Abdulkadir Topal: Übersetzung statt Feuerwehr

Internationale nicht-kommerzielle Softwareprojekte sind auch im Übersetzungsbereich auf die gemeinnützige Mitarbeit vieler helfender Kräfte im Hintergrund angewiesen.

«Andere sind bei der freiwilligen Feuerwehr, ich arbeite bei Mozilla.»

Das sagt Firefox-Übersetzer Abdulkadir Topal. Beinahe 20 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum arbeiten mittlerweile mit Firefox. Der 25-jährige Germanistik-Student hilft durch seinen unermüdlichen und gemeinnützigen Einsatz mit, dass die Firefox-Gemeinde weiter wächst. Mozilla hat ja das ehrgeizige Ziel die neue Firefox-Version drei im Sommer zeitgleich in über 50 unterschiedlichen Sprachversionen zu starten. Der Standard schreibt heute zu diesem Thema:

Der Firefox-Boom von mittlerweile rund 500 Mio. Downloads hat auch Topal ins Staunen versetzt und sein Verantwortungsbewusstsein stark anwachsen lassen. “Im Prinzip hatte ich anfangs von Software-Übersetzung keine Ahnung. Mittlerweile läuft der ganze Prozess natürlich viel professioneller ab, zumal man sich bewusst ist, dass die gewählten Menübegriffe von Mio. von Usern verwendet werden”, so Topal.

Mehr über Abdulkadir Topal und die Übersetzungsarbeit rund um die Mozilla-Projekte erfährt man auch in seinem Blog Envision.

4 Gedanken zu “Abdulkadir Topal: Übersetzung statt Feuerwehr

  1. Als Ubuntu-User sehe ich bei vielen Linux-Anwendungen auch noch die Notwendigkeit, dass diverse Übersetzungen beigesteuert werden müssen. Bei Launchpad.net sind viele Programme gehostet, und es werden Tools bereitgestellt, die bei der Lokalisierung unterstützen. So habe ich z.B. viele Text des Scantools gscan2pdf ins Deutsche übertragen, einfach weil ich das Tool so genial finde :O)

  2. Sehr vorbildlich, Matthias. Ich muss gestehen, dass ich als Übersetzer bisher nur gegen Bezahlung übersetzt habe (ist ja auch mein Job, jedoch nur Literatur und Film bisher). Dabei gibt es sicher auch spanische nicht-kommerzielle Software, die eine Übersetzung ins Deutsche nötig hätte. Ich denke darüber nach und werde ggfs. aktiv. Jedenfalls fand ich den Vergleich mit der Feuerwehr einen guten Hinweis darauf, dass man auch im Netz gemeinnützig tätig werden kann (ohne der Mitarbeit bei der örtlichen Feuerwehr ihre Berechtigung absprechen zu wollen).

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