Gerade beim Abspeichern meiner heutigen Bookmarks gesehen: Mister Wong hat jetzt sogar schon über 3 Millionen abgespeicherte Lesezeichen. Glückwunsch, Mister Wong!
Nochmals zur Erinnerung, da ich nicht über alles, was ich im Netz finde, bloggen kann: Unter dem Punkt Wong Roll sind meine 5 zuletzt bei Mister Wong abgespeicherten Bookmarks immer in der rechten Spalte dieses Blogs verlinkt. Und generell können meine Mister-Wong-Bookmarks auch per RSS-Feed abonniert werden. Ich habe die RSS-Feeds einiger Wong-Benutzer abonniert und darüber schon sehr viel brauchbare Netzadressen gefunden (was natürlich nur eine der zahlreichen Möglichkeiten ist, wie man das Social Bookmarking für eine effektive Netzarbeit einsetzen kann).
Ein Lesetipp nicht nur, aber vor allem auch für meinen Bruder, der Schriftsetzer von Beruf ist und auch als solcher arbeitet:
Martin Z. Schröder ist Drucker in Berlin und berichtet im Reden ist Silber – Druckerey Blog (genialer Untertitel: «Schreiben ist blei») von seiner Arbeit mit bleiernen Lettern und vor allem auch von seinen Erfahrungen, die er in der Ausübung dieses Berufes in der DDR gemacht hat.
Weil mir mein sozialistischer Staat wegen meines unbotmäßigen Benehmens während meiner Militärzeit keine höhere Bildung zuteil werden lassen wollte, ich aber nicht mehr als Verlagshersteller in einem Büro sitzen, wurde ich noch in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) freiberuflicher Korrektor für drei große Buchverlage. Die Aufnahmeprüfungen in allen drei Verlagen waren streng, und als eine Chefkorrektorin erwähnte, daß ehemalige Deutschlehrer diese Prüfung nie schafften, die ich gerade fast mühelos bewältigt hatte, fand ich den Job direkt großartig.
Ein Leer Lehrstück aus Formen und Farben: Jason Salavon zeigt den „nackten“ Ikea-Katalog, so wie er aussieht, wenn er von allen Produktfotos und von allen Texten befreit ist. Pure Farbe und Form. Der ganze Katalog. Beeindruckend.
Von wegen «Don’t judge a book by its cover», natürlich sind die Buchcover wichtig, wenn auch der Inhalt die letztendliche Kauf- und Leseentscheidung ausmacht, wissen Buchhändler und Verlage zu berichten, dass das Aussehen eines Buches einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Absatzzahlen hat.
Das Book Design Review-Blog aus Chicago stellt seine «Favorite Book Covers of 2007» vor, klar alles US-Ausgaben. Das rechts abgebildete gefällt mir mit Abstand am besten: «The Worst Years of Your Life», eine von Mark Jude Poirier zusammengestellte Erzählsammlung mit dem allessagenden Untertitel «Stories for the Geeked-Out, Angst-Ridden, Lust-Addled, and Deeply Misunderstood Adolescent in All of Us»; kurze Besprechung und Hinweis auf Lese- und Hörprobe auf Pop Candy. Aber auch ein interessantes Murakami-Cover ist bei den gelungenen Buchhüllen dabei.
Ihr könnt ja mal in die Liste der 2007er-Buchcover reinschauen, welches euch am besten gefällt. Man kann dort auch abstimmen. Das zur Zeit führende gefällt mir zum Beispiel gar nicht. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich, ihr wisst schon, verschieden halt.
Da ich mein Blog in der Zeitspanne 1. September – 31. Oktober 2007 auch ab und an aktualisiert habe (;-)), gehe ich mal davon aus, dass es mitgezählt wurde. Und die Tatsache, dass es noch 133.299 andere Blogs gibt, zeigt, dass im deutschen Sprachraum etwa so viele Menschen bloggen, wie in Göttingen oder in Berlin-Wilmersdorf (die vergleichbare Einwohnerzahlen haben) leben.
