Schöne neue Welt: Kara – beängstigend gut

Auf der Game Developers Conference (GDC), die heute in San Francisco zu Ende geht, hat der französische Spieleentwickler Quantic Dream diesen Animationsfilm an der Schnittstelle zwischen Playstation & Real Life vorgestellt. So etwas finde ich ja gleichzeitig beeindruckend und beängstigend. Jedenfalls ist die Animation des Zusammenbaus der Androidin Kara sehr gut gemacht. Wer mehr erfahren möchte, weitere Infos gibt es auf:

  • ALT1040: Kara, el cautivador cortometraje de Quantic Rain
  • IGN: Heavy Rain Developer Unleashes Short Film ‚Kara‘
  • Netzwelt: KARA: Neue Tech-Demo der Macher von Heavy Rain
Software, Video

Tweet der Woche: schon wieder ein Pointentweet

In dieser schnelllebigen Zeit kann man ja nicht davon ausgehen, dass ihr euch noch an meine Definition von Pointentweet von vor zwei Monaten erinnert. Deshalb zitiere ich mich hier selbst:

Eine Pointe in einem Tweet geschickt zu setzen, ist gar nicht so einfach. Klar, sie gehört an den Schluss. Der beste aller denkbaren Pointentweets ist folglich jener, der mit der Pointe als Schlusswort endet. Die Schwierigkeit, den rhetorischen Ablauf der Pointe voran zu stellen, liegt im begrenzten Raum. Doch die Kürze gehört eben mit zur Pointe. Der Leser möchte pointiert zum Ziel geführt werden.

So einen Pointentweet hat dieser Tage @Regendelfin publiziert. Ob des fein tarierten Aufbaus und unter allen Regeln der Kunst verfasst (dazu später mehr), ein würdiger Tweet der Woche:

Tweet der Woche von @Regendelfin

Eine Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) so geschickt zu simulieren, dass man bei der wohl gesetzten Pointe am Schluss herzhaft lachen muss, das ist schon mal ein großes Plus. Zählt man die Zeichen dieses Tweets, verstärkt sich der Eindruck, wie wohlgeformt er ist: Der Regendelfin hat diesen Tweet bei korrekter Zeichensetzung exakt in 140 Zeichen formuliert. Respäkt.

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Internet, Literatur

Animated GIFs sind nicht tot zu kriegen

GIF steht für Graphics Interchange Format. In seiner bewegten Form (sprich: mehrere Bilder in Abfolge innerhalb einer Datei) sprechen wir von Animated GIFs. Neben animierten Spiralen (so was zum Beispiel) gehören zu meinen beliebtesten Animated Gifs die wunderbaren Tuzki Emoticons der Chinesin Wang Momo, die ich mal vor knapp 5 Jahren hier im Blog vorgestellt hatte:
tuzkituzkituzkituzkituzkituzkituzki

Dass die Animated Gifs nicht nur nicht tot zu kriegen sind, sondern dass sie eine regelrechte postmoderne Wiederauferstehung feiern und beliebter denn je sind, zeigt obiges lehrreiches und unterhaltsames Video, das nicht nur einen designtechnischen Blick zurück wirft, sondern auch den immer noch andauernden Siegeszug eines Dateiformates erklärt, dass viele irrtümlicherweise für überholt hielten.

Software, Video

KONY 2012 – Kampagne von «Invisible Children»

Sehr bewegend. Wer die knappe halbe Stunde investiert, wird es nicht bereuen. Nach dem Anschauen bitte die Kampagnenseite besuchen: KONY 2012 by Invisible Children.

Weitere Infos:

[via @markus_breuer]

Update 9.3.2012, 14:10 Uhr: Zur gestern aufgekommenen Kritik an den Initiatoren der Kampagne hat Liisa in den Kommentaren ja schon auf die Stellungnahme von Inivisible Child hingewiesen. Im Netzfilmblog auf ZEITonline gibt es eine sehr gute Einschätzung zu dieser Kritik:
KONY 2012: Mit Social Media gegen den Völkermörder?:

Die Kampagne muss (und kann), ebenso wenig wie Social Media, nicht “die Welt verändern”, wie es die Macher proklamieren. Aber die Aufmerksamkeit der Massen ist immer ein Anfang, um etwas zu bewegen, wenn die Gelegenheit kommt. Und Aufmerksamkeit hat das Projekt bekommen: Joseph Kony und seine Taten dürften jetzt mehr Menschen kennen als zuvor.

Politik, Video

Guardian erklärt Open Journalism mit den drei kleinen Schweinchen

Die drei kleinen Schweinchen (Illustration 1904) Jeder kennt das Märchen von den drei kleinen Schweinchen (von dem aus Australien stammenden Joseph Jacobs in England im 19. Jahrhundert veröffentlicht). Wer es nicht als Kind gelesen hat oder vorgelesen bekam, kennt sicherlich die Disney-Verfilmung (von 1933). Nun hat der Guardian die Story als Grundlage genommen, um in diesem sehenswerten Trailer sein Konzept des Open(source) Journalim vorzustellen:

Guardian Chefredakteur Alan Rusbridger erklärt hier den Hintergrund:
A world of news at your fingertips.

Weitere Meldungen beim Guardian zu Open Journalism.

Illustration oben: The wolf blows down the straw house in a 1904 adaptation of the fairy tale Three Little Pigs. This is one one of the less intelligent pigs. Library of Congress, Wikipedia.

Internet, Literatur

Schmucke Urkunde: Die FC St. Pauli Anleihe

Anleihe FCSP

Gestern habe ich es endlich geschafft, meine Schmuckurkunde über die im Dezember getätigte Anleihe beim FC St. Pauli abzuholen. Nachdem ich bei den zuvor angekündigten Abholterminen nie konnte. Zur Feier des Tages hat mich Herr Sparschäler auf die Geschäftsstelle am Millerntor begleitet.

Der Verein hat sich ja letztes Jahr zunächst 6 Mio. Euro, und in einer zweiten Runde nochmal 2 Mio. Euro, bei den Fans bis zum 1.07.2018 geliehen. Zu wesentlich anständigeren und transparenteren Bedingungen als der Hauskaufkredit, den sich Wulff vom Ehepaar Geerkens hat geben lassen:

Der erzielte Netto-Emissionserlös soll der Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen der Millerntorstadion Betriebs-GmbH & Co. KG und des FC St. Pauli dienen. Das heißt, durch die Zeichnung von Schuldverschreibungen stellt Ihr der Millerntorstadion Betriebs-GmbH & Co. KG Geld bis zum 30. Juni 2018 zur Verfügung und erhaltet dafür 6 % Zinsen pro Jahr. Die Zinsen werden jeweils nachträglich zum 1. Juli eines jeden Jahres ausgezahlt. Rückzahlungstermin für den jeweiligen Nennbetrag der Schuldverschreibungen ist der 1. Juli 2018.

Zinsschein Anleihe FCSPDie auf den einzelnen Zinsscheinen abgebildeten Ex-Spieler des Magischen FC sind:

FC St. Pauli, Fußball
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