IATE – Terminologiedatenbank der EU-Sprachen

IATE (Inter-Active Terminology for Europe) Heute ist ein Tag der guten Nachrichten: diesmal betrifft es das Thema Übersetzung: Die Terminologie-Datenbank IATE (Inter-Active Terminology for Europe, Erklärung hier) erfasst die Übersetzungen der offiziellen EU-Amtssprachen und macht diese abfragbar. Eine prima Rechercheressource für Fachtermini.
Seit der Vorgänger Euradictum nicht mehr aktualisiert wurde, haben viele Übersetzer auf die Freischaltung dieses Nachfolgers gewartet.
Übersetzungstreffer aus der Datenbank lassen sich übrigens direkt verlinken.
Zum Beispiel die Spanisch-Bulgarisch-Übersetzung der Bezeichnung
Europäisches Parlament: Parlamento Europeo – Европейски парламент.
[via Transblawg]

Übersetzen

Monika Piel zur Zukunft des Fernsehens

Die gute, alte Fernsehstube
Foto: photocase.com

Die Westfälische Rundschau fragt in einem heute veröffentlichten Interview die designierte WDR-Intendantin Monika Piel:

Wie lange wird es das Fernsehen in seiner klassischen Form noch geben?

Ihre Antwort:

Lange. Das Fernsehen wird noch mindestens zehn Jahre lang Leitmedium bleiben. Aber: Fernsehen, Radio und Internet sind künftig über eine einzige technische Plattform nutzbar. Ich glaube, diese Plattform wird innerhalb der nächsten fünf Jahre kommen.

Liebe Monika Piel, ich glaube nicht, dass das so lange dauern wird! Aber immerhin wurde schon mal erkannt, in welche Richtung es geht. Es wird, so denke ich, nur wesentlich schneller passieren.

Im Interview stellt Monika Piel, die Ihren Dienst am 1. April 2007 antreten wird, auch die WDR-Pläne zu einer neuen im Juni startenden Politik-Sendung vor, mit der man vor allem das Interesse des jüngeren Publikums für politische Themen wecken möchte: «„Studio P“: Politik trifft pralles Leben».

Politik, TV, Video

Zentrales WordPress-Verzeichnis für Erweiterungen

Das wird alle freuen, die ihre Blogs mit der Software WordPress betreiben: Endlich gibt es ein zentrales Verzeichnis der WordPress-Plugins. (Das sind Erweiterungen, die geschrieben wurden, um zusätzliche Funktionen im Blog anzubieten.)
Die Vorteile eines solchen Verzeichnisses liegen auf der Hand:

  • Überblick an zentraler Stelle
  • Qualitätskontrolle
  • Informationen über Updates
  • Plugin-Schreiber können ihre Erweiterungen dort zum Download anbieten (Free Hosting)
  • Statistische Auswertung der Downloads
  • amazon-ähnliches Empfehlungssystem («Blogger, die dieses Plugin heruntergeladen haben, haben auch …»)

Ein kleiner Schritt für Matt Mullenweg, ein großer für die WordPress-Gemeinde.

[via Basic Thinking & Frank Helmschrott]

Internet, Software

Definition von Twitter

Twitter textundblogFür mich die bisher überzeugendste Definition des neuen Phänomens Twitter:

What Twitter does, in a simple and brilliant way, is to merge a number of interesting trends in social software usage – personal blogging, lightweight presence indicators, and IM status messages – into a fascinating blend of ephemerality and permanence, public and private.

ephemerality heißt übrigens Kürze ;-). Den ganzen Artikel gibt es in voller Länge (;-)) in dem Social Software Gemeinschaftsblog «Many-to-Many».

Das Zitat habe ich gefunden über einen genialen Kommentar von bwana im Blogposting «RIP Twitter (2007-2007)»:

Text will never die. Remember that.

Stimmt.

Bluesky, Informationskompetenz, Internet, Literatur

Abendblatt-Artikel zu Hamburger Bibliotheken

GoogleHerbert Blackert, stellvertretender Direktor der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek, zur Google-Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek:

Man darf nicht vergessen, dass diese Internet-Anbieter natürlich ausschließlich nach ökonomischen Kriterien funktionieren. Google geht es um die Werbung. Je mehr Kunden, umso besser – und ob da jemand nach einem Buch oder nach einem Bordell sucht, das ist denen völlig wurscht.

Klasse! Weiterlesen im Artikel des Hamburger Abendblatts: «Das elektronische Wohnzimmer wird Realität».

Artikel, Hamburg, Literatur

Fremdwörter als Bedrohung für die deutsche Sprache?

Füllfederhalter, Foto: Tomsen Pomsen
Foto: photocase.com

Die Radio-Sendung SWR2 Essay hat sich am Dienstagabend mit dem Thema deutsche Sprache und Fremdwörter beschäftigt:

Ich loade down, du hast upgedated, wir sind outgesourct worden: Anglizismen, auch wenn sie nach Regeln der deutschen Grammatik und Syntax benutzt werden, sind oft unschön und für viele Zeitgenossen ein Ärgernis, schon weil sie Probleme bei der Verwendung und beim Verständnis schaffen.

Wohl wahr. Die klasse Sendung «Gastarbeiter der Sprache» ist zwar leider nicht mehr nachzuhören, aber nachzulesen: Ein 13-seitiges Sendemanuskript wird auf den Seiten des SWR (oben rechts, unter Sendung zum Lesen) zum Herunterladen (deutsches Wort 😉 !) angeboten.
Ein sehr interessanter Text, mit einem beruhigenden Fazit am Ende, den sich alle zu Gemüte führen sollten, die Angst haben, eine Sprache könnte durch den überbordenden Einsatz von Fremdwörtern ihr Gesicht verlieren.
[via Literatur-Café]

Literatur, Radio

Weblogs schaffen Vertrauen

Foto © riško
Foto: riško (Flickr)

Neulich habe ich nochmal in dem wunderbaren Buch «Die Google-Gesellschaft» (Vom digitalen Wandel des Wissens) diese Worte von Martin Roell gelesen, mit denen er beschreibt, wie Weblogs Vertrauen schaffen:

Wer bei einem Weblogger eine Weile mitliest, lernt ihn kennen: Er erfährt, womit er sich beschäftigt, was und wie er schreibt und wie er auf Feedback reagiert. Weblogger machen ihr Denken transparent. Das erfordert Ehrlichkeit: Jede Lüge, oder jeder Versuch, klüger zu erscheinen, als man ist, würde früher oder später ans Licht kommen. Transparenz und Ehrlichkeit schaffen Vertrauen.

Schade, dass Martin Roell Anfang des Jahres sein Blog, «Das E-Business-Weblog», eingestellt hat. Natürlich sind seine Gründe nachvollziehbar und selbstverständlich auch zu akzeptieren, aber vielleicht gibt es ja ein Comeback auf anderen Wegen. (Einen Twitter-Account hat er ja schon mal ;-).)

Internet, Literatur
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