Am Montag werden noch konkretere Daten auf Blogcensus veröffentlicht werden. Natürlich darf man diese Zahlen nicht als absolut korrekt betrachten, aber einen profunden Richtwert, wie viele Menschen im deutschsprachigen Bereich ein Weblog führen, geben sie schon. Ich danke Jens und Dirk ganz ausdrücklich für die wahnsinnige Arbeit, die sie sich hier machen.
blog.rebellen.info presents: Urban Netaudio Mixtape Vol.1
pEtEr hat rebellisch gute Musik zusammengestellt und bietet sie euren Ohren zum Hören und euren Rechnern zum Download an. Diese urbane Compilation (die sicherlich auch auf dem Land gut zu hören ist) werde ich alsbald auf meinem Palm immer hörbar mit mir herumtragen. Alle Infos auf blog.rebellen.info, Download dort als mp3, die einzelnen Titel und Interpreten sind zusätzlich verlinkt und laden zu weiteren Entdeckungen ein. Man beachte Titel Nummer 17. 😉
Einer der ganz großen, also wirklich und wahrhaftig großen spanischen Regisseure, Luis García Berlanga (86), wird heute in Spanien mit einer Hommage in der Academia de Cine, der Spanischen Filmakademie, geehrt. Anlass ist der 55. (!) Geburtstag seines Filmes «¡Bienvenido, Mister Marshall!», neben seinem Meisterwerk «El verdugo» (Der Henker) für mich einer der besten spanischen Filmklassiker.
In diesem Filmausschnitt (mit leider sehr schlechtem Ton und Bild, doch um eine Vorstellung von dem Film zu bekommen, lohnt trotzdem der Blick in das kurze Video) sieht man zunächst eine Parodie auf die nichtssagenden Reden von Franco: Der Bürgermeister des kleinen kastilischen Dorfes Villar del Río (gespielt von meinem Lieblingsschauspieler Pepe Isbert) kommt auf den Balkon des Rathauses und spricht in herrlich nichtssagenden Redundanzen zu seinen Dorfbewohnern. Wer die bedauerlicherweise üble Bild- und Tonqualität des YouTube-Videos erträgt, wird im Anschluss (ab 2″35) mit einer genialen Szene aus dem Film belohnt, in der el alcalde (der Bürgermeister) träumt, er wäre der Held in einem Western. Die Saloon-Szene ist unter anderem deshalb so genial, weil die agierenden Personen in des Bürgermeisters Traum ein erfundenes Englisch reden. Das ist wirklich ur-komisch. Überhaupt ist der ganze Film, der ja eine Parodie auf die Träume der Spanier im Rahmen des Marshall-Planes darstellt, ein exzellentes Stück politischer Humor, auch und gerade nach 55 Jahren.
Doch seht selbst:
Die spanische Tageszeitung El País lässt Luis García Berlanga zur Feier des Tages in einem Artikel zurückblicken und zu Wort kommen:
«Viví la Guerra Civil como si fueran unas largas vacaciones» (Ich habe den Bürgerkrieg wie die großen Ferien erlebt):
La viví maravillosamente, si se puede decir así. Había persecuciones, muertes, pero, fíjate, en medio de aquel caos yo sentía que estaba viviendo unas largas vacaciones. Descubrí qué eran los amigos, aprendí a encontrar felicidad en los libros…
Ein kleines persönliches Recherche-Erlebnis hatte ich eben, als ich nach verlinkbaren deutschen Infos zum Film «¡Bienvenido, Mister Marshall!» gesucht hatte: Platz 1 in Google für eine Suche nach „Bienvenido Mr.Marshall“ ist eine Seite, die ich 1998, also vor neun Jahren, als Mitarbeiter von Prof. Neuschäfer am hispanistischen Lehrstuhl der Uni Saarbrücken erstellt hatte. Wir hatten damals mit dem Filmhaus Saarbrücken eine spanische Filmreihe organisiert (ähnlich der letzte Woche hier vorgestellten) und ich habe mit dem Netscape Composer in der damaligen Version Netscape 4.06 (einem Hilfsprogramm, das es bei dem Browser gab, um Webseiten zu erstellen) die Filmprogrammseiten erstellt und sie stehen immer noch im Netz. Ein nostalgischer Blick in den Quellcode bringt den Beweis: