update 13.5.09: Público.es: «Fallece de cáncer de pulmón el músico Antonio Vega».

Update II, 14.5.09: Eine lesenswerte Ergänzung gibt es seit gestern Abend auf Público.es zu lesen, wo es um die Einstufung von Liedermachern bzw. Cantautores als Poeten geht: «Músicos que escriben como poetas»:

Palabra y melodía. Un libro con letras de Antonio Vega ensalza su talla de escritor. Varios poetas debaten sobre la calidad literaria de los cantautores

Update III, 14.5.09: Enrique Bunbury (tributo a Antonio Vega)
«Una Decima de Segundo» – In Memoriam Antonio Vega (1957-2009):


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Musik, Spanisch

Yooouuutuuube zaubert Video-Wall

Yooouuutuuube - Videowall aus Kraftwerk: Autobahn

Es gibt sie immer wieder diese Tools: sie machen die Welt nicht unbedingt besser, selbige dreht sich auch weiter, wenn sie keiner entwickelt hätte, und doch macht es Spaß, sie auszuprobieren. Yooouuutuuube ist so ein Tool. Damit kann aus einem Youtube-Video eine Video-Wall gezaubert werden. Einfach Tags oder URL eingeben und staunen, zum Beispiel über das Video Autobahn von Kraftwerk.

[via Download Squad]

Software, Video

Stürmischer Segeltörn auf der Sigandor

Blick von der Sigandor auf die Landungsbrücken

Wir haben gestern einen Segeltörn gemacht, von dem es sicher nicht viel zu erzählen gäbe, wäre da nicht dieser Sturm gewesen. Die Bilder können natürlich nicht die Dramatik vermitteln, die wir an Bord erlebten, doch zeigen möchte ich sie hier schon, wäre mir beim Schießen der Fotos doch beinahe mein iPhone über Bord gegangen. Was für ein Glück wir hatten, wieder heil zurückzukehren, wird deutlich nach der Lektüre des Artikels «Segelboote kenterten – Heftiger Sturm fegte über Hamburg hinweg».

Herr Sparschäler und Frau Jekylla unter den Segeln an Bord: die Lage war ernst Bruder und Schwägerin sind zu Besuch in Hamburg. Da hab ich sie doch auf einen Segeltörn mit der Sigandor eingeladen, eine Fahrt im Zeichen der Fanräume. Frau Jekylla, samt Herrn Sparschäler und Sarahkiez und zahlreiche weitere Pauli-Fans waren auch mit an Bord. 19:30 Uhr ging’s los. Alle bester Laune, der Kapitän weist uns ein, aufblasbare Schwimminseln vorne, 60 Rettungswesten an Bord, auch wenn das Segelschiff 100 Jahre alt sei, werde nichts passieren und alles gut gehen. Der Wetterdienst habe eine kleine Überraschung angekündigt. Und vom Sandtorkai raus auf die Elbe kam uns erst die Polizei auf dem Polizeischiff abwinkenderweise entgegen und dann eine schwarze Wand am Himmel, die sich nicht nur über uns ergoß sondern heftigste Böen mit sich brachte. Aus den angekündigten 3-4 Windstärken wurden 3+4 Windstärken, also sieben! Windstärke sieben! Auf der Elbe und es gab erstmal kein Zurück. Anlegen wäre bei dem Sturm gar nicht möglich gewesen. Wir wurden komplett durchnässt, aber ich wollte trotz aller Dramatik an Bord das Ganze auch mit der Kamera festhalten. Und das hätte beinahe furchtbare Folgen gehabt.

Der Sturm zog auf, die Elbe wurde rau

Eine Böe drohte mir plötzlich die Mütze vom Kopf zu wehen und ich wollte sie durch raschen Griff retten. Dumm nur, dass mir bei diesem Reflex mein iPhone aus der Hand fiel. Nachdem ich es vor mir auf dem Boden nicht mehr sah, ging ein entsetzter Blick über die Reling. Ich wähnte es schon in den Fluten versinkend und überlegte nachzuspringen, bis mir eine rettende Stimme aus dem Hintergrund zurief, es läge noch an Bord. Das iPhone flog hinter mich und lag dort in den Seilen auf dem Boden. Puh, das ging noch mal gut. Auch die Fahrt ging gut, wir durften nach Abklingen des Sturmes noch einen Regenbogen bewundern und hatten bis 23 Uhr auch wieder Zeit, unsere klammen Kleider trocknen zu lassen.

Der Totenkopf am Mast, ein Törn im Zeichen des Fanräume-Projektes Alle Bilder bei Flickr. Lesenswert auch der Stimmungsbericht unseres Segelabenteuers bei Frau Jekylla: In poetischer Zurückhaltung hat sie den Titel «Die Höllenfahrt der Sigandor» gewählt. Ein stürmischer Törn, den die Teilnehmer jedenfalls nicht so schnell vergessen werden.

Foto, Hamburg
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