Spanisch

Spanischsprachiges

Erdbeben der Stärke 4,7 in Spanien

Vor 10 Minuten meldet die spanische Tageszeitung El País ein Erdbeben in Spanien (4,7 auf der Richterskala) mit Epizentrum in Ciudad Real, doch zu spüren im ganzen Land, und zwar um 9:47 Uhr: «Un seísmo de 4,7 de magnitud sacude la zona centro de España». In den Kommentaren des Artikels melden sich Betroffene aus den verschiedenen Regionen des Landes.
Die spanischen Blogs berichten natürlich früher.

Ein Beben der Stärke 4,7 bedeutet laut Wikipedia:

wird von den meisten Menschen bemerkt; freies Pendel schwingt deutlich; Gläser und Teller klappern, Fensterläden schwingen; abgestellte Autos schaukeln leicht; geringste Schäden.

Update I – 12:10 Uhr: Über den Artikel von David, der hier eben kommentiert hat und sich aus Herencia (Ciudad Real), 25 km vom Epizentrum entfernt, meldet, bin ich auf die Seite des «European-Mediterranean Seismological Centre» gestoßen, wo die detaillierten Daten und Karten zum Erdbeben aufgeführt sind.

Update II – 12:55 Uhr: Die Stärke des Bebens wurde nun auf 5,1 korrigiert.
Diesen Bereich der Richterskala beschreibt die Wikipedia wie folgt:

von allen Menschen mit Schrecken wahrgenommen; viele Menschen verlassen ihre Häuser; Schornsteine können einstürzen; Möbel bewegen sich; einzelne Risse im Putz; es besteht die Gefahr von Verletzungen

Artikel, Spanisch

Übersetzer-Zentrum auf der Frankfurter Buchmesse

Übersetzer-Zentrum auf der Frankfurter Buchmesse, 10.-14. Oktober 2007
Die Frankfurter Buchmesse widmet sich dieses Jahr im Schwerpunkt bekanntlich der Katalanischen Kultur (siehe hierzu auch meinen Artikel «Tilbert Stegmann: Wer gehört zur katalanischen Kultur?»).
Dies berücksichtigt auch das Übersetzer-Zentrum, alljährlich der Anlaufpunkt auf der Buchmesse für Literaturübersetzer und aller am Thema der Sprachübertragung Interessierten:

Quim Monzó So kommen im Rahmen der vielfältigen Veranstaltungen des Übersetzer-Zentrums der in meinem oben zitierten Artikel bereits erwähnte katalanische Kultautor, La Vanguardia-Kolumnist und Comic-Zeichner Quim Monzó (s. Foto rechts) mit seinem französischen Übersetzer Edmond Raillard und seiner deutschen Übersetzerin Monika Lübcke zusammen (Samstag, 13.10.07, 13.30 Uhr). Aber auch die mich so sehr faszinierende baskische Sprache kommt nicht zu kurz (etwa in Programmpunkten wie «So nah und doch so fern? Die baskische Sprache ‚Euskera‘ & ihre Nachbarn»), von sich gegenseitig übersetzenden Dichtern aus der Schweiz und Katalonien wird die Rede sein und dem Literaturkritiker Denis Scheck (vielen bekannt durch seine ARD-Literatur-Sendung druckfrisch) wird für sein Engagement für die Belange der Literaturübersetzer die Übersetzerbarke des VdÜ überreicht werden. Vom 10.-14. Oktober 2007 gibt es ein Füllhorn von Veranstaltungen rund ums Thema Literaturübersetzung.

Ich habe heute auf der Website literaturuebersetzer.de, die ich für den Verband der deutschsprachigen Literaturübersetzer betreue, das Programm des Übersetzer-Zentrums der diesjährigen Frankfurter Buchmesse eingebaut. Schaut’s euch mal an und wenn ihr auf der Buchmesse seit, dann sollte euer Weg unbedingt auch ins Übersetzer-Zentrum in Halle 5.0 führen.

Literatur, Spanisch, Übersetzen

Están vivos! – Sie leben noch 2.0

días estranhosIn den letzten Tagen sind so viele Menschen aus dem Filmbereich gestorben, dass man kaum noch hinterherkommt, sie zu betrauern: Mühe, Bergman, Antonioni, gestern auch noch Plenzdorf. Manchmal weiß man ja bei Namen, von denen länger keine Rede mehr war, gar nicht mehr, ob sie überhaupt noch leben. Dem will jetzt Martin Pawley in einem der meist gelesenen galizischen Blogs días estranhos (seltsame Tage) entgegenwirken und sammelt die Namen von Schauspielern, Regisseuren, Produzenten etc., die noch leben:
Están vivos! (v2.0).
Alle mit Geburtsjahren vor 1930, ihre Namen verlinkt mit der IMDB. Dort zu finden sind noch zum Beispiel Shirley Temple, Deborah Kerr, Luise Rainer, Stanley Donen, Luis García Berlanga oder Andrzej Wajda. In den Kommentaren ergänzt jemand Johannes Heesters. Schaut mal rein: Sie leben noch 2.0.

