E-Book-Ausleihe Stabi Hamburg

Stabi HamburgE-Book-Ausleihe
Die Stabi Hamburg bietet seit dieser Woche einen neuen Service an und zwar die E-Book-Ausleihe. Sie ist für die registrierten Nutzer ganz einfach: Mit Benutzernummer auf der Stabi-Seite anmelden, aus der fachlichen Übersicht (oder über die Stichwortsuche) einen Titel auswählen, das Buch als pdf auf den PC laden und eine Woche lang nutzen bzw. lesen. Es darf auch ausgedruckt werden.
Ausführliche Beschreibung auf der Stabi-Seite, auch mit Anleitung zum Download als pdf (1,9 MB).
Hab’s gerade ausprobiert, funktioniert prima. Im Rahmen der bei The Exit stets geforderten Clean-Desk-Policy habe ich mich für den Titel «Den Schreibtisch im Griff» entschieden. Mal sehen, ob’s hilft…
[via Stabi / Aktuelles]

E-Book, Hamburg, Internet, Literatur

Freitod eines Bloggers: Jorge León

Ich habe oft hier im Blog über «Mar Adentro», den oskargekrönten Film von Alejandro Amenábar, berichtet. Die Verfilmung über
Leben und Tod des querschnittsgelähmten spanischen Schriftstellers Ramón Sampedro hat nun auch ihr Pendant in der spanischen Blogosphäre gefunden:
Der 53-jährige gelähmte Maler und Bildhauer Jorge León aus Valladolid hat seit August 2005 in seinem Blog «Destilados Parapléjicos» über den Wunsch nach Unterstützung beim Suizid berichtet. Dieser Wunsch wurde offenbar erhört: Am 4. Mai wurde Jorge León tot in seiner Wohnung aufgefunden, zwei Tage nach seinem letzten Blog-Eintrag, der mit den Worten schließt:

cuando la muerte es nosotros ya dejamos de ser, y no siendo ni siquiera la muerte existe (¿o acaso tiene el espacio conciencia de muerte o de cualquier otra cosa?)

Der tragische Fall führt in Spanien wieder zu einer Aktualisierung der Diskussion um die Sterbehilfe. Meine persönliche Meinung zu diesem schwierigen Thema: kein Mensch sollte gezwungen werden, am Leben zu bleiben.

Zur weiteren Information über den per Blog ersehnten Freitod von Jorge León einige Artikel:

[via Mangas Verdes]

Artikel, Internet, Spanisch

30 Jahre El País: 1976-2006

El País
Die wichtigste spanische Tageszeitung «El País» ist heute vor 30 Jahren, am 04. Mai 1976, gegründet worden, ein halbes Jahr nach dem Tod Francos. Sie hat den Übergang Spaniens von der Diktatur in die Demokratie (Transición) sowie Spaniens Eingliederung in die EU journalistisch begleitet und gehört auch heute noch mit einer Auflage von fast 500.000 Exemplaren (Quelle: wikipedia) zur Pflichtlektüre auf der – und über die – Iberische(n) Halbinsel.
In einem Online-Special blickt «El País» sowohl auf 30 Jahre Printausgabe als auch auf ihre 10-jährige Präsenz im Web (elpais.es) zurück. Ein weiteres Feature ermöglicht das Blättern in den 100 wichtigsten Titelseiten aus 30 Jahren El País.

Literatur, Politik, Spanisch

1. FC Saarbrücken entläßt Trainer Bommer

Ich bin fassungslos, erst ist gestern die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt des 1. FC Saarbrücken durch die bittere 0:4-Heimniederlage gegen die Offenbacher Kickers gestorben und heute abend dreht der Vorstand am Rad und entlässt zwei Spieltage vor Saisonende den Trainer:

Fußball-Zweitligist 1. FC Saarbrücken hat mit sofortiger Wirkung seinen Trainer Rudi Bommer entlassen.

Auch wenn sich jetzt schon abzeichnet, daß Bommer nach dem nun bevorstehenden Abstieg des FCS nächste Saison nach Duisburg geht, hätte man den Trainer nicht vor dem Spiel am Sonntag in München entlassen dürfen.

Update 08.05.2006, 13 Uhr: Wie zu erwarten war: Bommer wird Trainer in Duisburg.

