FCS – Kennt Liebe wirklich keine Liga?

Von der aktuellen Situation und vom Niedergang des 1. FC Saarbrücken, des Traditionsvereins, dem ich 23 Jahre lang die Treue hielt und von dem ich mich in diesem Jahr verabschiedet habe, handelt diese gut gemachte Radio-Reportage von Ulli Hauck, die letzten Sonntag im Programm des Saarländischen Rundfunks ausgestrahlt wurde, und die ich knapp verpasst hatte: «Kennt Liebe wirklich keine Liga?»:

Dezember 2008: Der 1. FC Saarbrücken überwintert als souveräner Tabellenführer der fünfthöchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga.

Der saarländische Traditionsverein sollte also – unter normalen Umständen – nach dieser Saison in die Regionalliga aufsteigen.

Von dort ist es allerdings noch ein langer und beschwerlicher Weg zurück ins Profigeschäft. Man muss Meister der Regionalliga werden, um in die dritte Profiliga aufzusteigen.

Beitrag anhören (25 Min.):
http://pcast.sr-online.de/play/land-und-leute/2008-12-14_land141208.mp3

Ich würde mir natürlich wünschen, dass mein ehemaliger Verein wieder dorthin zurückkehrt, wo er und seine Fans hingehören, nämlich in die Bundesliga. Doch wie der SR-Bericht zeigt, indem er versucht die Gründe für den Niedergang zu erfassen, ist dies trotz der aktuell guten Situation als Spitzenreiter der Oberliga ein beschwerlicher Weg. Natürlich betrachte ich das weitere Fortgehen noch aus der Ferne und schaue ab und zu bei Carstens FCSBlog rein.

[via Twitter-DM von CarstenP & altma auf Twitter]

Fußball, Radio, Saarland

Cuarenta y tres

43 - Cuarenta y tres 43, oder ausgesprochen Cuarenta y tres, ist ein spanischer Likör, der sich auch bei uns großer Beliebtheit erfreut und der meist mit Milch gemixt wird. Ich trinke ihn in Spanien gerne als Cuarenta y tres con Vainilla, also mit Vanillemilch. Seinen Namen hat der Likör, weil er aus 43 Zutaten hergestellt wird. Das Rezept soll 200 Jahre alt sein. Infos: Homepage von 43, wer sich werbefrei informieren möchte, konsultiere die spanische oder die deutsche Wikipedia.

Allgemeines

Johnny Depp und Klaus Kinski auf saarländisch

Filme aus Spaß in Dialekten synchronisiert, sind ja mittlerweile ein eigenes Genre auf Videoportalen wie YouTube & Konsorten. Aber Johnny Depp in tiefstem Saarländisch ist bisher mit das stärkste, was ich derart entdecken durfte. Wenn Johnny Jack the Ripper im Saarland jagt und den Mörder im Obschd- unn Gaddebauverein vermutet, hört sich das so an:



From Hell Saarländisch

Ein Klassiker saarländischer Mundart auf der Kinoleinwand ist jedoch auch ganz stark: Kinskis Wutausbruch. Nach dem Betrachten dieses Mash-Up-Kunstwerkes könnte man glauben, Klaus Kinski sei als Saarländer auf die Welt gekommen:


Direktlink YouTube

Kennt Ihr weitere Dialekt-Synchros? Hinweise gerne in den Kommentaren.

Kino, Video

Sprengkalender

Sprengkalender Den etwas anderen Adventskalender bietet in diesem Jahr das Schweizer Fernsehen den Besuchern seiner Website an. Mich hat ja die Sprengung der Brücke in Thusis in Graubünden sehr beeindruckt, die der rotbemützte Sprengmeister hinter dem 8. Türchen versteckt hat.

Apropos rotbemützt: Ich trage übrigens zur Zeit auch ’ne rote Mütze. Aber das ist ja vielleicht noch niemandem aufgefallen?!

[via Ugugu auf Twitter]

Allgemeines

Beste Wissenschaftliche Blogartikel 2008 gesucht

Auslese 2008 Marc Scheloske und Lars Fischer haben eine prima Idee gehabt und diese auch umgesetzt. Zum Jahresausklang 2008 möchten sie…

…die Höhepunkte der deutschsprachigen Wissenschaftsblogosphäre sammeln und die 20 besten Einträge hier im Wissenschafts-Café zusammenstellen.

Eure Vorschläge, welche wissenschaftlichen Blogartikel im Jahr 2008 besonders lesenswert waren, sind ausdrücklich erwünscht. Weitere Infos im Wissenschafts-Café, wo man sich gleichzeitig auch umschauen kann, welche wissenschaftlichen Blogs es denn so gibt im deutschsprachigen Raum: «Auslese 2008 | Suche nach den besten wissenschaftlichen Blogartikeln des Jahres». Klasse Aktion!

Literatur

Literatur aus alter Zeit

Früher wäre alles besser gewesen. Mit fast absoluter Sicherheit ist das gelogen oder mindestens nicht wahr. Die Zeiten, die Wertschätzungen und damit auch die Ziele der Menschen ändern sich und das ist auch gut so. Was aber nicht bedeutet, dass man sich nicht ab und zu etwas in die eben nicht gute, alte Zeit zurück besinnen darf oder sich Zeugnisse beschafft, die davon berichten.