[via Libro de notas]

Internet, Kino, Spanisch

Argentinier in Bolivien betrunken in den Tod gestürzt

Man sollte nicht betrunken und nackt an der Fassade einer Kathedrale entlang klettern. Ein 26-jähriger Argentinier hat diesen tragischen Spaß während einer Feierlichkeit in La Paz in Bolivien mit seinem Leben bezahlt. Rettungskräfte haben noch versucht, den Mann zu retten, doch er stürzte ab und starb. Das Video dazu, das man sich nur mit fassungslosem Kopfschütteln anschauen kann, ist heute bei El País das meist gesehene (wen wundert’s?), auch ABC berichtet darüber.

Update: In der Bolivianischen Tageszeitung La Razón bestätigt der Leiter des Rettungseinsatzes, dass der Argentinier, Adrián Bani, sich offensichtlich nicht helfen lassen wollte:

La intención mía era tomar contacto con él y llegar a la altura de su cuerpo, y si es que él se dejaba, si me hubiera hecho caso, hubiera llegado a ponerle el arnez. Ese era mi objetivo, antes que llegue, él se lanzó.

Spanisch, Video

Web 2.0-Video für den spanischen Bildungsbereich


Link: sevenload.com

Update: Da die Revver-Version des Videos schlecht navigierbar ist, habe ich das unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung gestellte Video auf sevenload hochgeladen.

Das asturische Bildungsministerium macht mit Educastur seit Jahren eine ganz fantastische Arbeit im eLearning-Sektor. Mit obigem Video zeigen Sie in leicht nachvollziehbaren Bildern, welche Möglichkeiten Web 2.0 in der Bildung bietet. Klasse gemacht und für viele Lehrende in Spanien sicher eine Ermutigung la web dos zero in Ihren Unterricht mit einzubeziehen. Web 2.0-Füchse ohne Spanisch-Kenntnisse können dem Film sicher genauso gut folgen, da man alleine über die Bilder schon sieht, welche Anregungen hier gegeben werden.

educastur Aufgrund des überwältigenden Erfolges, den dieses Video zur Zeit in der spanischsprachigen Blogosphäre hat, haben die Autoren des Filmes als zusätzlichen Service ein 5-seitiges PDF (495 kb) mit allen Infos und Links aus dem Video zum Ausdrucken erstellt. Eine lohnenswerte Bereicherung der filmisch aufbereiteten Inhalte.

Das Web 2.0-Video und das zugehörige PDF können natürlich genau so gut im Spanisch-Unterricht in Deutschland eingesetzt werden, gerade als Einführung in die aktuellen Internet-Begriffe in spanischer Sprache. Und auch hiesiges Lehrpersonal darf (und sollte!) sich anregen lassen, die Sprachvermittlung durch die interaktiven Möglichkeiten des Mitmachwebs (Wiki/Weblog) anzureichern.

Educastur bietet übrigens Dozenten in Spanien auch die Einrichtung von Blogs an (wo zum Beispiel Antonio in seinem Blog «Deutsches Heft» Tipps zum Lehren und Lernen der für Spanier schwierigen deutschen Sprache gibt).

[via Fremdsprachen und Neue Medien]

Internet, Literatur, Spanisch, Video

Ulrich Mühe – muere un gran actor

Wie gestern morgen erst veröffentlicht wurde, ist am Sonntag Ulrich Mühe seinem Krebsleiden erlegen. Ich war nicht in der Lage gleich nach Erfahren dieser traurigen Nachricht darüber zu schreiben (hab es nur getwittert). Ein ganz Großer ist zu früh gegangen. Klingt so banal, ist aber so wahr.
Heute habe ich auch die große Anteilnahme in Spanien (in den Nachrichtensendungen, Zeitungen und Blogs) beobachten können, wo „Das Leben der Anderen“ einen riesigen Erfolg hatte. Etwa im El País-Artikel «Muere el actor Ulrich Mühe, protagonista de ‚La vida de los otros‘», der auf die Parallele von Stasi in Film und Leben von Ulrich Mühe hinweist:

El propio Mühe pudo revivir en esta película parte de su propia biografía. Al igual que el actor de la película descubre que su mujer se ha „vendido“ a la Stasi, también a Mühe se le reveló que su primera esposa, actriz al igual que él, trabajó para esta policía secreta.

