Twitter als Ratgeber – Guter Rat, günstig
Die Ratgeber-Qualitäten von Twitter sind unübertroffen. Man bekommt hier so viele praktische Anregungen für den Alltag. Ein Beispiel: Angenommen, ihr seid demnächst auf eine Hochzeit eingeladen und wisst partout nicht, was ihr dem Paar schenken sollt. @DerPoppe hat da einen prima Tipp, der nicht nur originell, sondern auch noch extrem preisgünstig ist:
Auf Hochzeiten gehe ich immer ohne Geschenk und tausche einfach am größten Paket die zugehörige Glückwunschkarte mit einer von mir aus.
— Thomas Poppe (@DerPoppe) August 3, 2016
Man muss Twitter einfach lieben für solche Tipps, oder?
Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.
Vom Festhalten eines Augenblicks
Kennt ihr das? Man fährt immer wieder mit dem Bus oder der S-Bahn an einem bestimmten Punkt vorbei, von dem man aus ein Foto machen möchte und im richtigen Moment geht immer irgend etwas schief: Ein störendes Auto ist im Bild, der Winkel stimmt nicht, oder ein Zug fährt am Nebengleis vorbei durchs Bild.
So ist es mir immer wieder auf der Kennedybrücke gegangen, beim Versuch die Binnenalster zu fotografieren. Doch in dieser Woche habe ich mal Glück gehabt. Das Bild ist genau so geworden, wie ich es wollte. Und zusätzlich ergab sich noch der lustige Effekt, dass die Wasser-Fontaine so aussieht, als speise sie die darüber liegende Wolke.
Zur Lage des Journalismus
„Onlinejournalisten müssen das sich überschlagende Weltgeschehen erklären – während es geschieht.“ (schreibt Jochen Wegner in seinem klugen ZEIT-Artikel «Die fünf Paradoxien der Livemedien und der Mythos des Oknos» zur Problematik, dass Journalisten immer schneller auf aktuelle Entwicklungen reagieren müssen (bzw. wollen). Unabhängig von der Frage, ob man überhaupt noch zwischen Online- und Offline-Journalismus unterscheiden sollte (wozu Dirk von Gehlen ein paar clevere Zeilen schrieb: «Was ist eigentlich Online-Journalismus?»), hat es in dieser Woche einen Tweet gegeben, der in präziser Perfektion das Dilemma des heutigen Journalismus auf den Punkt bringt. 582 RTs und 1.343 Favs (Stand 29.07.2016, 15 Uhr) sprechen für sich, einen klareren Tweet der Woche hat es seit Einführung dieser Rubrik noch nicht gegeben. Danke, Herr @Zivilschein:
Bisher deutet nichts auf einen journalistischen Hintergrund der Berichterstattung hin.
— @Schnittstelle@kolektiva.social (@Zivilschein) July 26, 2016
Wenn wir schon beim Thema sind, noch zwei weitere Lektüre-Empfehlungen zum Thema Journalismus:
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San Sebastián, ich freu mich auf Dich
So langsam steigt die Vorfreude auf San Sebastián. Im September werde ich, wie jedes Jahr seit 1995, auf dem dortigen Filmfestival sein. Am Sonntag lief auf 3sat eine gute Doku über die Stadt, in der auch die cofradías (siehe 2. Bild unten) vorgestellt werden: Kochgemeinschaften, die in der Zeit von Francos Unterdrückung des Baskischen als geheime politische Zusammenkünfte eine Form der „Opposition am Herd“ darstellten. Das die Küche von Donostia (so heißt San Sebastián auf baskisch) eine besondere ist, weiß jeder, der mal dort war. Die Doku steht nur noch zwei Tage in der Mediathek zur Verfügung, also unbedingt bald anschauen:
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Twitter: Die Timeline macht’s
Die Entscheidung, wem man auf Twitter folgt, trägt aus nachvollziehbaren Gründen wesentlich dazu bei, ob man mit Twitter überwiegend positive oder negative Erfahrungen macht. In Situationen wie der gestrigen Ermordung von Menschen in München lernt man eine gut ausgewählte Timeline besonders zu schätzen. Sehr gut zum Ausdruck gebracht von @formschub:
Eine Timeline mit empathischen und besonnenen Tweets, dazwischen das Schweigen derer, die nichts sagen können/wollen. Alles richtig gemacht.
— Lockdown der Herzen (@formschub) July 22, 2016
Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.
Eine Twitterregel gibt es doch
Das Tolle an Twitter ist, dass es keine Regeln gibt. Ok, es gibt die Beschränkung auf 140 Zeichen, aber es gibt ansonsten keine Regeln. Jede/r kann es so nutzen, wie sie oder er will. Und genau deshalb finde ich Twitter so großartig. Aber eine Regel gibt es dann doch. Über die hat @UteWeber geschrieben. Für mich der Tweet der Woche:
Twitterregel:
Man kann wirklich jeden Tweet falsch verstehen, wenn man sich nur ordentlich Mühe gibt.
Irgendwer gibt sich immer Mühe.— Ute Weber (@UteWeber) July 14, 2015
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Fettucini mit Shiitake in Weißwein-Sahne-Soße
Mittlerweile darf ich eigentlich keine Bilder mehr vom Essen posten, weil ich danach sofort nach dem Rezept gefragt werde. Ich entwickle mich noch zum Foodblogger, obwohl das Kochen eigentlich gar nicht meine Stärke ist.
Aber natürlich komme ich dem Rezeptwunsch gerne nach. Weil meine spanischsprachigen LeserInnen die Rezepte immer ins Spanische übersetzen müssen, mache ich’s dieses Mal umgekehrt und poste das Rezept auf Spanisch. Google Translate ist euer Freund, Verständnisfragen kläre ich auch gerne in den Kommentaren, vielleicht kommentiert dann auch mal wieder jemand. 😉
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