NYT: 36 Hours in Hamburg

Wie die New York Times ihren Lesern 36 Stunden Frankfurt-Aufenthalt schmackhaft macht, hatte ich ja neulich schon vorgestellt. Nun ist Hamburg dran, laut NYT a city of jarring juxtapositions:

Sex workers ply their trade along the neon-lit Reeperbahn, while old-money families have made this Baroque port into Germany’s richest city.

Weiter im Touri-Pauschaltext für die schnelle Durchreise: «36 Hours in Hamburg». Aber wirklich sehr tourimäßig der Text, doch was will man in 36 Stunden auch an Authentischem erfahren? So wird der Besuch keineswegs refreshingly free of snap-happy tourists. 😉

Artikel, Hamburg

Capacocha: Grausames Opferritual der Inka

Capacucha - Kinderopfer der Inka
Inka-Zeichnung zum Kinderopfer. Quelle: archaeomorsa

Die Inkas hatten mit dem Capacocha-Brauch ein grausames Opferritual. Auf Telepolis widmet sich Peter Mühlbauer heute mit seinem Artikel «Hänsel und Gretel bei den Inkas» dem Thema:

Eine Untersuchung der Haare von Mumien aus der Inkazeit ergab, dass Kinder ein Jahr vor ihrer rituellen Tötung deutlich besser ernährt wurden als vorher.

Zum Begriff Capacocha klärt die Wikipedia auf:

Im Abstand von vier Jahren begingen die Inka ihr Capacocha-Fest («capac» = quechua Priester, Astronom, König; «cucha» = quechua Bitte des Königs), zu der feierliche Prozessionen von Priestern, Würdenträgern und auserwählten 8 bis 12jährige Kindern mit ihren Eltern aus allen Landesteilen nach Cuzco zogen. Nach mehrtägigen Schlachtopfern von Lamas wurde ein Teil der Kinder in Cuzco rituell erschlagen oder erwürgt.

Die neuesten Erkenntnissen der Archäologie zu dem grausamen Opferritus der Inka beschreibt auch der Artikel «The Sacrificial Ceremony» auf Nova Online:

Very little is known about Capacocha, the sacred Inca ceremony of human sacrifice, but with each new archaeological discovery of a sacrificial mummy, more is revealed. The earliest and only known written accounts of the ritual are chronicles written by Spanish conquistador historians.

Die peruanische Zeitung La República berichtet über aktuelle Funde zum Kinderopfer der Inka in Cusco: «Restos óseos en San Cristóbal son de Paullo Inca».

Einen Überblick über Kinderopfer in den präkolumbianischen Kulturen Amerikas gibt der Wikipedia-Artikel «Child sacrifice in pre-Columbian cultures».

Artikel, Spanisch

2008 – Jahr der Mathematik: Das Zimmer von Fermat

Filmplakat 'La Habitación de Fermat' Seit dem Jahr 2000 ruft das Bundesbildungsministerium jedes Jahr ein Jahr der Wissenschaften aus. 2007 waren es die Geisteswissenschaften (gebracht hat es allerdings wenig). Nächstes Jahr, in der neunten Ausführung dieser fragwürdigen Aktion, wird es das Jahr der Mathematik (Infoblatt des BMBF als PDF) werden.
Dazu hab ich einen spanischen Filmtipp, der es bis dahin hoffentlich auch in unsere Kinosäle schaffen wird: Ein Thriller von zwei ehemaligen Studenten von José Luis Orihuela (eCuaderno), der auf Pierre de Fermats mathematischen Rätseln beruht. Kann man Mathematik spannend im Kino inszenieren? Es sieht so aus:


Direktlink YouTube

«La Habitación de Fermat» von Luis Piedrahita und Rodrigo Sopeña. Kinostart in Spanien am 16. November. Heute feiert der Film seine Premiere auf dem Festival Internacional de Cine de Cataluña – Sitges in Spanien. Darsteller: Alejo Sauras, Lluís Homar, Federico Luppi, Elena Ballesteros und Santi Millán.

