Honig statt Antibiotika

Honig
Photo: photocase.com

Der Informationsdienst Wissenschaft berichtet über eine medizinische Studie, die den Honig auf seine Heilwirkung hin untersucht: «Honig hilft bei Problemwunden».

Ein Jahrtausende altes Hausmittel kommt zu neuen Ehren: Honig hilft bei bestimmten Wunden besser als die modernsten Antibiotika. Mediziner der Universität Bonn sammeln seit einigen Jahren überwiegend positive Erfahrungen mit dem so genannten Medihoney. Selbst chronische Wunden, die mit multiresistenten Bakterien infiziert waren, heilten oft binnen weniger Wochen. Zusammen mit Kollegen aus Düsseldorf, Homburg und Berlin wollen sie ihre Erfahrungswerte nun in einer groß angelegten Studie absichern. Denn objektive Daten zur Heilkraft von Honig sind rar.

Wissenschaft die Wissen schafft. Süß Prima.
[via Informationsdienst Wissenschaft]

Artikel

XHTML 2.0: Aus Listen werden Links

XHTML 2.0
Golem meldet, daß das World Wide Web Consortium (W3C) einen Entwurf für die Version 2.0 von XHTML veröffentlicht hat: «XHTML™ 2.0 W3C Working Draft 26 July 2006».

Eine der wichtigen Neuerungen betrifft das Setzen von Links, die dürfen in Zukunft in allen Elementen verwendet werden, nicht nur im Element <a>, in der bekannten Syntax <a href="">, sondern auch in den für Navigationsmenüs genutzten Listen-Elementen:

Aus

<li><a href="kontakt.htm">Kontakt</a></li>

wird das wesentlich einfachere

<li href="kontakt.htm">Kontakt</li>

Entgegen früherer Befürchtungen soll die Sprache abwärtskompatibel bleiben und zu einem sehr hohen Prozentsatz (Golem spricht von mehr als 95 Prozent) der verbreiteten Web-Browser funktionieren.
[via golem]

Webdesign

Schweine-Comic erklärt Urheberrecht

Das Schwein und die KisteDas Schwein und die Kiste

Ein Schwein erklärt auf 16 Seiten kindgerecht das Urheberrecht: Teilen und Vertrauen nützt am Ende allen.
Als Comicstrip im Format pdf sind die drolligen Zeichnungen und der dazugehörende Text kostenlos („Creative Commons„-Lizenz) downloadbar: im englischen Original «Pig and the Box» und in zahlreichen Übersetzungen:
deutsch: «Das Schwein und die Kiste», spanisch: «El Puerquito y la caja», französisch: «Le Cochon et la Caisse Magique» und in weiteren Übersetzungen, siehe Blogeintrag des Autors MCM. Dort informiert MCM auch, wie man das Projekt finanziell unterstützen kann, wenn man möchte.
Durch die leicht verständlichen Texte sind die Comics auch gut für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht zu verwenden und klären die Sprachschüler und -schülerinnen gleich über das wichtige Thema des Urheberrechts auf.

[via Basic Thinking]

Internet, Literatur

Umfrage zu Open Access

hard bloggin' scientist

Haben Sie / habt ihr mal 15 Minuten für die Wissenschaft? Dann bitte ich um Teilnahme an dieser Umfrage zur Akzeptanz von Open Access:

Der Kerngedanke des Open Access-Prinzips besteht im uneingeschränkten und kostenlosen Zugang zu sämtlichen wissenschaftlichen Publikationen über das Internet für Jedermann. Es handelt sich dabei nicht um bloße elektronische bzw. Online-Publikationen, sondern ausschließlich um solche, auf die im Gegensatz zu den weit verbreiteten abonnementbasierten Publikationsformen ohne Zugangsbeschränkungen und vollkommen entgeltfrei zugegriffen werden kann.

Solche neu entstehenden Strukturen und Modelle sind jedoch nicht darauf ausgerichtet, bestehende Organisationen oder etablierte Wissenschaftsverlage anzugreifen, sondern können sowohl als Ergänzung zu diesen entstehen oder von den Verlagen selbst realisiert werden.

Wir interessieren uns für Ihre persönliche Einschätzung der Open Access-Idee – ganz unabhängig davon, ob Sie bereits Erfahrungen mit Open Access gemacht haben oder noch nicht.

Also, bitte hier entlang. Danke.
There’s also an english version. Thank You.

[via netbib]

Internet, Literatur

Be an Expert on Anything

Wer möchte nicht gern Experte für alles sein? Stephen Colbert hat im «WIRED Magazine» die nötigen Tipps parat: «Be an Expert on Anything»

USE THE WORD ZEITGEIST AS OFTEN AS POSSIBLE. Ideally, you want to find words that sound familiar but people don’t really know their definitions: zeitgeist, bildungsroman, doppelgänger – better yet, anything Latin. But avoid paradigm. It’s so 1994. If you say the word paradigm, everybody knows you’re a poser.

Artikel

Hurricane Festival auf arte

Hurricane Festival Scheeßel
Foto: photocase.com

arte zeigt morgen abend (Donnerstag, 27.7.2006, 23:20 – 01:20 Uhr) eine zweistündige Dokumentation zum diesjährigen Hurricane Festival.

