Joachim Gauck: Rede im Deutschen Theater


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Ich bin mir sicher, dass unser deutsches „Yes, we can“ das sächsische „Wir sind das Volk“ war. Ich bin so sicher, weil ich die Wirkung dieser Botschaft erlebt habe. Weil ich erfahren habe, welch unerwartete und ungeheure Kraft in den lange Unterdrückten noch steckte. Weil ich unter ihnen war, die sich staunend anschauten auf den Straßen und Plätzen unseres kleinen Landes: Bin ICH das? Sind WIR das? Sind wir tatsächlich so mutig? Damals setzten wir unsere Befreiung durch. Diese Erfahrung kann der Osten des Landes in die gemeinsame deutsche Geschichte einbringen und den Bewohnern im Westen unseres Landes schenken: Auch Deutsche können Revolution.

Den gesamten Text der Rede, die der überparteiliche Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Joachim Gauck, am 22. Juni 2010 im Deutschen Theater in Berlin gehalten hat, kann auch hier nachgelesen werden:
«Freiheit – Verantwortung – Gemeinsinn. Wir in unserem Staat».

Bin beeindruckt. Nehmt Euch trotz womöglich gestresster Zeitpläne die Freiheit und schenkt Euch 50 Minuten Joachim Gauck zuzuhören.

Eine Bundesversammlung, die am nächsten Mittwoch, dem 30. Juni 2010, diesen Mann nicht zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland wählt, wird das auch vor der Geschichte zu verantworten haben.

Update: Es gibt auch eine gute Aktion von Avaaz, bei der man eine Mail an die Mitglieder der Bundesversammlung (aus seinem Bundesland) schicken kann: Wählt den Präsidenten des Volkes.

[via Tillmann’s Posterous]

Politik, Video

Connected: A Declaration of Interdependence


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Ich glaube, auf diesen Film wird man sich freuen dürfen: «Connected – A Declaration of Interdependence»:

Combining powerful visuals, humor, animation, irony, and serious messages, Connected explores the visible and invisible connections between the major issues of our time — the environment, population growth, technology, human rights, and the global economy demonstrating how they are all facets of one larger picture. Following the filmmakers exploration of her own place in the world during a transformative set of circumstance in her life, Connected exposes the importance of personal connectedness in relation to understanding global conditions, ultimately showing how all of humanity is invested in todays crucial issues. More than a film about social issues, it is a work that speaks directly to empathy, social engagement, and what it means to be human in the 21st century. It reveals how the interdependence of people and forces lies at the core of our existence, and imagines what the world would look like if we lived in a way that acknowledged this reality.

2011 soll das Filmprojekt der Regisseurin und Webby Awards-Gründerin Tiffany Shlain (@tiffanyshlain) fertiggestellt sein. Alle Infos und weitere Links zu «Connected» auf: connectedthefilm.com.

[via eCuaderno]

Internet, Kino, Video

Bloggen vom iPad

Dies ist ein Test, wie gut es sich vom iPad aus bloggen lässt. Mit der WordPress-App war das ja auch schon vom iPhone aus möglich, und ich hatte das ab und an zum Bloggen von unterwegs schon genutzt. Jetzt wollte ich das aber mal vom iPad mit der sehr angenehm zu bedienenden Tastatur auf dem Touchscreen testen. Geht prima.

Damit das Testposting nicht ganz ohne weiteren Inhalt bleibt, und weil ich gerne auch den Bildeinbau ausprobieren möchte, hier hoch ein Screenshot, der zeigt wie großartig die Darstellung von mehreren zusammengehörenden Tweets auf Echofon Pro auf dem iPad ist. Ein kleiner bilateraler Dialog von drei Twitterati von heute Morgen:

Update: Da die Möglichkeit Fotos zu bearbeiten ein wichtiger Bestandteil des Bloggens ist, kommt mir dieses Posting im iPadMag sehr gelegen: Blogger-Apps für iPad.

Bluesky, Internet, Software

Mein iPad ist da – das Netz in der Hand (Teil 2)

Ein Paket, ein Paket… Heute ist mein am 24. Mai bei Apple online bestelltes iPad endlich angekommen. Ich hatte mich für die 32 GB-Version mit WiFi 3G entschieden. Um 10:40 Uhr wurde es von UPS angeliefert, da ich zu der Zeit in der Stabi brav meiner Arbeit nachging, waren die Nachbarn so nett, es für mich in Empfang zu nehmen. Martin war noch ganz aufgeregt vom Portugal-Spiel (So einen 7:0-Sieg gegen Nordkorea, das steckt auch ein ansonsten gemütlicher Bär nicht so leicht weg; fleißige T&B-Kommentar-Leser wissen, dass Martin Portugal-Fan ist). Und trotzdem war er natürlich auch neugierig, was sich wohl genau in dem Paket verbergen und was es denn mit dem heiß erwarteten Gerät auf sich haben möge. Zugeschaut und ausgepackt:

Hübsch verpackt ist es ja schon mal…Die Bildqualität portugiesischer Jubelposen auf dem iPad wird von Martin für gut befunden!

Martin liest den Spielbericht des 7:0 von Portugal auf ZEITonline

Ich muss das erst alles in Ruhe sortieren. Vom ersten Handling bin ich sehr wohl begeistert. Pro- und Contra-Argumente wurden ja schon in dem meiner Bestellung vorausgehenden Artikel «iPad: haben wollen or not haben wollen?» ausgetauscht. Dort gibt es auch gute Links zur Information zum Thema. Ausführlicheres aus persönlicher Sicht werde ich nachliefern, wenn ich mich besser eingearbeitet habe. Erstmal bin ich wie gesagt sehr angetan. Auch davon, wie mein Blog oder Twitter auf dem iPad aussehen. Als Twitter-Client habe ich mir Echofon Pro (siehe Software-Vergleich im iPad-Magazin) geleistet. War gleichzeitig meine erste fürs iPad gekaufte App (Kostenpunkt 3,99 €, fairer Preis für ein gutes Programm).

Ach, ich bin erst mal nur begeistert. Gewissen Parallelen stellen sich ein zum 27. November 2008. Daher auch der Titel dieses Postings. Damals schrieb ich:
Mein iPhone ist da – das Netz in der Hand.

Allgemeines, Internet

Zurück in die Zukunft: Gadgets von heute beworben im Stil der 70er

alt/1977: we are not time travelersalt/1977: we are not time travelers

Alex Varanese (San Francisco) ist auf die geniale Idee gekommen, eine Zeitreise zurück in die 70er anzutreten und vier Gadgets von heute (Handy, Laptop, MP3-Player, Spielkonsole) mit zu nehmen, für die er Werbekampagnen im Stil der 70er entwickelt:

What would you do if you could travel back in time? […] I’d […] grab all the modern technology I could find, take it to the late 70’s, superficially redesign it all to blend in, start a consumer electronics company to unleash it upon the world, then sit back as I rake in billions, trillions, or even millions of dollars.

I’ve explored that idea in this series by re-imagining four common products from 2010 as if they were designed in 1977: an mp3 player, a laptop, a mobile phone and a handheld video game system. I then created a series of fictitious but stylistically accurate print ads to market them, as well as a handful of abstract posters (you know, just for funsies).

Unbedingt anschauen: Geek-Kunst als gestalterische Poesie:
«alt/1977: we are not time travelers».

[via ALT1040]

Foto, Webdesign

Zeit online kürt meinen WMTweet

Zeit online kürt meinen WMTweet

Zeit online hat auf Twitter eine nette Aktion mit Namen WMTweet laufen. Sie prämieren den besten Spielbericht bzw. Kommentar zum Spiel in 140 Zeichen auf der Seite WMTweet. Heute Morgen hat @zeitonlinesport verkündet, dass mein Tweet von gestern Abend zum Spiel Kamerun – Dänemark gewonnen hat. Das war ja wirklich eines der besseren Spiele bei der WM bisher und ich freue mich – nachdem ich es beim Spiel Argentinien- Nigeria schon mal zu einer lobenden Erwähnung gebracht hatte – über die Auszeichnung.

