Arte zeigt wieder «Der lange Weg der Hoffnung»

Zur Zeit gibt es auf Arte wieder mal einen von mir aus dem Spanischen übersetzten Film zu sehen, über den ich schon zur Erstausstrahlung gebloggt hatte: «Der lange Weg der Hoffnung». Und genau wie damals, war es auch dieses Mal Christian Hauschke, der mich in den Kommentaren hier im Blog auf die Ausstrahlung hinwies. Er scheint Arte im Dauerbetrieb zu schauen. Kann ich gut verstehen, bei der Qualität des Senders. 😉

In der Nacht der Ausstrahlung gab es vorgestern auch nettes Feedback auf Twitter, über das ich mich natürlich sehr gefreut habe:

Eine schöne Erinnerung an meine Zeit als Freiberufler, die ja in diesem Monat mit Antritt meiner Vollzeitstelle und des Studiums zu Ende gegangen ist. Zurück bleibt eine Website, die ich aus archivarischen Gründen natürlich im Netz stehen lasse: Text & Web.

Wer obigen Film nicht in der Mediathek, sondern am TV sehen möchte, hat am Donnerstag, den 25.10. um 14:25 Uhr, oder am Samstag, den 3.11. um 12:30 Uhr, Gelegenheit dies zu tun oder ihn aufzuzeichnen. Ein harter Film, den es aber lohnt, sich anzuschauen.

Spanisch, TV, Übersetzen

Tweet der Woche Doppelpunkt

Tweet der Woche Wer mit Siri und anderen Tools zur automatisierten Spracherkennung arbeitet, macht früher oder später die lustige Erfahrung, dass Siri das Gesagte nicht immer wie gewünscht interpretiert. Ich sage nur Karl Mexiko oder Pott Castor. Oder Siri-Nutzer stellen fest, dass die eigene Sprache Gefahr läuft, durch den regelmäßigen Siri-Einsatz verändert zu werden. Auch dann, wenn die im mobilen Endgerät zur Verfügung stehende Sprachbegleitung gar nicht verwandt wird. So ist es auch @iKesro, der Autorin des «Tweets der Woche», ergangen:

Tweet der Woche von @ikesro

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur

Sigur Rós: «Fjögur píanó» – Am Anfang war der Teig

Sigur Rós: Fjögur Píanó from Sigur Rós Valtari Mystery Films on Vimeo.

Es gibt Musik, auf die man nicht – oder nur sehr schwer – tanzen kann, die aber trotzdem großartig ist. Sigur Rós gehört für mich dazu. Besonders schwer stelle ich mir die tanzende Bewegung auf diesen Song vor. Auch wenn die mit Teig (?) hantierende Figur im Video vormacht, wie es aussehen könnte. Laut Aussage der für die Realisierung verantwortlichen Regisseure Anafelle Liu, Dio Lau und Ken Ngan handelt es sich dabei um eine Figur, die sich selbst erschafft:

“skinned is a restless self sculpturing of one’s body. it is a glimpse of the corporeal unconscious, forever trapped in lacan’s double sided mirror.” (zitiert nach Consequence of sound)

Sigur Rós: «Fjögur píanó»

Musikalisch nicht so der Brüller, wenn ich ehrlich bin. Aber künstlerisch dann doch irgendwie recht beeindruckend. Teigverarbeitender Schöpfungsprozess, getanzt als stellenweise zur Landkarte mutierender Körper. Nun denn. Schaut’s euch halt mal an.

Meine Begeisterung für Sigur Rós hab ich schon in den Artikeln Ég anda, Ekki múkk, Island, Takk und – zum ersten Mal 2006 – Hurricane Festival auf arte zum Ausdruck gebracht.

[via ALT1040 (Infos auf spanisch) & Consequence of Sound (englisch)]

Musik, Video

Natural Phenomena – Spektakel Erde in Stopmotion

Natural Phenomena – VideoSapien from Reid Gower on Vimeo.

Humans are part of the natural order. We’re risen apes that acquired language and learned to use tools. Skyscrapers and spacecraft may seem unnatural, but they’re just as much a part of the natural order as beaver dams and bird nests. Boring electrical lines hint at the energy solution of a mammalian species. Open your eyes to the world you’ve grown accustomed to, and rejoice in the fact that you can participate in the human project.