Viele Spanier haben Mühe erst durch «La vida de los otros» als begnadeten Schauspieler kennengelernt. Ich hatte ja im Februar zum Filmstart in Spanien den Trailer hier vorgestellt: «La vida de los otros». Dort kann man Ulrich Mühe spanisch synchronisiert sehen, so wie ihn das spanische und lateinamerikanische Publikum kennengelernt hat.

Das Deutsche Fernsehen ändert aus dem aktuellen traurigen Anlass sein Programm und strahlt mehrere Filme mit Mühe aus, u.a. läuft auf Tele 5 in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 0:15 Uhr der Michael Haneke Film „Funny Games“ mit ihm und seiner nun trauernden Frau Susanne Lothar in den Hauptrollen. Weitere Termine in einer Übersicht bei Digital TV.

Kino, Spanisch, TV, Video

José Saramago: Spanien + Portugal = Iberia

Iberia Ich schätze den portugiesischen Literaturnobelpreisträger José Saramago sehr. Als Literaten, jedoch nicht als politischen Visionär. Letzteres wollte er wieder einmal sein, indem er im Interview mit dem Diário de Noticias die provokante These aufgestellt hat, dass Spanien und Portugal zu einem Land verschmelzen, das Iberia heißen könnte. Nachzulesen im El País-Artikel: «Saramago profetiza que Portugal y España acabarán siendo Iberia».

Das kann er nicht wirklich ernst gemeint haben. Dazu wird es nicht kommen, eher werden das Saarland und Rheinland-Pfalz zu einem Bundesland zwangsvereinigt (was ebenso nie passieren darf und wird!), als dass 45 Mio. Spanier und 10 Mio. Portugiesen sich unter einem nationalen Dach zusammenschließen.

Klar, sie wären ein ernst zu nehmender Gegner bei der nächsten WM und die Basken, Katalanen und Galizier dürften diesen Vorschlag auch begrüßen, würden sie auf diesem Weg doch das ungeliebte Spanien endlich loswerden. Die so zusammengeschlossenen Länder hätten unbestritten eine größere Macht innerhalb der EU, aber ernsthaft kann diese Vereinigung der beiden iberischen Nachbarländer – außer vielleicht im Kopf des 85-Jährigen – niemand nachvollziehen.

Saramago selbst hat im persönlichen Umfeld die Vereinigung mit Spanien längst vollzogen, lebt er doch seit 20 Jahren mit einer Spanierin zusammen, und zwar mit der Journalistin und Übersetzerin Pilar del Río, die übrigens nicht nur seine Übersetzerin ins Spanische ist, sondern seit gestern auch seine Ehefrau: «El amor del escritor y su traductora» (El País). José und Pilar haben also längst ihr privates Iberia gegründet. Ob die anderen 55 Millionen nachziehen, darf angezweifelt werden.

Update 22.7.07: El País fasst heute in einem Artikel die übergroße Ablehnung die Saramagos Visionen in Portugal erfahren haben, zusammen: «Iberia, capital Lisboa».

[via Alt1040]

Literatur, Politik, Spanisch, Übersetzen

Onlinemagazin zur Lateinamerikanischen Literatur

Primera Revista Latinoamericana de Libros Eine gute Nachricht für alle Interessenten der Lateinamerikanischen Literatur: Die in New York neu gegründete Literaturzeitschrift «Primera Revista Latinoamericana de Libros» (PRL) erscheint online. Momentan erst mit einer Artikelvorschau, bald sollen die auf spanisch publizierten Texte komplett online zugänglich sein. Klasse! Die Artikelübersicht der ersten Ausgabe macht neugierig und verspricht hochwertige, frei zugängliche Inhalte über das weite und spannende Feld der Literaturen Lateinamerikas.

Unter den an der Zeitschrift Mitwirkenden finden sich so renommierte Personen wie die mexikanische Schriftstellerin Carmen Boullosa, der deutsche Philosophie-Professor Thomas Pogge, dessen Buch World Poverty and Human Rights Ende des Jahres bei de Gruyter auf deutsch erscheinen wird (Weltarmut und Menschenrechte) und der an der Columbia University in New York Philosophie unterrichtet, sowie der argentinische Schriftsteller Pablo de Santis, von dem auch bereits Einiges ins Deutsche übersetzt wurde.

[via Libro de Notas]

Literatur, Spanisch
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