Beim Boule vor der Tür

Joachim beim Boulekonzentriert beim Abwurf...
In der hanseatischen Sommerhitze beim Boule vor der Haustür sieht Joachim mit meinem mexikanischen Hut wie ein ecuadorianischer Kaffeebauer aus. Und ganz nebenbei hat er mich in zwei Sätzen besiegt. Ist wohl sportlich nicht mein Wochenende;-) Spaß gemacht hat es trotzdem…

Foto, Hamburg

Respekt und Dank an Mexiko

Gracias, México
Ich müßte am Boden zerstört sein, ist doch meine Mannschaft, Mexiko, gestern im Achtelfinale gegen Argentinien ausgeschieden. Natürlich bin ich traurig, aber auch stolz auf die Leistung der Mexikaner. Kaum jemand (außer mir?) hatte sie auf der Rechnung, und beinahe wäre ihnen die erhoffte Sensation gelungen. Klar: Knapp vorbei ist auch verloren, aber sie haben ein starkes Spiel abgeliefert und sich einen großen Respekt zum Abschied verdient. Die TRI hat mich durch die unglückliche Niederlage davor bewahrt, mich nächsten Freitag im Achtelfinale entscheiden zu müssen, wem ich beihalte. Ist ja auch nicht ganz einfach, wenn man als Deutscher bei der WM im eigenen Land ein Fan von Mexiko ist.
Nun denn, Adiós México, han jugado super-bien, y de despedida ahí les va una pequeña «Presseschau» en alemán y español:
Zum Abschied eine kleine deutsch-spanische Presseschau zum Spiel Argentinien-Mexiko:

Artikel, Fußball

Mexiko vor der Sensation? – Sí!

Jared Borgetti wird spielen!
«Argentinier wollen nicht über Mexiko stolpern» meldet die netzeitung. Das kann man verstehen, aus argentinischer Sicht. Außerdem sind sie die haushohen Favoriten in diesem lateinamerikanischen Aufeinandertreffen bei der WM. Weiter heißt es in der Meldung:

Voller Selbstbewusstsein geht die WM-Elf Argentiniens ins Achtelfinal-Duell gegen Mexiko. Der Gegner wiederum hofft auf die Treffsicherheit eines genesenen Torjägers.

Und genau daraus schöpfe ich meine Hoffnung auf einen mexikanischen Sieg: Stürmer Jared Borgetti kann heute wieder spielen, und da sind ja noch Márquez, Fonseca und Bravo. Auch wenn ich damit meine Führung in unserer Kicktipp-Runde aufs Spiel setze (wo sicher fast alle auf Argentinien tippen werden) und meinen Einstieg in die TOP-20 bei den Blogkickers (textundblog momentan auf Platz 21) erschwere: Ich setze auf die Sensation:
Mexiko kann heute den hohen WM-Favoriten Argentinien aus dem Turnier werfen. Sí, ¡se puede!
(Vorher freue ich mich natürlich auch über einen Sieg der deutschen Mannschaft, solange sie noch nicht gegen Mexiko kommen, drücke ich dem deutschen Team natürlich auch die Daumen 😉 Für wen ich dann bei einem Zusammentreffen im Viertelfinale bin, ist ja wohl klar…

Fußball

Wer soll unsere Bücher digitalisieren?

Zwei spanische Tageszeitungen widmen sich in diesen Tagen dem Thema Digitalisierung von Literatur.
La Vanguardia: «Google quiere ’sacar del limbo‘ a los libros olvidados». Hier äußert sich Marco Marinucci von Google Book Search.

La idea de Google Book es „integrar y compartir el conocimiento de la humanidad“ al digitalizarlo y ponerlo a disposición del usuario.
Ello mediante un motor de búsqueda inteligente y que, en función de miles de variables, sometido a un proceso de mejora constante, irá poniendo orden en todo el material.

