John Lewis Weihnachts-Spot 2012 – oder The Power of Werbung

http://youtu.be/0N8axp9nHNU

Gut gemachte Werbung schau ich mir immer gerne an. Selbst wenn ich nicht hinter der Botschaft stehe, dass weihnachtliche Liebesbezeugung im Konsum enden muss. Traumhaft schöner Spot, den man bei uns auch jenseits der beabsichtigten Botschaft sehen kann, möglichst viele Weihnachtseinkäufe beim britischen Warenhaus John Lewis zu machen.

Der Song, den wir hören, ist ein Cover des Frankie Goes to Hollywood Songs ‚Power of Love‘, gesungen von der 20-jähigen Britin Gabrielle Aplin, die es nach 12 Millionen YouTube-Aufrufen zu einem Plattenvertrag bei Parlophone Records gebracht hat.

[via esse est percipi]

Video

China: Veränderungen einer Weltmacht hinter verschlossenen Türen

Summer Sky in Shanghai
Foto: Summer Sky in Shanghai, Stuck in Customs auf Flickr (CC BY-NC-SA 2.0).

In den vergangenen Tagen haben wir uns (fast) alle mit dem Ausgang der Wahlen in den USA befasst, aber kaum mit den anstehenden Veränderungen in der politischen Führung Chinas. Irgendwie ein seltsames Ungleichgewicht, wenn man bedenkt, wie wichtig auch die Veränderungen im Osten sind. Klar, über die anstehenden Änderungen in China wird ja auch mehr gerätselt, als dass Fakten bekannt wären. Um so interessanter, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Zwei Tipps dazu:

Christian Geinitz weist in der FAZ darauf hin, dass beide Länder trotz der ungleichen „Wahlen“ dennoch vor ähnlichen Aufgaben stehen: beide müssen soziale Gräben überwinden, das Geld zusammenhalten und die Wirtschaft neu ausrichten:

Die Vereinigten Staaten und China, die mächtigste und die zweitmächtigste Volkswirtschaft der Welt, entscheiden in diesen Tagen über ihre neue Führung. In Washington wurde am Mittwoch Präsident Barack Obama wiedergewählt, in Peking tagt derzeit der Parteitag der regierenden Kommunisten, um das Spitzenpersonal für die kommenden zehn Jahre zu bestimmen. Es gilt als sicher, dass Xi Jinping der neue Partei- und Staatschef wird, Li Keqing dürfte zum Staatsratsvorsitzenden erkoren werden, so heißt hier der Regierungschef. Das Gespann löst Hu Jintao und Wen Jiabao ab, die ihre Ämter nach zehn Jahren abgeben.

Weiter lesen in der FAZ: Amerika und China – Gemeinsam am Pazifik.

Der zweite Tipp ist wieder mal eine Folge von hr2 der Tag, den Podcast (werktägliche Livesendung 18:05-19h), den ich euch hier immer wieder nur ans Herz legen kann. In der Folge von Donnerstag ging es auch – und wie immer sehr gut von verschiedenen Seiten ausgeleuchtet – um China: «Erfolgreich und ungeliebt – Machtwechsel in China»:

Heute beginnt in China eine gewaltige Umtauschaktion. Fast die gesamte politische Führung wird ausgewechselt, also politisches Nippes entsorgt. In China passiert das hinter den verschlossenen Türen eines Parteitags und wahrscheinlich werden allen vorher die Handys abgenommen. Es darf ja nichts unzensiert nach außen dringen. Hysterischer als ohnehin schon versucht die kommunistische Führung, alle Informationen zu zensieren.

Die Sendung kann hier nach gehört werden. Dauer: knapp 52 Minuten. Sehr lohnenswert:

http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/derTag/derTag_20121108.mp3

Artikel, Politik, Radio

Einsicht in Gleitsicht – in Treue zu Transitions

Kann so nicht weiter gehen: Twittern über den Brillenrand
Originalfoto von Joe Meyer am 1.9.2012 vor dem 2:1-Sieg des FCSP gn Sandhausen.

Es kann ja nicht angehen, dass ich zum Twittern, Lesen und Arbeiten am Rechner immer über die Brille schauen muss. Eine Gleitsichtbrille muss her und heute ist endgültig die Entscheidung gefallen.

Nach dem Wochenmarkt-Einkauf bin ich heute zum Optiker meines Vertrauens marschiert. Und zwar zu dem traditionellen Wandsbeker Optikerhaus Kelb, wo ich bereits im August 2010 meine aktuelle Brille gekauft hatte. Seinerzeit vorgestellt im Artikel Die neue Brille ist da – mit den Transitions-Gläsern. Damals hatte ich mich noch gegen Gleitsichtgläser gewehrt, wegen dem mittlerweile als unsinnig betrachteten Argument, dass ich doch mit 44 noch gar nicht so alt sei, um schon auf Gleitsicht-Brille um steigen zu müssen. Aber es hat ja keinen Zweck, die Realität nicht zu akzeptieren. Seit einem Jahr nervt es mich zusehends, dass ich im Nahbereich keine Brille mehr brauche bzw. die auf der Nase sitzende beim nahen Sehen hinderlich ist. Zum Lesen oder beim Arbeiten am PC (90 % meiner Arbeitszeit) ziehe ich sie aus. Aber schon beim TV-Schauen und gleichzeitigen Twittern/Recherchieren am iPad wird es kritisch. Bei Vorträgen sehe ich entweder nur noch mein Publikum oder meine Notizen. Beides geht nicht mehr oder nur noch mit schwierigen Verrenkungen. Also, Eitelkeit hintangestellt und pro neue Brille entschieden. Längst überfällige Einsicht in Gleitsicht.

Und dieses gut Stück wird es werden: Eine Oakley Deringer in Satin Black. Bei gut aussehenden Menschen schaut sie in etwa so aus:

Meine nächste Brille: Deringer von Oakley

Wie sie bei mir aussehen wird, seht ihr dann im Dezember, hust. Da meine gewünschte Farbe vor Ort nicht vorhanden war, muss sie erst beim Hersteller in Italien bestellt werden. Bis sie kommt, dauert es 10 Tage. Nochmal 10 Tage braucht es dann für die Anfertigung der Gläser. Und die werden ganz passgenau zum Gestell und zu meinen persönlichen Maßen angefertigt. Selbstverständlich habe ich mich wieder für selbst-tönende Transitions-Gläser entscheiden, wie schon seinerzeit von Radrennsport-Experte Herrn Sparschäler empfohlen. Als ich heute beim Optiker die Transition-Story erwähnte, meinte er, die Oakley-Brille sei auch das Modell der Wahl von Lance Armstrong gewesen. Ehe die Marke den Sponsoren-Vertrag mit ihm aus nachvollziehbaren Gründen aufgekündigt hatte. Aber Armstrong hat mit meiner Entscheidung nun wirklich überhaupt nichts zu tun. Deshalb folge ich auch nicht dem Boykottaufruf von Oakley-Brillen. 😉

Gut, dass es also noch etwa drei Wochen dauert, bis die neue Brille fertig sein wird. Die Angelegenheit wird nämlich nicht ganz preiswert, Qualität hat nun mal ihren Preis. Und so lange kann ich schon mal eisern sparen.

Foto

Tweet der Woche: Erbarme, die Hesse twittere

Tweet der Woche Rein numerisch ist vielleicht dies der Tweet der Woche (zur Zeit immerhin 804.308 Retweets und 289.630 Favorites), aber viel beeindruckender ist jene Wiesbadener Mundarttwitteratur, die Dr. Huckonius Haas alias @HuckHaas letzte Nacht zum Besten gab. Das ist der wahre «Tweet der Woche» – statt «Four more years» eines wiedergewählten Präsidenten, historische Worte eines anerkannden Disainähs:

Tweet der Woche von @HuckHaas

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur

November in Hamburg: Zauberhafte Farben statt Tristesse


Update 12.11.2012: Vier Tage später, (fast) an der selben Stelle:

Da sage noch einer, der November sei ein trister Monat, der nur Nebel, Regen und die Farbe Grau kenne. Beide hier zu sehenden Bilder wurden in diesen Tagen in Hamburg aufgenommen, jeweils heute und vorgestern auf meinem morgendlichen Weg zur Arbeit, vorbei an Planten un Blomen. Was ich jedem nur empfehlen kann: unbedingt auch mal zu dieser Zeit die weitschweifigen Parkanlagen im Herzen der Hansestadt besuchen, denn gerade im November verwandelt sich – wie schon einmal berichtet – Planten un Blomen in einen herbstlichen Zauberwald.