Einmal jährlich feiern im Norden Deutschlands, am Rande der Kleinstadt Scheeßel, über 50.000 Menschen die angesagtesten Bands der nationalen und internationalen Rock & Pop Szene – dieses Jahr bereits zum zehnten Mal. Das Hurricane Festival feiert Jubiläum ! Erlebt noch einmal die besten Auftritte aus diesem Jahr in einer zweistündigen Dokumentation am 27. Juli um 23.20 Uhr bei ARTE als Erstausstrahlung. Liveatmosphäre auf und hinter der Bühne, der volle Backstage-Zugang und Interviews mit den vielen Helfern, die euer Lieblingsfestival in Gang bringen. Wer die Dokumentation aus dem letzten Jahr kennt, der weiß, was Euch erwartet – viele Live Konzerte, viele Hintergrundinfos, aber auch viele Bilder vom besten Festivalpublikum der Welt mit: Adam Green, Apocalyptica, Arctic Monkeys, Ben Harper & The Innocent Criminals, Billy Talent, Element Of Crime, Fettes Brot, Gnarls Barkley, Hard-Fi, Mad Caddies, Mando Diao, Manu Chao, Maximo Park, Seeed, Sigur Rós, Skin, The Cardigans, The Raconteurs, The Strokes, Tomte, Wolfmother.

Meine persönlichen Favoriten hab ich fett gesetzt (Fettes Brot fett, he he). Noch zwei kurze Hinweise: arte hat Seeed auf seiner Infoseite zum Festival ein „e“ geklaut und schaut euch doch mal bitte das dämliche Foto von Adam Green auf der arte-Seite unter dem Link «Fotos der Künstler» an.

Musik, TV

Video-Metasuchmaschinen: dabble & Co.

dabble - QoogleuLinkx - sevenload

Diese Woche ist eine neue Video-Metasuchmaschine an den Start gegangen: dabble. Sie greift auf den Video-Fundus von über 240 Videohostingsites zu, darunter YouTube, Google Video, Dailymotion, Revver, etc. – Zu den unterschiedlichen Video-Diensten siehe auch mein Artikel «Vergleich von Video-Sharingdiensten».
[via John Battelle’s Searchblog]

Ähnliche Video-Metasuchdienste bietet auch uLinkx (gefunden in den Kommentaren des Searchblogs).

Nur auf YouTube spezialisiert, mit komfortablen Such- und Verlinkungsmöglichkeiten, ist Qoogle Video. Dort kann man zum Beispiel nach Videos von Toni Mahoni suchen (die man natürlich auch gut sortiert auf Spreeblick findet 😉 und man kann sich an solch einer Video-Thumbnail-Übersicht freuen:
Toni Mahoni bei Qoogle

Bei Qoogle können auch Schlagworte als Verlinkungsadresse mit übergeben werden, z.B. YouTube-Videos mit Suchwort «Kunst» lassen sich unter http://video.qooqle.jp/#kunst referenzieren.

Bei allen Video-Metasuchen vermisse ich den guten deutschen Video-Service von sevenload. Vielleicht bemüht sich ja das sevenload-Team aktiv um eine Aufnahme in die Suchräume der Meta-Videoindizes?

Informationskompetenz, Kino, TV, Video

Revolver Heft 14: Filmkritik

Revolver Heft 14
Die wunderbare Filmzeitschrift Revolver im handlichen DIN-A6-Format widmet sich in ihrer neuesten Ausgabe 14 dem Thema Filmkritik:

Wir haben deutsche Kritiker gebeten, den Status Quo zu beschreiben. Michael Althen, Manfred Hermes, Katja Nicodemus, Christina Nord, Enno Patalas, Bert Rebhandl, Georg Seesslen und Rüdiger Suchsland schildern ihre Perspektive. Ausserdem dokumentieren wir in Auszügen, zu einem Chor montiert, zwei Diskussionen zum Thema, die das Heft eröffnen.

Gemeinsam ist den Beiträgen eine gewisse Skepsis. Von einer Blüte deutscher Filmkritik ist nicht die Rede. Ein freier, vielstimmiger Diskurs über das Kino scheint kaum stattzufinden. Der Explosion filmbezogener Texte steht eine immer aggressivere Einmischung des Marketings gegenüber – und zugleich scheint der „Markt“ immun gegen Gift und Feuer des Feuilletons.

Es sind viele nachdenkenswerte Aussagen zur Filmkritik dabei. Dem manchmal etwas weinerlichen Grundton und dem Lamentieren über zu wenig Platz für die Filmkritik und den Kämpfen mit den Redaktionen der Filmmagazine und Tageszeitungen möchte man entgegnen: macht ein Blog auf, schreibt und wenn ihr gut seid, werdet ihr gelesen. Ich weiß, das ist für jene, die davon leben wollen (müssen) zu kurz gedacht, denn Geld verdient man damit keines.

Update 9:15 Uhr: Heute morgen habe ich in der U-Bahn weitergelesen und bin auf einen guten Vorschlag von Dietrich Diederichsen gestoßen (S.31): Er schlägt vor, daß über Filme im Feuilleton nicht nur zu deren Start geschrieben werden sollte, sondern auch nach Ende der Spielzeit:

«Leute, führt mal eine Rubrik ein: Der Film läuft nicht mehr.» Das machen die nicht. Dabei hätte eine Rubrik ja nicht nur die Möglichkeit, einen Rückblick auf die Rezeption zu machen, sondern sie könnte auch sehr viel darüber sagen, wie lange eigentlich ein Film läuft, wie lange er gesehen werden kann. Es gibt ja immer das Problem, wie skandalös kurz die Filme, die man eigentlich sehen will, überhaupt zu sehen sind.

Kino
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