Creative Commons auf arte

Creative Commons auf arte Ein zuschauerfreundlicher Service von arte, passend zum vorgestellten Thema: das geniale Kulturmagazin Metropolis, eine meiner Lieblingssendungen im deutschsprachigen TV, hat einen Beitrag von Susan Loehr zum Urheberrecht online gestellt, natürlich unter der im Film behandelten Creative Commons-Lizenz.

Der Film macht zurecht deutlich, dass mit dem neuen Urheberrecht nicht die „Verfassung des digitalen Zeitalters“ geschaffen wird, sondern ganz im Gegenteil der kreative Umgang mit unserem kulturellen Erbe erschwert und gefährdet wird.
Die in der Reportage in Ausschnitten gezeigten Interviews mit dem Creative-Commons-Erfinder Lawrence Lessig und dem Filmproduzenten Cay Wesnigk sind zusätzlich in voller Länge zu sehen. Klasse!

Infos zu Creative Commons gibt es auf den Seiten von arte, bei de.creativecommons.org und natürlich in der Wikipedia.
[via Bibliothek 2.0 und mehr]

TV, Video

FCS-Präsidium zurückgetreten

Der Untergang - in der Hauptrolle: Hartmut OstermannDer Dicke hat sein Werk vollbracht: Mit dem FC Homburg und dem 1. FC Saarbrücken hat er innerhalb von wenigen Jahren zwei saarländische Fussballvereine in den Ruin getrieben. Nun geht der Kapitän von Bord. Danke, Herr Ostermann, prima Arbeit.
Ich wünsche meinem Verein einen echten Neuanfang. Momentan sieht es noch nicht danach aus. Präsident Hartmut Ostermann und Vizepräsident Klaus Meiser sind zwar zurückgetreten, aber Victor’s (Ostermanns Hotelkette) bleibt Hauptsponsor. Trainer Didier Philippe wird zum Glück auch kein Trainer mehr sein. Die Frage wird jetzt für Manager Wolfgang Loos und Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Klimmt sein, einen Trainer und eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, denn am 1. August geht die Oberliga schon los.
Mann darf gespannt sein auf die Studiogäste in der Sportarena im SR-Fernsehen um 18:45 Uhr.
Meldung auf SR-Online: «FCS: Ära Ostermann zu Ende»
Fleißig diskutiert wird natürlich auf ludwigspark.de.
Update I – 4.6.07: BILD: «Der dümmste Abstieg aller Zeiten».
Update II – 4.6.07: Video Sportarena vom 4.6.07: «1. FC Saarbrücken – Gute, alte Zeiten» (nostalgischer kurzer Rückblick auf das, was diesen Verein mal ausgezeichnet hat und hoffentlich irgendwann mal wieder auszeichnet!).
Das in diesem Youtube-Ausschnitt nicht zu sehende anschließende Sportarena-Interview mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Klimmt gibt es auf den Seiten des SR zu sehen. Klimmt sagt dort, dass er nicht als Präsident kandidieren wird.

Fußball, Saarland

Quo vadis, Saarbrücken?

Quo vadis, Saarbrücken?
In zehn Minuten startet eines der wichtigsten Spiele in der jüngeren Geschichte des 1. FCS Saarbrücken. Der kicker schreibt vom «Herzschlagfinale im Keller». Carsten bringt es im FCSBlog mit «Der Tag X» auf den Punkt. Wir spielen bei den Amateuren des VfB Stuttgart um das nackte Überleben, denn ein Abstieg in die Oberliga kommt einem Absturz in die Bedeutungslosigkeit gleich, der Traditionsverein stünde praktisch vor seinem Ruin.
Ich würde lügen, behauptete ich, ich sei nicht aufgeregt. Die Fan-Devotionalien liegen bereit, gleich werden sämtliche im Netz auffindbare Ticker (1, 2, 3– und 4, danke Carsten!) angesteuert, der Radiostream des Saarländischen Rundfunks eingeschaltet und gemeinsam mit den im Saarland gebliebenen und den in Deutschland verstreuten Fans im Gästebuch von ludwigspark.de gezittert.
Mein vorsichtig optimistischer Tipp: wir spielen Unentschieden und bleiben durch den Ausgang der anderen Spiele in der Regionalliga. Aber sicher ist nichts.
Quo vadis, Saarbrücken?
Update zur Halbzeit, 15:30 Uhr:
Es ist verdammt knapp, wir sind momentan nur noch wegen eines (!) mehrgeschossenen Tores in der Regionalliga:
12 1860 München II +3 43
13 Karlsruher SC II +0 43
14 1. FC Saarbrücken +2 42
______________________________________
15 Siegen +2 42
16 SV Darmstadt 98 -10 40

Update 2, 16:25 Uhr:
Mein FCS verliert 0:2 in Stuttgart, KSC II rettet sich mit einem 1:1 gegen Reutlingen. Das war’s. Wir sind abgestiegen. Trauer und Entsetzen, mehr fällt mir jetzt nicht ein.

