Automatische Feed-Übersetzung im Google Reader

Feed goes Dada:

Bevor die Erde stoppt die Spinnerei bearbeitet,
bevor das Licht wird schwächer,
von allen, sehr geehrter Herr, ich bitte Sie,
Geben Sie uns, was wir brauchen,
für die Salbei, Witz
für die Feigling, ein Pferd, Sie fragen,
in den reichen, mehr Geld.
Aber denken Sie daran, dass ich hier bin.
Bevor die Erde stoppt die Spinnerei bearbeitet,
Ihre Macht hat keine Grenzen,
für jeden, der will Macht.
Sie erwähnten geht
wer hat eine offene Hand.
Dale durchbrechen Nächstenliebe.
Das Geschenk der Buße für Cain,
sondern auch an mich erinnern.
Mein Herr, dass alles, was Sie wissen,
dann glaube ich, in Ihrer Weisheit.
Wie die gefallenen Soldaten, der glaubt,
in den Himmel und kehrt zu leben.
Diejenigen, die glauben, dass Sie hören
in der Wahrheit Ihrer sanften Worten.
Da alle Männer müssen glauben,
weiß nicht, was sie tun.
Oh mein Herr, mein Gott,
grüne Augen.
Bevor die Erde stoppt die Spinnerei bearbeitet,
und alle unsere Schmerzen ist beendet.
Während das Feuer brennt noch immer in den Himmeln
und die Tage werden wieder geboren,
geben, etwas für alle,
und daran erinnern, dass ich hier bin.
Gebt ihm etwas für alle,
und daran erinnern, dass ich hier bin.
Gebt ihm etwas für alle,
und daran erinnern, dass ich hier bin.

Nein, mir geht es gut. Ich bin nicht verwirrt. Ich habe auch nicht versucht, ein dadaistisches Gedicht aufzusetzen. Ich habe nur gerade die neue Übersetzungsfunktion des Google Readers genutzt und köstlich über die grottenschlechte Übersetzung gelacht. Irgendwie auch ein Trost für jemanden wie mich, der als Übersetzer arbeitet. Scheinbar werden wir noch eine zeitlang gebraucht. 😉

Prinzipiell ist es natürlich eine gute Funktion, dass mensch sich mal soeben ein Posting aus einer Sprache, die sie oder er nicht beherrscht, übersetzen lassen kann. Im Einzelfall, gerade auch bei softwarebezogenen- oder politischen Postings im Einzelfall sicher mal interessant. Aber ich glaube kaum, dass jemand auf Dauer einen Feed so automatisch übersetzt beziehen möchte.

Zum Hintergrund der neuen Google Reader-Übersetzung bei ReadWriteWeb: «Say What? Google Reader Translates Any Feed into Your Native Tongue».

Und wer spanisch kann, mag obige Zeilen in einer vernünftigen Übersetzung in «Con Los Ojos Abiertos» lesen. Der Text entstammt einem russischen Lied aus dem Film «W. R.- Misterije organizma» (1971) von Dusan Makavejev und ist im Original des probeweise übersetzten Blogpostings in spanischer – nicht automatisierter! – Übersetzung zu lesen.

Software, Übersetzen

Google testet Videosuche mit Audio-Indexierung

Google Audioindexierung: Beispiel: 'Tax'-Erwähnugn in Obama-Rede

Google ist ja bekannt dafür, dass in seinen Forschungslaboren ständig an neuen Suchfeatures gearbeitet wird. Eines davon ist die Audio-Indexierung von Videos. In Einzelfällen, vor allem im Bereich Lehre und Forschung, kann die Durchsuchbarkeit von Videos und das Anspringen einzelner Filmstellen samt ihrer Transkription einen unschätzbaren Vorteil darstellen. Auch wenn erst mit einer Auswahl politischer YouTube-Videos möglich, zeigt sich das interessante Potential einer solchen Durchsuchbarkeit von Videos, wie sie ja auch die akademische Videosuche von Yovisto anbietet.

Genauer beschrieben ist Googles neueste „Spielwiese“, die Audio-Indexierung auf Online Tech Tips: «Search for spoken words inside a YouTube video using Google Audio Indexing». Oder einfach mal selbst ausprobieren. Wie immer bei Google: alles intuitiv, da findet mensch sich auch ohne Erläuterung zurecht.

Mein Screenshot oben zeigt eine Suche nach dem Stichwort «Tax» in Obamas Rede «Fairness in our Economy». Die einzelnen Stellen, in denen Obama in seiner Rede über Steuern spricht, können direkt angesprungen werden. Die entsprechenden Passagen sind auch unterhalb des Videos transkribiert. Auch praktisch: Videos können samt ausgewähltem Suchwort direkt verlinkt werden.

