Da geht nicht nur dem Saarländer das Herz auf. Oder, um es mit den ersten in diesem Video gesprochenen Worten in meinem saarländischen Heimatidiom zu sagen: Das doo had mir grad noch gefählt:
Wie sähe es aus, wenn Breaking Bad eine deutsche Serie wäre, sie im Saarland spielt, Metzger Walter Weiss und sein Ex-Angestellter Jesse Brinkmann illegal Schweinesülze kochen, um die Zahnarztrechnung zu finanzieren?
Herrlich. Gefunden bei den Blogrebellen. Made my day. Oder besser: Had mei Daa gemach.
Starke Bilder von vier Menschen, die sich ein außergewöhnliches Ziel gesetzt haben. Und es realisiert haben. Man kann diesen knapp 10-minütigen Film nur staunend und voller Respekt sehen.
Neulich gab es die norddeutsche Vorentscheidung des FameLab bei uns im Lichthof in der Stabi. Vorjahressieger Michael Büker hat dieses Mal den Publikumspreis gewonnen. Kein Wunder bei dem kurzweiligen Vortrag, den er gehalten hat:
Das Ganze hat ihm dann – so vermeldet er heute Abend – auch noch Folgendes eingebracht:
Eine junge Lehrerin hat meinen FameLab-Auftritt gesehen und lädt mich an die Schule ein, um dort für Physik zu begeistern! o/ #win
Jan Böhmermann und seinem jungen Team ist in dieser Woche nicht nur wieder mal eine originelle Ausgabe seiner Sendung Neo Magazin gelungen, sondern er hat einen erfolgsverwöhnten Menschen aus deutschen TV-Landen sowas von vorgeführt.
Überhaupt ist Böhmermann einer, den man sich im Fernsehen wirklich noch ansehen kann, ohne gelangweilten Stillstand im Unterhaltungs-TV ertragen zu müssen. Viel besser als ich, hat das in dieser Woche Stefan Niggemeier beschrieben, daher bitte dort lesen, warum Böhmermann ein Guter ist:
Er nutzt die Möglichkeiten, auf ZDFneo Fernsehen zu machen, das nicht auf Bedenken, Konventionen und die Erwartungen eines Massenpublikums Rücksicht nehmen muss. Gleichzeitig plagt ihn die Sorge, dass die Leute denken, dass er nur sowas könnte. Dass er nicht wüsste, dass die Sendung anders sein müsste, wenn sie in einem größeren Rahmen stattfände, und dass er das nicht auch könnte. Er sagt: „Wir machen nur Independent-Fernsehen, weil wir es müssen.“
Endlich war es wieder mal soweit, ich hab vorgestern nach viereinhalb Jahren Pause den FCS wieder mal live im Ludwigspark spielen sehen. Bei Flutlichtspielen bringe ich meinem Verein offenbar Glück, denn wie schon am 20.11.2009 (damals beim hier im Blog erwähnten 3:1-Sieg gegen den Bonner SC) durften wir im Dunkeln drei Punkte bejubeln. Für jemanden wie mich, der – vor dem Wegzug vor neun Jahren nach Hamburg – zwanzig Jahre lang (von 1985-2005) so gut wie jedes Heimspiel des FCS im Ludwigspark verfolgt hat, war es natürlich ein besonderer Moment endlich mal wieder live dabei zu sein. Und dann auch noch in so netter Gesellschaft. Auf dem Bild oben zu sehen: v.l.n.r. Manuel (wie ich „e Alderwalder Bub“), Frederick, ich, Carsten und Aufsichtsratmitglied Florian „Bobbes“ Kern. Mit von der Partie – aber nicht auf dem Bild, weil zu der Zeit selbst unten am Spielfeldrand am Fotografieren des sportlichen Geschehens – war auch Dennis aka @Majorwest.
An einem Spielbericht will ich mich gar nicht erst versuchen. Da hat Carsten, wie gewohnt, im FCS Blog Fundierteres abgeliefert. Seinen Text kann ich zur Lektüre nur empfehlen: „Einfach nur mal freuen?„.
Wir haben am Dienstag Abend jedenfalls eine Mannschaft gesehen, die sich noch lange nicht aufgegeben hat. Die Situation am Tabellenende ist zwar nachwievor sehr ernst, und jedem ist klar, dass jetzt quasi nur noch ein Wunder hilft. Eine Siegesserie und gleichzeitiges Versagen der Mannschaften, mit denen man am Ende der 3. Liga um den Klassenerhalt kämpft. Doch wie der Kicker so schön schreibt: „Saarbrücken: Im Keller brennt noch Licht„. Am Samstag kann bei ähnlich guter Leistung wie gegen die – zugegeben enttäuschenden – Rostocker mit einem Heimsieg gegen Duisburg weitere Hoffnung geschöpft werden. In den darauf folgenden letzten sechs Spielen müssten dann immer noch 5-6 Punkte gegenüber der Konkurrenz aufgeholt werden. Das bedeutet, dass sich die Molschder eigentlich keine Niederlage mehr leisten dürfen und fast alles gewinnen müssten. Seien wir realistisch: es ist unwahrscheinlich, dass das gelingen wird. Aber ganz und gar unmöglich ist es auch nicht. 😉
Hab mich zur Konzentration auf die Masterarbeit für eine Woche ins Saarland zurückgezogen. Bei solch alltäglichen Verrichtungen wie dem Einkauf merkt man dann, wie sehr man sich von der Heimat entfernt hat:
Kaafe gehn in de Saarbasar. So wie fria. An de Kass ufffalle, weil de's Obschd un Gemies net abgewooh haschd. Unbezahlbar.
Awwer’s Saarlännisch schwätze klappt noch ganz gudd. Un heit Omend bin ich endlich mol widda im Ludwigspark. Die Molschder hann zum Glick e Hemmspiel. De Abstiesch vom Eff Zee wärr isch zwar ned verhinnere kenne, awwer ich frei mich nomol im Ludwigspark se sinn:
Das Wunder, nicht mehr abzusteigen, wird's wahrs. für den #FCS nicht mehr geben. Trotzdem bin ich froh, heute im Ludwigspark dabei zu sein.
Twitter ist ein schnelllebiges Kommunikationswerkzeug. Im Schnitt hat ein Tweet eine Lebensdauer von 24 Minuten (keine Ahnung, wie man so etwas berechnet, hab die Quelle gerade nicht zur Hand). Diese kleine Rubrik kämpft – womöglich gegen Windmühlen – aber auch gegen die Schnelllebigkeit an, und versucht ausgewählten Tweets eine Lebensdauer zumindest auf Wochenfrist zu verleihen.
Zurück zur Lebensdauer der Kurznachrichten: wenn die eh nur für eine so kurze Zeitspanne ihre Wirkung entfalten, lohnt es sich dann überhaupt, sie aufmerksam wahr zu nehmen? Oder sollten wir nicht lieber gleich der Aufforderung von @ArminRohde Folge leisten?
aus gegebenem Anlass: lesen Sie meine tweets nicht! es reicht wenn Sie 30 Sekunden lang draufstarren und nichts dabei denken