Alternativen zu Google – Teil 1: ViFas

vascodacibera- Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal

Es muß nicht immer Google sein. In einem zweiteiligen Beitrag möchte ich auf Recherchealternativen zu Google hinweisen, wobei es einmal in Richtung spezielle Suche in den Fachinformationsführern der Virtuellen Fachbibliotheken geht, und einmal in Richtung übergreifende Suche in Metasuchmaschinen (siehe Teil 2).

Teil 1:
Webrecherche über Virtuelle Fachbibliotheken

Wer spezielle Themen im Netz recherchiert, ist bei gut sortierten Virtuellen Fachbibliotheken meist besser aufgehoben. Wer nicht weiß, welche ViFa für sein Fachgebiet zuständig ist, kann das Portal vascoda konsultieren und findet dort Rat. Einfach mal eine Recherche mit einem Suchwort aus dem eigenen Fach oder Interessensgebiet über die Metasuche bei vascoda machen und man erhält eine Anzeige, welche ViFa Suchtreffer liefert. Bei der entsprechenden ViFa kann man sich dann genauer umsehen.

Wer sich für Lateinamerika, Spanien oder Portugal interessiert, sollte einen Blick in unsere ViFa cibera werfen. Ja das ist Eigenwerbung (wie auch der stets hier auf «Text & Blog» präsente cibera-Button in der rechten Spalte), denn ich arbeite an diesem Projekt mit. Deshalb freue ich mich auch über Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge zu cibera. Entweder hier in den Kommentaren oder auch gerne per E-Mail (s. Impressum) oder Kontaktformular.
Wer Webseiten zu seinem Spezialgebiet kennt, und diese bei einer Recherche in cibera vermißt, kann sie gerne auch über ein spezielles Vorschlagsformular zur Aufnahme in den Fachinformationsführer Iberolinks vorschlagen.
Positiver Nebeneffekt einer Suche in den ViFas: es werden nicht nur das eigene Thema betreffende Websites angezeigt, sondern auch – falls gewünscht – Bücher und Zeitschriftenartikel zum recherchierten Thema (und natürlich Hinweise, wie und wo man sie entleihen kann), und – falls vorhanden – elektronische Volltexte, das heißt Verweise auf Quellen, die man sich direkt auf den eigenen Rechner laden kann.
Also, einfach mal ausprobieren: hier geht’s zu vascoda, hier direkt zu cibera.

Informationskompetenz, Internet, Literatur

Studie zu ‚Märkten der virtualisierten Wissenschaft‘

Die Computerzeitschrift c’t bleibt an einem wichtigen Thema, dem offenen Zugang zu Wissen und Forschung, dran: Nach dem Artikel «Über die Ketten der Wissensgesellschaft – Der Kulturkampf über den Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen verschärft sich» von Richard Sietmann (c’t 12/2006, S. 190), berichtet in der aktuellen Ausgabe (c’t 16/2006, S. 42) Christiane Schulzki-Haddouti im Artikel «Spielregeln für die vernetzte Wissenschaft – Forderungen an die Politik für offenen Zugang zu Wissen und Forschung» über eine neue Studie, die das BMBF in Auftrag gegeben hat:

Eine Studie zu „Märkten der virtualisierten Wissenschaft“ fordert, die Bedingungen für die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden, zu klären. Die Förderung der vernetzten und virtuellen Wissenschaft erfordere zudem öffentliche Investitionen.

Open Access, der freie Zugang zu Forschungsergebnissen, und die Förderung der Infrastrukturen für eine vernetzte, virtualisierte Wissenschaft sind die beiden zentralen Themen, die eine Studie der Denkfabrik Rand Europa der Bundesregierung ans Herz legt. Die Studie mit dem Titel „Markets of Virtual Science“, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt wurde, untersuchte, welche ökonomischen und politischen Folgen die Virtualisierung der Wissenschaft haben könnte, bei der Wissenschaftler in vernetzten IT-Infrastrukturen über Instituts- und Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten.

Was im Artikel fehlt, ist ein Hinweis, wo die Studie zu bekommen ist. «Text & Blog» liefert dies nach: Die zitierte RAND Europe-Studie: «Markets of Virtual Science – Report on the economics and policy implications of an emerging scientific phenomenon» (pdf, 879kb, 94 Seiten) kann auf den Seiten des BMBF heruntergeladen werden.
Zum Thema selbst gibt es auch eine Meldung in den VDI nachrichten: «Spielregeln für die virtualisierte Wissenschaft».

Artikel, Internet, Literatur

Die Ohnmacht der Filmkritik

A.O. Scott schreibt in der New York Times über die Schwierigkeit, die Filmkritiker haben, das Publikum vor richtig schlechten Filmen zu warnen. Er dokumentiert das an aktuellen Kassenerfolgen wie «Pirates of the Caribbean» oder «The Da Vinci Code», allesamt von der Kritik verrissen und nichtsdestotrotz an den Kinokassen ein großer Erfolg:

Are we out of touch with the audience? Why do we go sniffing after art where everyone else is looking for fun, and spoiling everybody’s fun when it doesn’t live up to our notion or art?

