TV-Tipps zum Welttag des Fernsehens

Heute ist der Welttag des Fernsehens (siehe UNO-Proklamation «World Television Day»), der an das erste Weltfernsehforum (21. – 22. November 1996) der Vereinten Nationen erinnern soll. Jener Grund ist mir relativ egal, aber als großer Anhänger dieses Mediums will ich ihm natürlich dreifach gedenken: mit einem Hinweis auf ein Plädoyer fürs Fernsehen und zwei aktuellen TV-Tipps für den 21. November 2007:

1. Das Plädoyer hält Tilmann P. Gangloff in der Frankfurter Rundschau: «Gedenke der Kindheit»

Es gibt also gute Gründe, ein Plädoyer für das Medium zu halten, dem die meisten viele schöne Stunden verdanken (auch wenn es kaum jemand zugeben mag).

Die beiden TV-Tipps überschneiden sich leider und werden sehr spät ausgestrahlt (die guten Sachen kommen immer spät), d.h. eine Entscheidung oder eine gute Aufnahmetechnik ist gefragt:

Kubrick-Doku auf arte, Foto: © ARD/Degeto2. Stanley Kubrick – Ein Leben für den Film. arte zeigt diese großartige Dokumentation im Rahmen der Kubrick-Reihe heute von 22.30 – 00:50 Uhr. Aus der Filmbeschreibung:

Eine kleine Sensation des Dokumentarfilms sind die von Kubricks Vater auf 16 Millimeter gedrehten Filmaufnahmen, die den zehnjährigen Stanley beim Tanzen zeigen. Ein weiteres Highlight des Films ist ein witziges Dossier, in dem Kubrick seinen Familienmitgliedern Anweisungen gibt, wie ein Streit zwischen seinen zwei Lieblingskatzen zu schlichten sei – Aufnahmen, die Einblick in das Denken des unverbesserlichen Perfektionisten geben, der selbst sein Privatleben wie ein Schachspiel durchdachte.

3. «3° kälter» ist im Bayerischen Fernsehen von 23:40 – 01:20 Uhr zu sehen.

Drei Grad kälter

Der Gewinner des Silbernen Löwen von Locarno 2005, Regisseur Florian Hoffmeister, kann sich in «3° kälter» auf beeindruckend gute Schauspieler verlassen: u.a. Meret Becker, Bibiana Beglau, Alexander Beyer und Sebastian Blomberg. Der Titel erklärt sich aus einem Satz aus dem Film:

In der Nähe von Bahngleisen ist es drei Grad kälter.

Der Film behandelt eine Dreierbeziehung und stellt die Frage «Was ist wichtiger, zu lieben oder geliebt zu werden?». Homepage des Films mit Fotos und Trailer. Weitere Infos und Rezension zum Film bei Dieter Wunderlich.

Artikel, Kino, TV

Noch 8 Tage: Linga-Ausstellung Stabi Hamburg

Ausstellung Linga-Bibliothek - Stabi Hamburg

Nochmal zur Erinnerung an alle Hamburgerinnen und Hamburger: Die für insgesamt sechs Wochen zu sehende Ausstellung über die Linga Bibliothek ist nur noch bis nächsten Donnerstag (29.11.07) zu sehen.

Obiges Foto zeigt die wunderschöne und mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtete Vitrine zur Ofrenda. Was eine Ofrenda ist, läßt sich im Artikel zur Linga-Ausstellung «Ein Hamburger in Mexiko» im Hamburger Abendblatt nachlesen:

Eine Ofrenda am Eingang bietet dem Besucher einen Eindruck mexikanischer Kultur: Eine Ofrenda ist ein Altar, den jede Familie für ihre Angehörigen zu Allerheiligen (1.11.) aufstellt, denn die Mexikaner glauben, dass die Seelen der Toten an jenem Tag zurückkehren.


Ausschnitt der Übersicht 'Don Carlos' Bücherschatz'
In den Ausstellungstafeln und den Vitrinen wird nicht nur die Geschichte der Spezialbibliothek zu Lateinamerika erklärt, sondern es sind wunderbare Bücherschätze zu bewundern. Wann bekommt man schon einmal über 400 Jahre (!) alte Bücher zu sehen? Wie gesagt: bis 29.11.2007 besteht die Chance dazu in der Stabi Hamburg. Und das ist etwas, was die Website, die ich ja für die Ausstellung in einer deutschen und einer spanischen Version gebaut habe, nicht leisten kann: Uralte, erstaunlich gute erhaltene Schriften mit eigenen Augen vor Ort betrachten. Welche Schätze das sind, wird auf der Website «Don Carlos‘ Bücherschatz» im einzelnen erläutert.

Die Fotos der Ausstellung, wie sie sich noch etwas mehr als eine Woche lang im Ausstellungsraum der Stabi dem interessierten Publikum präsentiert, wurden von Otto Danwerth aufgenommen, der neben Wiebke von Deylen und Anne Slenzka die Ausstellung realisiert hat und der auch zahlreiche großartige Fotografien zur Ausstellung selbst beigetragen hat. Die Ausstellungsbilder gibt es in einer Bilderschau bei Sevenload zu sehen. Der Klick dorthin lohnt!

Ausstellung Linga-Bibliothek - Stabi Hamburg

Foto, Hamburg, Literatur, Spanisch

Luis Mandokis Dokumentarfilm über den Wahlbetrug: ‚Fraude: México 2006‘

Der mexikanische Regisseur Luis Mandoki hat vor zwei Jahren mit einem außergewöhnlich guten Film auch in Europa viel Beachtung gefunden, für mich war «Voces Inocentes» (ein ergreifender Film über die Zwangsrekrutierung von Kindern im Bürgerkrieg in El Salvador) einer der besten Filme auf der Berlinale 2005.

Fraude: México 2006
Nun, im November 2007, hat Luis Mandoki erneut für Aufsehen gesorgt, und dieses mal gleich im eigenen Land. In drei Tagen haben bereits über 100.000 ZuschauerLa Jornada: «En tres días, más de 100 mil han visto el documental Fraude: México 2006» (20.11.2007) seinen Dokumentarfilm über den Wahlbetrug bei den mexikanischen Präsidentschaftswahlen 2006 gesehen, und das trotz übelster Repressalien und Fälschungen der StatistikLa Jornada: «Pese a las hostilidades, Fraude: México 2006, la más taquillera»(18.11.2007), denn in der Pseudodemokratie Mexiko werden nicht nur Wahlergebnisse manipuliert, sondern auch die Kinostatistiken gefälscht.

Hier der Trailer zu «Fraude: México 2006»:


Direktlink YouTube

Laut einer Meldung auf Milenio.com startet der Film in 236 Sälen, die ursprünglich 5 Stunden dauernde Version wurde auf 90 Minutenlaut offiziellen Angaben auf der Homepage und in der IMDB dauert der Film 110 Minuten gekürzt, basiert auf 31 Monaten Drehzeit (April 2005 – November 2007) und enthält bisher unveröffentlichtes Material zu den mexikanischen Präsidentschaftswahlen.

Kino, Politik, Spanisch

Safarp – schnelle Softwareentfernung in Windows

Safarp - schnelle Software zum Entfernen von Programmen unter Windows Es sind die kleinen Dinge, die manchmal große Freude bereiten. Das gilt auch im Softwarebereich und ich habe es heute morgen wieder mal an einem praktischen Beispiel erfahren, das ich gerne mit euch teilen möchte.

Wer unter den Windows-Nutzern kennt das nicht? Man möchte ein Programm deinstallieren und ruft dazu die unter Start / Einstellungen / Systemsteuerung / Software vorgesehene Windows-Routine zum Entfernen von Programmen auf. Je nach Anzahl bereits auf dem Rechner installierter Programme dauert dieser Aufruf jedoch ewig. Er lädt… und lädt… und lädt….

Doch wie der höchst praktische Artikel «Windows Add/Remove programs replacements» auf Download Squad zeigt, gibt es flotte Alternativen zu Windows hausgemachter lahmen Ente für diese wichtige Aufgabe. Ich habe aus der dortigen Vorstellung von Programmen, die einem helfen Software schneller vom Rechner zu beseitigen, das aus Frankreich stammende Safarp ausprobiert und bin sehr zufrieden mit der von Romain Vallet in C++ programmierten Freeware. Klein, flott und hoch funktional listet dieses Programm die auf dem Rechner installierte Software auf und löscht auf Knopfdruck den Ballast, den man von Bord werfen möchte. Und löscht… und löscht… und löscht….

Software

Miriam-Meckel-Effekt auf die Text & Blog-Statistik

Screenshot der Statcounter-Statistik der laufenden Woche von Text & Blog Ich nenne es mal den «Miriam-Meckel-Effekt»: Normalerweise kommen etwa 1.000 Leute pro Tag auf Text & Blog vorbei, was mich natürlich sehr freut, da es mir zeigt, dass es regelmäßig viele Menschen gibt, die sich für das interessieren, was ich hier schreibe. Gestern – ausgerechnet an einem Sonntag, wo erfahrungsgemäß weniger los ist – waren es aber über 2.500 Leserinnen und Leser hier im Blog und per Feedreader. Alleine 1.800 (!) mal wurde gestern in Google nach Anne Wills Lebenspartnerin „Miriam Meckel“ gesucht und – wohl auch, da die Meckel-Homepage down war und es immer noch ist – in der Google-Trefferliste auf meinen Artikel mit der Buchvorstellung zu Miriam Meckel («Miriam Meckel ist unerreichbar glücklich») geklickt.

Doch der Hype lässt schon nach (heute wurde der Artikel erst 385 mal aufgerufen), der erste Informationshunger nach der gestrigen Meldung lässt wohl schon nach und bald muss ich mich wieder mit 1.000 Lesern begnügen (die reichen mir auch, ehrlich gesagt).

Allgemeines, Internet
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