Wer diese und andere Bilder der schrecklichen Folgen des Tsunamis und der atomaren Bedrohung aus Japan sieht, ist ohnmächtig, erschüttert, den Tränen nah. Obige zugegeben mehr als schlichte Collage aus der Flagge Japans (Quelle: Wikipedia) und dem Foto «Auge 1420» von wolfkoch auf Flickr sind mein hilfloser Versuch das auszudrücken, was ich momentan angesichts des unvorstellbaren Leides der Menschen in Japan empfinde.
Wie hier berichtet: Freitag und Samstag fand das BibCamp in Hamburg statt. Seit 2008 treffen sich IT-affine Bibliothekare und andere Informationsexperten einmal jährlich und einer ist (fast) immer Dabei: Horst Bibo, unser BibCamp-Maskottchen:
Patrick hat ihn aus Wien mitgebracht und er (also Horst) erholt sich gerade im wunderschönen Wandsbek von den Strapazen des zweitägigen BibCamps.
Officials in protective gear check for signs of radiation on children who are from the evacuation area near the Fukushima Daini nuclear plant in Koriyama, March 13, 2011.
Für mich steht dieses Foto exemplarisch für den Schrecken der atomaren Bedrohung und die furchtbaren Geschehnisse in Folge des Tsunamis um die Atomanlage Fukushima.
Es gab heute einen sehr guten Kommentar im DLF von Günter Hetzke zur Atomenergie: «Made in Germany als Beruhigungspille»:
Der Spiegel titelt am Montag: Das Ende des Atomzeitalters (Titelbild). Für mich kann man aus dem neuerlichen Drama 25 Jahre nach Tschernobyl nur eine Konsequenz ziehen:
Letztes Jahr im Mai in Hannover hatten wir zugesagt, das nächste BibCamp wird es nach Berlin (2008), Stuttgart (2009) und Hannover (2010) in Hamburg geben. Und morgen ist es dann so weit: 2 Tage werden sich 150 Menschen, größtenteils – aber nicht nur – Bibliothekarinnen und Bibliothekare, aus deutschsprachigen Landen in der Hansestadt treffen. Wir werden uns in spontan formierten Sessions über das auszutauschen, was moderne Bibliotheksarbeit bedeutet, bzw. was man von Bibliotheken erwartet, die längst nicht mehr nur für Literaturerhalt und -zuverfügungstellung verantwortlich sind. Ich freue mich auf das Wiedersehen im Reallife mit vielen netten Kollegen, auf das Kennenlernen neuer Menschen und auf zwei Tage spannende Diskussionen und Arbeitsergebnisse auf dem bestens ausgestatteten Kunst- und Mediencampus Finkenau, wo das BibCamp in den Räumlichkeiten des Department Information stattfinden wird.
Meine Twitkrit für morgen hab ich schon vorgeschrieben. Ich bin ja immer freitags dran und wollte sie morgen nicht ausfallen lassen. Sie wird um 10:15 Uhr auf twitkrit.de veröffentlicht werden (selbst die sie bewerbenden Tweets hab ich schon vordatiert). Um diese Zeit sind wir vom Orga-Team schon längst vor Ort und treffen die letzten Vorbereitungen. 😉
Rüdiger Suchsland bestätigt in seiner Rezension von „Almanya“ auf Telepolis das, was ich in meinem Berlinale-Bericht schon angedeutet hatte: «„Almanya“ ist albern, und genau darin hellsichtig.». Er urteilt weiter:
Endlich mal also ein Film über Deutsch-Türken, in dem die ganzen Klischees und Stereotypen, die Halb- oder Unwahrheiten, die immer nur in den politischen Reden der Immigrationsgegner vorkommen, nicht auftauchen. Stattdessen ein multikultureller Heimatfilm, der aus der Sicht der Einwanderer auf die deutschen Verhältnisse blickt, und dort viel Sonderbares findet. Mit dem Ergebnis, dass Deutsche hier einmal über sich lachen, nicht über andere.
Apropos Sarrazin: zu dem hat ja meine Lieblingsfigur aus der heute Show, der wunderbar zurückhaltende Kommentator Gernot Hassknecht (Hans-Joachim Heist), schon alles gesagt:
Wie ich eben bei Markus auf hackr.de im Artikel «Detect» gelesen habe, kann Google Übersetzer jetzt auch Sprachen erkennen, die man zum Übersetzen eingibt. Hab mal was auf Saarländisch eingegeben und er ordnet es der deutschen Sprache zu. Soweit wenig verwunderlich, wenn auch nicht ganz korrekt. Lustig wird es allerdings, wenn man sich das Übersetzte dann vorlesen lässt. Hab’s gerade mit dem frei erfundenen Satz probiert:
Ich han die Freck*, do kannssche nix mache. Awer morje bin isch beschdimmt widder gesund.
(*Freck heißt Erkältung)
Macht sicher auch mit anderen Dialekten Spaß. Ihr könnt’s ja mal ausprobieren. (Nach Texteingabe könnt Ihr die Links Eurer Versuche aus dem Adressfeld des Browsers kopieren, und – wenn Ihr wollt – gerne in den Kommentaren mitteilen.)
Die Journalistin, Fotografin und Schriftstellerin Ruth Gruber wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Mit 20 war sie 1931 der jüngste Mensch auf der Welt mit einem Doktortitel, den sie an der Uni Köln machte. Mit «Ahead of Time» erscheint nun ein Dokumentarfilm über diese außergewöhnliche Frau:
While in Germany, Gruber witnessed Nazi rallies and later returned to America with an acute awareness of the dangers posed by Nazism. Beginning her career in journalism, she returned to Germany on a secret mission for the FDR administration and photographed Holocaust refugees.
2002 ist ihr Buch Die Irrfahrt der Exodus (Eine Augenzeugin berichtet) im Pendo Verlag in Zürich erschienen.