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, kann überall Faszinierendes entdecken, sei es in der Natur oder im urbanen Raum. Sei es an berühmten Plätzen der Welt oder in verlassenen Ecken. Sei es im Staunen über gigantische Größen oder im Entdecken von winzig Kleinem hinter versteckten Gräsern. In 5 Minuten durch die Welt fliegen kann man mit diesem faszinierenden Stopmotion-Film des kanadischen Filmemachers Reid Gower, der ein halbes Jahr dafür rund um den Globus gedreht hat. Lange nichts mehr so Beeindruckendes gesehen. Bitte gut anschnallen und Play drücken, der Film rockt.

[via ALT1040]

Video

Über die Motivation zu Bloggen und die Bedeutung von Lesern, Kommentaren und Links

Perlentaucher 15.10.2012

Für wen schreibe ich dieses Blog? Natürlich für meine Leserinnen und Leser. Aber auch für mich. Die Situationen, in denen ich hier selbst Geschriebenes nachschlage, haben sich nachvollziehbarer Weise in den vergangenen fast acht Jahren gehäuft. Ich kenne naturgemäß nicht alle Menschen, die hier mitlesen, viele aber schon, und es freut mich, dass jeden Tag bekannte und unbekannte Menschen – Familie, Freunde, Online-Bekannte – hier her (zurück-) kommen, um zu lesen, was ich veröffentliche und manchmal auch Kommentare zu hinterlassen. Diese Kommentare halten nicht nur meine Motivation aufrecht, hier weiter zu schreiben, sondern bereichern das Blog ungemein. Echt jetzt.

Zum Thema Motivation gehört es auch, dass ich mich immer freue, wenn von Anderen auf hier Geschriebenes hingewiesen wird. Mündlich, schriftlich, in sozialen Netzwerken oder auf anderen Websites. Dass dies heute im Perlentaucher geschah, den ich selbst sehr gerne lese und dem ich über Jahre hinweg unzählige Tipps verdanke, freut mich natürlich ganz besonders. In Kooperation mit Spiegel Online erscheint der Perlentaucher auch auf deren Seite. Und so stand dort heute – in der Rubrik «Aus den Blogs» – ein Hinweis auf meinen Umberto-Eco-Artikel:

Bei Markus Trapp stoßen wir auf den Hinweis auf einen offenbar sehr sehenswerten arte-Porträtfilm über Umberto Eco, der noch für wenige Tage in der Mediathek steht.

Falls das mal gelöscht – sprich: depubliziert – wird, hier noch der Bildbeweis im Screenshot: 😉

Perlentaucher - Hinweis auf meinen Eco-Artikel in 'Aus den Blogs'

Wenn dadurch ein paar Menschen neu auf das Blog aufmerksam wurden, und ab und an nochmal hier vorbeischauen, freue ich mich ebenso, wie über die Treue der bisherigen Leserschaft. Danke. Echt jetzt.

Artikel, Internet

Barry Ryan: Zeit macht nur vor dem Teufel halt

http://youtu.be/3Rv3vtvycPk

Ein wirklich sehr sonderbares, beinahe surreales Video, aufgenommen in den Siebzigern auf einem Provinz-Bahnhof in Baden-Württemberg (im Baden-Badener Stadtteil Baden-Oos). Und was für ein Liedtext:

Zeit macht nur vor dem Teufel halt
denn er wird niemals alt
die Hölle wird nicht kalt.
Zeit macht nur vor dem Teufel halt
heute ist schon beinah‘ morgen.

Alternativ kann man sich auch die Auftritte von Barry Ryan in der Hitparade und in Ilja Richters disco 72 anschauen. Sein größter Hit war der von seinem Zwillingsbruder Paul geschriebene Song «Eloise» (1968):

1969 war er als Starschnitt in der Bravo zu haben. In der Wikipedia ist nachzulesen, dass er ein paar Jahre später aufhörte als Sänger aktiv zu sein und sich 1978 ins Privatleben zurückzog. Später machte er als Fotograf auf sich aufmerksam, seine Fotos schafften es sogar in die National Portrait Gallery in London und ins Museum of Modern Art in New York. Schade, dass seine Website barryryan.net zur Zeit offline ist. Ein paar Versionen der Website sieht man bei archive.org, mir gefällt zum Beispiel dieses Porträt-Foto. Hier kann man ein deutsch übersetztes Interview mit Barry Ryan von 1989 sehen, indem er von seinem Schritt weg vom Schlager hin zur Fotografie berichtet.