Welcher Tweet der beste zu jeder Partie war, erfährt man durch Klick auf das Spiel auf der Übersichtsseite WMTweet. Wer bei den folgenden Spielen noch mitmachen möchte, hänge an seinen Tweet einfach den hashtag (#wmtweet) an.

Bluesky, Fußball

Schöner Artikel zu Twitter im Tagesspiegel

Twitkrit Sehr schöner Artikel über Twitter von Astrid Herbold, die sonst immer so über das Internet schimpft ;-).
Twitkrit und unser im Spätsommer im PONS-Verlag erscheinendes Twitter-Buch kommen auch drin vor:

Trotzdem beginnt sich um den literarischen Zirkel eine kleine Infrastruktur anzusiedeln. Auf der Seite twitkrit.de bespricht ein eingefleischtes Trüppchen täglich die besten Tweets, man hat auch schon Textsammlungen auf Lesungen vorgestellt. In Berlin trifft sich die Szene regelmäßig zum Austausch. Und im Herbst erscheint im Pons-Verlag ein erstes Buch: „Twitter – Das Leben in 140 Zeichen. Wahre und kuriose Tweets aus dem Web.“

Mit dem Schritt zum Buch knüpfen die Twitterautoren endgültig an ihre Vorgänger an…

Weiter im Tagesspiegel: «Twitter: Sternzeichen Plaudertasche» – Nicht vom Titel abschrecken lassen, die Autorin hat Twitter wirklich verstanden und stellt zutreffende Teilaspekte wahrheitsgemäß und nachvollziehbar dar!

Artikel, Bluesky, Literatur

Gemeinsamer Journalismus – Die neue Nähe zwischen Lesern und Redaktion

War ’ne gute Sendung heute Morgen. Überhaupt ist die Reihe ZEIT Online-Talk auf DRadioWissen jeden Samstag von 11:05-12 Uhr (oder im Anschluss als Podcast) sehr informativ.

Heute ging’s um Prozess-Journalismus, also um einen gemeinsamen Journalismus mit neuer Nähe zwischen Lesern und Redaktion. Ein Prozess, der bei vielen Medien noch in den Kinderschuhen steckt, aber der schon, so wird auch im Programm aus der journalistischen Praxis geschildert, erstaunliche Früchte trägt und viel versprechende Perspektiven aufzeigt:

Das Internet bietet für Redaktionen und Konsumenten neue Formen des journalistischen Angebots, die den Inhalt und die Darstellung von Informationen und Nachrichten verändern. Nicht mehr nur der Journalist ist Informationslieferant, sondern auch der Nutzer wird über Social-Media-Angebote selbst zur Quelle. Wie sich diese Veränderung auf den Produktjournalismus auswirkt, diskutiert Markus Heidmeier mit Julia Hildebrand (Deutsche Welle), Ulrike Langer (Medienjournalistin), Sebastian Horn (Zeit Online) und Lorenz Matzat (Politikwissenschaftler und Medienpädagoge).

Unbedingt reinhören, sehr gute Sendung:

[flash]http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/06/19/drw_201006191105_zeit_online_talk_prozessjournalis_f1fdfc62.mp3[/flash]

Gerade weil es darum ging, dass die Involvierung von Social Media auch eine Chance für den Journalismus darstellt, wollte Moderator @markusheidmeier dies auch in der Sendung vorführen und Fragen bzw. Anregungen der Hörer in die Sendung integrieren. In seiner Not, dass Userfragen ausblieben, hat er meinen getwitterten Kommentar zur Sendung (s.u.) in eine Frage umfunktioniert, die Community-Redakteur Sebastian Horn (aka @herrhorn) von Zeit Online die Gelegenheit gab, seine zuvor schon geäußerte Aussage noch einmal zu wiederholen. 😉

Seb. Horn ber. auf @DRadiowissen daß für Journalisten v. @zeitonline der Moment d.Veröffentl. wichtiger wird, wg dir.Feedback d. Kommentare!Sat Jun 19 09:20:14 via TweetDeck

Bluesky, Internet, Politik, Radio
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