Fußball, Saarland

Zwischenstand zu blogcensus

Alles ist messbar.
Foto: photocase.com

blogcensus hat sich ja zur Aufgabe gemacht, die deutschsprachigen Blogs zu zählen («Wir vermessen die Blogosphäre»). Heute wurde bei dieser Sisyphosarbeit eine Schallmauer durchbrochen:

blogcensus kennt zur Zeit 100.376 deutschsprachige Blogs.

Vor knapp vier Wochen, als ich den Dienst hier vorgestellt hatte, waren es noch unter 40.000. Das bedeutet einen Zugang in der Erfassung von ca. 15.000 pro Woche. Respekt für die Wahnsinnsarbeit von Dirk Olbertz (blogscout.de) und Jens Schröder (popkulturjunkie.de)!

Ich habe übrigens – in Ermangelung eines RSS-Feeds – die Veränderungen der Seite von blogcensus über watchthatpage abonniert. Ein praktischer Service, der einen über die Veränderung von Webseiten informiert, die keinen RSS-Feed anbieten. So bekomme ich jeden Tag eine Mail mit der Zusammenfassung der Webseiten, an deren Veränderung ich interessiert bin. Heute morgen stand in dieser Mail zum Beispiel:

**********************************************
Differences in page http://www.blogcensus.de/
**********************************************

blogcensus kennt zur Zeit 100.305 deutschsprachige Blogs.

Das heißt watchthatpage zeigt einem nicht nur an, dass etwas verändert wurde, sondern gibt auch genau die Stelle(n) an, an der (denen) etwas geändert wurde.

Internet

NDR zeigt ‚Gegen die Wand‘ von Fatih Akin online

Gegen die Wand - online auf NDR
Klasse Aktion des NDR: Fatih Akin, eben noch in Cannes für das Drehbuch seines neuen Films «Auf der anderen Seite» ausgezeichnet, hat vor Jahren mit «Gegen die Wand» einen beeindruckenden Film gedreht. Der NDR („Das Beste am Norden“, naja, sagen wir mal: „Das Gute im Norden“) zeigt den Film komplett im Netz, in akzeptabler Qualität und in voller Länge.
Es bleibt natürlich dabei: Filme soll man sich im Kino anschauen, aber um nochmal reinzugucken, ja, dazu bietet die Online-Fassung im Stile einer DVD (mit Zusatzinfos und wahlweise mit türkischen Untertiteln) eine gute Gelegenheit.
Bitteschön, hier geht es «Gegen die Wand».
[via wortfeld]

Kino, Video

Kolumbien – Der Fluch des schwarzen Goldes

Berito KubarU'wa
Berito KubarU’wa Foto: Wikipedia

Manchmal lässt einen seine Arbeit nicht kalt. Mir ging es so mit dem Dokumentarfilm «Der Fluch des schwarzen Goldes», den ich letzten Monat mit meiner Kollegin Astrid Böhringer übersetzt habe (sie die französischen, ich die spanischen Passagen).
In dem Film geht es um einen kolumbianischen Stamm von Ureinwohnern, die U’wa, die angesichts der Expansionspläne einer US-amerikanischen Erdölfirma mit kollektivem Selbstmord drohen. Das muss man sich mal überlegen, wie weit Menschen gehen müssen bzw. können, um ihre Existenz zu sichern.

Aus der Film-Info:

Noch offensichtlicher wird der ungleiche Kampf anhand des Gegensatzes zwischen der traditionellen Lebensweise der Indianer und dem Alltag der Menschen, die in den modernen, energieverschlingenden urbanen Ballungsräumen der Welt leben. Für letztere ist Erdöl vorwiegend ein Wirtschaftsfaktor, das Überleben der kleinen Gemeinschaft der U’wa-Indianer ist für sie dabei kaum von Interesse.

arte zeigt den Film von Ana Vivas in der Reihe «WunderWelten». Sendetermine: Mittwoch, 6. Juni 2007 von 13.05 – 14 Uhr, Wiederholung: Mittwoch, 13.06.2007 von 17:35 – 18:30 Uhr.

Spanisch, TV, Übersetzen
Buchseite 408 von 606
1 406 407 408 409 410 606