Spanien: Gesetz über das Lesen, das Buch und die Bibliotheken

Kurios (und auch traurig genug), dass in Spanien das Lesen wie eine vom Aussterben bedrohte Spezies per Gesetz geschützt werden muss. Die spanische Regierung hat am Freitag ein Gesetz in das Gesetzgebungsverfahren gebracht, das vor allem die öffentlichen Bibliotheken in Spanien unterstützt (mit 431 Mio. Euro in acht Jahren!), das im Kinder- und Jugendbereich das Lesen mit Kampagnen bewerben und fördern möchte und das die in Spanien heiß diskutierte Buchpreisbindung bringen soll.
Das Gesetz trägt den Titel «Ley de la Lectura, el Libro y las Bibliotecas» (Gesetz über das Lesen, das Buch und die Bibliotheken) und wird – ohne Kenntnis des konkreten Gesetzestextes – in seiner guten Absicht von mir begrüßt.
Detaillierte Untersuchungen zu diesem Gesetz kann ich leider nicht liefern (sorry, Atakan), aber den spanischsprechenden Teil meiner Leserschaft auf die Übersicht der Pressemeldungen zum neuen Buchgesetz verweisen und besonders den ausführlichen Artikel des «Documentalista Enredado» zur Lektüre empfehlen.

Literatur, Spanisch

Brewster Kahle über das Internet-Archiv

Das sollte man und frau gesehen haben: Brewster Kahle über das Internet-Archiv. Der elektrische Reporter wartet wieder einmal mit einem hoch informativen Interview auf, dieses Mal mit dem Gründer von archive.org. Brewster Kahle erzählt darin …

… Warum er Googles Vorgehensweise Bücher einzuscannen für einen „Albtraum“ hält, warum eine europäische Filiale des Archivs notwendig war und worin er die große Aufgabe unserer Zeit sieht, erläutert Brewster Kahle im Gespräch.

Informationskompetenz, Literatur, Video

Videoanleitung ‚Serienbriefe mit OpenOffice.org 2.0‘

Sehr praktisch: Auf akademie.de stellt Rüdiger Post eine Videoanleitung zum Thema «Serienbriefe erstellen mit OpenOffice.org ab Version 2.0» zur Verfügung.

Unsere Video-Anleitung sorgt für Klarheit: In zwölf Minuten zeigen wir Ihnen, wie sie Ihre Adressdaten in OpenOffice importieren, den Serienbrief erstellen, Anrede und Layout festlegen und Personalisierungen vornehmen.

In Wort und bewegtem Bild einen nicht ganz unkomplizierten Vorgang leicht erklärt und für jeden nachvollziehbar dargestellt.

Internet, Video

Digitale Bohème: Wir nennen es Arbeit

tagesschau.de berichtet über die «Digitale Bohème»: «Arbeit ist da, wo ich Netz habe».

Sie verbringen den Arbeitstag mit Laptop im Café, entwerfen kreative Web-Projekte und wurden in einem Buch jüngst zur „digitalen Boheme“ gekürt. Festanstellung ist für sie ein wirklichkeitsfernes und anachronistisches Berufskonzept.

Das Buch, um das es geht, heißt «Wir nennen es Arbeit», geschrieben von Holm Friebe und Sascha Lobo. Ein Interview mit den beiden Autoren zu ihrem Buch, und zur Frage, was man sich unter einer digitalen Bohème vorstellen kann, gab es ja auch schon in der vorletzten Ausgabe des elektrischen Reporters.

[via Popkulturjunkie]

Artikel, Internet, Video

Text & Blog 2.0

Aus der Blog-Statistik:

Derzeit sind 1.236 (jetzt:) 1.237 Beiträge und 763 Kommentare auf 18 Kategorien verteilt.
Das ergibt im Schnitt eindreiviertel Blog-Artikel pro Tag. Ich kann es eigentlich nicht glauben.
Wie alles begann auf die Minute genau vor zwei Jahren, bescheiden und sehr formell, damals am 01.11.2004: «Psychologie der E-Mail».

Internet

LibraryThing jetzt auch auf Spanisch

LibraryThingBei LibraryThing sind bereits mehr als 6 Millionen Bücher verzeichnet. Man kann dort seine eigenen Bücher ganz leicht eintragen und – falls gewünscht – kommentieren und verschlagworten, kann gleichzeitig sehen, welche anderen Nutzer diese Bücher auch haben, was die anderen Leser dazu geschrieben haben und was diese noch so lesen. Prima Idee und praktisch umgesetztes Web 2.0!
Meine Stabi-Kollegin und netbib-Neumitautorin Anne Christensen hat LibraryThing ja letzte Woche bereits im Stabi-Blog vorgestellt: «LibraryThing: Das eigene virtuelle Bücherregal».

Und nun meldet LibraryThing-Gründer Tim Spalding im LibraryThing-Blog, dass es neben der englischen und deutschen Version jetzt auch eine französische, holländische, italienische und (Freude!) spanische Version gibt, an deren Übersetzungen teilweise noch gearbeitet wird, die aber alle schon funktionsfähig sind.
Ich zitiere hier aus der spanischen Seite:

¿Qué es LibraryThing?

LibraryThing es un nuevo sitio para los amantes de los libros.
Básicamente son dos sitios en uno.

LibraryThing te ayuda a crear un catálogo con calidad de biblioteca de tus libros. Puedes ponerlos todos o solo lo que estás leyendo ahora.

Además, puesto que todo el mundo cataloga en línea, todos también catalogamos juntos. LibraryThing conecta a las personas según los libros que comparten.

Man verzeihe mir den Kalauer: wem das jetzt spanisch vorkommt, bitte hier entlang: librarything.de.

Informationskompetenz, Internet, Literatur, Spanisch

Historias Mínimas – alles andere als kleine Geschichten

Historias Mínimas Carlos Sorín hat mit «Historias Mínimas» (dt.: «Kleine Geschichten») einen der schönsten argentinischen Filme der letzten Jahre gedreht.

«Drei Menschen machen sich unabhängig voneinander auf die Reise in die entfernte Stadt San Julian im Süden Argentiniens. Sie suchen nach Vergebung, nach Reichtum, nach Liebe. Bevor sie jedoch ihr Ziel erreichen, haben sie zunächst einige Hindernisse zu überwinden…» |Quelle:arte

arte zeigt diesen Film übermorgen abend, am 1.11.2006 um 22.40 Uhr (Wiederholung am 07.11.2006 um 14:55 Uhr).
Die FAZ hat mal über den Film geschrieben:

Meisterlich gelingt es dem Regisseur Carlos Sorin, anhand von drei parallel erzählten Reisegeschichten aus dem hintersten Patagonien, in der scheinbaren Bedeutungslosigkeit seiner Protagonisten die ganze Welt einzuschließen.

Weitere Infos, samt Presseheft und Fotos, beim deutschen Verleih Pegasos. Filmkritik von Svenja Alsmann auf artechock. Trailer und weitere Kritiken bei filmz.de.

Im deutschen arte kommt der Film leider nicht als OmU, sondern in der deutsch synchronisierten Fassung. (Tipp für Sat-Zuschauer: Film im französischen arte schauen, dort läuft er als OmU). Die Ausstrahlung von «Historias Mínimas» ist gleichzeitig auch der Auftakt zu einer arte-Reihe zum argentinischen Kino, die eine Woche später mit «La Ciénaga» (Der Morast) von Lucrecia Martel fortgesetzt wird, dann auch glücklicherweise im Original mit deutschen Untertiteln. «La Ciénaga» ist ein harter, aber hochinteressanter Film.

Kino, Spanisch, TV
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