[via netzeitung]

Fußball, Saarland

Spanischsprachige Blogs entdecken

agregaxRSSFácil
Heute habe ich zwei Tipps für meine Leser, die – über die auf «Text & Blog» referenzierten Blogs hinaus – die spanischsprachige Blogosphäre erkunden möchten: hierzu möchte ich eine Website und ein Programm vorstellen.
Erst zur Website: agregax ist eine Art Blogsuchmaschine für spanischsprachige Weblogs, also ein Technorati a la española. Es kann nach Schlagwörtern, in den Titeln oder in den Volltexten gesucht werden, die Trefferanzeige kann wahlweise sortiert werden nach Datum oder nach der Anzahl der Links, die auf die Blogeinträge verweisen. agregax überzeugt zudem durch eine ansprechend gestaltete Website, im Trend liegend minimalistisch, zum Frühjahr passend in zarten Grüntönen gehalten. Also einfach mal ausprobieren…

Ausprobieren ist auch das Stichwort für den zweiten Tipp: RSSFácil, ist zunächst einmal ein einfacher RSS-Reader (sprich ein Programm, mit dem man über Aktualisierungen von abonnierten Webseiten informiert wird), den José Luis Orihuela (eCuaderno) und Eduardo Pedreño (DiarioIP) entwickelt und vor ein paar Tagen vorgestellt haben. Es gibt, ehrlich gesagt, bessere Software zum Lesen von RSS-Feeds, viele nutzen ja auch Online-Services wie Bloglines. Aber RSSFácil hat den großen Vorteil, daß es mit 100 Blogadressen aus den unterschiedlichsten Bereichen vorkonfiguriert ist (z.B. Kino, Sport, Technik, Politik etc., siehe nach Themen sortierte Übersicht der ausgewählten Blogs). Diese Vorauswahl bietet den Vorteil, daß man sich unabhängig von bisher abonnierten RSS-Feeds die spanischsprachigen Feeds getrennt in einem Programm anschauen kann und dann nach eigener Selektion die Blogs in sein gewohntes RSS-Umfeld (Online oder Software) übernimmt.
Auch hier gilt also einfach mal ausprobieren.

Informationskompetenz, Internet, Spanisch

Entfesselte Masken im expressionistischen Tanz

Schulz/Holdt: TanzmaskenSchulz/Holdt: männliche TanzmaskeLavinia Schulz und Walter Holdt: BiboLavinia Schulz und Walter Holdt: Skirnir
Für mich DIE Entdeckung der Langen Nacht der Museen in Hamburg:
Die Ausstellung «ENTFESSELT. EXPRESSIONISMUS IN HAMBURG UM 1920» Visionen vom Neuen Menschen in Tanz, Theater, Musik, Fotografie, Malerei, Grafik und Skulptur (im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, noch zu sehen bis zum 05.06.06).

Um 1920 war Hamburg voller künstlerischer Talente, innovativ, wagemutig. Ein neues kulturelles Leben entfaltete sich in der Stadt; eine beeindruckende Kunstszene entstand. In dem Willen, die Gesellschaft zu erneuern und bürgerliche Konventionen aufzubrechen, wollte man Schrecken und Niederlage des Weltkrieges überwinden. Es war eine Zeit des Aufbruchs, der Gründung von Künstlergruppen und der ausgelassenen Künstlerfeste.

In diese fantastische Ausstellung werde ich auf jeden Fall nochmal gehen. Beeindruckt war ich nicht nur von der Ausdruckskraft der liebevoll gestalteten Tanzpuppen, sondern auch von den zahlreichen Zeichnungen und Skizzen, darunter auch Storyboardentwürfe für nie realisierte Tanzfilme. Anrührend und bei der Betrachtung der – zum Glück über die Zeit geretteten – Werke des Künstlerpaares Schulz/Holdt nie zu vergessen: deren tragisches Schicksal, denn ihr Leben fand mit 28 bzw. 25 Jahren schon ein frühes Ende.
Hierzu Prof. Frank Böhme im Hinweistext auf seinen Vortrag zur spannenden Geschichte einer Rekonstrukion:

Am 18. Juni 1924 erschießt Lavinia Schulz erst ihren Mann und dann sich selbst. Damit endet eine beispiellose Karriere. Bei den berühmten Künstlerfesten im Curio Haus waren sie die Attraktion mit ihren Tänzen und Kostümen. Über Jahrzehnte schlummerten die Masken unbemerkt im Museum für Kunst und Gewerbe.

Weitere Infos:
– Ausstellungsrezension bei SCHWARZAUFWEISS
– Wikipedia-Artikel zum Ausdruckstanz/Freier Tanz (zu Beginn des 20. Jhds.)
– taz-Artikel: Fegefeuer und Nahrungssorgen (18.03.06)
– Artikel Welt am Sonntag: ‚Entfesselt‘ fesselt (19.02.06)

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