Dazu ein paar Links:

[via eCuaderno]

Kino, Spanisch, Video

Simpsons-Standbilder und ihre Kinovorlagen

Simpsons-Standbilder und Filmvorlagen Die Simpsons beziehen ja einen Teil ihres Reizes aus den zahlreichen Filmzitaten. Deshalb freut mich dieser großartige Fund: Da hat sich jemand die Mühe gemacht zu Simpsons-Standbildern [Achtung: Link aktualisiert Link am 14.10.07 um 1:00 Uhr geändert, denn wie mich der Autor der spanischen Simpsons-Seite mit den Filmvergleichen eben in den Kommentaren informiert hatte, war die hier zunächst verlinkte Quelle doch nicht so fleißig, wie von mir angekündigt, sondern hatte einfach nur billig kopiert. Daher gibt’s auch keinen Link mehr. Nur noch die Adresse zur Vollständigkeit (joeydevilla.com/2007/09/22/simpsons-scenes-and-their-reference-movies). Auf die Originalseite wurde zwar schon hier in den Kommentaren hingewiesen, doch ich hielt das für eine weitere Simpsons-Galerie. Schande über den Kopisten. Die Credits sind jetzt immerhin richtig gestellt worden.] die jeweiligen Kinovorlagen herauszusuchen und sie paarweise gegenüberzustellen.
(Meine 16.000 ungelesenen Feeds aus 10 Tagen hab ich jetzt in knapp einer Woche auf 10.000 runtergelesen, und dieses Beispiel bestärkt mich darin, dass es sich lohnt, nicht einfach alles ungesehen wegzuklicken, wenn man mal ein paar Tage die Feeds nicht lesen konnte.)
[via Webadventures]

Kino

Cory Doctorow: Roman Backup kostenlos

Cory Doctorow: Backup Ein konsequenter und mutiger Schritt von Random House / Heyne: Der Science-Fiction-Roman «Backup» von Cory Doctorow wird auch in der von Michael K. Iwoleit ins Deutsche übertragenen Fassung parallel zur Druckausgabe kostenlos im Netz zum Download angeboten (unter Creative Commons-Lizenz), genau so, wie es der Autor auch mit großem Erfolg bei der Originalausgabe «Down and Out in the Magic Kingdom» gemacht hat. Random House schreibt über das Projekt:

Schon mit dem Erscheinen der Originalausgabe von „Backup“ in den USA hat Doctorow seinen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit eines kostenlosen Downloads eröffnet – damit war das Buch der erste Roman, der parallel zur gedruckten Ausgabe frei im Internet erhältlich war. Ein Experiment mit durchschlagendem Erfolg: Doctorows Fan-Gemeinde hat sich in kürzester Zeit vervielfacht – und der Autor wurde zugleich zu einer der zentralen Figuren in der Debatte um geistiges Eigentum in Zeiten des Internets.

Ein paar Links:

[via netzpolitik.org]

Literatur, Übersetzen

Hace una semana en San Sebastían

Blick vom Monte Urgull

Vor einer Woche war ich noch dort, im schönen San Sebastián, oder wie die Basken sagen «Donostia». Seufz.

Auf dem Foto oben seht ihr den Blick vom Monte Urgull auf die Bahía de la Concha mit der Isla Santa Clara. Ein traumhafter Ausblick nach Aufstieg auf den Berg und eine Augenweide und -erholung in den Filmpausen.

Weitere Bilder hier, mehr Infos zu den Filmen später. Versprochen! (Hab momentan wenig Zeit, weitere Filmtipps kommen aber noch.)
Übersetzung des Titels: Vor einer Woche in San Sebastián.

Foto, Spanisch

Foxit Reader in neuer Version 2.2

Foxit Reader in neuer Version 2.2 erhältlich Die von mir immer wieder gelobte Alternative zum viel zu großen und schwerfälligen Acrobat Reader, der kleine pfiffige Foxit Reader, ist seit ein paar Tagen in neuer Version 2.2 erhältlich. Ein gutes, flottes Programm zum Lesen und Drucken von PDF-Dokumenten, das für den übergroßen Anteil aller Anwendungsfälle vollkommen ausreicht. Die Neuerungen der Version 2.2 (u.a. verbesserte Textauswahl mit der Maus) sind hier auf geführt. Ein Update lohnt. Ein Umstieg sowieso, falls sich noch jemand mit dem Acrobat Reader von Adobe rumschlägt (und sich über die langen Ladezeiten ärgert). Gibt’s auch für Linux, für mobile Geräte und natürlich auch in deutsch.
Zum ultraleichten Download bitte hier entlang (nur schlappe 2,1 MB, statt 20 MB beim Acrobat Reader).

Software
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