Gerade bei der heutigen Hitze ist es wichtig zu betonen, dass im Herzen keine Enge entsteht. Die gute @_Popo_Catepetl hat im Tweet der Woche eine Kurzprosa von geradezu philosophischer Dichte rausgehauen, die es festzuhalten gilt:
Das Schöne am Herzen ist ja: Es können ziemlich viele Menschen darin sitzen, ohne dass es zu eng wird.
— Poponella Katerberger (@_Popo_Catepetl) June 4, 2015
Es gibt zwei Gründe, warum ich dieses Video bzw. dieses Interview mit Linda Kozlowski von Evernote (Europa) – nachzulesen bei den Netzpiloten – mag:
Einmal, weil es mit Evernote um eine Software geht, auf die ich in meiner Wissensorganisation und Arbeit nicht mehr verzichten möchte. Evernote hab ich hier schon mal näher vorgestellt, am besten auch den Literatur-Tipp in den Kommentaren beachten. Ich stelle Evernote auch immer in meinem Social-Media-Recherche-Seminar in der Stabi vor, wenn die Teilnehmer fragen, wie man denn sinnvoll Quellen und Fundstücke sammeln kann, die man bei Webrecherchen findet.
Und zum zweiten mag ich das Interview, weil es mir gefällt, was Kozlowski zur sich wandelnden Idee von Arbeit sagt. Wie wir heute unsere Arbeit erledigen, hat sich bereits jetzt schon für viele dramatisch geändert und wird sich in naher Zukunft noch weiter ändern:
…
Gestern aus Nürnberg zurückgekommen. Das Fazit des 104. Bibliothekartages, an dem in der Zeit vom 26. – 29 Mai 3.815 überwiegend als Bibliothekswesen einzuordnende Menschen teilgenommen haben (Quelle), habe ich noch im ICE auf der Rückfahrt in einem Tweet zum Ausdruck gebracht:
Ciao, #Nürnberg. Hat sich gelohnt. Wenn ich ehrlich bin, mehr als erwartet. Für #Bibliotheken gibt's viel zu tun. Packen wir's an. #bibtag15
Der Tweet der Woche ist ausnahmsweise mal ein Tweet mit Aufruf zu einer kulturpolitischen Kampagne. Weil es so eine extrem wichtige ist, denn das veraltete Urheberrecht mit all seinen negativen Auswirkungen für uns ist stark reformbedürftig. Danke @Senficon, dass Du diese Woche auf dem Bibliothekartag in Nürnberg warst und danke für den Hinweis auf die Initiative:
Der Tweet der Woche kommt in dieser Woche vom BND. Da er komplett selbsterklärend ist, braucht er im Sinne der Datensparsamkeit keine weitere Erläuterung:
"Verbinde deinen Twitter-Account jetzt mit deinen Kontakten"
oder auch
"Zeige all Deinen Freunden, wie krank Du in Wirklichkeit bist!"
Wie ich hier schon schrieb, ich halte es kaum noch bis zum alles entscheidenden Spiel gegen Darmstadt am Sonntag aus. Das wird garantiert eine nervenaufreibende Angelegenheit bis zum Schluss.
Wer wie ich in letzter Zeit etwas enttäuscht war von der früher so guten heute show, dem sei gesagt, dass sich das mit der Ausgabe vom 15. Mai 2015 wieder deutlich gebessert hat:
Was mich am meisten an der Affäre um die Lügen der Kanzlerin im aktuellen NSA- und BND-Abhörskandal wundert, ist, dass die Verfehlungen von Merkel nicht zu Konsequenzen führen. Und dass es den Menschen auch offenbar vollkommen egal ist, dass sie gelogen hat. Ganz anders war das 1974, Brandts Rücktritt erfolgte damals wegen viel geringerer Vorkommnisse. Es liegen 40 Jahre zwischen beiden Vorgängen und natürlich ist das Verschulden der aktuellen Kanzlerin um ein Vielfaches größer als das, was sich der Sozialdemokrat Willy Brandt damals als Kanzler hat zuschulden kommen lassen. Bei allem Ärger über den politischen Gleichmut in unserer Gesellschaft und über die Dreistigkeit, mit der Merkel diese Krise (wieder einmal) zu überstehen versucht, kann man es wenigstens wie @maltewelding mit Humor nehmen. Daher ist sein Posting mein Tweet der Woche: