Kurze Meldung von der Berlinale 2012

Nur damit sich ob der Funkstille hier im Blog niemand Sorgen macht: es geht mir gut. Bin seit letzten Donnerstag auf der Berlinale (meiner 17.). Habe 28 Filme gesehen. Obiges Foto hab ich vor ein paar Tagen in der morgendliche Kartenschlange aufgenommen. Zu den besonderen Strapazen des Festivals gehört es, dass ich dort jeden Morgen von 7:30 bis 9 Uhr für Karten für den Folgetag anstehe. Bei den zweistelligen Minusgraden war das kein Spaß. Ausführlicher Festivalbericht wie immer nach der Berlinale.

Foto, Kino

ACTA ad acta legen, wichtiger denn je!

Wer sich bisher noch nicht näher über das sogenannte Anti-Piraterie-Abkommen ACTA informieren konnte, bekommt in obigem Video einen gut gemachten visuell orientierten Überblick über die Hintergründe.

Es ist gut, dass Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger heute klar und deutlich gegen diesen gefährlichen Unfug Stellung bezieht, aber die Verantwortung nur nach Brüssel zu schieben, ist natürlich zu wenig:

Internetprovider sind keine Hilfs-Sheriffs. Wir wollen … keine Sperrung von Internetzugängen wegen Urheberrechtsverletzungen.

Trotz dieses Statements von SLH, oder besser gesagt: gerade, um den Protest richtig deutlich zu machen, ist es wichtig, dass die Menschen Flagge zeigen gegen ACTA und am 11. Februar nicht nur bundes- sondern auch weltweit protestieren. Eine Übersicht der geplanten Demonstrationen nach Ländern gibt es hier: wiki.stoppacta-protest.info. Einen schnellen Überblick verschafft auch die Google-Protest-Karte.

Den Lobbyisten der Verwertungsindustrie gefällt dieser Protest natürlich überhaupt nicht. So schreibt Udo Vetter im ZDF-Blog Hyperland:

Hinter den Kulissen werden ACTA-Strippenzieher freilich schon nervös. So hat der verantwortliche EU-Kommissar Karel de Gucht den EU-Abgeordneten einen geradezu flehentlichen Brief geschrieben. Darin fordert er, die Parlamentarier sollten sich bei der noch anstehenden Verabschiedung von ACTA bloß nicht von den Protestmails vieler Bürger beeindrucken lassen.

Politik, Video

OK Go mit abgefahrenem Video: Needing/Getting

Die Jungs von OK Go haben mal wieder ein sehr abgefahrenes (sic!) Video an den Start gebracht. In vier Monaten Vorbereitungszeit wurde im Umland von Los Angeles der neue Song Needing/Getting bebildert und berasselt, in dem sie in einem Chevy Sonic auf 2 km Strecke weit über 1.000 Instrumente bespielen. Genau sind es 288 Gitarren, 55 Pianos und 1,157 handgemachte Instrumente. Mehr Infos zur Entstehung des Videos auch auf okgo.net.

[via ALT1040]

Musik, Video

Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft

Update 5.2.: Kinopremiere im Abaton Kino, Hamburg am 8.2. um 20.00

Bei Facebook laden die Leute nicht nur schlechte Bilder von Essen hoch (die wunderbar bei cooksuck.com betextet werden), nein, sie teilen auch sonst jede Menge Daten, Bilder und Kommentare.

Jeder wie er mag. Mir selbst ist Facebook schon lange nicht mehr so wichtig. Reagiere dort nur noch auf Kommentare anderer und schaue ab und zu wegen meiner mexikanischen Freunde rein. Müsste ich nicht aus beruflichen Gründen dabei bleiben (ich betreue den Facebook-Account der Stabi Hamburg), hätte ich meinen Account wohl schon gelöscht. Ich bin mit Google Plus und Twitter bestens bedient.

Aber da Facebook von den Nutzerzahlen her immer noch eine große Bedeutung hat, werde ich mir den Beitrag am 13.2.2012 um 22:45 Uhr aufzeichnen, für den die ARD schon mit diesem Trailer wirbt:

Wie verdient das soziale Netzwerk Geld? Was geschieht im Hintergrund mit den Daten der Nutzer? Der Film zeigt spannende Antworten. Hier eine Sneakpreview auf die Doku.

Weitere Info: http://www.daserste.de/information/allround_dyn….asp

Internet, Literatur, Software

Tweet der Woche bringt es auf den Punkt: Wir treten vom Bundespräsidenten zurück

Wir haben mit Guido Westerwelle einen Außenminister, der wie kaum ein anderer deutscher Politiker für Unfähigkeit und Überforderung im Amt steht. Was die Bevölkerung von Westerwelle hält, zeigt sich auch an dessen kontinuierlichem Umfragetief. Im Ranking der Politiker im ARD Deutschlandtrend hält Guido stets die Rote Laterne fest im Griff. Nun hat sie ihm einer abgenommen, der nicht nur im Amt überfordert ist, sondern der es auch nachweislich mit der Wahrheit nicht so genau nimmt: «Wulff unbeliebter als Westerwelle». Jenem schonungslosen Aufklärer im Amt, den niemand mehr so recht ernst nehmen – geschweige denn als seinen Präsidenten akzeptieren – kann, hat @PBBMarx einen Tweet gewidmet, der für mich der Tweet der Woche ist:

Tweet der Woche von @pbbmarx

Zur leidigen Causa Wulff, der wir gleichsam überdrüssig sind, die wir aber nicht zu den Akten legen können, weil es genau das ist, worauf Merkel und Wulff spekulieren, – also zu eben dieser Causa Wulff hat Nils Minkmar heute in der FAZ die richtigen Fragen formuliert:

Weil die Aufklärung stagniert, verlagert sich die Causa Wulff auf Detailfragen. Doch es geht nicht um Schnullis und Schmatzis auf irgendwelchen Partys, es geht um den Scheck.

Weiter im FAZ-Artikel von Nils Minkmar: «Die Partys sind nicht das Problem».

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur, Politik

Air vertonen Georges Méliès‘ «Reise zum Mond»

Georges Méliès‘ «Die Reise zum Mond» aus dem Jahr 1902 wurde von Air mit neuer Musik vertont. Großartig. Ein Farbentrip sondergleichen. Airs sphärische Klänge passen sehr gut. Hintergrund in der 3sat Kulturzeit, wo ich gerade eben den Beitrag gesehen habe:

Der Stummfilmpionier Georges Méliès drehte die „Reise zum Mond“ vor 110 Jahren, 1902. Der Film galt lange als verschollen, erst 1993 wurde er gefunden, aufwändig rekonstruiert und nachkoloriert. Für die Musik hatten sich die Produzenten etwas Besonderes überlegt: Sie baten das französische Elektropop-Duo Air einen Soundtrack für den 14 Minuten-Film zu gestalten.



Update: 3.2.2012: Beim Guardian kann man das AIR-Album nun komplett hören. Air – Le Voyage dans la Lune: exclusive album stream.

Kino, Musik, Video
Buchseite 176 von 606
1 174 175 176 177 178 606