Aznar überholt Bush und Attila

Spaniens Ex-Ministerpräsident José María Aznar, für mich neben dem unsäglichen hessischen MP Roland Koch eine der lächerlichsten und machtverbissensten politischen Figuren der aktuellen politischen Zeitgeschichte, hat der BBC im Programm «Hard Talk» ein Interview gegeben, wo er sagen darf, wie er gegen den Terror in der Welt vorgehen will und warum seine Partei (Partido Polular) die Wahlen in Spanien verloren hat. Schade, daß Josef Maria in dem BBC-World-Online-Video (realplayer, 23min19sec) nicht untertitelt wurde, sein Englisch ist etwas, sagen wir mal, eigenartig und für den nicht geschulten Aznar-Zuhörer schwer zu verstehen. Akustisch und inhaltlich.
Das spanische Blog «Guerra Eterna» (dt.: «Ewiger Krieg») sagt aus Anlaß dieses Interviews über Aznar:

Aznar no sólo está ya a la derecha de Bush, sino que quizá haya superado a Atila, rey de los hunos.

(dt: Aznar ist nicht nur rechter als Bush, sondern er hat vielleicht sogar schon Attila, den Hunnenkönig, überholt)

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer meine Quelle für diese Nachricht, das – wie immer – empfehlenswerte Blog escolar.net des spanischen Journalisten Ignacio Escolar.

Politik, Spanisch, Video

Wikipedia die Wissenscommunity

Wikipedia
Ein Artikel von Stacy Schiff über die Wikipedia im New Yorker legt unter anderem den Fokus auf die Community-Bildung: «Know it all – Can Wikipedia conquer expertise?»

The real work at Wikipedia takes place not in Florida but on thousands of computer screens across the world. Perhaps Wikipedia’s greatest achievement—one that Wales did not fully anticipate—was the creation of a community.

[via IB Weblog]

Artikel, Internet

The Venice Project: TV goes Web

TV und Internet werden zusammenwachsen. Das ist allen klar. Die Kazaa– und Skype-Entwickler Niklas Zennstrom und Janus Friis arbeiten am «Next Big Thing»: Wie «Business Week Online» berichtet, geht es um ein Konzept, um TV-Sendungen und Videos über das Netz zu verbreiten, diesmal aber von Anfang an in Zusammenarbeit mit den TV-Stationen, und nicht – wie bei der Film- und Musiktauschbörse Kazaa – in Konfronation mit den Rechteinhabern.

The pair plans to develop software for distributing TV shows and other forms of video over the Web, according to people familiar with the matter.

Working under the code name „The Venice Project“ Zennstrom and Friis have assembled teams of top software developers in about a half-dozen cities around the world, including New York, London, and Venice.

Siehe auch Meldung auf ZDNet: «Skype-Erfinder arbeiten an TV-Show-Portal».
[via Download Squad]

Artikel, Internet, TV, Video

hr2 – Der Tag: Der Libanon – das ewige Schlachtfeld

hr2 Der TagAltstadt von Tripoli - Libanon
Foto: photocase.com

Wieder mal ein gutes Radio-Feature von hr2 – Der Tag: «Der Libanon – das ewige Schlachtfeld».

Der Libanon ist ein verfluchtes Land – das sagen nicht wir, das sagt niemand geringeres als der aktuelle Ministerpräsident dieses 4 Millionen-Staates – und der weiß natürlich wovon er spricht. Der Libanon ist seit mehr als dreißig Jahren Schauplatz für einen Stellvertreterkrieg nach dem nächsten – was zur Folge hat, dass sich so etwas wie ein starker libanesischer Staat nie hat formieren können.

U.a. mit einem Statement von Dr. Margret Johannsen vom Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik.
Beitrag im hr2-Online-Player hören oder Download als mp3 (12 MB, 51min29sec).
Die «hr2 Der Tag»-Sendungen können auch als Podcast abonniert werden.

Politik, Radio

Haltungsturnen: Bloggen auf drei Ebenen

Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, alias Haltungsturnen, ist der nächste Blogger aus Hamburg, der sich durch das Bloggen seinen neuen Job verdient hat (ab 1.08.06 geht er zur PR-Agentur Edelman in Hamburg). Heute erklärt er den Lesern der «Welt», warum und wie das Bloggen auf drei Ebenen funktioniert: 1. die Technik, 2. die Kultur und 3. der Trend. Wie er das meint, kann man nachlesen im Artikel «Bürger verlieren das Vertrauen in professionelle Kommunikation».

