Was für ein wunderbarer Frühlingstag in Hamburg und ganz offenbar in ganz Deutschland. Geschätzt 1,8 Mio. Menschen haben den heutigen Tag in der Hansestadt am Elbstrand verbracht. Einer ist trotz Traumwetters im wunderschönen Wandsbek geblieben und hat sonnengeblendet größtenteils zuhause und – um wenigstens mal etwas ‚raus zu kommen – auch ein gutes Stündchen am Wandsbeker Mühlenteich seine Masterarbeit vorangetrieben.
In etwas mehr als einem halben Jahr werde ich mein insgesamt zweijähriges Masterstudium hoffentlich beendet haben und wieder etwas mehr Freizeit haben. Ich freu‘ mich schon drauf. 😉
Wer auf Twitter unterwegs ist, kommt früher oder später beim Auffinden guter Tweets in den Gewissenskonflikt: soll ich den jetzt faven oder retweeten? Welche Auswirkung das Ergebnis dieser Überlegung hat, ist in dieser Woche von @Matt_Wagner derart drastisch auf den Punkt gebracht worden, dass in Zukunft jedem klar sein dürfte, was zu tun ist:
Den Album-Empfehlungen von Agent Dexter folge ich mittlerweile (fast) blind. Weil er mich noch nie enttäuscht hat. Neuestes Beispiel: das am 7. März erscheinende neue Album von Reptile Youth:
Rivers that run for a sea that is gone.
Warum das Album so gut ist, könnt ihr durch rein hören erfahren, oder bei Dexter nachlesen: Sehr sehr geil!
Vor ein paar Tagen schon auf Twitter geteilt. Weil ich befürchte, dieses wunderbare Video irgendwann nicht mehr zu finden, hier nun im Blog. Es handelt sich offenbar um ein ganz eigenes Genre auf YouTube.
Auch Boxer – ich liebe Boxer, denn ich bin mit einem groß geworden – essen gerne am Tisch. Hunde bei menschlichen Aktivitäten wie Essen oder Telefonieren am Tisch. Ein schlichter Humor, der mich ungeheuer anspricht. 😉
Meine 19. Berlinale war vielleicht die anstrengendste. Und das nicht, weil ich während des Festivals auch noch 2 Tage Masterstudium zu absolvieren hatte. Nein, wegen des täglichen Anstehens am frühen Morgen (90-120 Min., davon den größten Teil auf der Straße und somit in der Kälte) für die Karten des Folgetages, das schlaucht auf Dauer. Danach täglich 5-6 Filme. Schlaf pro Nacht auf selbige Anzahl Stunden reduziert. In die Hansestadt reise ich deshalb für gewöhnlich als bildüberfluteter Zombie zurück. Aber gelohnt hat sich das Festival allemal. Once again. Von den 46 Filmen, die ich aus Wettbewerb, Panorama, Forum, Generation14+ und Retro sah, stelle ich die zehn vor, die mich am meisten faszinierten, und von denen ich euch wünsche, dass ihr sie im Kino sehen könnt.
Vor den Filmen noch der heimliche Gewinner des Festivals: der nach drei Jahren aufwendiger Renovierung wieder eröffnete Zoo Palast:
Er hat seine 80er-Jahre West-Berliner Plüschigkeit bewahrt und wurde mit feinster Ton- und Bildtechnik ausgestattet. Ein Kino-Genuss ganz unabhängig vom Film, den man dort sieht. Die Sessel sind so bequem, dass ich Angst hatte, im gleichen Moment, in dem ich in einem von ihnen versank, sofort einzuschlafen. Aber nein, ich blieb wach und sah dort gute Filme. Einmal davon sogar in Begleitung einer treuen Text & Blog-Leserin – danke nochmals an dieser Stelle für die nette Gesellschaft.
So, nun aber zu den Filmen (Titel verlinkt immer zur Berlinale-Filminfo):
Der Film, der mir mit Abstand am besten gefiel, kommt aus Brasilien. Und dabei wär‘ ich fast gar nicht rein gegangen. Ein 15-jähriger Blinder verliebt sich in einen Mitschüler. Ich befürchtete schlimmstes (Coming-of-age-) Drama, das auch noch gleich zwei Randgruppen thematisierte. Aber was der brasilianische Regisseur Daniel Ribeiro (geb. 1982 in São Paulo) abgeliefert hat, ist Anlass genug, sich seinen Namen zu merken. Dieser Film ist aber auch dank der hervorragenden jugendlichen Darsteller so gut. Allen voran Ghilherme Lobo, der gar nicht blind ist. Belohnt wurde «The Way He Looks» auf der Berlinale mit dem 2. Platz im Panorama-Publikumspreis – ungewöhnlich für einen brasilianischen Film – und mit dem Teddy als bester Spielfilm. Der Film hat übrigens auch eine Vorgeschichte. Er basiert auf dem in Brasilien enorm erfolgreichen Kurzfilm von Daniel Ribeiro mit den gleichen drei Hauptdarstellern aus dem Jahr 2010 «Eu Não Quero Voltar Sozinho» («Ich möchte nicht allein zurückgehen»), den ihr hier sogar mit deutschen Untertiteln sehen könnt (Länge: 17 Minuten):
In diesen schnelllebigen Zeiten stehen wir Menschen vor immer größeren Herausforderungen. @_die_sara hat im Tweet der Woche die drei größten fest gemacht:
Die drei größten Herausforderungen für die Menschheit: Durchrücken in der Bahn, das Prinzip Radweg verstehen und in einen ICE einsteigen.
Es gibt mich noch, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen. Bin nur etwas im Masterarbeitsschreibstress. Bald gibt es hier auch wieder neue, wie gewohnt (*hust) spannende Inhalte. U.a. meinen noch ausstehenden Berlinale-Bericht.
Apropos Sorgen: eine liebe Seele hat mir einen Sorgenfresser geschenkt. Auch an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank dafür. Ich bin schon fleißig dabei, ihm das Maul zu stopfen:
Post vom Nachbar geholt: Bin sehr gerührt. Eine gute Seele hat mir einen Sorgenfresser geschenkt. 1000 Dank. pic.twitter.com/NYYM7oFXD9
Auch wenn Wandsbek (noch) zu den beliebtesten Wohn-Stadtteilen Hamburgs gehört, hat auch die ganze Hansestadt ihren Reiz. In Teilen zu sehen in der Hamburg-Version von Pharrell Williams‘ Gute-Laune-Song Happy.
Wie Spiegel Online heute schreibt, trägt auch die Stabi dazu bei, dass es in Hamburg schön ist. Im Bericht über unsere Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten sind gute Aufnahmen des Informationszentrums der Stabi zu sehen: «Schenk mir diese eine Nacht».