Wem das gewählte Beispiel zu ernst ist, der kann natürlich auch Sarah-Palin-Videos nach Maverick untersuchen. 😉

Informationskompetenz, Software, Video

Mit Social Media die Welt verändern?

Nun kann mensch ganz sicher nicht mit Social Media (also mit dem Einsatz von Blogs, Wikis oder Diensten wie YouTube) die Welt verändern. Doch Prozesse anstoßen und viral verbreiten können Menschen damit sicher. Wenn sie etwas zu sagen haben und wenn sie es gut angehen. Die Tipps von Brian Clark auf Copybogger klingen banal, doch sie sind durchaus zutreffend:

Can You Really Change the World With Social Media?

Whether you want to launch a business, promote a cause, or elect a President, the answer is clear:

Yes you can—when you turns to we.

But given the way social proof drives social media, the way you frame your initial message is critical. You want the momentum of social proof aligned with where you want to go, not with where things are.

What you say matters. Just remember that how you say it is what you say.

Weiterlesen auf Copyblogger:
«How to Change the World Using Social Media»

Internet

Al Gore twittert und fordert zielorientiertes Web 2.0

Al gore twittert - Screenshot 9.11.08

Al Gore fordert auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco den Einsatz von Web 2.0 auch für zweckorientierte Ziele (Obama hat’s ja gerade in den vergangenen beiden Jahren vorgemacht ;-):

Forget about swapping party pictures on Facebook and other “gee-whiz stuff,” says former Vice President Al Gore. “Web 2.0 has to have a purpose.”

Siehe Bits Blog, New York Times: «Al Gore and the Purpose-Driven Web»

Nach einem Chat auf dem Web 2.0 Summit (s. Truemors) hat er sich auch entschlossen, zu twittern (bzw. twittern zu lassen). Er hatte es ja offensichtlich schon etwas länger vor (s. Mashable), aber nun ist es soweit. Erst 4 Updates seit vorgestern, aber schon über 13.000 Follower. Ich gehör‘ erstmal auch dazu, mal sehen, was er so erzählt auf twitter.com/al_gore.

Bluesky, Internet, Politik

Kisten in Mitte

Galerie Schröderstr., Berlin Mitte Eene, meene Miste, diese Galerie in Berlin Mitte besteht nur aus Kiste(n).

Heute früh beim Brötchenholen in Berlin Mitte entdeckt. Der Kapuzen-Fotograf (¡yo!) staunt.

Herrlich sinnentleert und doch so formerfüllt irgendwie. Berlin Mitte halt. 😉

Foto

Von musealen Übergängen im Deutschen Historischen Museum

Der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken möchte ich ein großes Lob aussprechen, weil sie mit ihrer Herbstfortbildung zum Thema Web 2.0 eine prima Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Die Vorträge (gestern und heute) decken ein breites Spektrum zwischen theoretischer Einordnung der Konzepte des Mitmachwebs bis hin zu Berichten aus der Praxis der bibliothekarischen Arbeit ab. Alle Vorträge werden im Anschluss an die Tagung online gestellt. Zu sehen gibt es bereits den gestrigen Eröffnungsvortrag von Prof. René Schneider von der Fachhochschule Genf, den ich mich freute, nach der Inetbib-Tagung im März in Würzburg wieder zu treffen und der mit seiner kulturgeschichtlichen Einordnung des Internets höchst interessante Assoziationen herstellte:

Archäologie des Web: Der Übergang zur Moderne

archaeologiedesweb

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Die beiden Vorträge meiner Stabi-Kollegin Anne Christensen stehen auch schon online:

Teil 1 „Zwischen nervigem Hype und echter Chance: Bibliotheken und das Web 2.0

Teil 2: beluga

Neben den Vorträgen und den wie immer spannenden Gesprächen in den Pausen war ich sehr begeistert von dem wunderschönen Austragungsort der Tagung. Das Deutsche Historische Museum ist wirklich ein sehr beeindruckender Ort. Nicht ohne eine gewisse Verwunderung haben wir jedoch die Verortung von Internet und sanitären Anlagen im Museum wahrgenommen: 😉

WC / Internet im Deutschen Historischen Museum

Foto, Informationskompetenz, Internet, Literatur

Web 2.0 – Fluch oder Segen?

Mein Vortrag in Berlin: Web 2.0 in der Öffentlichkeitsarbeit  von cibera …fragt die Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken morgen in Berlin. Auf ihrer Herbstfortbildung im Deutschen Historischen Museum.

Ich plädiere (nicht nur um 16:15 Uhr) für Segen.

ciberaBlog: Web 2.0 in der Öffentlichkeitsarbeit der Virtuellen Fachbibliothek (Markus Trapp, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky)

Update 7.11.08, 10:30 Uhr: Die Folien meiner 45-minütigen Präsentation gibt es nun auch auf Sliedeshare:

Hamburg, Internet, Literatur
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