Faksimile: Brief Friedrich von Schiller

Eines jener Dokumente, in denen ich sehr gerne blättere, ist das Buch Schöne Briefe von Friedrich Schiller, herausgegeben von Norbert Oellers, erschienen im Jahre 2004 im DuMont Verlag zu Köln. Darin finden sich wirklich schöne Briefe, in altem Deutsch verfasst, sie erinnern an die damalige Zeit der Blaublüter und der Zweiklassen-Gesellschaft. Was mich fasziniert ist die Gabe, wie Schiller mit den Worten umgeht. Fantastisch!

Endlich bin ich von der hefftigen Bestürzung über den traurigen Abschied meines theuersten Freunds wieder zu mir selbst gekommen, und wage es mein gepresstes Herz durch Worte zu erleichtern. Gegen wen sollte ich dies nun sonst thun als gegen den Vater eines unschätzbaren Sohnes, als gegen Sie, der Sie mich am besten verstehen. Ich will Sie nicht mit kahlen fröstigen Tröstungen betrüben, die nur allzusehr ein kaltes, gefülloses Herz verrathen, nein, ich will mit Ihnen über den verlorenen Edeln weinen, den sein Verlust ist unersetzlich, und für Trostgründe zu gross.

Das Buch ist nicht gerade billig, fast hundert Euro kostet es. Aber es ist sehr schön verarbeitet und wenn man Schiller mag, ist es das Geld wert. Ich habe den Kauf auf jeden Fall bisher nicht bereut.

Im Buch sind sämtlichen Briefe abgebildet und natürlich auch in moderner Schrift abgedruckt. In ihnen zu lesen versetzt in eine andere Zeit, in der die Menschen aber offensichtlich denselben Herausforderungen gegenüberstanden. Vielleicht etwas in einer andern Form, aber die Leiden, die Pein und die Nöte entstammen wohl aus derselben Quelle. Es war also nicht besser und keinesfalls schöner. Aber es ist sehr spannend, in alten literarischen Werken zu stöbern. Damit sie nicht vergessen wird, die Zeit, die nicht besser war.


Anmerkung Markus: Dies ist mein Blogwichtelgeschenk (s. Info) vom unbekannten Blogwichtel. Zum dritten Mal ein Text aus fremder Hand auf Text & Blog. Zum dritten Mal bin ich begeistert und bedanke mich recht herzlich beim unbekannten Blogwichtel.

Literatur

Miss Li in Hamburg – Konzert in der Prinzenbar


Direktlink YouTube

Vor über einem Jahr hab ich die ganz und gar zauberhafte Linda Carlsson alias Miss Li schon mal in der Videotheke vorgestellt, mit ihrem großartigen Song «Oh Boy». Unglaublich, aber wahr: Morgen, wird sie in Hamburg auftreten, und zwar in der Prinzenbar. Wie sagte Isa neulich? Kreisch! Ich freue mich auch schon wahnsinnig auf das Konzert.

In einem Interview des Magazins Soundmag wurde Miss Li auf die Konzerte in Deutschland angesprochen:

Soundmag: Im Dezember wirst du nochmal nach Deutschland kommen. Was können die Leute dann von deinen Konzerten erwarten?

Miss Li: Es wird lustig! Und ich finde, dass es live noch besser ist als auf CD, denn die Musik wird spontaner. Ich zumindest habe gute Laune, wenn ich live spiele und ihr dann hoffentlich auch, wenn ihr mich seht und hört.

Morgen Abend ab 21 Uhr werden wir sie sehen und hören! Oben ist sie übrigens mit dem Titel «Late Night Heartbroken Blues» zu sehen und zu hören. Eine Live-Aufnahme aus dem Southside Pub in Stockholm. Tja, und morgen wie gesagt dann bei uns hier in Hamburg, in der Prinzenbar. Kreisch!

Miss Li beim Konzert in der Prinzenbar am 15.12.08 Update 16.12.08, 13:15 Uhr: Wie gestern Nacht schon auf Twitter kurz vermeldet: Das Konzert war großartig. Miss Li ging mit einer Wahnsinns-Power und einer Freude an der Musik zur Sache, die sich sofort aufs Publikum übertrug. Die Prinzenbar war ein prima Ambiente für dieses kleine Clubkonzert. Die ganze Band hatte ein wirklich gutes Konzert abgeliefert. Einziges Manko: Miss Li spielte nur ne knappe Stunde, das war natürlich viel zu kurz. Aber dafür war’s auch sehr intensiv und stimmunsgvoll von Anfang bis Ende. Wir waren begeistert. Wer Miss Li noch auf den weiteren Konzerten in Berlin (heute!), Freiburg, Ludwigshafen und München sehen kann, wird seine wahre Freude daran haben. Hier nochmal die restlichen Tourdaten:
16.12.08: Berlin – Admiralspalast
18.12.08: Ludwigshafen – Das Haus
19.12.08: München – Atomic Café
20.12.08: Freiburg – Waldsee

Update II: 18.12.08, 12:45 Uhr: Jetzt auch ein Konzertbericht und ein schönes Foto von Miss Li und Band bei Isa, mit der ich am Montag dort war.

Musik, Video
Buchseite 304 von 606
1 302 303 304 305 306 606