Weiterlesen in der NYT: «Avast, Me Critics! Ye Kill the Fun: Critics and the Masses Disagree About Film Choices»

Artikel, Kino

Exakte Googlevideo-Verlinkung auf Mahna Mahna

Mahna Mahna
Heute habe ich auf Basic Thinking erfahren, daß man auch auf eine bestimmte Stelle eines Videos bei Google Video sekundengenau verlinken kann. Dies geht sehr einfach, indem man der Google-Video-Adresse zum Beispiel ein #1h10min30 anhängt, möchte man eine Stelle genau nach 1 Stunde 10 Minuten und 30 Sekunden ansteuern. Der so angesteuerte Videolink bewirkt auch, daß das Video erst ab der Stelle in den Browser geladen wird.
Da ich eben bei Loic Le Meur auf das grandiose Muppet-Show-Video von «Mahna Mahna» gestoßen bin, führe ich die neue Funktionalität einmal vor, indem ich auf eine schöne Stelle des Videos verlinke, genau nach 1 Minute und 40 Sekunden, der Link sieht dann so aus:
http://video.google.de/videoplay?docid=-4668196322523357460#1m40

Wer sich für die durchaus kuriose Geschichte des Liedes «Mahna Mahna» interessiert, der sollte mal in die Wikipedia schauen, dort erfährt man etwa, daß es der Italiener Piero Umiliani komponiert hatte, und zwar nicht unbedingt für eine Kindersendung. Und zur Schreibweise von «Mahna Mahna» kann man im englischsprachigen Wikipedia-Artikel die unterschiedlichsten Buchstabenfolgen im Kaptiel Alternate spellings bewundern.
Update 23.30 Uhr: Auf meine Nachfrage bei Basic Thinking haben sich die sevenload-Programmierer gemeldet und beschrieben, daß die gleiche Syntax auch bei dem deutschen Video-Sharing-Dienst funktioniert, d.h. durch Anhängen von #1m35 an die Videoadresse. Auch hier zur Präsentation des Effektes ein Beispiel-Link, diesmal auf den Trailer des neuen Moers-Films «Der Bonker».
Respekt vor der schnellen Reaktion des sevenload-Teams, dokumentiert in diesem sevenload-Blogeintrag.

Internet, Musik, TV, Video

Radtour bei Hochsommerhitze

Eichbaumsee
Da hatte Henning, mein Kollege aus der Stabi, die Woche über eine gute Idee: «Laß uns doch am Wochenende mal eine Radtour machen, an den Eichbaumsee, und – wenn wir dann noch Luft und Lust haben – fahren wir weiter südlich an das Zollenspieker Fährhaus». «Prima», dachte der (radfahrmäßig ungemein untrainierte) Kollege Markus und sagte begeistert zu. Gestern war es dann soweit, und ich muß sagen, es wurde aus mehreren Gründen eine außergewöhnliche Tour.

Hamburg

Motivation beim Gemeinschaftlichen Indexieren

Wenn Menschen gemeinsam Inhalte erschließen, sei es in online-Diensten wie flickr oder del.icio.us, sei es – in Zukunft – in Bibliothekskatalogen oder Virtuellen Fachbibliotheken, lautet eine zentrale Fragestellung: Wie verschlagwortet man die Inhalte, um ein sinnvolles Präsentieren des gemeinsam zusammengetragenen Wissens zu ermöglichen?

Javier Cañada hat sich über eben dieses Thema, das «Social Tagging» (Gemeinschaftliches Indexieren), wertvolle Gedanken gemacht:
«Tipologías y estlos en el etiquetado social» (in automatischer Google-Übersetzung auf englisch, natürlich – was die Qualität der Übersetzung anbelangt – mit Vorsicht zu genießen, zum Grundverständnis der Inhalte reicht es jedoch).

La motivación de las personas al etiquetar un contenido en un sistema de tagging social condiciona la eficiencia del sistema para el colectivo de usuarios. Tenemos asumido como un axioma que la suma de comportamientos individuales “democratiza” y beneficia al sistema general. Sin embargo, no en todos los sistemas hay diversidad homogénea de taggeadores ni las sumas son siempre normalizantes. Al contrario, hay estilos muy marcados de tagging y hay entornos que funcionan mejor o peor precisamente porque en ellos predomina uno u otro estilo de tagging.

Javier Cañada stellt vier Typologien von Verschlagwortungen vor, jeweils unter der Prämisse, welche Motivation haben die Verschlagworter und welchen Dienst erweisen sie damit der Gemeinschaft („beneficio social“). Neben dem Grundsatz, je egoistischer die Motivation, desto geringer der Gemeinnutzen, gibt es interessante Zwischenstufen. Sehr lesenswert (auch die Diskussion).

Internet, Literatur, Spanisch

Krömer: Warten auf Dittsche

Kurt Krömer
Foto: Kurt Krömer

Krömer soll in der ARD die Wartezeit auf Dittsche verkürzen, der ja leider erst am 22. Oktober wieder auf Sendung geht.
Dazu heißt es auf Kurt Krömers Homepage:

Ab dem 4. September laufen die Fortsetzungen der bereits im Pilotenstadium Grimme-nominierten Familiensause „BEI KRÖMERS“ sechs Montage lang um 0.20 Uhr (bzw. einmal um 0.35) in der ARD – also da, wo momentan Dittsche sein Bier trinkt.

[via netzeitung]

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