Fifa-Fall Frings: in dubio contra video
Wie auch immer die Entscheidung der Fifa im Fall Frings ausfallen wird, es ist ein Armutszeugnis für den italienischen Fußballverband bzw. die italienischen Medien (z.B. La Repubblica) auf diesem Wege zu versuchen, die deutsche Nationalmannschaft im Vorfeld des morgigen Halbfinalspiels gegen Italien zu schwächen.
Wer sich die Szene des Gerangels nach dem Spiel Deutschland-Argentinien noch einmal anschauen möchte:
Direktlink auf das Video bei YouTube, gefunden bei den WM-Bloggern.
Der betroffene argentinische Abwehrspieler Julio Cruz hat ja bereits ausgesagt, er sei von Frings nicht getroffen worden, bzw. er habe es nicht bemerkt. Man kann nur hoffen, daß die Fifa (Entscheidung ist bis heute 17 Uhr angekündigt) dieser Aussage mehr Glauben schenken wird, als einer recht diffusen Videomaterialdeutung, die die Grenzen von Abwehrhaltung und aktiver Schlagbewegung im Getümmel ineinanderfliessen lässt: in dubio contra video.
Update 17:50 Uhr: Unfassbar: «Fifa sperrt deutschen Mittelfeldspieler» (netzeitung) und «Frings ein Spiel gesperrt» (kicker).
2. Update 21:40 Uhr: Fredi Bobic macht seinem Ärger über die Fifa-Entscheidung gegen Frings beim Grillen Luft und meint im Bobicblog (DIE ZEIT): «Das ist lächerlich!»:
Außerdem müsste die Fifa sich jetzt hinsetzen und die gesamte Szene auseinander nehmen und alle Beteiligten entsprechend bestrafen. Aber mit dieser Kommissionsentscheidung ist Torsten Frings nun das Bauernopfer für den gesamten Rudel.
Konsequent wäre, den Anheizer der Tumulte ausfindig zu machen und diesen zu bestrafen. Damit könnte man den ursächlich Schuldigen bestrafen. Das wäre gerecht.



