Drei Tage im Zeichen von Twitter

Twitter-Lesung

Heute Abend ist es soweit: die erste Hamburger Twitter-Lesung startet – wie bereits berichtet – in der Hamburger Botschaft um 21 Uhr. Einlass ab 20 Uhr. Wer nicht früh hin kommt, wird wohl nicht mehr rein kommen (oder muss zumindest stehen). Die Anmeldungen in den Kommentaren auf Twitterlesung.de wurden bereits geschlossen bzw. auf Warteliste umgestellt (weitere Infos dort).

Ich freue mich darauf, dass dieses in Berlin bereits zweimal (I. & II.) erprobte ungewöhnliche Lesungs-Format nun auch in der Hansestadt angeboten wird. Zweifler mögen sich fragen: «Kann man Tweets überhaupt vorlesen?». Ich möchte Ihnen antworten: «Ihr werdet sehen!».

Meine Twitkrit-Kollegen Picki, Bosch, Mspro und ich werden heute Abend dem twitternden und auf Twitter neugierigen Publikum handverlesene Tweets präsentieren. Und morgen Früh geht’s dann twittermäßig gleich weiter in der Stabi, auf der zweitägigen Microblogging-Konferenz MBC09.

Twitter-Momentaufnahme auf Kopflast

Kopflast über Twitter Schön, wie jemand seinen, wenn auch verspäteten, doch durchaus begeisterten Zugang zu Twitter in einem Artikel beschreibt und dabei auch gleich ein paar gute Tipps gibt. Guido Hartenberg aus Köln twittert und bloggt unter dem Namen Kopflast. Und Twitter hat ihn erwischt:

So kann es gehen. Zwei Jahre nach dem Start, im Oktober 2006, habe ich das Phänomen wahrgenommen und mir einen Account angelegt. twitter.com/kopflast. Die Sache ist so einfach und chaotisch, dasz ich mich wirklich frage, warum es zwei Jahre gedauert hat mich darüber zu informieren? Aber besser spät, als nie. Auch wenn die Blogosphäre über Twitter durchaus gespaltener Ansicht ist, bin ich bisher positiv überrascht. Zumindest scheint fast jeder bei Twitter auch ein Blog zu schreiben – erste Momentaufnahme.

Weiter auf Kopflast: «Twitter hat mich erwischt».

Video der Zweiten Twitterlesung

Heute wurde TwitKrit, das Rezensionsorgan für die knuffeligen Meldungen aus dem Microblogging-Dienst Twitter, ausnahmsweise zweimal mit neuen Inhalten befüllt:

Am Vormittag mit meiner freitäglichen TwitKrit Vom Abarbeiten der ToTwitterListe, und viel wichtiger: am Nachmittag mit oben zu sehendem Video der Zweiten Twitterlesung in Berlin (16.10.08, im Ori).

Sehr schön auch, dass es zu Anfang der verlesenen Tweets für das anwesende Berliner Publikum noch eine kleine Einführung in das Thema Twitter gab, so dass sich das Betrachten des Videos auch für Nicht-Twitterer lohnt. Außerdem werden eine Fülle wirklich sehr gelungener und lustiger Tweets vorgelesen. Sowohl in obigem Video der Twitterlesung als auch in den weiteren Bewegtbild-Leseeinheiten auf TwitKrit.

Wer also immer noch nicht so recht was anfangen kann mit Twitter, sollte mal einen Blick in die Twitterlesung werfen. Vielleicht platzt ja dann der Knoten.

Zum Thema Twitter auch sehr passend: die neueste Ausgabe von Mario Sixtus’ Elektrischem Reporter: «Microblogging: Leben in 140 Zeichen».

TweetDeck: eleganter, übersichtlicher TwitterClient

TweetDeck

Was ich gerade eben in dem argentinischen Blog Denken Über von Mariano Amartino entdeckt habe, ist die bisher eleganteste (und beinahe möchte ich sagen auch funktionalste) Twitter-Desktop-Anwendung: TweetDeck. Vor allem geeignet für Menschen, die viele Replies und Direct Messages bekommen. In drei Spalten sieht man die Tweets seiner Follower, die Replies und die Direct Messages (letztere im Screenshot aus Gründen der Diskretion abgedeckt). Nett gemacht: möchte man sich das Profil eines Twitterers anschauen, wird es auf Klick in der vierten, rechten Spalte angezeigt. Es gibt auch eine Gruppierungsfunktion (die ich mir noch anschauen werde). Standards wie Link-Verkürzung und TwitPic-Anschluss sind natürlich gegeben.

Außerdem, im Screenshot zu sehen: Ich habe mal den Lesekater @linolux angeklickt, den mir @claudine aka Frau creezy in einem Tweet vorstellte, und kann so – direkt aus der Anwendung heraus – seine Profilseite, samt Bild in groß bewundern. Jetzt twittern auch schon Katzen. Geht Twitter damit endgültig Richtung Mainstream? 😉

Wer sich TweetDeck anschauen oder es gar ausprobieren möchte, bitte hier entlang. Wie so oft bei Twitter-Desktop-Clients: Adobe Air muss (vorher!) installiert werden.

Volltreffer 2.0: Windows-Desktop-Theme Zune

Mein Windows-Desktop mit Zune
Mein Zune-Desktop mit Vermeers
Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Seit ich vor ein paar Tagen einen ganz wunderbaren Tipp von Bebal bekommen habe (dazu später mehr), ist auf all meinen Windows-Rechnern1 das Desktop-Theme Zune installiert. Ich frage mich, warum ich nicht schon früher auf dieses seit über zwei Jahren existierende Theme gekommen bin. Die in dunkelgrau und schwarz gehaltenen Farbtöne, dem Zeitgeist geschuldet schön webzwonullig gespiegelt, und nur hier und da durch ein kräftiges dunkles Orange unterbrochen, vermitteln einen insgesamt sehr eleganten Eindruck und lenken nicht von den Inhalten ab, sondern unterstützen diese dezent. Das hört sich jetzt wie Werbegesülze an, aber ich meine es so, wie ich es schreibe: ICH BIN EINFACH BEGEISTERT!

Der Fortschrittsbalken in leuchtendem Orange Das Hintergrundbild von Zune hab ich natürlich durch mein schon seit ewiger Zeit als Background dienendes Gemälde von Vermeer ersetzt. «Das Mädchen mit dem Perlenohrring» passt sogar farblich durch die dunkle Leinwand sehr gut zu Zune. Und dass ich vom kräftigen Orange im Startbutton und in den Fortschrittsbalken (siehe Abb. oben rechts und unten) sehr angetan bin, wird die Text & Blog-Leserschaft sicher nicht verwundern: meine Geox lassen grüßen 2.

Startbutton in orange und Taskleisten-Ausschnitt in Zune

Wer sich über die hier gezeigten Beispiele hinaus Zune ansehen möchte, findet eine Screenshot-Reihe samt Erläuterung auf Computer Base. Wer es sich herunterladen möchte (Größe: 1,6 MB), darf seine Maus auf diesen Microsoft-Downloadlink führen und sanft klicken (führt direkt zum Download).

Was ich hier noch abschließend anmerken möchte, ist der Tipp, den mir Bebal über Twitter gegeben hat. Ich hatte dort im Vorfeld über die neuen Googe Mail-Themes geschrieben (hier ja auch im Blog vorgestellt) und – genau wie Bebal – für das Google-Theme Minimalistisch geschwärmt. Weil es einfach nur in schicken graunen Tönen daher kommt. Und deshalb sich Bebal wohl gedacht, wenn mir Minimalistisch gefällt, wird mir sicher auch Zune gefallen und hat mir selbiges samt Hashtag (Info) #schoengrau auf Twitter empfohlen:

@textundblog dann empfehle ich Dir noch das passende Zune Theme go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=75078 dazu 🙂 #schoengrau

Volltreffer 2.0! Danke, Bebal.

  1. Liebe Linux- und Mac-Fans: Ich arbeite nur mit Windows-Rechnern! 😉 []
  2. Zur Bedeutung der Farbe Orange auf Text & Blog hat Herr Quintus, der Fuchs, ja schon neulich in einem Kommentar festgestellt: «Wie bereits in der Geoxserie bleibt Orange als repetitives Element geschickt in Zitaten erhalten». 😉 []

Hilfreiche Firefox-Plugins: UrlbarExt & GCal Popup

Es ist mal wieder an der Zeit, zwei wunderbare Firefox-Erweiterungen vorzustellen, die Euch ebenfalls von Nutzen sein könnten:

1. UrlbarExt (für Windows, Update: jetzt auch für Linux, Solaris, BSD):

UrlbarExt: Die Adresszeile des Browsers zum URL-Verkürzen nutzen Ich liebe es ja, Funktionen im Browser, die häufig gebraucht werden, mit einem Klick zu erreichen. Der Raum dazu ist jedoch begrenzt, außerdem soll der Fokus jederzeit auf dem Content, also den dargestellten Inhalten, liegen. Einen wunderbaren Weg noch ein bisschen Platz für Zusatzfeatures auszunutzen, bietet die praktische Erweiterung UrlbarExt. In der Adresszeile des Firefox werden verschiedene Funktionen per Icon angeboten:

Die wichtigste ist dabei für mich, den URL zu verkürzen (etwas, was ich immer häufiger für Twitter und zur Vermeidung von Zeilenumbrüchen in Mails brauche.) Toll auch, dass die URL-Verkürzungsdienste durch eigene Einträge erweitert werden können. So hab ich gleich meinen Lieblingsdienst Twiturl eingetragen und als Standard definiert (einfach über Add-ons, Eigenschaften von UrlbarExt, einzustellen).

Weitere Dienste, die – auch hier wird Platz gespart! – auf Wunsch auch einzeln abschaltbar sind:

  • Ein Verzeichnis nach oben wechseln, Doppelklick führt auf die Hauptdomain (praktisch zum Beispiel um von einem Blogartikel aus, direkt über die Adresszeile auf die Startseite eines Blogs zu kommen)
  • Den URL mit einem Klick kopieren (in die Adresszeile klicken und STRG + c entfällt)
  • Die aktuell besuchte Website mit Google durchsuchen (auch hier ist die voreingestellte Suche konfigurierbar)
  • Anonymes Surfen via Proxy-Server

Und einige andere Funktionen mehr, da wird jede(r so seine Favoriten haben. Insgesamt eine sehr beeindruckende Erweiterung, die auch ob ihrer Personalisierbarkeit beeindruckt. Nimmt kaum platz weg und erhöht die direkte Funktionalität der Adresszeile des Browsers enorm. Installationsempfehlung! Registrierung (selbstverständlich kostenlos) bei Mozilla ist Voraussetzung.

2. GCal Popup:

Diese Erweiterung ist für alle AnwenderInnen des Google Kalenders interessant, denn sie ermöglicht es, von jeder Webseite aus über ein Icon in der Statusleiste des Browsers den Google-Kalender aufzurufen, der sich als Popup über die aktuelle Seite legt. Sehr praktisch.

[via ReadWriteWeb]

Al Gore twittert und fordert zielorientiertes Web 2.0

Al gore twittert - Screenshot 9.11.08

Al Gore fordert auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco den Einsatz von Web 2.0 auch für zweckorientierte Ziele (Obama hat’s ja gerade in den vergangenen beiden Jahren vorgemacht ;-):

Forget about swapping party pictures on Facebook and other “gee-whiz stuff,” says former Vice President Al Gore. “Web 2.0 has to have a purpose.”

Siehe Bits Blog, New York Times: «Al Gore and the Purpose-Driven Web»

Nach einem Chat auf dem Web 2.0 Summit (s. Truemors) hat er sich auch entschlossen, zu twittern (bzw. twittern zu lassen). Er hatte es ja offensichtlich schon etwas länger vor (s. Mashable), aber nun ist es soweit. Erst 4 Updates seit vorgestern, aber schon über 13.000 Follower. Ich gehör’ erstmal auch dazu, mal sehen, was er so erzählt auf twitter.com/al_gore.

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