Bin seit gestern Abend von der Berlinale zurück; Bericht kommt noch. Vorher dies: hab mir gestern gleich das neue Kettcar-Album «Zwischen den Runden» zugelegt und bin sehr – auch was: extrem! – angetan. Das Lied, das mir momentan am besten gefällt, ist «Schrilles, buntes Hamburg»:
Nur damit sich ob der Funkstille hier im Blog niemand Sorgen macht: es geht mir gut. Bin seit letzten Donnerstag auf der Berlinale (meiner 17.). Habe 28 Filme gesehen. Obiges Foto hab ich vor ein paar Tagen in der morgendliche Kartenschlange aufgenommen. Zu den besonderen Strapazen des Festivals gehört es, dass ich dort jeden Morgen von 7:30 bis 9 Uhr für Karten für den Folgetag anstehe. Bei den zweistelligen Minusgraden war das kein Spaß. Ausführlicher Festivalbericht wie immer nach der Berlinale.
Wer sich bisher noch nicht näher über das sogenannte Anti-Piraterie-Abkommen ACTA informieren konnte, bekommt in obigem Video einen gut gemachten visuell orientierten Überblick über die Hintergründe.
Es ist gut, dass Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger heute klar und deutlich gegen diesen gefährlichen Unfug Stellung bezieht, aber die Verantwortung nur nach Brüssel zu schieben, ist natürlich zu wenig:
http://youtu.be/WhgMS_lnbhs
Internetprovider sind keine Hilfs-Sheriffs. Wir wollen … keine Sperrung von Internetzugängen wegen Urheberrechtsverletzungen.
Trotz dieses Statements von SLH, oder besser gesagt: gerade, um den Protest richtig deutlich zu machen, ist es wichtig, dass die Menschen Flagge zeigen gegen ACTA und am 11. Februar nicht nur bundes- sondern auch weltweit protestieren. Eine Übersicht der geplanten Demonstrationen nach Ländern gibt es hier: wiki.stoppacta-protest.info. Einen schnellen Überblick verschafft auch die Google-Protest-Karte.
Den Lobbyisten der Verwertungsindustrie gefällt dieser Protest natürlich überhaupt nicht. So schreibt Udo Vetter im ZDF-Blog Hyperland:
Hinter den Kulissen werden ACTA-Strippenzieher freilich schon nervös. So hat der verantwortliche EU-Kommissar Karel de Gucht den EU-Abgeordneten einen geradezu flehentlichen Brief geschrieben. Darin fordert er, die Parlamentarier sollten sich bei der noch anstehenden Verabschiedung von ACTA bloß nicht von den Protestmails vieler Bürger beeindrucken lassen.
Die Jungs von OK Go haben mal wieder ein sehr abgefahrenes (sic!) Video an den Start gebracht. In vier Monaten Vorbereitungszeit wurde im Umland von Los Angeles der neue Song Needing/Getting bebildert und berasselt, in dem sie in einem Chevy Sonic auf 2 km Strecke weit über 1.000 Instrumente bespielen. Genau sind es 288 Gitarren, 55 Pianos und 1,157 handgemachte Instrumente. Mehr Infos zur Entstehung des Videos auch auf okgo.net.
Siri-Parodien gibt es einige. Hab ja auch schon meinen Spaß dazu gebloggt. Aber diese hat es in sich. Der Plot zum Kurzfilm über Apples Spracherkennung im iPhone 4S ist in einem Satz beschrieben:
An abandoned iPhone turns out to be a killer of a deal.
Man kann den technisch gut gemachten Film von Nathan McMurry und Andrew McMurry auch mit «Siri meets Hal» beschreiben. Viel Spaß.
Bei Facebook laden die Leute nicht nur schlechte Bilder von Essen hoch (die wunderbar bei cooksuck.com betextet werden), nein, sie teilen auch sonst jede Menge Daten, Bilder und Kommentare.
Jeder wie er mag. Mir selbst ist Facebook schon lange nicht mehr so wichtig. Reagiere dort nur noch auf Kommentare anderer und schaue ab und zu wegen meiner mexikanischen Freunde rein. Müsste ich nicht aus beruflichen Gründen dabei bleiben (ich betreue den Facebook-Account der Stabi Hamburg), hätte ich meinen Account wohl schon gelöscht. Ich bin mit Google Plus und Twitter bestens bedient.
Aber da Facebook von den Nutzerzahlen her immer noch eine große Bedeutung hat, werde ich mir den Beitrag am 13.2.2012 um 22:45 Uhr aufzeichnen, für den die ARD schon mit diesem Trailer wirbt:
http://youtu.be/wdu7W2Ut_MU
Wie verdient das soziale Netzwerk Geld? Was geschieht im Hintergrund mit den Daten der Nutzer? Der Film zeigt spannende Antworten. Hier eine Sneakpreview auf die Doku.
Unglaublich, aber wahr: 1963 wurde ein VW Käfer zu Forschungszwecken in der Antarktis eingesetzt. Im Rahmen der Australian National Antarctic Research Expedition. Eine große Freude, den knapp 10-minütigen englischsprachigen Kinospot über dieses Abenteuer zu sehen. Gefunden bei meinem lieben sibirischen Freund Metkere: Volkswagen В АНТаркТИде.
Wir haben mit Guido Westerwelle einen Außenminister, der wie kaum ein anderer deutscher Politiker für Unfähigkeit und Überforderung im Amt steht. Was die Bevölkerung von Westerwelle hält, zeigt sich auch an dessen kontinuierlichem Umfragetief. Im Ranking der Politiker im ARD Deutschlandtrend hält Guido stets die Rote Laterne fest im Griff. Nun hat sie ihm einer abgenommen, der nicht nur im Amt überfordert ist, sondern der es auch nachweislich mit der Wahrheit nicht so genau nimmt: «Wulff unbeliebter als Westerwelle». Jenem schonungslosen Aufklärer im Amt, den niemand mehr so recht ernst nehmen – geschweige denn als seinen Präsidenten akzeptieren – kann, hat @PBBMarx einen Tweet gewidmet, der für mich der Tweet der Woche ist:
Zur leidigen Causa Wulff, der wir gleichsam überdrüssig sind, die wir aber nicht zu den Akten legen können, weil es genau das ist, worauf Merkel und Wulff spekulieren, – also zu eben dieser Causa Wulff hat Nils Minkmar heute in der FAZ die richtigen Fragen formuliert:
Weil die Aufklärung stagniert, verlagert sich die Causa Wulff auf Detailfragen. Doch es geht nicht um Schnullis und Schmatzis auf irgendwelchen Partys, es geht um den Scheck.