Foto, Hamburg

Michael Stephens: «Learning Everywhere» (Vortrag & Folien)

Michael Stephens „Learning Everywhere“ from Zukunftswerkstatt on Vimeo.

Wer Michael Stephens – so wie ich – bei seinem Vortrag am 26.10.2012 an der TU Hamburg Harburg verpasst hat, kann es hier nachholen und seinen auf- und ausgezeichneten Vortrag Learning everywhere nachschauen.

Hier noch die Folien:

Von Michael Stephens, dessen Arbeit ich sehr schätze, war hier schon einmal die Rede und zwar anlässlich seines Besuches in der Stabi: Michael Stephens: Bibliotheksangebote nutz(bar mach)en.

Informationskompetenz, Literatur

Grant Gee: Joy Division

http://youtu.be/Nx6s8m1sR0o


(Da die ARTE-Mediathek den Film noch nicht frei gegeben hat, hier die Originalversion mit frz. UT. Update: Nun ist auch die deutsche Version in der Mediathek zu sehen, s. unten.)

Man kann ARTE nur dankbar sein für die deutsche Erstausstrahlung von «Joy Division». In dieser großartigen Dokumentation gibt es bisher nie gezeigte Liveaufnahmen, persönliche Fotos und Interviews mit den Ex-Mitgliedern von Joy Division zu sehen. Regisseur Grant Gee hat, angeregt durch Anton Corbijns Film «Control», die überlebenden Joy Division-Mitglieder vor die Kamera geholt. Nochmal zu sehen in der Wiederholung am 11.11.2012 um 02:35 Uhr oder hier in der ARTE-Mediathek:

Die mittelenglische Stadt Manchester in den 70er Jahren: leere Fabrikhallen, Industriebrachen und Trostlosigkeit prägen das Stadtbild. Es ist eine Zeit der Rebellion, der Subkultur und des Punks. Nach einem Konzert der Sex Pistols im Jahr 1977 gründen vier junge Männer die Band Joy Division und machen mit ihren exzentrischen Auftritten schnell von sich Reden.

Der Musikmanager Tony Wilson sagt einmal über die Band: „Alle anderen Bands standen auf der Bühne, um Rockstars zu werden und im Showbusiness dabei zu sein. Nicht so Joy Division – sie hatten verdammt noch mal keine andere Wahl.“

Vor allem Frontmann Ian Curtis fasziniert das Publikum. Er geht deutlich weiter als andere Sänger. Während seiner zuckenden wie ferngesteuert wirkenden Auftritte scheint er wie in einer anderen Welt zu sein. Die Landschaften, die Curtis in seinen Texten besingt, sind seine inneren. Obwohl Joy Division schon nach drei Jahren durch den Selbstmord von Ian Curtis ein trauriges Ende findet, ist ihr Einfluss auf die Musikkultur auch nach über 30 Jahren ungebrochen.

Der Filmemacher Grant Gee setzt der Punkband mit seinem Film „Joy Division“ ein dokumentarisches Denkmal. Sein Film ist nicht nur eine beeindruckende Band-Dokumentation, sondern beschreibt auch die Atmosphäre im Manchester der 70er Jahre.

(Großbritannien, 2007, 96mn)

Kino, Musik, TV, Video

Tweet der Woche: Menschen die auf Smartphones starren

Tweet der Woche Unterwegs auf den Gehsteigen, stationär in Warte-Zimmern und -schlangen, oder auch im öffentlichen Personennahverkehr sieht man sie immer öfter: Menschen die auf Ziegen Smartphones starren. Vielleicht ist es euch auch schon aufgefallen: Der gemeine Ins-Mobile-Endgerät-Starrer, nicht zu verwechseln mit dem konzentrierten E-Reader-Leser, macht dabei häufig nicht den freundlichsten Eindruck. Dem guten @bebal, einem aufmerksamen Beobachter seiner Umgebung, ist das auch schon aufgefallen. Zurecht moniert er im «Tweet der Woche»:

Tweet der Woche von @bebal

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

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