Was ist schief gelaufen für Hillary Clinton?

Guter Videobericht zu den Fehlern von Hillary Clinton von New York Times-Urgestein Katharine Q. Seelye:
«A Look Back at the Clinton Campaign».

A look back at the Democratic primary battle and what went wrong for Hillary Rodham Clinton.

Was ihr Konkurrent Barack Obama im Kampf um die US-Präsidentschaftskandidatur größtenteils richtig gemacht hat, hab ich ja über anderthalb Jahre kontinuierlich hier zusammengetragen: «Barack Obama – Der Kandidat und das Netz».

Politik, Video

Vortrag über Carlos Linga in der Handelskammer Hamburg

Carlos Linga und seine Bücherschätze

Ein Veranstaltungstipp für Kurzentschlossene (ich werde auch da sein): Meine Kollegin Wiebke von Deylen stellt heute Abend in Hamburg den Mann vor, der durch sein lebenslanges Büchersammeln den Grundstock für die Linga-Bibliothek gelegt hat. Mit 17 Jahren ist Carlos Linga am Ende des vorletzten Jahrhunderts aus Altona nach Mexiko gegangen, um am Ende seines Lebens gemeinsam mit seiner Frau Hamburg eine beachtliche Büchersammlung zurückzugeben, die seit 50 Jahren ausgebaut wird.

Der Hamburger Kaufmann Carlos R. Linga (1877 – 1963) ging Ende des 19. Jahrhunderts nach Mexiko und erwarb dort im Zuckerhandel ein beträchtliches Vermögen, welches er zum Teil in den Kauf wertvoller Bücher investierte. Seine einzigartige Sammlung mit mehr als 6.000 Werken zu Mexiko und ganz Lateinamerika bildet den Grundstock der nach ihm benannten Linga-Bibliothek, die 1957 in Hamburg eröffnet wurde. Die Bibliothek verfügt mittlerweile über mehr als 35.000 Bände und gilt als eine der bedeutendsten europäischen Spezialbibliotheken zu Lateinamerika.

18 Uhr, Handelskammer Hamburg. Heute. Infos hier. Das Leben und die Bücher von Carlos Linga gibt es auch auf der Site linga-bibliothek.de zu bestaunen, die ich die Ehre hatte im letzten Jahr bauen zu können. 😉 Dort wartet umfangreiches Foto- und Dokumentationsmaterial auf ausführliche Betrachtung. Auf den Vortrag heute Abend freue ich mich schon: «Zwischen Büchern und Bilanzen. Der Hamburger Kaufmann Linga und seine Bibliothek.»

Hamburg, Literatur, Spanisch

Lehmanns faule Flatterausrede

Jens Lehmann behauptet im Vorfeld der EM in mehreren Interviews, der neue EM-Ball flattere. Das sagte er zum Beispiel im Interview mit Welt Online (aufgezeichnet von Ralf Köttker):

Frage: Vor der WM haben Sie den Ball kritisiert. Wie ist er jetzt?

Jens Lehmann: Er ist noch schneller geworden und er flattert. Die Entwicklung ist nicht gut für die Schönheit des Spiels. Weil der Ball so schnell und unberechenbar fliegt, werden nicht mehr die Techniker die herausragenden Spieler des Turniers, sondern die Fernschützen. Ich finde das sehr schade.

Querkraft erklärt den Magnus-Effekt
Graphik: Querkraft-Blog

Dass sich Lehmann damit ziemlich lächerlich macht, beweist Querkraft, das physikalische Fussball-Blog:
«Warum Fußbälle garantiert nicht flattern». Metin Tolan führt leicht nachvollziehbar vor, weshalb der in der Physik als Magnus-Effekt bekannte Vorgang im Prinzip bei jedem Ball auftauchen kann und schreibt dort zum Ende des lesenswerten Artikels:

Bei der EM werden wir es wieder erleben, wie Torhüter, die gerade ein Tor aus 30 Metern kassiert haben, behaupten, der Ball sei „geflattert“. Achten Sie doch einmal selber bei der EM auf „Flatterbälle“ – Sie werden auch in der besten Superzeitlupe keinen entdecken! Damit wissen Sie nun, was man von solchen Aussagen von Torhütern (oder Sportreportern!) zu halten hat …..

