3sat neues zu DRM, Onleihe und Zensur

Morgen widmet sich die Sendung 3sat neues dem Thema DRM: «Die DRM-Evolution – Die Entwicklung des Digital Rights Management» (TV-Ausstrahlung Sonntag, 20.1.08, 16:30 – 17 Uhr).

Früher war nicht alles anders, aber vieles; zum Beispiel durfte man Musik oder Filme, die man gekauft hatte, auch tatsächlich noch sein Eigen nennen. Seitdem Medieninhalte digital, also auch über das Internet vertrieben werden, sind die entsprechenden Dateien mit einer Kopiersperre geschützt.

Markus Beckedahl (netzpolitik.org), der in einem ausführlichen Interview zum Thema befragt wird, nimmt dabei auch zur Onleihe, dem Ausleihverfahren für elektronische Medien in Öffentlichen Bibliotheken, Stellung. Die ganze Sendung (30 min.) kann als mp4-Datei betrachtet oder heruntergeladen werden. Das Interview mit Markus Beckedahl (13 min.) kann auch bei Google-Video gesehen werden:

[Edit 21.01.08, 19:15 Uhr: Das Video wurde leider bei Google-Video gelöscht (s. twitter von netzpolitik), das Interview mit Markus Beckedahl ist jedoch im oben verlinkten Video der kompletten neues-Sendung nach wie vor zu sehen.]

Wichtig erscheint mir auch Markus‘ Hinweis auf die Zensurproblematik bei DRM am Ende des Gespräches. Insgesamt ein sehenswertes Interview und vorbildlich von 3sat neues, die komplette Sendung ins Netz zu stellen.

[via twitter netzpolitik]

Internet, Politik, TV, Video

Flickr-Pilotprojekt der Library of Congress

Mrs. A. Scott Burden
Auf diesem Foto zu sehen ist Mrs. A. Scott Burden, zwischen 1910-15, eines der 3.000 auf Flickr veröffentlichten Fotos der Library of Congress (LOC), die sich vorgenommen hat 14 Millionen Bilder, Karten und Drucke zu veröffentlichen und auf Flickr frei zugänglich zu machen. Wer gerne in alten Fotos stöbert, hat also ab sofort eine große Schatulle zu durchforsten. Und die Library of Congress macht daraus ein schönes Web 2.0-Projekt und bittet die Nutzer bei der Verschlagwortung mit zu helfen:

Die Library of Congress verfügt über einen Online-Katalog von Drucken und Fotos, der aus über 1 Million Bildern besteht, die seit über 10 Jahren online verfügbar sind und zu denen stets neue dazukommen. […] Helfen Sie bei der Beschreibung von Fotos in der Library of Congress-Sammlung auf Flickr mit, indem Sie Tags oder Kommentare verfassen.

Weiter auf der Projektbeschreibung der LOC, dort auch die Links zu den ersten Fotosammlungen 1910er Jahre und der Jahre 1930-40).

[via ReadWriteWeb, netbib und nerdcore berichten auch]

Foto

NZZ über den Microblogging-Dienst Twitter

Die NZZ über Twitter:

Wie erkennt man den nächsten grossen Internet-Hype? Eines der eindeutigsten Anzeichen dafür ist vermutlich, wenn plötzlich Zehntausende begeistert eine neue Dienstleistung nutzen, aber gleichzeitig völlig ausserstande sind, Aussenstehenden zu erklären, worum es dabei überhaupt geht – geschweige denn, wo der Nutzen liegt. Dies ist der Fall beim Online-Dienst Twitter.

Da ist was dran. Außenstehende verstehen es in der Tat nicht und schütteln nur den Kopf. Vermutlich hilft da auch kein Weiterlesen in der NZZ:
«Das Zwitschern im Internet wird lauter – Twitter ist der neue Liebling der Online-Gemeinde».

Twitter-Artikel Wikipedia
Twitter auf Text & Blog
– Mein Twitter-Account: twitter.com/textundblog

[via twitter (sic!) von svensonsan: I und II]

Artikel, Bluesky, Internet

Demokratieverständnis einer Bundeskanzlerin

Gerade lese ich bei Herrn Rob dieses – ich sage mal – etwas befremdliche Zitat von Angela Merkel Gesagt hat sie diesen Satz auf der Bundespressekonferenz am 15.01.2008, siehe Meldung auf Spiegel Online: «Merkel erklärt 2008 zum Schicksalsjahr der Koalition»:

So etwas wie der Warnschussarrest wird irgendwann genauso normal sein, wie die Videoüberwachung.

Normal ist für die Koch-Unterstützerin Merkel auch – wie bei ihrer Videoüberwachungs-Rede im Berliner Wahlkampf 2006 Die Rede stammt aus dem CDU-Wahlkampf 2006, Berlin-Steglitz, Kranoldplatz. eindrücklich zur Schau gestellt – diese „Dinge“ auf undemokratischem Wege durchzusetzen:

Das sind aber Dinge, über die darf man nicht diskutieren, die muss man einfach machen.

Auch Frau Merkel wurde bei diesem zweifelhaften Ausspruch videoüberwacht. Wer also nicht glauben kann, dass sie das wirklich gesagt hat, schaue bitte hier:


Direktlink YouTube

Frau Merkel: Sie sind die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag hat Sie am 22. November 2005 in dieses Amt gewählt. Ich bin Demokrat genug, dies zu akzeptieren. Dass Sie jedoch in der unsäglichen Jugendkriminalitätsdebatte – gegen besseres Wissen – den Populisten Roland Koch unterstützen Siehe Meldung vom 16.01.2008, Der Standard: «Merkel stellt sich hinter Koch» und dass Sie den Warnschussarrest für normal halten, kann ich so nicht akzeptieren. Sie sind die Kanzlerin von Deutschland, meine Kanzlerin sind sie jedoch nicht.

Politik

EilmitWeil-Antrag hängt fest beim Bundesverfassungsgericht

Aufgrund dieser skandalösen Entscheidungsverschleppung in Sachen Vorratsdatenspeicherung sollte man am Bundesverfassungsgericht vielleicht darüber nachdenken, den Eilantrag in EilmitWeil-Antrag umzubenennen.

Die taz schreibt im Artikel «Eilantrag gegen Vorratsdatenspeicherung – Der Fall, den alle haben wollen»:

Bis zur Klärung der Zuständigkeit ist niemand für den Fall verantwortlich. In Karlsruhe wird damit gerechnet, dass die Richter zunächst lange Schriftsätze wechseln, in denen sie begründen, warum ihr Senat den Fall bekommen soll und der andere nicht.

Unfassbar, zwei Senate des BVerfGs streiten sich um die Zuständigkeit und solange passiert gar nichts mit der Verfassungsbeschwerde von 30.000 Menschen (zu denen ich und viele Leserinnen und Leser von Text & Blog gehören).
[via law blog]

Politik

globalPandora: Öffnet Internetradio für alle

Zur Zeit ist ganz offensichtlich Radiowoche auf «Text & Blog»: drei Artikel in Folge zum Thema Netzradio. Nun, aller guten Dinge sind eben drei, hier also der dritte Radiopost:

globalPandora

Wer bisher von dem Internetradio Pandora (technischer Hintergrund) begeistert war und zugleich enttäuscht, seit man es außerhalb der USA nur noch mit technischen Schwierigkeiten empfangen konnte, dem wird es nun wieder leicht gemacht, Radiomusik mit Empfehlungen ähnlicher Künstler nach Eingabe von persönlichen Favoriten zu empfangen: globalPandora heißt das Zauberwort.

[via netzpolitik.org]

Musik, Radio
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