Michael Sonntag hat heute in seinem Blog Autohotkey vorgestellt: Kleine Einführung in Autohotkey (mit Beispielen). Ich habe dies zum Anlass genommen, von meinem bisher genutzten Textersetzungstool Texter, das auch auf Autohotkey basiert, auf dieses noch mächtigere Tool umzusteigen (hätte ich damals bei der Vorstellung von Texter hier im Blog schon auf meine Kommentatoren gehört, hätte ich die Vorteile dieses Programmes, mit dem man ganz leicht seine Tastaturbelegung verändern kann, schon früher nutzen können). Autohotkey ermöglicht es auch, Programme mit bestimmten Tastaturkürzeln zu starten und individuelle Aufgaben mit eigenen Skripten zu lösen.
Die Einführung von Michael ist bewusst kurz gehalten und sehr gut; er gibt dort auch die notwendigen Links (Dokumentationen, Wikis, Foren), um sich weiter mit dem Programm zu beschäftigen. Ebenso hilf- und aufschlussreich finde ich die Zusammenstellung von Andreas Borutta: Tipps zu Autohotkey – systemweit Autotexte und Makros nutzen (dort auch mit Verweis auf Skripte, die es einem ermöglichen von jeder Windowsanwendung heraus eine Wikipedia– oder Leo-Recherche zu starten, sehr praktisch!).
Jetzt Haareschneiden & Rasieren. Verbessert den CW-Wert fürs Badminton am Nachmittag. Und macht den Nachteil der lädierten Schulter wett.;-)
Hat zwar sportlich nichts gebracht, denn ich habe alle acht gespielten Sätze im Badminton (Einzel) verloren, aber die lädierte linke Schulter hat gehalten und mir außer den üblichen Schmerzen keine weiteren Sorgen bereitet.
Kepa Junkera ist ein baskischer Virtuose auf dem Akkordeon, genau genommen auf der Trikitixa, einem diatonischen Akkordeon. In diesen Minuten wartet das gespannte Publikum in Madrid auf seinen Auftritt im Centro Cultural Conde Duque. Wie sich das anhört, wenn der aus Bilbao stammende Musiker in die Tasten greift, kann hier bestaunt werden, bei der beeindruckenden Darbietung des baskischen Liedes Herrik Shaw:
Im heutigen Interview auf El País hat der junge Baske übrigens beteuert, dass er bei der EM für Spanien gehalten hat:
En la Eurocopa, yo iba con España, y además estaba Xabi.
Es haben ja auch ein paar Basken mitgespielt.;-)
Dass sein Herz nicht nur für die baskische Folklore schlägt, zeigt er auf seinen Konzerten, in denen er stets auch mit anderen internationalen Künstlern zusammen auftritt. Hier zu sehen mit den ihn oft begleitenden vier Bulgarinnen, dem Bulgarka Junior Quartet. Das Lied heißt Oliene:
Kepa Junkera (Homepage, Achtung Musikalarm: die Mucke startet direkt beim Aufruf der Seite, ein Unding dass so etwas immer noch gemacht wird!) schafft es, wie ich finde, auf eine beeindruckende Weise Folklore modern umzusetzen. Der spanischsprachige Wikipedia-Artikel über ihn bietet mehr Informationen als der deutsche. Und zudem wird man bei der aufmerksamen Lektüre nicht gezwungen gleichzeitig seine Musik zu hören. 😉
Burkhard Wölfel ist Buchhändler in Braunschweig. Er mag literarische Podcasts, findet aber keine übersichtliche Zusammenstellung der an vielen Ecken im Netz zu findenden (meist Radio-)Sendungen. Deshalb hat er kurzerhand das literarische Podcastverzeichnis litcast.de gegründet. Und in der Tat sind dort recht übersichtlich und mit abfragbarem Archiv literarische Podcasts in Hülle und Fülle verzeichnet. Das litcast-Blog mit dem schönen Untertitel «Wir bauen ein Podcastverzeichnis für Büchermenschen» berichtet über Neuigkeiten.
Im Interview mit Marcus Hammerschmitt auf Telepolis, wo das engagierte Projekt heute vorgestellt wird, gibt Burkhard Wölfel auch eine gute Anregung an Bibliotheken, Buchhandlungen und Verlage, indem er fordert:
Wir brauchen mehr Podcasts über literarische Themen. Je interessanter die Inhalte, desto weniger wichtig wird der klangliche Hochglanz. Das kann man zum Beispiel an „Just One More Book“, einem Podcast über Kinder- und Jugendliteratur aus Amerika sehen. Der wird in einem Kaffeehaus aufgenommen, an den Nachbartischen wird geklappert und geklönt – keine Rundfunkanstalt würde so etwas regelmäßig senden. Daher mein Appell an Buchhändler, Bibliotheken und Verlage: Nehmen Sie ihre Veranstaltungen auf! Nutzen Sie die niedrige Schwelle der neuen Medien, um auf ihr Engagement aufmerksam zu machen.
Das gesamte Interview mit dem litcast.de-Gründer Burkhard Wölfel auf Telepolis: Rosinen picken – Ein Buchhändler auf der Suche nach Literatur-Podcasts, die sich wirklich lohnen.
Hier kann man durch die Geschichte des Buchdrucks browsen. Am besten den Zeitstrahl in groß betrachten: A Chronology for the History of the Book {including Printing and the Mind of Man}.
Passend zum Thema ein 10-minütiger Film von 1947 «Making Books», der den aufwendigen Buchdruckprozess schildert, wie er noch vor 60 Jahren üblich war:
Die Dokumentation wurde von Encyclopaedia Britannica Films produziert. Jede Menge weiterer Filme aus dieser Serie gibt es bei archive.org, etwa solche Kuriosa wie den Film «Beginning to date» aus dem Jahr 1953. 😉
Diesem törichten und schlecht informierten ZEIT-Artikel von Marcus Rohwetter «Haltet den Dieb!», der offensichtlich überhaupt nicht versteht, mit welchen Umbrüchen im Mediensystem wir es zu tun haben, kann ich neben der klugen Entgegnung von Markus Beckedahl Philip Steffan «Was “Die Zeit” unter Urheberrecht versteht» nur noch dieses hinzufügen:
Visualisierungstools sind oft nur eine nette Spielerei, können aber auch – über den reinen Spaßfaktor hinaus – durchaus Sinn machen. Favthumbs ist so ein nettes Spielzeug: Seite aufrufen, del.icio.us-Nutzernamen eingeben (Passworteingabe nicht notwendigBisher hat sich mir auch noch nicht erschlossen, weshalb man dort sein Passwort eingeben sollte.), und schwupps kann frau oder man durch die Screenshots der eigenen, bei del.icio.us abgelegten Lesezeichen browsen.
Praktischer Anwendungsfall könnte etwa sein, dass man sich nicht mehr daran erinnert, welche der 27 unter „WordPress-Themes“ abgelegten Seiten denn nun dieses tolle Theme mit orangenem Hintergrund war, und ehe man sich durch 27 Lesezeichen klickt, um genau dieses eine zu finden, wählt man bei Favthumbs das entsprechende Schlagwort aus und blättert mit dem Mausrad durch die Sammlung. Nett und im Einzelfall sogar funktional. Wer’s ausprobieren will, bitte hier entlang: Favthumbs.