Ihr seht, die Lektüre dieses wissenschaftlichen Blogartikels lohnt zur professionellen Vorbereitung auf die am Samstag startende Europameisterschaft. 😉

Fußball

Zeitschrift UNESCO heute: Wissen im Web

Unesco heute - Wissen im Web Die deutsche UNESCO-Kommission widmet die aktuelle Ausgabe (1/2008) ihrer Zeitschrift «UNESCO heute» dem Thema «Wissen im Web». Es sind wohl eher allgemeine Einführungsartikel, die ich mir noch nicht komplett angeschaut habe, aber auf die ich mögliche Interessenten gerne hier hinweisen möchte. Es finden sich dort u.a. Artikel wie:

  • Die Rolle der Bibliotheken im Internetzeitalter (Barbara Lison)
  • Open Access – Den Zugang zu Forschungsergebnissen fördern (Celina Ramjoué)
  • Informationen finden im Netz. Der Einfluss von Suchmaschinen (Dirk Lewandowski)
  • Informelles Lernen im Internet – Perspektiven aus lernpsychologischer Sicht (Friedrich Hesse / Maike Tibus)

Um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Alle Artikel in der Übersicht (wahlweise einzel, oder als komplettes Heft – 72 S., ca. 4 MB – downloadbar).

War dieser Hinweis hilfreich für euch? (Ja oder nein als Kommentar für Kommunikationsminimalisten genügt – Feedback jedoch durchaus erwünscht!)

[via Textdepot]

Artikel, Internet, Literatur

Abdulkadir Topal: Übersetzung statt Feuerwehr

Internationale nicht-kommerzielle Softwareprojekte sind auch im Übersetzungsbereich auf die gemeinnützige Mitarbeit vieler helfender Kräfte im Hintergrund angewiesen.

«Andere sind bei der freiwilligen Feuerwehr, ich arbeite bei Mozilla.»

Das sagt Firefox-Übersetzer Abdulkadir Topal. Beinahe 20 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum arbeiten mittlerweile mit Firefox. Der 25-jährige Germanistik-Student hilft durch seinen unermüdlichen und gemeinnützigen Einsatz mit, dass die Firefox-Gemeinde weiter wächst. Mozilla hat ja das ehrgeizige Ziel die neue Firefox-Version drei im Sommer zeitgleich in über 50 unterschiedlichen Sprachversionen zu starten. Der Standard schreibt heute zu diesem Thema:

Der Firefox-Boom von mittlerweile rund 500 Mio. Downloads hat auch Topal ins Staunen versetzt und sein Verantwortungsbewusstsein stark anwachsen lassen. „Im Prinzip hatte ich anfangs von Software-Übersetzung keine Ahnung. Mittlerweile läuft der ganze Prozess natürlich viel professioneller ab, zumal man sich bewusst ist, dass die gewählten Menübegriffe von Mio. von Usern verwendet werden“, so Topal.

Mehr über Abdulkadir Topal und die Übersetzungsarbeit rund um die Mozilla-Projekte erfährt man auch in seinem Blog Envision.

Software, Übersetzen

Ciao FCS

Meine Befindlichkeits-Meldung um 14:30 Uhr auf Plurk

Ich hab’s getwittert und geplurkt:
Der FCS, der hat’s vergurkt.

Der ehemalige Bundesligist 1. FC Saarbrücken hat heute nach einer erneut verkorksten Saison das Ticket für die 5. Liga gelöst. 5. Platz am letzten Spieltag der Oberliga Südwest, nur die ersten vier kommen in die neue 4. Liga. Der dritte Abstieg in Folge. Wie bitter. Trainer Kaminski ist zurückgetreten. Ich tue es auch: Wie letzte Woche angekündigt: «Adieu FCS, das wars!». Ich werde auch meine Mitgliedschaft kündigen und wende mich nach 23 Jahren tief enttäuscht von diesem Verein ab, der nicht mehr meiner ist.

Fußball, Saarland

Google-Chef Eric Schmidt im FAZ-Gespräch

Google Womit Google laut Eric Schmidt in Zukunft sein Geld verdienen will (und wohl auch wird): «Die nächste große Welle ist das mobile Internet».

«Die Web-2.0-Architektur ist nicht für Umsatz ausgelegt. Dort ist das Geld nicht», sagt Schmidt.

Damit könnte er recht haben, der Schmidt, der Eric, der Chef von Google. Muss er sich was and’res aussuchen, um Geld zu machen. Aber damit hat Google offensichtlich keine Probleme. Lesenswertes Interview in der FAZ (auch im engl. Wortlaut).

Artikel, Internet
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