Ein Hamburger Blogger erklärt, warum Weblogs und andere Internet-Medien das Marketing verändern – Agentur Edelman will Konsequenzen ziehen

Sehr schön. Das dort Geschilderte wird auch für Viele nachvollziehbar sein, die mit Blogs immer noch nichts anfangen können.
[via Haltungsturnen]

Artikel, Hamburg, Internet

Alternativen zu Google – Teil 2: Metasuchmaschinen

Im zweiten Teil wollte ich mich ausführlich den Metasuchmaschinen, die man als Alternative zu Google konsultieren kann, zuwenden, doch inzwischen zeigt mir mein Feedreader an, daß Mark Buzinkay vom «MBI Blog» sich schon dankenswerterweise die Mühe gemacht hat, hier gute Adressen aufzulisten. Eine gute Übersicht, die ganz bewußt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Also beschränke ich mich mal darauf, eine, die mir besonders gut gefällt, hervorzuheben und noch eine, die ich wichtig finde, zu ergänzen.

Besonders gut gefällt mir kartoo, die eine visuelle Trefferdarstellung, Screenshots der verlinkten Trefferseiten und eine graphische Übersicht der Vernetzung einzelner Treffermengen bietet.

Kartoo-Suche nach 'stabi hamburg'

Dieser Screenshot ist bei der Suche nach «stabi hamburg» entstanden. Die Websites, die mehrere Treffer zu einer Suche anbieten, werden mit mehrerer Datenblättern dargestellt, das größte Blatt führt immer zur Startseite der Trefferquelle. Am linken Rand werden in einer Themenliste Suchworte zur Erweiterung der Recherche angeboten.

Als Ergänzung zum sehr guten Überblick von Mark Buzinkay möchte ich noch auf die deutschsprachige Metasuchmaschine MetaGer, vom Rechenzentrum der Uni Hannover, hinweisen. Wenn ich mich recht erinnere, ist MetaGer in der Vorversion schon seit 10 Jahren aktiv, und bietet auch ein praktisches Firefox-Plugin an, um die deutschsprachige Metasuche direkt über das Suchmaschinenfenster oben rechts im Firefox-Browser zu starten.

Informationskompetenz, Internet

Alternativen zu Google – Teil 1: ViFas

vascodacibera- Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal

Es muß nicht immer Google sein. In einem zweiteiligen Beitrag möchte ich auf Recherchealternativen zu Google hinweisen, wobei es einmal in Richtung spezielle Suche in den Fachinformationsführern der Virtuellen Fachbibliotheken geht, und einmal in Richtung übergreifende Suche in Metasuchmaschinen (siehe Teil 2).

Teil 1:
Webrecherche über Virtuelle Fachbibliotheken

Wer spezielle Themen im Netz recherchiert, ist bei gut sortierten Virtuellen Fachbibliotheken meist besser aufgehoben. Wer nicht weiß, welche ViFa für sein Fachgebiet zuständig ist, kann das Portal vascoda konsultieren und findet dort Rat. Einfach mal eine Recherche mit einem Suchwort aus dem eigenen Fach oder Interessensgebiet über die Metasuche bei vascoda machen und man erhält eine Anzeige, welche ViFa Suchtreffer liefert. Bei der entsprechenden ViFa kann man sich dann genauer umsehen.

Wer sich für Lateinamerika, Spanien oder Portugal interessiert, sollte einen Blick in unsere ViFa cibera werfen. Ja das ist Eigenwerbung (wie auch der stets hier auf «Text & Blog» präsente cibera-Button in der rechten Spalte), denn ich arbeite an diesem Projekt mit. Deshalb freue ich mich auch über Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge zu cibera. Entweder hier in den Kommentaren oder auch gerne per E-Mail (s. Impressum) oder Kontaktformular.
Wer Webseiten zu seinem Spezialgebiet kennt, und diese bei einer Recherche in cibera vermißt, kann sie gerne auch über ein spezielles Vorschlagsformular zur Aufnahme in den Fachinformationsführer Iberolinks vorschlagen.
Positiver Nebeneffekt einer Suche in den ViFas: es werden nicht nur das eigene Thema betreffende Websites angezeigt, sondern auch – falls gewünscht – Bücher und Zeitschriftenartikel zum recherchierten Thema (und natürlich Hinweise, wie und wo man sie entleihen kann), und – falls vorhanden – elektronische Volltexte, das heißt Verweise auf Quellen, die man sich direkt auf den eigenen Rechner laden kann.
Also, einfach mal ausprobieren: hier geht’s zu vascoda, hier direkt zu cibera.

Informationskompetenz, Internet, Literatur
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