Und El País fragt in seiner Beilage Ciberpaís: «¿A quién confiarle la digitalización de los libros?» und lässt Kevin Kelly (von dem hier wegen seines Artikel «Scan This Book!» schon einmal die Rede war) und Bob Stein (Direktor des «The Institute for the Future of the Book») zu Wort kommen.

LA DIGITALIZACIÓN masiva de los casi 32 millones de libros publicados hasta hoy parece inevitable. Los tecnófilos están a favor. La mayoría de las casas editoriales se oponen. Google se propone escanear casi la mitad de ellos, pero suscita mucha reticencia, hasta entre los partidarios del esfuerzo.

Pros und Contras zur Digitalisierung.
[via SEDIC Blog]

Literatur, Spanisch

Flagge zeigen: Ra Ra Ra

Es muß ja nicht immer das Auto-Fähnchen sein: Wer sein Blog mit der Flagge eines der 32 WM-Teilnehmerländer schmücken möchte, wird bei André Michelle fündig. Nette Idee. Ich habe mich natürlich für die Fahne Mexikos entschieden, und damit für das Land dem ich -nicht nur bei dieser WM – emotional verbunden bin.

Update 21.10 Uhr:
Bei mir – und auch bei Herrn Timo – hat der Einbau des HTML-Codes zunächst das Design zerschossen. Daher empfiehlt es sich, den Code mit einem div-Container zu umschliessen.

[via Spreeblick]

Fußball

PC-Desktop der Zukunft

BumpTop DesktopBumpTop Desktop
So könnte der PC-Desktop der Zukunft aussehen.
Damit käme die virtuelle Arbeitsumgebung der tatsächlichen immer näher. Wo in der realen Welt auf dem Schreibtisch auch Stapel gebildet werden, die später nach dem gerade gebrauchten Material durchforstet werden, macht die 3D-Simulation BumpTop 3D Desktop Prototype deutlich, wie Sortierungsverfahren auf dem PC-Desktop der Zukunft aussehen könnten. Das knapp siebenminütige Video des «Dynamic Graphics Project» der «Computer Systems Research Group» an der Universität von Toronto ist auch bei YouTube zu bestaunen. Beeindruckend.
[via CW Notizblog]

Allgemeines

Spanglish in der Literatur Nordmexikos

Zeitgenössische mexikanische Literatur zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß sie die gesprochene Sprache in die geschriebene überträgt. Spannend ist das ganz besonders im Norden Mexikos, wo die unverkennbaren Einflüsse des Englischen auf das mexikanische Spanisch zum sogenannten Spanglish führen.
Über das Stabi-Blog habe ich heute die online publizierte Zeitschrift «Divergencias» (University of Arizona, Tucson) kennengelernt, und da findet sich ein äußerst lesenswerter Artikel von Perla Ábrego (Universidad del Noroeste, Hermosillo, Sonora, México) über genau dieses Phänomen der Sprachvermischung im Grenzgebiet zwischen Gringos und Mexikanern: «Estrella de la calle sexta: Escritura y habla en la literatura de la frontera.» (Artikel als pdf). Anhand des Erzählbandes von Luis Humberto Crosthwaite, einem der wichtigsten Vertreter der «Literatura contemporánea del Norte de México» wird die Sprache der Literatur Nordmexikos vorgestellt. Keine langweilige linguistische Untersuchung, sondern lebendige Textarbeit mit soziokultureller Einordnung. Herrlich, die Zitate wie

El spánish and ay guant spik enithing els.

oder

Mi patrón, ese güey sí es gringo, para que veas, a pein in da faquin as.

Danke, Herr Duwe, für Ihre kontinuierlichen Hinweise auf E-Zeitschriften im Stabi-Blog, ohne die mir der heutige Fund verborgen geblieben wäre.
Update 24.06.06, 11:45 Uhr: Para mis lectores hispanohablantes: Hay una traducción de este texto aquí en los comentarios.

Hamburg, Internet, Literatur, Spanisch
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