Hätte ja nicht gedacht, dass ich in meinem Blog mal die BUNTE verlinken würde, aber hier passt es sehr gut. Im Interview unter dem Titel «Was macht eigentlich Schlager-Urgestein Barry Ryan?» gesteht er: «Meine Kids hassen meine Musik».

Am 24. Oktober wird der im obigen Video auf dem Bahnhof in Baden-Oos zu sehende junge Mann 64 Jahre alt. Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt.

Musik, Video

50 Jahre Dam da da dam da dam da dam …Bonanza

Heute vor 50 Jahren, am 13. Oktober 1962, war in deutschen Wohnstuben zum ersten Mal die berühmte Titelmelodie „Dam da da dam da dam da dam … Bonanza“ zu hören. Die ARD begann mit der Ausstrahlung der Western-Serie rund um die Cartwrights, Vadder Ben und seine Söhne Hoss, Little Joe und – dessen Schauspieler als letzter des Quartettes 2010 starb – Adam (Foto von 1959) und stellte sie nach 10 Folgen wieder ein, weil angeblich zu brutal. Kann man sich heute kaum mehr vorstellen, dass das biedere Programm zu brutal gewesen sein soll. Das ZDF übernahm die Ausstrahlung 1967 und zeigte die Serie bis 1973. Insgesamt wurden 430 Folgen gedreht.

Hier als Beispiel ein ganze Folge – von Herrn Unverlierbar auf G+ aufgetrieben: Tod in Mexiko:

http://youtu.be/4nESrWqXG2s

Heute Morgen war auf DRadio Kultur ein guter Beitrag dazu zu hören, wo vor allem auch auf die Bedeutung der Musik für den Erfolg der Serie eingegangen wurde:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/10/13/drk_20121013_0639_07069675.mp3

Auf Twitter haben wir uns heute über Bonanza unterhalten. Ausgehend von meiner Vorstellung, mit wem aus der FCSP-Bezugsgruppe ich die Serie wohl heute besetzen würde:

Herr Quotenrocker, dem ich die Rolle des Adam durchaus zutraute, wollte gleich wissen, wo denn seine Evas seien. Aber da mussten wir Herrn Quote enttäuschen, denn bei Bonanza spielen die Frauen nur Nebenrollen. So auch nachzulesen im heutigen Artikel zum Bonanza-Jubiläum im Volksfreund:

Die Ponderosa, das war eine Männerwelt, in der Frauen nur eine Nebenrolle spielten. Die hilfsbedürftigen weiblichen Geschöpfe durften den Cartwright-Söhnen zwar ab und zu den Kopf verdrehen – aber spätestens zum Ende der Folge erlagen sie einer Krankheit oder zogen in unerreichbare Ferne und hinterließen nur gebrochene Herzen. Diese verheilten aber schnell, eine Wirkung über die aktuelle Folge hin aus hinterließen sie nie.

Bei Bonanza beschäftigen sich die Männer lieber mit sich selbst, wie diese Szene schön zeigt: 😉

Musik, TV

Tweet der Woche: Herbst-Tweet von @percanta

Tweet der Woche Frühling, Sommer, Herbst und Winter bringen ihre eigenen Tweets zum Vorschein. Vor allem in den Zeiten des Übergangs von einer Saison zur anderen. Twitter eignet sich trefflich, jahreszeitbedingt aus dem Alltag zu berichten. Den Wechsel der Jahreszeiten erkennt man zum Beispiel am Licht, wie heute morgen von mir auf dem Weg zur Arbeit getwittert. Oder – davon wissen vor allem Eltern kleiner Kinder zu berichten – an den je nach Jahreszeit unterschiedlichen Funden in der Waschmaschine. Niemand bringt das besser – und in geradezu poetischer Knappheit – auf den Punkt als @percanta, die Mutter des kleinen B.; im «Tweet der Woche» so zu lesen:

Tweet der Woche von @percanta

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur
Buchseite 154 von 606
1 152 153 154 155 156 606